Beiträge von Tucker

    Kein Trainer ist natürlich blöd.
    Als erste Hilfe würde ich empfehlen, dass du ganz bewußt ruhig wirst wenn du was hörst. Du musst dich trainieren, dass du ruhig bleibst. Mach demonstrativ was anderes- lies eine Zeitung, einen interessanten Artikel, bereite Essen zu, was auch immer...
    Kannst du deinen Hund eigentlich irgendwie aus der situation rausholen, so dass er sich auf dich fixiert? Gibt es irgendwas, womit du seine Aufmerksamkeit auf dich ziehen kannst?
    Das wäre auch eine Möglichkeit, den Kreislauf zu unterbrechen. Allerdings ist hier jede Menge Timing gefragt. Du musst absolut punktgenau dann belohnen, wenn er still ist und sich auf dich konzentriert. Am Anfang kann es sein, dass diese Momente sehr kurz sind.
    Bitte deine Nachbarn aktiv um Hilfe- beziehe sie in die Problematik mit ein. Mach guten wind, lade bspw. zu einem Grillfest ein und erkläre dort, dass dich das Gekläffe auch nervt und du sie alle um Hilfe bittest um es schnellstmöglich abzustellen. Zieh sie geschickt ins Boot ;) .
    Dann macht ihr Training, Leute die klingeln, die vorbeilaufen, rennen, die laut quatschen oder gar schreien etc.pp.- die ganze Palette.
    Du bleibst stets ruhig, unterbrichst das Verhalten (hier könnte man ein "Superleckerchen" einbauen, z.B. Katzenfutter), im nächsten Schritt setzt oder legst du den Hund irgendwohin. Ich halte nichts von der "außer sichtweite- Methode", denn dann kann ich zu Beginn nicht rasch genug korrigieren. Aber mind. nochmal 3m von mir und der Tür entfernt.
    Sobald er wieder bellt oder aufsteht korrigierst du. Ggf. schließt du auch die Tür wieder. Dein Besuch (vorzugsweise die Nachbarn und andere Freunde und Bekannte) muss also damit rechnen, zu Beginn ein Weilchen vor der Tür zu stehen.

    Zum Alleinebleiben:
    Dein Hund scheint einen sehr hohen Stresspegel zu haben. Hier kann ich mir gut vorstellen, dass er völlig überfordert ist wenn er die ganze Wohnung "überwachen" muss. Bei sowas eignet sich eine Box meistens gut.
    Die Box muss auch antrainiert werden, wenn du in die Suchfunktion "Boxentraining" eingibst, findest du sicher einen Beitrag wo erklärt wird, wie man die Box einführt.

    alles Gute,
    susanne

    Ich kann es nicht genau erklären, aber irgendwas in deinem Post gibt mir das Gefühl, dass bei euch ein ziemlicher Spannungspegel herrscht.
    Ich kann mir vorstellen, dass ihr ganz schön unter Druck steht und auch frustriert seid. Klar, der hund kann nicht alleine sein und bellt bei (fast) jedem Geräusch, Ärger mit den Nachbarn gibts auch schon.
    Ich stelle mir vor, dass dieses Verhalten mittlerweile ein Teufelskreis ist, bei dem Ursache und wirkung gar nicht mehr wirklich durchschaubar sind.

    Hier hat euch das Erfolgserlebnis gefehlt, was motiviert. Vermutlich seid ihr schon so gestresst, dass ihr unbewußt aufhorcht wenn ein Auto vorfährt..."bellt er gleich wieder???"- die spannung steigt damit an, der Hund merkt das, sein Stresspegel geht hoch, er kläfft beim nächstbesten Geräusch.

    Das ist freilich nur Spekulation, aber du siehst ja, ob du euch in einem solchen Verhaltensmuster erkennen kannst.

    Sollte das so sein, kann ich nur einen kompletten Neuaufbau empfehlen, am besten mit einem qualifizierten Trainer, denn ein Neuaufbau, ein umlernen ist gar nicht sol leicht. Vor allem auch, weil du in dem Fall dein Verhalten verändern musst, du musst dich da gänzlich unter Kontrolle kriegen und Entspannung in solchen Momenten lernen, dann ist der Hund auch entspannter.

