Beiträge von Tucker

    Bella, nimm als normale 2-3m Leine einen Pferdestrick, ich weiß, klingt komisch aber an Stabilität ist es nicht zu überbieten und Mia hat auch bei kurzem Gassi sicheren Spielraum.
    Für ne gute Schlepp kaufst du am besten im Baumarkt, beim Segelzubehör Reepschnur und nähst (oder lässt nähen) nen guten! Karabiner ein.

    Und was das Geschirr betrifft: ich rate immer noch zum Camiro kombiniert mit HB.

    Warum AJT:
    Es gibt ohnehin kaum einen Hund der nicht auf einen Bewegungsreiz reagiert und ich habe noch nie einen Ex Straßenhund erlebt der nicht einen ordentlichen Jagdtrieb gepaart mit großer Freiheitsliebe gehabt hätte.
    Meine persönliche Erfahrung ist, dass man das nie aus dem Hund "rauskriegt" man aber ausgezeichnet damit arbeiten kann.
    Die Idee ist, sich das zunutze zu machen. Es ist gutes Training, Asulastung und Belohnung zugleich, aber eben MIT dem Menschen nicht ohne ihn.
    Es ist ein Irrgedanke, dass man mit Training dieser Art den Jagdtrieb verstärkt, genauso wie es ein Irrgedanke ist, dass Schutzdienst Hunde gefährlich macht. Gut gemacht führt es immer zu mehr Kontrolle, nicht zu weniger.
    Nichts damit zu machen führt hingegen fast immer dazu, dass der Hund jede Gelegenheit nutzt dann eben alleine seinem "Hobby" nachzugehen.

    Stell es dir einmal so vor:
    Du gehst gerne Tennisspielen, dein Partner verweigert sich dem Tennisspielen aber. Hörst du dann auf Tennis zu spielen oder gehst du dann eben alleine?
    Ich weiß, der Vergleich hinkt ein wenig, aber er soll ja auch nur die Situation ein bisschen verdeutlichen.

    Zitat

    kinder schafft man sich doch nicht aus egoismus an (oder?)
    die muss man betüdeln und sein ganzes leben nach denen ausrichten, 18 Jahre lang sich aufopfern, das Geld ranschaffen, und nur für sie da sein

    Natürlich schafft man sich Kinder aus Egoismus an... oder haste schonmal Spermien schreien hören: "bitte, bitte lass ein Kind aus mir werden"?
    Für wen kriegt man Kinder wenn nicht für sich selbst? (Ok, manche werden auch aus purer Dummheit schwanger, aber das ist was anderes)

    Und wenn ich mich hier aufopfern müsste und nur für meine Kinder da wäre, dann würde ich mich aufhängen (und ich hätte keinen Hund, ich müsste ja nur für die Kinder da sein).
    Und mein Leben richte ich auch nicht mehr auf die Kids aus, als man es auf einen Hund auch ausrichtet... Urlaube, Ausflüge etc. müssen auf den Hund genauso ausgerichtet werden wie auf Kinder.

    Einzig: Kinder sind teurer als Hunde, das ist wahr.

    Da hat man doch das Gefühl, dass getretene Hunde jaulen. Niemand hat was unterstellt und dennoch kloppt man sich drum, dass man den Hund nicht als "Kindersatz" oder "Partnerersatz" hat... wieso zieht man sich denn einen Schuh an, der einem angeblich nicht passt?
    Und führt dann Argumente an, die keine sind, was auch dran liegen kann, das man (mangels Erfahrung) die falsche Vorstellung davon hat, wie es ist Kinder zu haben oder die falsche Vorstellung von Kindererziehung.

    Ja und Nein... :D

    Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass 1x rufen reichen sollte.
    ABER: Tucker kommt sehr zuverlässig aufs erste Mal (wenn ich denn überhaupt mal rufen muss) und wenn er dann ab und zu mal verzögert, weil es grad besonders gut riecht oder das Spiel gerade besonders toll ist, finde ich es auch in Ordnung.
    Es ist ein Hund und keine Maschine.
    Und dein Hund ist auch noch ziemlich jung, wenn du weiter übst wird das sicher auch noch zuverlässiger.
    Ich würde allerdings überlegen ob ich ein zweites Mal rufe. Ich selber würde eher 1x rufen und mich dann auch sofort zügig in Bewegung setzen - vom Hund weg natürlich.

