Beiträge von Tucker

    Tanja und Schnauzermädel haben das Relevante gesagt.
    Ich denke auch, dass die Signalleine genau so gedaht ist, wie hier beschrieben.
    Gar nicht mal selten im Einsatz die Teile, K9 hat auch eine spezielle Leine dafür (weiß gerade nicht, wie die da heißt, hat auch nen Extranamen...).

    Halten tu ich da gar nix von, würde mich auch wundern, wenn aus der Ecke was käme, mit dem ich übereinstimme.

    Wenn man Hunde trennen will, die sich wirklich kloppen, sollte man eines von vornherein mit sich klären:
    Ist man bereit unter Umständen gebissen zu werden?

    Darauf sollte man sich einfach einstellen und nicht hinterher rumkrakelen.

    Und wenn man das nicht in Kauf nehmen möchte, dann sollte man sich am Besten raushalten und sich halbherzige und sinnlose Manöver sparen.
    Wie gesagt, solange wir von Hunden sprechen, die sich wirklich, richtig kloppen.

    Denn wenn es soweit ist, dann steht der Hund total unter Adrenalin, da helfen dann auch keine Schmerzreize, Luftabdrücken und ähnliches. Da müsste man den Hund schon zur Bewußtlosigkeit würgen wenn der wirklich abgeht. Das geht nicht.
    Und Wasserschütten oder an den Hinterbeinen rumzerren... ich garantiere dafür, wenn mein Tucker unter Strom steht dreht der sich absolut flink um und hackt dem in die Hand/Arm der da zieht, 100%.

    Am besten helfen meiner Meinung nach:
    gut beobachten und wenn sich was anbahnt sofort abbrechen, Hund rausrufen, im Zweifel (wenn sehr spät dran) dahin und den eigenen Hund rausholen.

    Für meinen Hund würde ich immer eingreifen, aber damit auch das Risiko eines Bisses in Kauf nehmen (ist mir auch schon passiert, da hab ich aber viel zu spät reagiert und hab mich dann ins Getümel gestürzt :roll: ). Wirklich empfehlen kann man das nicht :hust: . Ich bin da allerdings auch ziemlich schmerzbefreit :D .

    Den ängstlicheren oder unsichereren Hundehaltern würde ich in jedem Fall empfehlen, sich rauszuhalten wenn es da hoch hergeht. Wenn man eingreift sollte man sich ganz sicher sein, genau wissen was man tun will und verdammt gute Nerven haben!

    Edit:
    @ Tanja, in der Theorie klingt das klasse, in der Praxis habe ich das noh NIE hingekriegt. Selbst wenn ich einen Hund perfekt erwische... den zweiten krieg ich garantiert nicht gleichzeitig genauso gut zu packen :lol: .
    Am ehesten hab ich da ne Chance wenn ich den Fremden gut greife, dann kann ich meinen wegschicken- vielleicht...

    Ich denke, da kommen immer nur Klischees und Einzelerfahrungen bei rum. Einerseits kann man da eigentlich nur mitreden wenn das mal erlebt hat, andererseits gibt es nicht "die Obdachlosen", auch wer kein Dach überm Kopf hat, ist eine eigene Persönlichkeit mit einer eigenen Geschichte und eigener Weltsicht.

    Eines sei aber mal aus meiner Erfahrung beigesteuert: das Leben ist anders, mit Hund oder ohne. Das ist nicht so einfach wie mancher sich das vorstellt und mit "haste mal nen Euro?" kommt man nicht weit, da haperts schon am Essen, von möglichen Tierarztbesuchen mal ganz zu schweigen. Dafür muss man schon ein bissl mehr machen.
    Das ist keine Lagerfeuer- Hippie- freies Leben Romanze sondern ein täglicher Kampf ums überleben.
    Und wenn ich höre "egal ob Junkie oder clean, mit den Hunden ist alles top!" dann stellen sich meine Nackenhärchen.
    Ein Junkie der Stoff braucht ist zu niemandem lieb, dem ist niemand wichtig, auch der Hund nicht! Das ist die traurige Psychologie der Sucht. Mit sojemandem kann es niemand gut haben, auch der Hund nicht, denn die Droge bestimmt über Verfassung und Laune des Junkies.
    Wer so sehr die Achtung und die Wertschätzung vor sich und dem eigenen Körper verloren hat, der sollte erstmal daran arbeiten bevor er Verantwortung für weitere Lebewesen übernimmt.