    Wie gesagt- nur eine Vermutung, es klingt einfach stark danach ;) .

    lg susanne

    Meine Kinder sind zwar noch jünger, aber ich finde, es kommt drauf an.
    Mit MEINEN Hunden, würde ich sie niemals losziehen lassen. Das leigt schon daran, dass ich meine Hunde so erziehe, dass sie nur auf mich hören, das hängt vor allem mit der Körpersprache zusammen.
    Wenn sie aber nach mir kommen und sich mit den Hunden gut drinnen beschäftigen und gerne Hundesport machen möchten oder so, dann kann ich mir durchaus vorstellen ihnen einen passenden Hund zu kaufen. (Logo, ich würde mich da natürlich mit drum kümmern.) Und wenn beide aktiv mit dem Tier arbeiten und sich darum kümmern, dann dürften sie selbstverständlich auch mit Hund spazieren gehen und ihn freilaufen lassen etc. Das versteht sich ja irgendwie von selbst. Und dann weiß ich auch, dass sie aufmerksam und konzentriert damit umgehen und der Hund zuverlässig auf sie hört- und genau das ist ausschlaggebend.
    Mit der Versicherung muss man dann eben handeln und ne Klausel zufügen (z.B. bei bestandener BGH1 o.ä. übernimmt die Versicherung evtl. Schäden wenn Kind und Hund gemeinsam unterwegs sind.)

    lg susanne

    Hi,
    Erwachsenenfutter so ab ca. 6 Monate, was fütterst du denn genau (Marke)?
    Umstellen aud 2x dann auch so mit 6 Monaten.
    Und nach dem fressen sollte der Hund ca. 2 Stunden ruhen, es ist zwar nicht erwiesen, aber es gibt die Vermutung, dass zuviel Bewegung nach dem füttern in Zusammenhang mit Magendrehungen stehen könnte- also lieber auf Nummer sicher gehen.
    Für die Knochen sollte dein gesunder ACD nichts weiter brauchen, diese Rasse neigt nicht zu Knochenproblemen.
    Allerdings finde ich Stöckchen und Ballspiele nicht sehr empfehlenswert, besser sind Versteck- und Suchspiele- ruhigere Dinge, nichts hektisches.

    lg Susanne

    Hallo,
    bitte geh nicht soviel mit ihr!
    Es stimmt einfach nicht, dass Cattle Dogs sooo viel Bewegung brauchen. Ich hab seit Donnerstag das Ergebnis solcher Gedanken zuhause- auf vier Pfoten lahm mit 13 Monaten, weil "Cattle Dogs ja Bewegung brauchen"- allerdings sind die mit dem jungen Hund geradelt.
    Auslastung ist nicht gleichbedeutend mit Bewegung.

    Wichtig ist vor allem, dass deine Kleine lernt auch mal Ruhe zu halten.
    In dem Alter reichen 1-2 Spaziergänge von 15-20 Minuten mehr als, ansonsten halt schnell pieseln, sonst nix.
    Zur Auslastung kannst du kleine Übungen machen wie Sitz und Platz und all sowas und kleine Suchspiele, dass du Leckerchen oder das Lieblingsspielzeug oder dich selber versteckst.
    Nur nicht zuviel! Und immer Pausen einbauen und den Hund zur Ruhe schicken. Gerade bei diesen Hunden ist es wichtig, dass sie lernen sich zu entspannen und mal Pause zu machen.
    Zu Action kriegst du die nämlich immer, Entspannung und Ruhe ist schwieriger ;) .

    lg susanne

    Naja, ich arbeite schon immer so... da gabs noch gar keine Clicker (oder zumindest kannte ich das damals noch nicht).
    Dieses "feeeiinnn" ist ein Automatismus, den ich mir über Jahre angewöhnt habe, das ist schon fast unbewußt :lol: .
    Aber da der Vergleich kam, ja, eigentlich ist es wie clickern ohne Clicker. Ich hab mir da nur nie so die Gedanken gemacht, ich lobe halt, von daher könnte man jedes Lob mit clickern vergleichen. Nur mit dem Unterschied, dass ich wohl die Leckerchen abbaue, aber das "feeeiin" ist lebenslänglich ;), wie gesagt, ich sag das schon automatisch wenn ich zufrieden bin mit der Aufgabenlösung.

    lg susanne

    Manu, ich nutze da auch ein Lobwort (Markerwort- wie auch immer). Das hab ich nicht geschrieben, weil das einfach sowieso das erste ist, was alle Hunde bei mir lernen. Immer wenn Frauchen "feeeeeiiinn" plärrt hats gepasst und könnte (je nach Fortschritt) ein Leckerchen nach sich ziehen.
    Unbd dieses "feeeiiin" verwende ich immer- das ist quasi der "Click".
    Die Hand zur Tasche ist irrelevant, guckt einer meiner Hand nach wird korrigiert also Aufmerksamkeit wieder zu mir- angucken, wieder "feeeiin"- und eben Leckerchen.

