Beiträge von Tucker

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    ...was haltet ihr von der Theorie, daß HD oder andere Krankheiten des Bewegungsapparates nicht erblich sind, wie immer behauptet, sondern durch jahrzehntelange Fehlernährung enstanden sein soll :???:

    Das HD und ED vererblich sind, ist aus meiner Sicht unbestritten. Allerdings muss man davon ausgehen, dass alles immer mehr als einen Faktor hat.
    Vererblich heißt ja zunächst erstmal, dass die Veranlagung da ist, über Ausbruch und Schwere der Erkrankung hat man noch keine Aussage.
    Ich denke, das man über Fütterung und Haltung den Schweregrad von HD erheblich beeinflußen kann. Sicher nicht immer, Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Bei anderen "Zivilisationskrankheiten" finde ich den vermutbaren Einfluß der Ernährung wesentlich interessanter. Beispielsweise Allergien oder Krebs und auch Adipositas. Diese Erkrankungen verbreiteten sich erst unter den Menschen und dann unter ihren Haustieren. Und diese Entwicklung nimmt stetig zu, seit stets alles verfügbar ist, immer mehr davon bereits fast oder ganz fertig. Das fängt bei der Babymilch an und geht Tiefkühl- und Tütengerichte weiter bis hin "Wellnessgerichten für Frauen" :headbash:
    Irgendwann werden wir auch "fürs Baby", "Heranwachsende" "Adults" und "Seniors" und "Sensitivs" udgl. im Supermarkt vorfinden- für UNS.
    Das ging beim Tierfutter schneller- da gibts sogar schon Futter nach Fellfarbe (wie Haarwaschmittel :zensur: ).
    Und ja, dieses Zeug macht uns krank und es macht unsere Hunde krank- es würde fast jedes Lebewesen krank machen, so zu essen.
    Ich bin überzeugt davon, dass man den üblichen Zivilisationserkrankungen mit frischer, selber zubereiteter Ernährung entgegenwirken kann. Und ich denke, dass muss auch nicht immer 100% genau das sein, was der Hund laut Bedarf genau braucht, es sollte halt einfach insgesamt stimmen. Nicht zuletzt gilt auch hier: Die Mischung machts.


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    Wie sehen das eigentlich die (Hobby) Züchter hier? Wie werden eure Welpen ernährt....immer noch vorwiegend mit Trofu oder barf oder ganz anders?

    Also ich plane nicht zu züchten... wenn ich jemals die richtige Hündin für sowas hätte (Rüden stehen einem ja meistens schon einige zur Verfügung- auch wenn man evtl. ein Stück fährt), dann viellt. 1 Wurf. Ich würde die Welpen die ich behalten will, ausschließlich roh füttern, bei den anderen wollte ich es mit den zukünftigen Haltern absprechen. Auf jeden Fall würde ich darauf achten, dass den Interessenten die Ernährung wichtig ist. Ich würde auch aufklären und den Unterlagen der Welpen eine Erklärung bezgl. Futter, Liste mit guten Futtern, einen Starterfutterplan für die, die es gern mit roh füttern oder kochen versuchen möchten sowie die Welpenbarfbroschüre von Swanie, beilegen.
    Also kurz gesagt: Ich finde es wichtig, dass ein Hund, insbesondere ein Welpe, angemessen und gesund ernährt wird. Dies kann man auf unterschiedliche Art lösen, auch mit hochwertigen Fertigfuttern!


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    Ist die Ernährung von Welpen und heranwachsenden Hunden eine "Kunst" oder sind Mangelerscheinungen eine Erfindung der Industrie :???:

    Es ist sicher keine Kunst! Aber man sollte sich einfach gut und vielseitig informieren und sich rantasten.
    Man kann sich ja ruhig trauen, aber man sollte sich halt auch immer weiterbilden. Wenn der Hund die erste Woche nur rohes Rinderhack und 2x ein rohes Ei erhält, bis man ausgeknobelt hat, wieviel Calcium der Hund nu braucht, dann stirbt der Hund nicht. Und wenn man nochmal ne Woche später draufkommt, dass Gemüse auch nicht schlecht wäre, dann wird das langsam. Kein Hund bekommt Probleme, wenn der Besitzer sich rantastet und viellt. erst nach 3 oder 4 Wochen ne halbwegs ausgewogene Ernährung hinkriegt. Aber man muss halt dranbleiben, immer mal gucken, gibts was neues, macht das Sinn usw.
    In Wahrheit ist es einfach nur etwas trockene Theorie überm Napf - von Kunst kann nicht die Rede sein :D

    lg susanne (...die olle Labertasche)

    Ach Greta: guck mal in den anderen Thread, da hab ich nen Futterplan für 2 Wochen eingestellt. Die kochen auch und zwar mit Getreide. Deine Hunde sind zwar viel Kleiner, aber ich denke, dass kannst du runterrechnen, also das Verhältnis ist klar. Die Getreideration beträgt dort knapp 10% der Gesamtration.

