Ich kann Tucker auch von läufigen Mädels abrufen, wenn ich rufe kommt er. Auch in den Stehtagen...wir hatten das schon, dass er schon halb drauf war, der Hündinnenbesitzer nicht in Sicht und er hat sich rufen lassen.
(Kommentar des langsam ankommenden Hündinnenhalters:"jaja, die is läufig, lässt aber eh noch keinen drauf"...ja nee, hab ich gesehen).
Beiträge von Tucker
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ich denke wie Tanja, aus Hundesicht ist das in dem Moment hundertpro ne Dreistigkeit der Extraklasse. Aber es ist halt unvermeidlich, die Wahl zwischen zwei Übeln...und da ist das kleinere Übel sicher, den Hund da abzupflücken- egal wie.
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ABER der Hund kann doch eine artfremde vom Menschen erfundene Erziehungsweise genauso wenig nachvollziehen oder? Er lernt nur das eine bestimmt Handlung eine bestimmt Konsequenz hat das is wohl bei beiden gleich.
Weißt du, es geht darum, dass man dem Lernverhalten entsprechend vorgehen kann.
So, dass eine Logik und eine Nachvollziehbarkeit auch für den Hund entsteht.
Außerdem ist bekannt, dass Stress, Angst udgl. das Lernen behindert anstatt zu fördern.Und dein letzter Satz beantwortet doch eigentlich alle deine Ausführungen. Wenn es sich doch nichts nimmt, wieso zeigst du deinem Hund dann nicht auf einen sinnvollere Art und Weise was Sache ist?
Findest du einfach keinen anderen Weg, als runterdrücken? Könnte es daran liegen, dass es das einfachste ist und dir weitergehende Fähigkeiten und wissen einfach abgehen? -
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Ich will ja wirklich keinem zu Nahe treten aber was dann falsch daran seinen Hund wie einen Hund zu erziehen?
Naja wie so vieles hier dreht sich auch diese Diskussion im Kreis jeder muss selber wissen wie er seine Hund erzieht. Für jeden Konzept gibt es endlose Pro-und Kontraargumente.
Dein Problem ist, dass du immer nur die Spitze des Eisbergs (hier des Hundeverhaltens) sehen kannst.
Wie sieht deine Warnung aus...auch so hündisch wie der Griff in den Nacken? Hebst du leicht die Lefzen, knurrst, kriegst nen Kamm etc.? Wedelst du auch mit dem Schwanz wenn Freunde zu Besuch kommen und bellst du wenn es klingelt?
Kackst du am Wegrand oder drückst dein Hinterteil in den letzten Busch wenn du mal musst?
Glaubst du, dein Hund hält dich für einen Artgenossen?Nein?
Dann wird dein Hund dich in solchen Situationen auch ganz sicher missverstehen wenn du so handelst. -
Ich habe keine Angst alleine rauszugehen egal zu welcher Tageszeit und auch ohne Hund. Freilich würde ich nicht nachts um 2 allein durch den tiefsten Busch traben- wozu auch?`Mit Hund renne ich aber durchaus auch nacht am Ar*** der Welt durch die Gegend und finde das auch total schön.
Ich betreibe seit vielen Jahren Kampfkunst, musste das aber noch nie ernsthaft anwenden. Anderen Kram schlepp ich nicht rum, im Zweifel würde ich sogar noch die Leine wegschmeissen bevor mein Gegenüber sich das zunutze machen könnte. Merke: alles was dich bewaffnet kann in einer worst caste Situation auch gegen dich wirken.Tucker würde garantiert nen Lauten machen und nach vorne gehen und solange ich die Situation einigermassen im Griff habe, würde ich alles tun ihn daran zu hindern. Vermutlich hätte ich mehr Terz mit meinem Stinkstiefel als mit dem Angreifer...

Insgsamt bin ich alleine schon nicht der Typ Mensch der überfallen wird- mir sieht man an, dass ich mich zur Wehr setzen würde und in Kombination mit Tucker, dem Nervenlosen, muss sich da schon ein besonders Lebensmüder finden, der versucht uns anzugreifen...
Ich glaube die Angst an sich ist es, von der viele Täter profitieren. Man hört und liest so viel, alletage passiert irgendwem was und die Leute werden immer ängstlicher und dadurch angreifbarer. Angst bietet eine enorme Angriffsfläche und allzu oft lähmt sie oder löst sinnlosen Aktionismus aus.
Terrorismus funktioniert auf derselben Basis: Angst. -
Schön, dass sich doch einige eingefunden haben.
