Beiträge von Tucker

    Also ich habe keinen "Fragenkatalog". Wenn ich Kontrollen mache gibt es da natürlich Vorgaben, das reicht von Kastrabescheinigungen über Untersuchungen bis hin zu Hundeschulbesuchen, je nach Verein und Hund.
    Diese Vorgaben überprüfe ich natürlich.
    Ansonsten führe ich ein lockeres Gespräch, da ergeben sich viele Fragen, da kommt dann auch gut raus wie gut jemand informiert ist etc.
    Ich baue da auf die "erzählen lassen Taktik", da erfährt man sehr viel mehr als wenn man "ausfragt". Und zwischenfragen kann man immer.
    Bei Beratungsgesprächen vor der Anschaffung halte ich es ähnlich, ich gucke erst mal was für Leute das sind, lasse erzählen und berate genau da, wo ich Lücken sehe.

    Damit bin ich bislang immer sehr gut gefahren.

    Fragenkataloge find ich auch zweifelhaft, weil man sich darauf vorbereiten kann. Siehe Sachkunde, da muss man keinen Tau haben, man guckt sich im Internet Fragebögen an, übt ein wenig und schwupp kann man die richtige Antwort geben. Ob das verankertes Wissen ist, ob das tatsächlich angewandt wird bleibt fragwürdig (Wobei da auch manch "richtige" Antwort schon sehr fragwürdig ist :hust: ).
    Da gibt mir ein Mensch im Gespräch mehr Infos über sich und seine Einstellung als er ahnt und das ist qualitativ von Fragebögen einfach nicht leistbar. Ebensowenig wie per Fragebogen feststellbar ist, ob dieser Mensh mit dem Hund zusammenpasst für den er sich interessiert. Wobei man da als Kontrolle auch oft an Grenzen stößt, ich kenne lange nicht jeden Hund persönlich für den ich auf VK gehe. Da muss ih mich dann auf fremde Angaben und evtl. einen bildlichen Eindruck verlassen...

    Aber man muss natürlich schon klare Vorstellungen haben, wie es sein sollte um so ein Gespräch entsprechend auswerten zu können.
    Für mich ist es wichtig, dass man über folgendes gut informiert ist (Reihenfolge ohne Wertung):
    - Haltung
    - Hundeverhalten
    - Erziehung nach modernen Erkenntnissen
    - Futter
    - Gesundheit
    - Kosten (Versicherung, Steuer, TA etc.)
    - Zeitaufwand

    Aber auch wenn jemand da noch nicht in allem den Durchblick hat, ist das kein Ablehnungsgrund. Dann kommt es drauf an ob derjenige auch fragt, interessiert ist wenn ich entsprechend ergänze und erkläre etc.

    Schlußendlich muss ich insgesamt den Eindruck haben, dass jemand eine gute Grundeinstellung hat und bereit ist sich weiter zu informieren und Dinge zu verändern.

    Man sieht, es ist nicht so einfach festzulegen, es hat viel mit Gefühl und Einschätzungsvermögen zu tun.
    Bei Nachkontrollen "sagt" einem der Hund dann ja auch viel, das finde ich sehr aufschluß- und hilfreich.

    Also ich guck mir den Hund an... weil manchen Menschen sieht man nicht an wie blöd sie sind, dem Hund sehe ich an Mimik und Körperhaltung an was abgeht.
    Und oft genug lassen sich da dann auch Rückschlüsse auf den Hundehalter ziehen- aber auch nicht immer. Manche Menschen übernehmen Hunde mit Geschichte.
    Das ist auch so ein Vorurteil, nicht jeder dessen Hund sich nicht so perfekt verhält ist ein Idiot...
    Und jeder der mal nen Hund hatte der sich nicht fast von selbst erzogen hat und der Ausbildungsfehler übel nimmt, wird zugeben, dass niemand perfekt ist, aber man muss dann eben dran arbeiten, die Suppe auslöffeln, gutes Management betreiben und nicht einfach irgendeine dämliche "der tut nix" oder "die machen das schon unter sich aus" Mentalität ausleben.

    Am Ende landen wir immer wieder da, wo Hundehalter sich informieren müssen, Verantwortung für ihr Tier übernehmen sollten (und das heißt mehr als den Hund zu füttern und regelmäßig rauslassen!).

    So wie man sich präsentiert, so wird man wahrgenommen. Und viele Menschen mit Hund, ob Soka oder nicht, präsentieren sich dermassen bescheiden, dass man sich fast schämt auch zur Gruppe der HH zu gehören.

    Ich glaube auch nicht wirklich an einen richtigen Sokahass... klar, da reißen sich die Medien drum aber die bauschen alles auf, die Welt besteht da aus einigen wenigen Gruppen: Kampfhundhalter, Sexualmörder und Pädophile, Terroristen. Satanisten und halbnackten Frauen...
    In der Realität begegne ich eher Menschen die Hunden insgesamt vorsichtig begegnen und die logischerweise vor einem Rottweiler mehr Angst haben als vor einem Chihuahua.
    Aber richtige Hasser kenne ich nicht, über die lese ich immer nur irgendwo.