    Hi,
    jetzt gehts also in nem neuen Thread weiter, schön. Ich leg mal los:

    Ich habe mich bei meinem jetzigen Hund für die Rohfütterung entschieden.
    Seine Vorgänger haben alle Trofu bekommen, je nachdem was gerade als besonders hochwertig galt :ops: .

    Die Idee roh zu füttern, kam mir dann mit meiner Katze. Diese übernahm ich mit 12 wochen, angeblich vertrug sie Dosennahrung für Katzen. Naja, nachdem ich 2 wochen lang, die Regale des Fefus rauf und runter gekauft hatte und Kätzchen immer noch jämmerlichen Durchfall litt, hatte ich die Faxen dicke.
    Ich kaufte Rindergulasch und fütterte ihr das- siehe da, kein Durchfall mehr. Dann durchsuchte ich das Internet und stellte fest, dass sich das roh füttern schon etabliert hatte und jede Menge Info zur Verfügung stand.
    Katzenbarf wird jedoch noch viel komplizierter dargestellt als Hundebarf :roll: .
    Nach vielerlei Lektüre bekommt meine Katze heutzutage nur Taurin beigefügt, ab und an Salz, Bierhefe und Algenzeugs, ansonsten viel versch. Fleisch und Knochen. Die Katze ist jetzt 2, supergesund, schönes Fell, gute Figur etc.

    Naja und nach dieser Erfahrung war auch klar, dass ich das mit dem Hund genauso handhaben werde.
    Grundsätzlich finde ich folgendes Wichtig:
    - Calcium, das muss passen
    - Abwechslung beim Fleisch
    - Vitaminversorgung (passende Menge Leber, Öle mit Omega 3 und 6 Fettsäuren und Vit.E usw.)
    - passendes Fleisch- pflanz. Zutaten Verhältnis (also 50/50 find ich wirklich das allermindeste, es sei denn die gesundheit spricht dagegen)
    - evtl. Krankheiten und Besonderheiten berücksichtigen sowie das alter und die Leistung

    Die Aussagevielfalt ist bekannt... schlußendlich muss man einfach selber rausfinden, was man glaubt, welche Argumente einem sinnig erscheinen. Ich würde z.B. definitiv keine gekochten Knochen geben, aber wenn andere das machen, kann man sie allenfalls warnen.

    Um mir über gewisse Werte ein Bild zu verschaffen, nutze ich aber durchaus Tabellen, versch. Tabellen ergeben dann einfach einen neuen Mittelwert :D .

    Wichtig ist vor allem, dass man sich mit der Materie immer wieder auseinandersetzt und sich weiterbildet. Man muss nicht 3 Lexika lesen bevor man seinem Hund was zu futtern gibt, aber man sollte im Laufe der Zeit in all diese Lexica immer mal nen Blick reinwerfen und versuchen zu optimieren und zu verbessern.

    Achja, als Trofu hat mich Platinum überzeugt, das ist Leckerchen. Aber auch Lupovet und einige andere finde ich empfehlenswert wenn jemand Trofu füttern möchte- ebenso bei Nafu.

    lg susanne

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    das Zerren und gemeinsam darum kämpfen ist der "belohnendere" Teil des Spiels. Lasse ich dem Hund sein Spielzeug, dann lässt er es ganz schnell liegen, den allein ist es doof.

    so ist das bei uns auch :D . Mein Hund würde nie irgendwas kilometerweit rumtragen- entweder es ist Action mit dem Ding, oder er läßt das einfach irgendwo liegen.

    Ich selber kann Bällen nicht viel abgewinnen, eben grade weil das zergeln usw. dabei flachfällt.

    lg susanne

    Also ehrlich, wenn ich was wirklich spezielles in nem speziellen Farbton und aus Leder will, dann geh ich zu meinem Schuster oder wahlweise zu einem guten Sattler ;) . Der kann das Material beschaffen und verarbeiten. Das ist dann viellt. etwas teurer aber dann bekommt man genau was man will.

    lg susanne

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    Ich klink mich hier aus, nicht böse sein. Ich habe Jahre Fertiges gefüttert. Am Ende meinen kranken Hund mit dem bekocht was er noch vertragen hat. Jetzt hab ich einen Welpen und will nichts falsch machen, ich wollte lediglich noch ein paar Infos zum Kalzium ect. Aber wenn das hier nicht erwünscht ist dann such ich mir das eben selbst zusammen. :smile:

    Naja, ich hab ja auf der vorigen Seite auch geschrieben, wie der Calciumwert zustande kommt.
    Also nochmal, für Welpen und Hunde bis 13 Monate kann man etwa 100mg Calcium pro Kilo Körpergewicht rechnen. Also 3 Kilo Hund brauchen 300mg Ca. am Tag.
    Eierschalenpulver enthält pro 370mg Ca. pro Gramm.

    lg susanne

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    Warum mutieren Hunde zum balljunkie, aber selten zum Dummyjunkie?

