Also wir hatten zwei spitze, Timmy war ein Wolfspitz, er kam damals zu uns ins TH mit 7 Jahren und völlig fertig. Meine Ma beschloss ziemlich gleich, dass er bei uns bleibt und nicht in die Vermittlung geht- er brauchte einfach rasch eine fixe Bezugsperson, war ängstlich und alles andere als leicht zu händeln, seine Chancen eine Person schnell über die Vermittlung zu bekommen war sehr gering.
Timmy wurde aber wieder ein toller Hund bei uns, wenngleich er Fremden gegenüber stets reserviert blieb und garantiert verteidigt hätte, wenn er je in eine Situation geraten wäre in der dies für angebracht gehalten hätte.
Topsy war ein Kleinspitz, die bekamen wir lange nach Timmys Zeit, damals 4 Monate alt. Ein lernfreudiger, fröhlicher Hund weder ein Wadenbeißer noch ein überdurchnittlicher Kläffer aber ebenso reserviert wie Timmy.
Sie verteidigte einmal sogar erfolgreich unser Auto in unserer Abwesenheit, zumindest lässt die Rekonstruktion kaum andere Schlüße zu, wir waren kurz einkaufen, Topsy im auto, als wir zurückkehrten war die autotür geöffnet, Spitzen saß aufm Fahrersitz, blutiges Schnäuzchen und diverse Blutspuren im Wagen. Nachdem wir erst erschraken stellten wir fest, das Topsy definitiv keine Verletzungen aufwies- also muss ein Fremder am Auto gewesen sein, und nachdem nichts im Auto fehlte (Zigaretten, Münzen, Taschen etc.) war sie wohl klein, aber durchaus erfolgreich in der Verteidigung
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Klar, Spitze haben sicher mehr Neigung zum bellen als andere Hunde, aber es ist auch eine Erziehungsfrage ob das ausartet.
Zu Mißtrauen und Reserviertheit muss ich ehrlich sagen: Ich finde Hunde die "jeden lieben" wesentlich unheimlicher, als Hunde die eher zurückhaltend sind.
lg susanne