@ Bordy
ich arbeite mit Tucker nun schon seit zwei Jahren, im Großen und Ganzen recht erfolgreich, er ist ein lieber Kerl mit zuverlassigem Gehorsam, ist mit meinen Kindern geduldig, verhält sich in der Wohnung ruhig, zerstört nix, bleibt prima auch mehrere Stunden alleine usw. Er rennt nicht fordernd und supernervig durch die Weltgeschichte.
Das hat er alles in diesen 2 Jahren mit mir gelernt und wir haben uns dabei sicher auch sehr gut kennengelernt.
Deshalb traue ich mir auch jetzt schon, nach nur einer Woche eine erste Prognose zu.Die von dir angesprochene mögliche Steigerung des Pensums halte ich für absolut steuerbar. Ich habe noch nie einen Hund erlebt, der von sich aus immer mehr gefordert hätte (außer natürlich bei totaler Unterforderung, wenn ich einen Border nur 3x am Tag 15 Min. angeleint draussen pinkeln lasse, dann wird er er irgendwann sicher fordern- berechtigterweise). Eher ist es so, dass der Mensch dann schnell im "höher, schneller, weiter" Rausch ist und so den Hund pusht bis der Hund durchdreht.
Mein Bewegungsprogramm für Tucker sieht aber gar keine Steigerung vor, es geht um eine regelmäßige, gleichbleibende Bewegung. Weder Strecke noch Geschwindigkeit sollen irgendwann gesteigert werden.
Das birgt den Vorteil, dass es für mich auch langfristig leistbar und umsetzbar ist
.Ich glaube viele hier, haben einen vollkommen gestressten Hund vor dem inneren Auge, der nie zur Ruhe kommt.
Das Spannende für mich ist, dass er eben nicht so ist!
Ein weiterer Thread zu einem Hund der durchdreht weil er der "Dauer-Bespaßungsmaschinerie" seines Menschen nicht gewachsen war... dafür hätt ich keinen Thread eröffnet und ich hätte auch nicht Monate beobachtet und überlegt wie eine Lösung aussehen könnte.Wie gesagt, Tucker erfüllt dieses Bild nicht wirklich, er reagiert nur auf ganz bestimmte Dinge mit ganz gewaltigem Stress. Betroffen sind eigentlich nur zwei Dinge: Zusammentreffen mit Hunden und mit fremden Menschen. Mit beidem war er schon immer überfordert, neigte früher zum weggehen, jetzt kann es dazu führen, dass er völlig die Nerven schmeisst und übersprungsartig schnappt...
Bebachten konnte ich, dass es oft (an guten Tagen) bei der ersten Hundebegegnung/ passieren ohne Kontakt!) gut läuft, danach ist aber ein gewisser Stresslevel vorhanden, eine weitere Begegnung/Passage lässt ihn evtl. "explodieren". Und Menschen die ihn anstarren "oh wie süß", damit kommt er auch nicht klar. Zeitgleich muss man wissen, dass alle Familienmitglieder inkl. meiner 7 und 9 jährigen Kinder ihn angucken, umarmen, überall anfassen etc. können! Da ist er die Ruhe selbst... wenns ihm reicht geht er einfach.
Jedenfalls konnte ich denselben Erregungslevel wie nach einer "guten" Hundebegegnung auch feststellen wenn wir trainiert hatten. Er arbeitete gut und sauber mit, aufmerksam...wirklich angenehm. Und in der Hauptsache Übungen und Aufgaben die hohe Ansprüche an Konzentration und Geduld stellen. Da reichen fünf Minuten Arbeit/Beschäftigung um sein Erregungslevel enorm hochzutreiben.
Die Auswirkungen davon sind genau dieselben, wie wenn wir zuvor einem Hund begegnet sind.
Der Stresslevel, unabhängig vom Auslöser, ist gleich und tut ihm nicht gut.
Ich kann ihn zwar "runterholen" aber es erscheint mir unwirklich... ich kann das schwer erklären. Er verhält sich danach ruhig aber die Spannung weicht trotzdem oft erst Stunden später.Ich kann mit diesen Dingen umgehen, das heißt, ich kann es managen. Das habe ich jetzt monatelang gemacht, solange wie ich gebraucht habe eine patente, durchführbar Lösung zu erarbeiten.
Tatsächlich möchte ich nämlich das Problem lösen- auch zum Wohle von Tucker, der meiner Meinung nach am meisten darunter leidet.Und dieser Weg sieht eben zunächst einmal vor, nicht irgendwelche Spannung abzubauen, sondern viel früher einzugreifen, da wo Spannung und Stress steigen.
