Beiträge von Tucker

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    warum ist leber wöchentlich gut? wegen der vitamine? andere innereien soll man aber doch weniger oft geben, oder?

    naja, ich gebe eben 5% der Gesamtfuttermenge als Innereien (wozu ich dann aber nur Leber, Niere, Milz zähle, Lunge geb ich nicht, Pansen und Herz bewerte ich anders), da ich an Niere und Milz selten in Bioqualität rankomme und grad bei diesen "Filterorganen" aber großen Wert drauf lege, dass die Vieher wirklich artgerecht gehalten und gefüttert wurden, nehme ich eben vorwiegend Leber.
    Nun ist in Leber ziemlich viel Vit.A, welcher überdosiert zu einer Vergiftung führen kann. Daher fütter ich lieber einmal die Woche ne kleinere Menge (150g), als weniger oft, dafür ne größere Portion.

    lg susanne

    Hi,
    bei 2-2,5% wären das 1,2-1,5kg Futter täglich.
    davon 840- 1000g Fleisch, der Rest Gemüse.

    Auf welches Fleisch er wirklich allergisch ist...da würde ich keinem Test trauen, da hilft eigentlich nur Ausschlußdiät. Viele Hunde zeigen bei rohem oder gekochtem Fleisch auch keine Reaktion, bei Fertigfutter schon, häufig hängt es mit irgendwelchen Chemikalien zusammen im Fefu (Aroma-, Farb-, Duftstoffe, Konservierungsmittel, Antioxidantien etc.pp.).
    Daher würde ich ne Ausschlußdiät vorschlagen, du beginnst mit einer Sorte Fleisch und Gemüse, zeigt sich nach 4-6 Wochen keine Reaktion nimmst du das nächste dazu und immer so weiter. Irgendwann wißt ihr dann genau was geht und was nicht. Getreide würde ich weglassen, er reagiert viellt. jetzt nicht, kann aber immer kommen, da würde ich sowas unnötiges wie Getreide definitiv nicht geben.
    Zu Beginn der Ausschlußdiät würde ich mit was starten, was nicht auf der Liste steht z.B. Wild, Pferd, Ziege, Kaninchen. Danach kannst du dann nach und nach auch die Sachen von der Liste antesten, kann gut sein, dass er es wohl verträgt wenn es anders zubereitet ist.

    Milben sind übrigens häufig im Trofu, Futtermilben. die Stellen um die Augen könnten aber auch auf Demodex hindeuten.

    alles gute,
    Susanne

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    So wurde bei meinen offensichtlich supergesunden Hund eine Niereninsuffizenz gefunden und konnte dann dank der Nierendiät sein Leben um einige Jahre verlängert. Hätte ich einfach so weitergefüttert wäre es viel eher mit ihm zu Ende gewesen... Aber ich habe Gonso auch nicht gebarft...

    Genau das ist es!
    Wir machen einmal jährlich nen Gesundheitscheck, da geht das Blutbild gleich mit, hab ich mit all meinen Hunden stets so gehalten.
    Wenn nämlich erstmal offensichtliche Symptome auftreten ist es oft schon viel zu spät.
    Früherkennung wird bei Menschen so hoch gepriesen- weil man dann Krankheiten schon im Ansatz behandeln kann und die Prognose weit positiver ist als wenn gehandelt wird, wenn Probleme schon offenkundig sind. Bei Tieren verhält es sich da nicht anders, je früher Erkrankungen erkannt werden umso wirkungsvoller und nachhaltiger kann man ihnen begegnen.