    Sicher führen viele Wege nach Rom, jeder muss es machen wie er meint- wenn es denn funktioniert. Ich persönlich bilde es eben nicht so aus, ich finde den Gedanken "ungerade"... der Hund guckt immer aufs Leckerchen, er soll mir doch ins Gesicht gucken"- "Na dann tu doch einfach das Leckerchen ins Gesicht"...verstehst was ich meine ;) .
    Der Hund soll einfach nicht das Leckerchen fixieren sondern den Hundeführer, das Leckerchen ist die Belohnung die das Ganze abrundet.
    So seh ich das.

    lg susanne

    Also ich mache es ganz anders und würde das als Konditionierungsfehler ansehen.
    Ich habe solche Probleme noch nicht gehabt.
    Das Problem liegt meiner Meinung nach da, dass ständig gelockt statt belohnt wird, und der Hund ist logischerweise dann mehr aufs Lockmittel als auf die Belohnung fixiert. Dabei ist es völlig egal wo das Lockmittel ist, der Hund guckt halt dahin.
    Ich mache einfach ein Geräusch oder sage was, worauf der Hund mich anguckt, dann erst hole ich ein Leckerchen raus, man kann natürlich auch ein Kommando drauflegen, wenn das Geräusch einem nicht genug ist.
    Wenn das gar nicht geht, dann locke ich die ersten paarmal, aber sobald ich merke, das Kommando wurde verstanden, hol ich das Leckerchen erst raus wenn ich angeguckt werde.
    Klappt das auch, verlängere ich die Anguckzeit, also das Leckerchen kommt erst nach 1/2 oder 1 Minute usw...

    lg Susanne

    Also ich hab keine Hündinnen, allerdings vor 2 Tagen nen 2ten Rüden zu meinem dazugeholt. Die beiden sind sich altersmäßig recht nah (mein "Großer" 16Monate, mein Neuer 13 Monate).
    Die beiden mögen sich, sie spielen auch, allerdings kippt das in der Wohnung auch mal. In meiner Abwesenheit verbrüdern sie sich allerdings (frei nach "wir allein gegen den Rest der Welt").
    Momentan greife ich da durchaus ein, denn mein Großer agiert zwar echt souverän (warnt wenn der Kleine ihm auf den Keks geht mehrfach in verschiedenen Abstufungen, von demonstrativer Ignoranz bis in die Luft schnappen und auch sonst läßt er keine Fragen offen), allerdings ist er nun beileibe nicht zum Rudelführer geboren und zeigt deutlich wenn er meine Hilfe benötigt :D . Der Kleine dagegen ist noch zu unkontrolliert, kennt noch nicht wirklich seine Grenzen geschweige, hat also noch nicht das Zeug zum souveränen Chef unter den Beiden.
    Deshalb ordne ich das jetzt erstmal.
    Über kurz oder lang wird es aber der Kleine werden, der hat das Zeug dazu, dem fehlt einfach nur die Reife und mein Großer wird sich nur zu gerne anschließen wenn der Kleine soweit ist.

    Bedenklich finde ich hier, dass jemand der 8 Hunde besitzt, die Situation nicht beurteilen kann... denn, wie schon einige sagten, dass muss man individuell beurteilen, sowohl, was das Verhalten an sich betrifft als auch wie man vorgeht und worauf es hinläuft. Das ist ne Beobachtungs- und Einschätzungssache. Da die Halterin sich offenbar schwertut, würde ich zu einem guten! Trainer raten der sich mit Mehrhundehaltung auskennt und die Situation deuten.
    Da dies wohl nicht wirklich in einer Trainerstunde abklärbar ist (Vorführeffekt, fremde Person im Haushalt usw. das beeinflußt die Hunde) rate ich dazu Videoaufnahmen zu machen, am besten einige Stunden am Stück und mehrere Tage hindurch, so dass mehrere solche Situationen auf Band sind. Anschließend kann der Trainer das Material sichten und sich dann die Hunde live angucken und die Halterin beraten.

    Meine Ma hält übrigens seit über 25 Jahren Rudel in unterschiedlichsten Konstellationen und verschiedensten Hunden (Rasse, Alter etc.) und bei uns wurde noch nie einer verletzt oder gar getötet... allerdings haben wir im Zweifel auch immer Klarheiten geschafft- zumindest vorübergehend.

    lg susanne