Das Bewegungsprogramm heizt ihn einfach nicht so auf. Gleichzeitig lastet es ihn aber scheinbar durchaus aus, er wirkt sehr zufrieden und keinesfalls gelangweilt. Wobei ich sagen muss, ich habe das Glück so zu wohnen, dass ich diese distanzen auf verschiedensten Wegen zurücklegen kann, so dass es nicht langweilig wird.
Und ich muss ihn nicht trainieren, ich habe den Bedarf nicht, er kann alles was ein Hund so können muss... er kommt zuverlässig, liegt und setzt sich auf jede x-beliebige Distanz, bleibt auch dort bis aufgelöst wird, entfernt sich selten weiter als 15 Meter von mir, leinenführig, jagt nicht... alles kein Thema.
Momentan sieht das auch tatsächlich so aus, dass er deutlich weniger "Grundspannung" hat. Er ist deutlich ausgeglichener. Auch seine Rute spricht sehr dafür.
Begegnungen sind selten (find ich momentan auch gut, wenn ich mehr will wähle ich andere Wege) und ich habe ausreichend Platz mich so zu bewegen, dass ich sinnvoll verstärken kann. Auch nach solchen Begegnungen ist er viel entspannter als vorher.
Das man auch mal Rückschritte macht, halte ich für völlig normal, das gehört dazu. -
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Es waren alles Aggressionen gegen Rüden, die mMn stressbetont waren.
Stress durch Unsicherheit und nicht wissen, wie er sich der Situation entziehen kann.
Die hat er zwar immer noch, aber viel seltener und kontrollierbar.Nein, eine Verbindung konnte ich nicht von Anfang an erkennen,
dazu fehlte mir damals noch das nötige Wissen.
Sonst hätte ich wohl viel eher mit dem Canicross aufgehört und nie Agility mit ihm gemacht.LG
ChrissiChrissi, ich sehe, wir reden über das Gleiche.
Allerdings ist Tucker im Umgang mit fremden Hunden generell völlig gestresst und mit fremden Menschen auch.
Ich arbeite jetzt seit 2 Jahren mit Tucker. Zuerst mal eine Grunderziehung und dann eben auch Beschäftigung, viele ruhige Sachen, konzentrationsbetont, Nasenarbeit, Tricks, Impulskontrolle, selten auch mal Frisbee. Und natürlich sind wir spazieren gegangen, Bewegung...
Er war schon immer ein kleiner Stresser, eher ängstlich und sehr unsicher, schnell überfordert mit seiner Umwelt.Agility kam nie in Frage für ihn...
Ich habe alles Mögliche ausprobiert, weiter an der Dosis und Art der Beschäftigung geschraubt, am Futter gedreht... interessantes Detail: enorme Verbrennung, ich hatte teilw. große Schwierigkeiten ihn nicht mager werden zu lassen.
Zuletzt habe ich mich dann ganz intensiv mit Stressproblematiken und Unsicherheit befasst. Ich habe den Verdacht, dass es vollkommen gleichgültig ist, ob er beim Training "positiven" Stress hat oder nicht, er hat Stress und in dem Moment wo dann von außen außen noch ein Reiz kommt der ihn verunsichert "läuft das Fass über".
Ist er aber irgendwo bei +-0, dann kratzt ihn derselbe Reiz genau gar nicht.Sicher sollte man Bewegung dann auch nicht übertreiben und auch nicht gestresst rumhetzen.
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Fast alle lieben wir die "Kopfarbeit" für den Hund. Auslastung und "artgerechte" Beschäftigung sind der Trend in der modernen Hundehaltung.
Wann immer irgendwo ein Problem auftaucht, ganz bestimmt wird hier im DF eher früher als später gefragt "Wie wird er/sie denn ausgelastet?".Auch ich bin eigentlich ein Freund der geistigen und körperlichen Beschäftigung für und mit dem Hund.
Den meisten Hunden und Menschen tut das sehr gut, wenngleich es je nach Hund wohl dosiert sein will.Nun erlebe ich gerade etwas völlig anderes.
Tucker ist ein sehr arbeitswilliger Kerl, er macht eigentlich alles was ich von ihm verlange, sofern er weiß was ich will. Aber auch sehr sehr stressanfällig, teilw. hysterisch und insgesamt schnell gut aufgedreht bis überdreht mit Neigung zu unangenehmen Übersprungshandlungen.Daher sowohl Training als auch Beschäftigung immer schon vorsichtig aber vielseitig gestaltet.
Im Allgemeinen war und ist Tucker ein durchaus führiger und angenehm gehorsamer Begleiter, der aber beizeiten vom eigenen Stress überwältigt wird.