    lg susanne

    Also ich gebe auch unterschiedl. Fleisch, allerdings nicht jede Woche von allem etwas, das schaff ich in durchschnittlich 14 fütterungen die Woche gar nicht :D . Schlund und Kehlfleisch gibts bei mir z.B. nie pur, sondern das hängt halt an Stross und Kehlkopf noch dran. Leber z.B. gebe ich aber schon fast jede Woche (Ausnahme: wenn ich keine Bio- Leber kriege).
    Ich denke ähnlich wie Kay, dass es eben unterschiedliche Proteinstrukturen sind, somit sind auch die Aminosäurenketten anders usw. Die fleischqualitäten (nicht im Sinne von gute oder schlechte Qualität, sondern im Sinne der Zusammensetzung) sind einfach verschieden. Ob man damit effektiv Allergien vorbeugen kann? Schwer zu sagen. Aber man führt mit Sicherheit anders zusammengesetzte Nährstoffe zu, die der hund unterschiedlich aufschlüsselt/ aufschlüsseln kann.
    Ich denke, eine Unter- oder Überversorgung wird somit unwahrscheinlicher, der Körper hat mehr Quellen zur Verfügung in relativ kurzem Zeitraum.

    lg Susanne

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    Warum muss man denn beim Barfen überhaupt ein Blutbild machen lassen? Dann seid ihr euch ja doch nicht sicher, dass die Fütterungsmethode ok ist?

    Und was soll man da überhaupt feststellen können? Evtl. erhöhte Nierenwerte, wenn zuviel Fleisch verfüttert wird?

    Gruß Anja

    doch, ich bin mir sicher, dass die Fütterung absolut ok ist. Ich würde auch bei Fertigfutter regelmäßig ein BB machen lassen. Der Unterschied ist nur: da ich das Futter selber zusammenstelle, kann ich aktiv optimieren wenn es Abweichungen gibt.
    Ein großes Blutbild spiegelt die unterschiedlichsten Werte und man kann ihm diverse Informationen entnehmen wenn man die Zusammenhänge der einzelnen Stoffe, ihre Konzentration, ihre funktion und ihr Verhältnis zueinander kennt.
    Dazu kommt, dass Abweichungen nicht unbedingt mit der fütterung zusammenhängen müssen, allerdings über Fütterung positiv beeinflußt werden können.
    Kleines Beispiel: wird festgestellt, dass der Hämoglobinwert zu gering ist (was diverse Ursachen haben kann) kann ich aktiv gegensteuern indem ich z.B. rote Beete und Blut gebe.

    lg susanne

    Ich muss sagen, ich stimme mit micki überein, das ist nix für mich, ist mir zu "poppig".
    Ich bevorzuge einen schlichteren Stil, allenfalls mit einem dezenten Highlight, ansonsten schlichte Eleganz...weshalb ich letzte woche mal eben ne schwarze round & soft Leine von Hunter plus dazupassendem HB gekauft hab, auf das warte ich aber noch, die mussten das selber erst bestellen (war nur Zugstop vorrätig, ich wollte aber eins ohne ZS).

    So sind die Geschmäcker verschieden...

    lg Susanne

    Ich könnte zwei empfehlen, die auch für Laien sehr interessant und verständlich geschrieben sind:

    - Homöopathie für Hunde von A.H. Westerhuis
    (knapp 500 Seiten, Achtung, es gibt ein wesentlich weniger umfangreiches Buch mit dem selben Titel, aber anderer Autor.) Ich hab es neulich erst wieder empfohlen, bei amazon gibt es das als Taschenbuch für wenig Geld.

    - Kräuterbuch für Hunde von Angela Müncheberg

    lg Susanne

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    wie viel Gewicht da tatsächlich an der Leine hängt, dann wäre man ja schon weiter

    das läßt sich prinzipiell schnell ausrechnen. Eine einfache Rechnung die jeder Autofahrer in der Fahrschule gelernt hat: Masse x Geschwindigkeit.
    Praktisch kaum umsetzbar, man musste dem Hund eine Geschwindigkeitsmesser umhängen und bis man es weiß liegt man schon längst im Dreck.
    Gelten kann sicher: Je kürzer die Leine umso eher kriegt man den Hund gehalten, da er seine Masse nicht beschleunigen kann.
    Weiter hängt es aber auch vom Impuls ab, das wird sehr deutlich wenn der Hund zwar mit wenig Geschwindigkeit aber dafür sehr plötzlich in die Leine hüpft.

    lg Susanne

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    Genau das ist doch der Punkt.
    Zum einen setzt es voraus, dass man sich informieren möchte, desweiteren, dass man dann auch vernünftig handeln will.