    Wie gesagt, es gibt Hunde denen es auf der Strasse gutgeht und wo es läuft (siehe mein voriges Post), aber wenn Drogen oder Alkohol ins Spiel kommen gehts meistens nur noch talwärts - auch für den Hund.
    Denn wenn man auf der Strasse halbwegs gut überleben will, braucht man eigentlich einen klaren Kopf!

    Der Sinn und Zweck einer solchen Leine ist es, den Hund zu begrenzen. Es ist, körpersprachlich gesehen, eine weitere Bewegungseinschränkung.

    Andererseits, daher vermutlich "Balance"leine": wenn man das geschickt nutzt, hat der Hund eine Art "Schiene", mit etwas Gefühl kann man dem Hund sanft aber doch deutlich signalisieren, dass er zu schnell wird, sich zu weit entfernen möchte. Manche die reiten kennen vielleicht den Begriff "das Pferd zusammenhalten", man muss begrenzen und eine "Schiene" geben. Gut gemacht ist das für das Tier aber nur ein "roter Faden", eine verdeutlichte Leitlinie.

    Als Dauerlösung ist es aber nicht gedacht. Ziel sollte ja immer sein, die Einwirkung so "unsichtbar" wie möglich zu machen.
    So eine Leinenführung kann allenfalls den Weg insoweit ebnen, dass man darüber erst mal ein gewünschtes Verhalten herbeiführen kann um es zu bestärken und dann langsam! abbauen und mit Leine und Geschirr weiterarbeiten.

    Also ich war vor vielen Jahren mal eine ganze Zeit lang obdachlos.
    Die Erfahrung von damals:
    (EDIT aufgrund voriger Posts: mein Hund war damals bereits 2 Jahre alt, Handaufzucht, immer Wohnungshaltung, eher ängstlich im Wesen)

    Der Hund ist auf der Strasse absolut "part of the pack". Das macht einen Riesenunterschied und da entwickelt sich dann ein ganz anderes miteinander.
    Nur um das mal zu veranschaulichen einige Beispiele:

    Der Hund hat Stress, muss sich erst an die Strasse gewöhnen, ist ziemlich viel für ihn. Standardratschlag (den ich so auch geben würde): langsam dran gewöhnen, lieber mal zuhause lassen oder im Auto anstatt ihn durchs Gewühl zu manövrieren.
    DAS geht auf der Strasse aber nicht! Wo den Hund lassen? Im Zelt (sofern vorhanden)? Man muss den Alltag bewältigen, da gibts kein Zeit geben, das muss laufen irgendwoher muss ja dann auch das Futter kommen...

    oder:
    Der Hund braucht Rückzugsorte wo er seinen sicheren Frieden hat. Dem stimme ich wohl zu, aber auf der Strasse ist das nicht machbar! Es geht nicht. Nicht im Zelt auf gut 4qm und noch weniger unterwegs. Hinter mir ist sichere Zone aber mindestens mit mir muss sich der Hund immer auseinandersetzen.

    Man lebt halt einfach wirklich mit dem Hund, immer! Er wirkt meist bei der Nahrungs-/Geldbeschaffung nicht unwesentlich mit (allein der Anblick eines Hundes und sei er noch so gepflegt, macht viele Menschen etwas spendabler, ich habe noch dazu Pantomime gespielt, Kim lag im Hintergrund).
    Der Hund bietet auf jeden Fall auch Schutz, das ist auch ein großer Vorteil, schließlich ist man schon ziemlich angreifbar wenn man sein weniges Hab und Gut nicht wirklich wegschließen kann.

    Das ohne Leine laufen hatte bei uns einen einfachen Grund, Kim war ein Schisser, ohne Leine konnte er immer ausweichen und hatte nie Probleme. Angeleint war der aber nicht ungefährlich wenn er Muffensausen gekriegt hat... Ohne Leine hatte er mich stets gut im Auge (bleibt ihm ja nix anderes übrig in ner Großstadt, sonst bin ich weg ;) .