    Und spart euch jetzt das "lauf mal mit so nem Hund rum, dann merkst du das". Ich hatte jahrelang eine Dobihündin, ich habe schon mehrere Halter mit Pit, Staff, Rotti und Co. im Training gehabt und ja, es gibt immer mal nen blöden Blick, nen blöden Spruch etc.
    Aber ganz oft fühlt sich der Halter auch extrem schnell angegriffen, reagiert nicht gerade höflich- kurz gesagt: ist in keinster Weise souverän.
    Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen und man könnte ne Menge ändern wenn man seinen Hund vernünftig erzieht und souverän und höflich auftritt, auch wenns manchmal schwerfällt.
    Es sind nicht immer nur anderen, da tut schon jeder sein Schippchen dabei.

    Mir lag das was Murmelchen von Tagakm zitiert hat auf der Zunge...

    Es geht weder um schönreden noch um schlechtreden, es geht darum, sich kundig zu machen, anzuerkennen das versch. Rassen unterschiedliche Eigenschaften haben und entsprechend geführt und gearbeitet werden.

    Das möchte ich aber nicht nur auf Sokas münzen, das ist mit allen Rassen so. Nehmen wir z.B. mal die Russells, hübsche, kleine bunte Hunde... kaum ein Halter ist sich bewußt, dass er einen Hochleistungsjäger führt und kein Schoßschmuserchen, nehmen wir die Heerscharen von Hütehunden die den Markt schwemmen... wo es soweit ist, dass es "typisch" ist, dass ein solcher Hund ein endlos fordernder Hibbelkopp ist und gerne kläfft. Das ist weder normal noch typisch, es ist das Ergebnis von Wunschträumen die sich in falscher Haltung und Führung manifestieren.

    Das könnte man endlos fortsetzen.
    Das Problem liegt eben genau da, dass Fakten über Rasseeigenschaften vollkommen verzerrt werden ins Gute wie ins Schlechte und dabei kommt nix gutes raus.
    Es fehlt die Akzeptanz dessen was ich tatsächlich vor mir habe und wird ersetzt durch Wunschträume, Vorurteile und Halbwissen.

    Zunächst mal musst du es auch wirklich regeln.
    Du kanntest die Dackeldame offenbar, wußtest das sie knurrt und hast gar nix geregelt.
    Mit dem Zurückziehen hast du lediglich reagiert. Um Dinge zu regeln musst du aus meiner Sicht aber agieren, es gar nicht soweit kommen lassen.
    In erster Linie erfordert wirkliches regeln, dass du vorausschauender durch die Geschichte trabst. Du musst einen Überblick über die Situation haben, lange bevor dein Hund soweit ist, dann kannst du agieren.
    In der beschriebenen Situation mit der Dackeldame würde das bedeuten:
    Du nimmst die Dackeldame wahr, schickst deinen Hund neben dich (oder, wenn er das noch nicht gut kann, manövrierst ihn dahin), so dass du zwischen deinem Hund und der Dackeldame bist.
    Auf diese Weise kannst du beide Hunde mit deinem Körper einschränken und klar machen, dass du die Situation steuerst.

    In Freilaufsituationen oder auch mit Hundefreunden oder wenn ihr einen Hund trefft der evtl. mit deinem spielen könnte, heißt das dann, ranrufen, mit dem anderen HH absprechen und ggf. freigeben. Kommt ein anderer Hund einfach auf euch zu, schickst du deinen Hund hinter dich und schickst den anderen weg.

    Achte drauf, dass du nicht immer nur kritishe Situationen regelst, sondern wirklich alle Situation steuerst, egal ob bekannt oder nicht, ob problemlos... erstens lernst du dabei wie du es machst, dass ist in kritischen Situationen schwerer, weil Stress hinzukommt, zweitens lernt dein Hund, dass du jede Situation regelst und kann dadurch vertrauen und ist nicht überrascht von deinem "plötzliche anderen" Verhalten wenns kritisch wird.
    Ich habe es oft genug erlebt, dass wenn nur kritische Situationen geregelt werden, dass den Hund das merkwürdige Verhalten eher verunsichert als verdeutlicht, dass er nix regeln muss also Vertrauen schafft.

    Im Übrigen gehts mir wie Liquid Sky, ich mag Kontakte an der Leine nicht.

    Hast du Bilder wie deine Hunde vor der Diät aussahen? Am besten je eins von vorne, hinten und seitlich, evtl. auch in Bewegung.