    Intuitiv wissen glaube ich sehr viele der Käufer, die beim "Vermehrer" kaufen, dass da etwas stinkt. Aber man möchte ohne Wartezeit einen Welpen, man möchte nicht viel Geld ausgeben.... und man redet sich die eigenen Taten auch noch schön, weil man einen Hund gerettet hat.
    Ich glaube auch gar nicht, dass die Negativberichte abschrecken, denn die üblen Dinge passieren doch nur den anderen. Man selbst wird schon die nötige Prise Glück haben.
    Bei vielen der Berichte hier im Forum setzt das Heulen und Zähneklappern doch erst ein, wenn der eigene Hund gesundheitliche oder sonstige Probleme macht.
    Bleibt der Welpe gesund, geht es vielen doch am Allerwertesten vorbei, unter welchen Umständen ihr Welpe gezeugt wurde und ob die Mutterhündin vielleicht ein elendes Dasein als Wurfmaschine fristet.

    DAS denke ich auch.
    Denn wie Corinna schrieb- es stehen ja wirklich genug Informationen zur Verfügung, so ist es ja nicht. Auch selber denken ist erlaubt und ich bin überzeugt, die meisten Menschen die so einen Hund kaufen merken das etwas nicht stimmt. aber die Leute sind ja so nett, die Welpen so süß usw... gekrönt wird das ganze von der sehr bescheidenden aber herrschenden Mentalität für nichts mehr einen angemessenen Preis zahlen zu wollen. Einerseits wird geschimpft, das Firmen abwandern um billiger produzieren zu können, andrerseits werden genau diese Produkte gekauft- weil sie billig sind.
    Nicht anders verhält es sich mit Hunden, auch die werden mittlerweile irgendwo billig "produziert" und hier dann billig dem Endkunden angeboten- der Hund als Ware.
    Und man kann noch so sehr informieren, diese Leute wollen das gar nicht wissen.
    Einzig sinnvoll fände ich eine detaillierte Checkliste, worauf man genau achten sollte, welche Punkte wichtig sind. Und zwar weder im Stil von "Nur beim FCI/VDH/ÖKV Züchter kaufen" noch im Stil von "jeder der Welpen ohne Papiere hat ist ein Vermehrer". Beides sind simple Allgemeinfloskeln, nicht wirklich glaubwürdig, da es auf beiden Seiten Gute wie Schlechte gibt und beim Hundekauf übern Tisch gezogen zu werden ist immer wahrscheinlich, egal von wem.
    Was die Leute selten erfahren ist, was genau sie sich zeigen lassen sollen, welche Unterlagen aussagekräftig sind usw...
    Allerdings wird man damit auch nicht jene, oben angesprochene, Gruppe erreichen, die schnäppchenjäger in jeder Hinsicht.

    lg Susanne

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    Sagt mal, gibt es eigentlich studien darüber, ab wann wer welchen Hund nicht mehr halten kann?

    ...

    Und meine Mutter (ähnliche Gewichtsklasse wie ich) geht mit ihm nur in völliger Abgeschiedenheit. Der zieht sie ohne weiteres weg...

    Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass es da wirklich aussagekräftige Studien gibt.
    Auch pure Kraft hat viel mit Training zu tun. Jemand kann 100kg wiegen, ist er untrainiert nimmt ihn ein 20kg Hund wahrscheilich schon mit. Umgekehrt kann jemand der etwas trainiert und sportlich ist aber nur 50kg wiegt, auch einen 30kg Hund noch recht gut halten.
    Kraft hat immer auch mit Training, Balance und Technik zu tun.
    Man kann Kraft und Körpergewicht nicht wirklich in ein Verhältnis stellen, es sei denn es geht um Massebeschleunigung.

    lg susanne