Erwartungsgemäß, nicht?
Es ist was passiert, man konnte einen Schuldigen feststellen (klar, das schwächste Glied, den Hund) und dieser Schuldige hat ne schlechte Lobby und kaum Rechte (nach dem Vorfall keine mehr).
Das ist doch superpraktisch für alle Beteiligten: einschläfern, Problem gelöst, schnell und zielorientiert gehandelt...
Es ist einfach Politik, und wie sie sagte einst ein weiser Mann: "Politik ist ein Handel unter Bettlern!"
Ich habe das beim Mobbing in einer Schulklasse übrigens fast gleich beobachten können... das Kind welches von der Klasse gemobbt wird, dieses Kind ist das Problem- nicht die anderen, die soziale Gemeinschaft, nein, das Kind war selber schuld.
Warum?
Ganz einfach, ich nehme zwar nicht die Ursache weg, aber den Auslöser- Symptombehandlung nach dem Motto: "Mit wenig Aufwand Ruhe schaffen."
Und was das ganze Kind-Hund Thema betrifft:
Ich entstamme auch einem Elternhaus wo ICH was auf die Mütze bekam wenn ich mit den Hunden Mist gebaut habe. Meine Mutter war da absolut hinterher (musste sie auch aufgrund der Umstände).
Und ich handhabe es genauso.
Mein "Kleiner" (6 Jahre) fährt im Moment gern hoch und tobt dann auch mal um Tucker rum oder nervt ihn einfach, manchmal spielen sie auch... in jedem Fall fährt Tucker da dann schonmal mit hoch, vor allem beim toben oder spielen.
Naja, ich rufe dann erstmal Tucker raus und packe ihn in meine unmittelbare Nähe, da kann ich den HUND vor meinem Wurzelzwerg schützen.
Und dann kriegt Sohnemann die 1000000ste Erklärung wieso, warum und wenn er die Kurve nicht kriegt, kriegt der auch ne Auszeit um runterzukommen.
Wenn ich aber mitkriege, dass eins von meinen Kindern den Hund ärgert, schlägt, festhält u.ä. dann gibts nicht nur ne Auszeit sondern nen Anschiss der sich gewaschen hat.
Auf der anderen Seite, dürfen meine Kinder aber auch mal mit Tucker üben, Gehorsamsübungen, Tricks usw.
So lernen sie dann auch, was dem Hund Spass macht, auf ihn einzugehen, sinnvoll Grenzen zu setzen und natürlich auch seine Sprache zu verstehen.
Find ich auch wichtig.
Ich merk das bei mir, meine Große (8 ) hat das auch schon richtig super drauf.
Was nützen alle Strafpredigten wenn ich dem Kind nicht zeige, wie es richtig geht, wie man Spass und Freude mit dem Hund zusammen haben kann.
Und ja sicher, Kinder und ihr Wohl stehen über dem des Hundes...
Das klingt ja toll und politisch korrekt, bei mir zu Hause sieht das aber anders aus!
Bei uns ist JEDER gleich viel wert, und das Wohl und Weh des einzelnen beeinflußt unser ganzes Zusammenleben. Da steht niemandes Wohl voran! Alle haben ihre persönlichen Bedürfnisse und jeder muss mal für den anderen zurückstecken.
Ich möchte nicht, dass meine Kinder lernen, dass sie immer an oberster Stelle stehen, dass ihr Wohl das einzig wichtige ist und alle anderen, insbesondere andere Arten, da gefälligst hintenanstehen.
DAS ist nämlich das Problem der Menschheit... wir sind ja sooooo wichtig und wenn der eigene Ar*** im Trocknen sitzt ist alles gut- mein Wohl!
Wäre das anders, müssten wir über so ne Themen nämlich nicht diskutieren. Es fängt an und hört auf mit dem Respekt vor dem Gegenüber, damit anzuerkennen, dass niemand mehr oder weniger Wert ist.
Und natürlich damit, dass auch seinen Kindern beizubringen.
so, ich habe fertig.
Tyson, alles Gute im Regenbogenland!