    Vielleicht entspricht es vielen Hunden in der Sache, den ganzen Tag herumzuziehen (also bei uns ging das z.B. so: morgens aufstehen, alles packen, loslaufen, Straßenbahnfahren, Teeküche m. Dusche aufsuchen, 2-3 Stunden Pantomime spielen, Suppenküche oder Volksbond, Tee trinken, Kleinigkeit essen, Freunde treffen, nochmal 2 Stunden Pantomime spielen, einkaufen, bei guter Kasse noch in einem netten Cafe Kakao trinken, Straßenbahn und zurück zum Zelt, essen/ füttern, evtl. noch Wasser holen, bisschen spazierengehen...pennen)
    Den ganzen Tag unterwegs, abends Beute am Lagerplatz verspeisen.
    Und eben auch voll dazuzugehören, mit eigenen Aufgaben usw.
    Man lebt da schon anders mit dem Tier zusammen!

    Zitat

    Kaufe mein Barf gewolft - das gibt es im Handel auch mit Rinderknorpel- oder Geflügelknorpel-Anteil. Bei fehlenden Knorpel setze ich gemahlene Eierschalen zu.

    Einmal zum merken:
    Knorpel sind keine Calciumquelle und können Knochen nicht ersetzen!

    Ich würde es auch einfach erstmal mit kleineren Knochen versuchen, Hühnerhälse sind sicher prima zum Einstieg, Hühnerflügel oder Keulchen sind auch recht klein, klein gesägte Kalbsbrustknochen gehen sicher auch mit der Zeit (manche Händler bieten auch extra kleingesägte Stücke für kleine Hunde an).

    Zecken?
    Ich weiß gar nicht mehr, was das ist ;) .

    In Innsbruck musste ich von April bis Oktober im 4-6 Wochenabstand Exspot anwenden. Das hat dann auch wirklich gut gewirkt.
    Ohne ging gar nicht, da kamen wir dann schnell auf 5-8 Zecken pro 'Tag! :schockiert:

    Hier im Münsterland brauchte ich dieses Jahr gar nix, kein Mittelchen, keine Zecke... wundervoll :gut:

    Okay, du kannst im Moment aus gesundheitlichen Gründen nicht so mit ihm trainieren, wie ihr müsstet um die gewünschte Veränderung langfristig herbeizuführen.
    Aber an der 10m und ohne Leine klappt es gut, also wirklich gut?

    Ganz ehrlich, wenn das so ist, wieso nimmst du ihn dann an die kurze Leine?
    Du bist jetzt einfach nicht in der Verfassung sinnvoll etwas zu ändern, die aufgezeigten Möglichkeiten kennst du, kannst sie jetzt gerade aber nicht erfolgreich umsetzen.
    Und jetzt machst du gerade einiges an Erziehung zunichte bzw. erschwerst Dinge die dann wieder umgelernt werden müssen. Im Moment lernt dein Hund ja nur, dass er an der kurzen Leine machen kann, was er will!
    Unterbinden kannst du es im Moment aber nicht (das ist ja dein Problem).

    Dann lass es, solange du funktionierende Alternativen hast. Nimm die lange Leine wenn die Situation dir nicht eine kurze Leine "aufzwingt"- und meide Situationen die dir das aufzwingen, soweit es möglich ist.
    Baue weiter an der langen Leine, trainiere da viel Gehorsam mit ihm.
    Das bringt dir auf jeden Fall mehr, als jetzt zu versuchen etwas herbeizuzwingen was du einfach nicht umsetzen kannst weil du angeschlagen bist.

    Und wenn du wieder fit bist und die Verhältnisse es erlauben beginnst du dann nochmal mit der kurzen Leine. Dann lernt der Hund jetzt aber wenigstens nicht noch wochenlang, bis es soweit ist, noch das Falsche, nämlich: ich kann machen was ich will, Frauchen schlittert hilflos hinter mir her...
    Das kriegste so schnell dann nicht weg wie du die Leinenführigkeit reinkriegst wenn du das gut umgesetzt bekommst.

    Und nochmal was zum Richtungswechsel, ein Fehler der mir sehr oft auffällt:
    Der Richtungswechsel muss erfolgen BEVOR der Hund in der Leine hängt!!!
    Es ist viel zu spät umzudrehen, wenn der Hund schon oder schon fast wieder am Ende der Leine ist.
    Häufig und in alle Richtungen wechseln solange die Leine LOCKER durchhängt. Tempiwechsel sind auch sehr hilfreich, von gaaaanz langsam bis ganz schnell.

    Da kannst du auch schon an der Schlepp und frei Vorübungen zum folgen machen. Eben auch oft das Tempo wechseln, Richtung wechseln, verstecken usw.