Beiträge von ruelpserle

    Und für mich wäre es der blanke Horror mit Kindern arbeiten zu müssen, nur weil das der einzige Bereich ist, in dem mein Hund eingesetzt werden kann. Dann pass ich mich lieber dem Hund an und nehm ne Rasse, die ich "privat" nicht unbedingt nehmen würde.

    Hier wurde nach Erfahrungen gefragt. Und das sind eben meine. Ich schließe kategorisch einige Rassen für mich aus. Und die nenne ich dann auch.

    @tüpfels für nen Kat. 1 Hund kannst du (als Privatperson) keinen Wesenstest machen, da nicht genehmigungsfähig.

    SweetEmma, Labrador-Mixe brauchen keinen Wesenstest und haben auch keine erhöhte Hundesteuer. Aber selbst wenn es so wäre, wäre es selten dämlich, in einem öffentlichen Forum, das mit dem Staff-Mix zu schreiben und die Gefahr zu erhöhen, erwischt zu werden und den Hund abgenommen zu bekommen.

    In Bayern und damit auch München sind American Staffprdshire sog. Kategorie 1 Hunde und damit komplett verboten. Eine Haltung ist damit unmöglich. Du kannst den schon nicht anmelden und ein Wesenstest ist auch nicht möglich.
    Nun gibt es 4 Möglichkeiten.
    1.) der Hund ist als andere Rasse-Mix gemeldet worden - die Konsequenzen (Gefahr der sofortigen Einziehung des Hundes, Geldstrafe...) ist im dazu passenden Gesetz nachzulesen)
    2.) Der Hund ist gar nicht steuerlich gemeldet (siehe oben)
    3.) Der Hund ist nicht in Bayern gemeldet (siehe oben)
    3.) die Story stimmt so nicht


    Zum Thema Kurzurlaub in Bayern:
    Das Gesetz ist Landesgesetz und betrifft nur Menschen, die in Bayern gemeldet sind. Für Urlaub etc. ist es kein Problem, aber die Hunde haben Leinenzwang und Maulkorbpflicht. Und dürfen in den Öffis nicht mitgenommen werden.

    Mist konnte nimmer editieren, deshalb 2 Nachträge:

    Zum Gerede vermeiden:
    Nicht allen erzählen "xy hat (ohne Grund) Charly gebissen". Sondern selber ruhig, gelassen und sachlich bleiben. Mei, 2 pubertierende Rüden haben sich "gekabbelt", weil sowohl ihr als auch die Besitzerin des Rüden die Situation falsch eingeschätzt haben.

    Und generell würde ich euch empfehlen, keinen Hund an euren angeleinten Hund ranzulassen. Naja, zumindest zu versuchen, denn es hat sich leider noch nicht bei allen rumgesprochen, das man seinen (sowohl un- als auch angeleinten) Hund nicht zu angeleinten Hunden rennen lässt.

    Das Gerede hält sich am besten in Grenzen, wenn ihr es nicht startet. Also nicht allen erzählen "da hat (ohne Grund) Charly gebissen". Sondern selber ruhig, gelassen und sachlich bleiben.

    Das du an deiner Reaktionsgeschwindigkeit arbeiten musst, hast du ja selber festgestellt.
    Aber ich glaube auch, an deinem Wissen über die "Hundesprache" und Hundeverhalten, damit du deinen und andere Hunde besser einschätzen kannst. Das ist viel Übungssache und mir hat es sehr geholfen mit meiner Hundetrainerin geführte Spaziergänge mit anderen Hunden zu machen.

    Zitat

    JA, vor allem da unterscheiden wir uns deutlich. Meine Hunde sind kein Werkzeug sondern meine Lebensgefährten und besten Freunde mit denen ich auch arbeite, aber das ist nicht ihr Hauptjob, sondern der ist Hund sein.
    Ich sage nicht, dass fast jeder Hund sich eignet. Ich finde es nur schwierig, dass hier immer gleich ganze Gruppen ausgeschlossen werden. Habe hier schon mehrfach gelesen, dass Hütehunde ungeeignet wären als Therapiehunde. Komisch, dass ca 60% der guten Therapiehunde die ich kenne Hütehunde sind. Aber sie sind eben kein Arbeitswerkzeug als Therapiehunde, sondern Hütehunde, die nebenbei euch Therapiehunde sein dürfen.
    Meine Hündin fand Fremde mega scheiße. Sie hat trotzdem total Spaß an ihrer Arbeit, weil sie nichts mehr liebt, als mit mir zusammen zu arbeiten und das tun wir als Gespann.
    Als Besuchshund wäre sie vollkommen ungeeignet. Daran hätte sie gar keinen Spaß. Sich einfach nur von fremden antatschen lassen wäre nicht ihres. Dafür habe ich ja zum Glück einen zweiten, meinen Oldie, der genau so was liebt.
    Und ich glaube nach wie vor, dass die eigene Vorliebe extrem wichtig ist. Wenn ich unglücklich mit einem Labrador bin werde ich niemals ein stimmiges Team mit ihm abgeben.

    Jup, man kann natürlich auch was reininterpretieren. Auch meine Hunde haben als Hauptjob das "Hund sein". Aber da ich mit meiner Arbeit bestimmte konzeptionell festgelegte Ziele verfolgen, unterstützen Sie mich als "Werkzeug". In meiner Arbeit als Streetworkerin zB als "Türöffner" zu bestimmten Gruppen.

    MIR wäre es für MEINE Arbeit zu wenig, wenn der Hund das "nur" macht, weil er gerne mit mir zusammenarbeitet (dann kann ich mAn auch Dummytraining, Fährte, THS, SD.... machen). Für MEINE Arbeit brauche ich einen Hund, der Spaß am Kontakt mit Menschen im allgemeinen hat. Ich mache u.a ein Selbstwirksamkeitstraining mit einzelnen Jugendlichen, dafür arbeiten sie auch selbständig mit dem Hund, ich bleibe dabei im Hintergrund (Buchempfehlung: Angelika Putsch - Kompetenztraining mit Hund).

    Und deshalb schließe ICH für MICH bestimmte Rassen aus. Und werde das auch immer wieder so sagen.

    Ich würde Hunde, mit solchen (nervlichen) Probleme nicht in der tiergestützten Arbeit einsetzen und damit noch Stress oben drauf packen!

    Bevor ich da ne "Therapiehunde Ausbildung" gemacht hätte, hätte ich lieber intensiver an den Alltagsproblemen gearbeitet.