    Ehrlich, ich habe eine winzige Hündin im Training, Chihuahua/Zwergpinscher Mix, knapp 3kg. Dieser Hund würde augenblicklich zum Dummyjunkie, würde man das nicht kontrollieren :D . Die Kleine hat das Prinzip "Dummy" in ca. 5 min. kapiert und nach weiteren 5, dass sie es bringen muss :lol: . Und jetzt liebt sie das Dummy abgöttisch.

    Ich finde einfach die Abwechslung der Aufgabe und der Belohnung wichtig. Er kann mal den Dummy finden, mal den Ball, viellt. sogar eine Person (da könnte man auch Anzeige trainieren als Erweiterung). Es kann auch mal Futter geben, oder, für die einfachen, gut sitzenden Übungen ein verbales Lob und evtl. streicheln usw.
    Wichtig ist, sich nicht auf nur eine einzige Sache zu konzentrieren, weder bei den Aufgaben, noch bei Belohnungen.

    lg susanne

    Also die Knochen sind ja auch angetrocknet durch den Prozess, dadurch sicher wesentlich spröder, als rohe Knochen.
    Ich würde es nicht geben. Wenn du ab und an gerne etwas Knochen füttern möchtest, dann gib lieber ab und zu ein Stück Hüftgelenksknochen vom Kalb. Davor eine gute handvoll Fleisch, damit die Magensäure angeregt wird.
    Ich kenne viele Fertigfütterer die von jeher ihren Hunden diese Knochen beizeiten anbieten und habe noch nie von Problemen gehört.
    Ansonsten halt Kausnacks ohne Knochen, wie Rinderohr, Trockenpansen, Ochsenziemer, Hufe usw.

    lg Susanne

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    Ich denke allerdings, dass es nicht unbedinngt die HH sind, die immer weniger Respekt entgegengebracht bekommen, sondern, dass generell die Menschen, die diese Welt bewohnen, einfach Tag für Tag respektloser und unsozialer werden, egal um was es geht. Wer hilft denn heutzutage noch alten Menschen über die Straße, trägt ihnen für 10 Meter die Einkaufstasche oder hilft einer Mutter, den Kinderwagen in einen Bus zu heben? Das werden leider immer weniger, irgendwann wird in dieser Welt jeder am anderen vorbeileben und soetwas wie Miteinander oder Gemeinschaft wird man nur noch sehr beschränkt erleben können, eigentlich äußerst schade, dass dies das Weltbild einer 16jährigen ist, aber so erlebe ich es tagtäglich

    ... wenn das nun schon den 16jährigen auffällt, dann bilde ich mir das offenkundig nicht ein. Ich bemühe mich auch genau darum meistens um größtmögliche Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Meist reagieren andere darauf auch mit Höflichkeit.
    Allerdings gibt es unbestreitbar Momente, da platzt einem dann einfach echt der Kragen.
    Interessant finde ich die Tendenz, dass viele berichten, sie hätten meist mehr Schwierigkeiten mit anderen/fremden HH als mit NHH. Mir geht es da ganz ähnlich. Wenn ich wirklich mal Stress habe, dann sicher mit einem anderen HH. Wahlweise will dieser nicht einsehen, warum ich keinen Kontakt an der Leine will, warum er sich nicht über meinen Hund beugen soll, wieso er jenen nicht streicheln darf, warum er die Hinterlassenschaften seines Hundes beseitigen soll oder, oder, oder...
    Richtig krass finde ich es dann, wenn ich hier einen Thread öffne, wo ein HH wirklich Mist gebaut hat und dann das Wort SOLIDARITÄT lese und dass man doch als HH zusammenhalten müsse.
    Wo ich einfach sage: Nein! Ich will mich einfach nicht mit Menschen solidarisieren, die langfristig den Freilauf ALLER Hunde einschränkt, zu einem schlechten Bild in der Bevölkerung beitragen.
    Wenn ich hier mehrfach lese, dass mit anderen HH mehr Probleme gibt, als mit Nicht Hundehaltern, dann muss beinahe davon ausgehen, dass wirklich reihenweise Menschen mit Hunden rumrennen die sich derart schlecht benehmen, dass man sich über Maßnahmen nicht mehr wundern muss. :/

    lg susanne