Nachdem ich jetzt für mich einigermaßen Klarheit geschaffen habe, bin ich nun am überlegen wie ich tatsächlich den Alltag für einen potenziellen Therapiehund gestalten kann. Damit der Welpe nicht gleich am Anfang versaut wird.
Vielleicht mach ich dafür einen Extra-Thread auf 
Ich kann dir nur sagen, was ich gemacht habe:
1. Konzept geschrieben (da Lo recht kurzfristig einzog, war das eher nur halbherzig. Würde ich nicht mehr so machen!)
2. mit dem Arbeitgeber die Rahmenbedingungen klären (auch das finazielle - bei mir war es: Hund darf mit in die Arbeit, dafür muss ich alles selber zahlen. Blöd. Würde ich auch nicht mehr so machen.
)
3. Ruheplätze gesucht. Da ich ja als Streetworkerin unterwegs war, hab ich das an allen Stellen gemacht, an denen ich regelmäßig und länger war.
Dann zog das Mini-Schaf ein:
2 Wochen Urlaub genommen. Davon hatte ich 1 Woche komplett frei, dann hab ich noch 2 Wochen reduziert gearbeitet. In der Zeit habe ich das Schaf an sein "Taxi" (Hundewagen zum Schieben) und alle möglichen Sachen wie Bahn fahren gewöhnt.
Dann habe ich ihn langsam an meinen Artbeitsalltag gewöhnt. Für die Kids war klar, dass er zB in seinem Taxi nicht gestört oder rausgelockt werden darf. Anfangs hab ich ihn reingesetzt. Gleichzeitig habe ich jeden Versuch, da reinzugehen, belohnt. Er sollte von Anfang lernen, das er sich entziehen darf und soll, wenn ihm was zu viel ist.
Ich habe versucht viele Situationen erst mal trocken "nachzustellen". Also, bevor ich ihn mit in die Skatehalle genommen habe, habe ich ihm ein Skateboard gezeigt, es ein wenig rumgeschoben. mich drauf gestellt. Dann in die lerre Skatehalle, alles anschnuffeln. Kollegin hat das Board ein wenig rumflitzen lassen. Im nächsten Schritt dann mal in die Skatehalle, als wenig drin waren und einfach nur gucken. ("Taxi" war immer dabei und er konnte jederzeit rein). So lange, bis er relaxed war.
Das erste mal auf die Strasse zu ner Clique habe ich ähnlich aufgebaut. Als erstes im Vorfeld mit den Kids gesprochen. Hundeausbildung, ob sie mir helfen würden, was sie tun sollen oder eben nicht etc.
Gleichzeitig habe ich mit Freunde geübt. SIe mussten ihn knuddeln, knuffeln, ganz eng um ihn rumstehen, ärgern, komisch rumlaufen.... und einfach an seine Grenzen bringen. Ich hab ihn für jedes entziehen gelobt und für jeden Blick zu mir.
In dieser Situation hätte ich mir aber auch ne Trainingsgruppe gewünscht. Wo man halt noch viel mehr hätte üben können. NAja, nu bau ich grad selber eine auf. 