Also ich kenne keinen einzigen Hund der kommt "weil er das will" oder "weil er Frauchen/Herrchen so gern hat". Ich seh das genau wie Corinna, konditioniert wird immer.
Ich habe oft eher das Gefühl, dass viele nicht zwischen Bestechung und Belohnung unterscheiden können, und das es bei vielen HH auch in Bestechung ausartet, oft weil das das Timing und die Körpersprache nicht stimmt.
Außerdem kommt es auch stark auf den Hund an, ich habe Hunde in Kursen, da ist eine Streicheleinheit oder ein starkes stimmliches Lob ganz super und es gibt Hunde (wie meinen und viele andere Hüte- und Treibhundrassen) da kann ich eine ruhige Übung nicht mit "Feeeeeiiiiiiner" loben, denn dann ists vorbei mit der Ruhe, genauso wenn ich ihn knuddel- dann dreht er nämlich auf.
Wenn ich allerdings will, das er mit Affenzahn zu mir kommt, dann geht das prima mit "Feeeeeiiiiinnn", da brauch ich gar nix weiter.
Schlußendlich zählt obs funktioniert und zwar ohne genauso gut wie mit. Problematish seh ich das erst, wenn man ohne Leckerchen nicht mehr aus dem Haus gehen kann, weil der Hund dann nicht mehr hört.
Und was das Rudelleben betrifft, naja, klar, kein Wildhund und kein Wolf verlang jemals sowas völlig sinnfreies (aus Hundesicht) wie "Sitz" usw. ABER: natürlich bietet das Zusammenleben Vorteile, die gemeinsame Jagd, die Versorgung auch wenn man selber nicht dabei war, die Sicherheit usw. Wäre es sinnlos, würden solche Verbände nicht bestehen. Kein Lebewesen dieser Welt tut etwas ohne davon zu profitieren. Da wir Ansprüche stellen, die über ein canides Rudelleben hinausgehen, müssen wir auch Profite anbieten die darüber hinausgehen- das ist nur logisch.
Abgesehen von alldem:
Ich belohne meinen Hund gerne! Ich freue mich wenn er Dinge richtig macht und gebe ihm gerne ein Leckerchen dafür- auch wenn es nicht nötig ist.
lg susanne