Naja... manchmal verstehe ich aber auch diejenigen nicht, die Gassigänger_innen suche. Mein Eindruck: am liebsten Einzelbetreuung mit ganz festgelegten Regeln sowie 100%iger Kontrolle und das noch für´n Appel und´n Ei.
Dabei ist die Rechnung doch relativ einfach:
Wenn ich von meinem groben Bruttogehalt ausgehe... und da noch ein wenig draufschlage, geh ich mal von 4.000,- €/Monat aus, die ich als selbständige Gassigängerin verdienen müsste, um mich zu versichern, Steuern zu bezahlen und davon Leben zu können. Wenn wir nun von 25 Arbeitstagen/Monat ausgehen (denn ja, ich finde auch als selbständig arbeitender Mensch sollte ich Pausen haben), muss ich pro Arbeitstag 160,- € verdienen.
So, wenn die Menschen nun nicht bereit sind, mehr als 10,- €/Gassigang zu bezahlen. muss ich 16 Hunde/Tag bespaßen. Klar, man kann auch 4 Runden mit jeweils 4 Hunden laufen, aber dass wird deshalb problematisch, da man ja erst mal Menschen finden muss, die nicht wollen, dass ihr Hund mittags abgeholt wird....
Wenn die Menschen wiederum auf kleinen Gruppen bestehen, müssen sie dementsprechend mehr bezahlen.
Jaaaaa... das war jetzt nur eine sehr vereinfachte Rechnung.... und kein Businessplan!
Aber ich denke, es wird klar, was ich verdeutlichen wollte.
Ich kenne in München einige hauptberufliche Gassigängerinnen. Und ja einige davon arbeiten "schwarz" - und das sind interessanterweise die, die am meisten Zulauf haben. Die können (vermeintlich) billiger arbeiten.
Wenn ich meine Hunde abgebe, dann an Leute, denen ich vertraue. Und ich möchte dann, dass sie meine Hunde behandeln, als wären es ihre. Ich will, das sie Verantwortung für sie übernehmen. Dafür ist es mir wumpe, ob sie irgendwas anders handhaben, als ich das machen würde. Solange gesundheitliche Belange beachtet werden.