    Wie ja hier an einigen Beispielen deutlich wird, kann man an Größe und Gewicht nicht viel festmachen, das hat viel mit Körperbau und Bemuskelung zu tun.
    Das Betteln mag mit der Umstellung zusammenhängen, ist aber ne Erziehungssache. Wenn du mich fragst merken deine Hunde dein schlechtes Gewissen und machen sich das zunutze.

    Ich klink mich auch aus.
    Hier wurde was gefragt, es wurden ehrliche Meinungen geäußert die niemand übernehmen muss.
    Dann wurde ein irre polarisierendes Beispiel eingestellt, dass nur das Ziel haben kann zu spalten... in die Bösen die tatsächlich einen Hund vor dem Menschen retten und die Guten die natürlich immer erst den Menschen retten würden.
    Hauptsache polarisierend, Hauptsache mit Extrembeispiel.

    Von Sachlichkeit, Toleranz und dem Respekt vor der Meinung Andersdenkender bleibt da mal wieder nix. Es entgleist halt mal wieder.

    Viel Spass noch beim zoffen, meine Meinung habe ich ja bereits geschrieben.

    Zitat


    Das wäre dem Richter dann auch egal.
    Wer soetwas tut ist auf gleicher Stufe mit einem Mörder, sowas ist dermaßen menschenverachtend, Menschen, die das tun, müßte man ihre Menschenrechte aberkennen.
    Ich kann für Dich bloß hoffen, daß Du das nicht wirklich ernst meinst, sondern das nur im Überschwank der Emotionen geschrieben hast.
    Ich bin auch tierlieb, aber wenn wir mal alle ehrlich zu uns selbst sind, sind die wahren Tierfreunde die, die gar keine Tiere haben.
    Jeder Tierhalter setzt sich in irgendeiner Weise über das Wohl seiner Tiere hinweg, indem er sie z.B. in Käfigen hält, und bei so einem Thema ist dann plötzlich das Tier wichtiger als Menschen.

    Und wann werden allen Autofahrern die Menschenrechte aberkannt weil es soviele Verkehrstote gibt, wann der Atomlobby, wann jenen die mein Essen mit giftigen Zusätzen versehen, jenen die mir Pillen verschreiebn die mehr krank als gesund machen?

    Immer schön langsam, die Rede ist von einem FIKTIVEN TOTSCHLAGBEISPIEL. Niemand hier war in der Situation, niemand hat jemanden sterben lassen und ich denke das Thema hier dreht sich nicht um einen Notfall wo keiner weiß wie er handelt, sondern es ist hier eine reine Einstellungsfrage- zumindest fasse ich das so auf.

    Es wäre schön wenn man normal miteinander diskutieren könnte ohne sich an diesem dämlichen Beispiel aufzuhängen...

    Diese fiktive Fragestellung ist so nicht zu beantworten.
    Das ist etwas, was man nur entscheiden kann wenn man in einer solchen Situation ist.

    Natürlich würde ich einem Menschen jederzeit helfen, er ist auch nicht weniger wert! In der geschilderten Situation würde ich vermutlich so vorgehen, wie ich drankomme. Wen ich zuerst erwische, ergo wer leichter zu erreichen und zu befreien ist den nehm ich und kümmer mich dann weiter.

    Das Beispiel ist einfach doof, was wenn ich die Fahrertür nicht aufkriege um den schwerverletzten Fahrer zu bergen, aber die hintere Tür auf geht und da die Box steht. Da geh ich sicher nicht darüber rein um an den Fahrer zu kommen und mach nicht den Handgriff die Box zu öffnen...
    Sowas ist so situationsbedingt, was finde ich vor, wie komme ih dran, wieviel Zeit bleibt, gibt es weitere Helfer etc...
    Es ist ein Totschlagbeispiel um dann sagen zu können
    "siehst du, Menschen sind dir doch mehr wert"
    oder empört zu schnauben:
    "boah, du würdest da nen Menschen verrecken lassen wegen nem Köter!!"

    In so einer Situation kommen soviele Faktoren zusammen, das lässt sich nicht so beantworten.

    Hier geht es um eine Lebenseinstellung, nicht um einen Notfall in dem man selber unter Schock steht und den man sich so gar nicht vorstellen kann.

    Ich sehe es wie Lucanouk.
    Mir fehlt genau wie ihr das Verständnis, warum das Leben je nach Artzugehörigkeit mehr oder weniger wert sein soll.

    Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass wir ganz viele Probleme nicht hätten, wenn wir Menschen nicht immer der Meinung wären, dass wir am wertvollsten, am wichtigsten und am gescheitesten wären.

    Ganze Arten sterben aus, wir müllen alles zu, morden mehr als die Nahrungskette rechtfertigen kann, qüalen andere Arten aus Schönheitszwecken oder um ein paar Jährchen älter zu werden... wir kämpfen mit allem was wir haben gegen die Natur.

    Und wir werden unseren mangelnden Respekt vor der Natur und anderen Lebewesen noh teuer bezahlen, da bin ich überzeugt von.