    Ich denke an einen Trainer/in die mit euch arbeitet, nicht an einen fertigen Kurs.
    Das Buch zielt rein auf Antijagdtraining ab, es ist zwar ein Arbeitsbuch aber es wird allein kaum reichen. Ich habe es vor allem empfohlen, damit du dich noch ein bisschen einlesen kannst und Übungen findest mit denen du langsam beginnen kannst.
    Damit die angestrebte Kopfarbeit am richtigen Punkt beginnt. Ich finde Tricks einfach ungeeignet für einen Hund mit Jagdtrieb. Es wird den Anlagen des Hundes nicht gerecht, verstehst du?
    Und ich bin halt der Ansicht das Kopfarbeit zu den Anlagen und Fähigkeiten des Hundes passen muss. Vor allem weil du dir gleichsam auch die Kontrolle über diesen Trieb erarbeitest.

    Aber natürlich setzt der Beginn eines solchen Trainings einen gewissen Grundgehorsam voraus, auch wenn das AJT den Gehorsam weiter fördert, irgendwo muss ja ne kleine Basis sein.

    Ich wäre dafür, dass du einerseits das Buch liest und da vielleicht auch einges umsetzen kannst aber zeitgleich auch nach einem Trainer/in guckst, die zu euch kommt und euch einen Trainingsplan erstellt der sowohl die Gehorsamsgrundlagen als auch ein AJT einschließt. Eine Art individuell kombinierten Kurs.
    Wichtig ist vor allem auch, dass du dort etwas lernst, dass du lernst Mia richtig zu lesen und zu arbeiten.
    Es geht nicht darum, dass du du die nächsten 10 Jahre täglich 4 Stunden mit dem Hund rumrennst und den Hampelmann spielst. Es geht um einen begrenzten Zeitraum um intensiv eine Basis zu erarbeiten und dann langfristig, regelmässig angemessen zu arbeiten aber nicht täglich stundenlang Faxen machst.
    Und für diese Basis brauchst du bestimmt Hilfestellung. Ganz allein wirds nicht gehen.

    Thema Rangordnung:
    Ich glaube eher, das Mia Führung sucht die sie von dir im Moment nicht bekommt. Sie tappert im Dunkeln und du machst das Licht nicht an (bildlich). Deshalb benimmt sie sich vermutlich manchmal nicht ganz korrekt. Das kannst du aber nicht am Hund ändern, sondern nur an dir. Sprich: nicht den Hund kleiner machen, sondern selber größer werden...ich hoffe man versteht was ich meine :roll: .
    Kann ja auch sein, dass ich es falsch verstanden habe und du es auch siehst, ich sehe nur zu oft, das wenn das Wort Rangfolge fällt, der Hund zusammengstutzt wird, statt das der Halter Führungsqualität beweist. Da gehts dann um Dominanz und so... und das ist nicht mein Dreh.

    Abschließend mal ne Frage:
    Wo bist du denn stationiert? (zumindest ungefähr)
    Vielleicht hat ja jemand hier ne Empfehlung für nen guten Trainer der mit euch individuell arbeitet?

    Ich bin jetzt ganz lange auf meinen Fingern gesessen, aber jetzt möchte ich eines mal schreiben:

    Ein gutes, durchdachtes Antijagdtraining IST gute Gehorsamsarbeit UND Kopfarbeit zugleich... neben all den tollen Effekten wie: gute Impulskontrolle, sicherer Rückruf, kein abhauen usw.

    Buchtipp?
    Gerne, besorg dir Antijagdtraining von Pia Gröning und Ariane Ullrich

    Das ist allerdings wieder etwas mühevollere Arbeit, ich weiß nicht ob du das leisten willst/kannst.

    Was deine Schwierigkeiten mit der Rangordnung zu tun haben sollen erschließt sich mir nicht, aber ich hab mir fest vorgenommen, mich zum Rest hier nicht mehr zu äußern.

    Magerkeit kann auch mit Stress zu tun haben. Bei Stress wird unheimlich viel verbrannt! Zusätzlich schließe ich mich dem Tipp an, das Futter zu wechseln... auch wenn das denn Hund sicher nicht völlig verändert und die Schwierigkeiten komplett verschwinden. Gut ist es sicher- in jedem Fall für die Gesundheit von Joker und es könnte (muss aber nicht) sich auch aufs Verhalten auswirken. Allerdings sind die Verhaltensweisen von ihm offensichtlich über lange Zeit gefestigt, selbst wenn das Futter mit dem Verhalten zu tun hat ist es eingeübtes Verhalten welches so oder so umgearbeitet werden muss.
    Ich schreibe das, damit du dir keine falschen Hoffnungen auf eine "Sofortlösung" machst, die wird es nicht geben.