Zuletzt, von etwa Ende Dezember bis vor wenigen Tagen wirkte er schließlich völlig überspannt, ohne dass es größere Veränderungen gegeben hätte oder ähnliches. Er sammelte jedes Stöckchen, zerpflückte es, wollte permanent kauen... die Spannung im Hund war spürbar.
Und ich war es leid! Tucker ist so ein toller Hund, er lernt so schnell, er ist ein großer Kuschler, arbeitet gern... und dann steht er doch ständig unter Strom. Er tat mir einfach leid, das kann doch nicht gut sein.
Ich kratzte all mein Wissen zusammen, las verschiedene Dinge nach und entwickelte schließlich ein Programm:
Kopfarbeit gibbet nicht mehr. Ich stelle das (zumindest erstmal) vollkommen ein. Keine Nasenarbeit, Dummytraining, Tricks...NIX. Dafür ein beständiges Bewegungsprogramm, 15- 20km am Tag am Stück.
Ich gehe recht beständig schnell mit ca. 7km/h, dass sind am Tag ca. 2-2,5 Stunden am Stück. Alles was Tucker in dieser Zeit tun muss, ist normal gut hören, also rankommen oder stehen bleiben wenn ich es sage, keinem Wild hinterhersprinten... fertig, das ist alles. Er kann fast immer freilaufen und sein Tempo selbst entscheiden.Wir machen das jetzt seit einer Woche. Und ich staune nur wie ausgeglichen mein Stinker plötzlich ist. Obwohl ich nie so viel mit ihm gemacht habe... weil er eben so leicht überstresst ist. Aber es scheint schon sehr wenig zu reichen um ihn in ein Erregungslevel zu versetzen, mit dem er selber überfordert ist.
Es ist unglaublich, dass so ein leistungsstarker und williger Hund einfach die Nerven nicht hat einer Beschäftigung nachzugehen ohne dabei oder danach ein explosives Level zu erreichen.
Ich weiß, dass einige der "Hütehundleute" und vielleicht auch ein paar andere, ähnliche Erfahrungen haben. Ich kenne auch Hunde wo es wirklich einfach "zuviel" ist. Aber so hautnah habe ich es noch nie erlebt und vor allem die gewaltige Veränderung in so kurzer Zeit.Vielleicht mag sich ja wer austauschen?
PS:
Ich möchte betonen, dass ich Beschäftigung udgl. nicht schlecht finde, im Gegenteil. Es scheint nur eben Exemplare zu geben, die damit nicht zurecht kommen. -
Einmal vorweg gesagt:
Aus einem Appenzeller Wurf den schüchternsten zu wählen ist sehr ...ähmm... selbstbewußt.Appenzeller sind von jeher nicht gerade "fremdenfreunde". Sie gelten als eher misstrauisch und reserviert allem Unbekannten gegenüber einschl. fremder Personen.
Gerade wenn Tiere sehr ängstlich/scheu sind, kann diese Kombination sich sehr ungünstig entwickeln, Thema Angstaggression.
In diesem Zusammenhang würde ich also dazu raten, unmittelbar damit zu beginnen an dieser Ängstlichkeit zu arbeiten.Natürlich muss die Kleine sich einleben, aber es war schon beim Züchter absehbar in welche Richtung es geht.
Wichtig ist, dass nicht zuviel auf einmal passiert. Langsam und nacheinander, Schritt für Schritt an die Dinge heranführen auf die sie zurückhaltend reagiert bzw. sich gleich ganz verkrümelt.
Auf keinen Fall würde ich sie "Situationen aushalten lassen". Spätestens wenn erkennbar wird, dass es ihr reicht, besser noch kurz davor,aufhören.
Und nicht zuviel auf einmal... nicht die ganze Familie hinlassen sondern eher erstmal ein Familienmitglied welches der Kleinen dann Gelegenheit gibt sich das von sich aus anzugucken.
Niemanden direkt draufzugehen lassen, es wirkt auf Hunde immer bedrohlicher wenn jemand auf sie zukommt als wenn sie zu jemandem gehen (der sich idealerweise kleiner macht indem er sich hinhockt). Am besten auch gar nicht hingucken.
Und für Geräusche und Gegenstände gilt dasselbe, nicht zuviel auf einmal, alles mal angucken lassen, aber langsam! Auf keinen Fall erzwingen, das lann nach hinten losgehen.Evtl. könnte eine gut geführte Welpenschule, in der es nicht nur um Welpenspiel geht, sondern auch um Sozialisierung und Prägung im Ganzen, auch eine gute Hilfestellung sein.
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Na kommt Leute...
ihr habt doch alle in irgendeiner Form ne Beziehung zu eurem Hund, oder???