    Einen tierärztlichen Check finde ich super, da kann man dann nämlich vieles ausschließen und sich wirklich auf die Erziehung konzentrieren ohne den Hintergedanken, dass es doch irgendwie körperlich sein könnte.
    Hier gilt allerdings dasselbe wie beim Futter, selbst wenn es Probleme gibt die das Verhalten auslösen, ist das Verhalten mittlerweile so eingeübt, dass dennoch umtrainiert werden muss.
    (Und falls du mit dem TA über Futter sprechen solltest: lass dir kein Royal Canin oder Hills oder so für viel Geld andrehen (ausser dein Hund ist so schwer krank dass er ein Spezialfutter braucht, wovon ich nicht ausgehe) das ist auch nicht wirklich besser als das was du im Moment hast... es ist nur besser vermarktet und teurer).

    Sicher ist es gut wenn du noch einige Bücher über Verhalten und Erziehung liest. Allerdings würde ich auch davon abraten, zu versuchen das alleine umzusetzen. Viele Sachen müssen einfach auf dich und Joker angepasst werden, da kann dir ein Buch eine gute Richtung weisen aber die Anpassung an euch als Team darf nicht fehlen.
    Dazu die Korrektur, man setzt ja Dinge aus Büchern selten sofort genau richtig um und das sieht ein geschultes Auge dann schnell und kann korrigieren.

    Du hast dich ja bisher auch informiert und bemüht und dennoch festgestellt, dass es nicht ganz klappt und was mir besonder gut gefällt: du schiebst es nicht auf den Hund sondern schreibst klar und deutlich, dass du den Fehler bei dir vermutest.

    Wobei ich hier abmildern möchte, denn du hast Joker jetzt 10 Tage...selbst wenn du genau richtig arbeiten würdest, mit Trainer und allem... 2,5 Jahre keine oder schlechte Erziehung, erzieht niemand in 10 Tagen weg. Das dauert ein Weilchen, ihr seid ja noch in der Kennenlernphase.

    OT @ Birgit:
    Tucker ist ein Australian Shepherd/Cattle Dog Mix... steht aber in meinem Profil auch drin ;) .

    EDIT:
    gib mal stiftung warentest in die suche ein...da findest du was die getestet haben. Da geht kein Kriterium auf physiologische Verwertbarkeit oder Qualität der Zutaten ...leider

    Das Erste was mir hier aufgefallen ist: einige haben geantwortet "Der Hund hat den Stellenwert eines Hundes".
    Ich finde, das ist keine Antwort auf die Frage, denn es sagt nicht aus WELCHEN Stellenwert der Hund in eurem Leben einnimmt.

    Bei mir gehört der Hund dazu wie mein Partner oder meine Kinder auch. Und es geht mir wie Britta, Stellenwert möchte ich gar nicht festlegen. Das heißt nicht, dass ich meinen Hund wie ein Kind sehe oder so behandele, ein Kind ist ein Kind und ein Hund ist Hund. Beide haben unterschiedliche Bedürfnisse und denen gilt es gerecht zu werden.
    Und ich versuche den Bedürfnissen von Tucker genauso gerecht zu werden, wie ich mich bemühe den Bedürfnissen meiner Kinder oder meinem Partner gerecht zu werden.
    So wie ich mir freiwillig ausgesucht habe Kinder und einen Partner zu haben, habe ich mir auch einen Hund freiwillig in mein Leben geholt.
    Stellenwert? Der kann wechseln...je nachdem wer mich gerade am meisten braucht.
    Wie überall im Leben ist es ein Geben und Nehmen, jeder muss mal für den anderen zurückstecken, ggf. auch mal die Kinder oder der Partner für den Hund. Die Betonung liegt auf MAL, nicht immer. Ein funktionierendes Sozialgefüge "lebt" nunmal, es gibt Regeln an die sich alle halten sollten und es gibt Situationen wo Einzelne kurzzeitig in den Vordergrund rücken- je nach Bedarf. Es ist keine fixe, statische Ordnung die immer konstant gleich abläuft.

    Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe gelernt das Hunde Bedürfnisse haben und welche das sind oder sein können. Ein Hund ist ein Lebewesen und da steckt immer ein bisschen Überraschung drin, was die speziellen Bedürfnisse des Einzelnen betrifft.
    Verbiegen musste ich mich nie, ich kenne es nicht anders und hätte ich nicht die Bereitschaft auf diese Bedürfnisse, welche das beim einzelnen Individuum auch sein mögen, einzugehen, dann hätte ich keinen Hund.

    Soziales Miteinander und Füreinander... das dürfte meine Einstellung dazu auf den Punkt bringen.

    So, jetzt bin ich hier auch durch...

    und ich habe nun endgültig das Gefühl, dass euer neuer Mitbewohner bislang keine gute Erziehung genossen hat.

    Auf jeden Fall solltet ihr euch darum kümmern, dass nichts, aber auch gar nichts rumliegt. Essen, nur mit euch auf eure Aufforderung hin, spielen, Spielzeug, nur mit euch, nur auf Aufforderung. Und keine Kauknochen oder so wenn beide Hunde in einem Raum sind!

    Joker scheint es gewöhnt zu sein, immer im Mittelpunkt zu stehen oder sich dahin zu drängen... egal wie.
    Da kommen wir wieder dahin, wo wir im anderen Thread schon waren, er muss Ruhe lernen, Entspannung. Einfach mal abliegen, alles seinen Gang gehen lassen ohne überall mitzuspielen.
    Dazu klingt hier ein Kontrollverhalten durch, es scheint als hätte der Kleine seine Vorbesitzer sehr gut erzogen gehabt.

    Nach wie vor rate ich zu einem Profi der das bei euch zuhause anguckt und einen Trainingsplan für euch erstellt. Aber eben jemand, der, wie drüben schon geschrieben, nicht mit Dominanz und so um die Ecke kommt.
    Ein guter Trainer kann aus seinem Verhalten vermutlich viel mehr rauslesen als du.

    Bedenke, dein Joker tut nur das, was er bisher in seinem Leben gelernt hat und womit er erfolgreich war.
    Jetzt muss er umlernen und das sollte in kleinen, gut überlegten Schritten ablaufen.
    Geh nicht davon aus, dass der Hund euch unbedingt im Griff haben will, sondern dass ihm bislang keine liebevolle Führung gewährt wurde und er es deshalb weder kann noch kennt.
    Und es ist ein Terrier... der bettelt nicht nach Führung, entweder er kriegt ne gute, dann testet er höchstens ab und an, oder er kriegt keine, dann dreht er sein eigenes Ding ;) .

    Insgesamt (mit dem anderen Thread) gibt das ein rundes Bild von einem Hund der bislang nicht wirklich Erziehung genossen hat.

    Da liegt auf jeden Fall ne Menge Arbeit vor euch beiden.

    Diese "männliche Erregung" muss nix mit Sexualität zu tun haben und auch nicht mit Dominanz.
    Oft ist das stressbedingt und bei Rüden halt sehr sichtbar. Ebenso wie das besteigen eine Übersprungshandlung sein kann und vermutlich auch ist.

    Die Art von Hund, die du da hast, ist gerne mal hibbelig. Was dein Joker vermutlich lernen muss, ist Ruhe zu halten, zu entspannen. Markieren ist ne Unart, achte drauf und unterbinde es sobald er Anzeichen dazu zeigt. Nicht vollmeckern oder so, einfach kommentarlos abbrechen (bring ihn aus dem Gleichgewicht wenn er Anstalten macht oder nutze das Nein ws laut dir ja in der Wohnung klappt).
    Daran muss gearbeitet werden, mit oder ohne Kastra. Ich würde da auf jeden Fall noch warten und erstmal anfangen mit ihm daran zu arbeiten.

    Allerdings rate ich dir nach deinem Post jetzt, doppelt dazu, dir einen fähigen Trainer zu suchen, der dir nix von Dominanz und Sex erzählt sondern der was von Stressverhalten versteht. Und am besten auch von Antijagdtraining, es ist absehbar, dass das auch noch auf euch zukommt.

    Und nochwas: Geduld, er ist ja gerade erst bei euch eingezogen und wurde offenbar nicht gerade gut erzogen, er weiß es ja auch nicht besser).

    Für mich klingt das alles nach nem sehr gestressten Hund.

    EDIT: dein Hund ist durch die Vorbesitzer bereits falsch geprägt, sein Verhalten spricht Bände darüber.