Beiträge von Tucker

    Ich finde das auch ein ziemlich heftiges Programm.
    Vor allem: Ihr macht alle möglichen Sachen, sie spielt auf einem Hof mit Hunden, ihr geht spazieren, zum See oder spielt und clickert im Garten. Und vor lauter Hund bespaßen und artgerechter Auslastung etc.pp. vergesst ihr das Wichtigste:
    Den Hund mit seinem Lebensraum, der Welt der Menschen, Autos, Skateboardern, Staubsaugern, Tierärzten, voller fremder, unnatürlicher Geräuschen, Gerüchen und allem drum und dran, vertraut zu machen.

    Allerdings kann ich aus deinem Beitrag nicht so recht herauslesen wann dein Mädel ängstlich reagiert. Auf was oder wen reagiert sie ängstlich? Wie sieht das aus, will sie weglaufen oder vorgehen, wufft sie, zieht sie die Rute ein? Woran machst du fest, dass es sich um Ängstlichkeit handelt?
    Zurückhaltung ist vollkommen ok, solange der Hund dabei nicht furchtbar unter Stress steht und entweder versucht abzuhauen und sich zu verstecken oder nur auf die Gelegenheit wartet vorgehen zu können.
    Sich von Fremden nicht anfassen lassen, nicht hingehen, ausweichen, sowas ist alles nicht unbedingt Angst, manchen Hunden liegt das einfach nicht, solange sie dabei niemanden gefährden ist es doch in Ordnung.
    Und dass sie keine Knuddlerin ist, naja, ich hatte auch mal ne Hündin, die hatte da nix für über... wir kamen gut miteinander klar, arbeiteten auch richtig gut zusammen, aber kuscheln war nicht ihre Welt.
    Sowas ist sicher auch irgendwie angeboren, ich z.B. bin auch eher reserviert, nicht unfreundlich aber ich mag Körperkontakt mit Fremden gar nicht, selbst unter Bekannten und Freunden kann ich Umarmungen und Bussis etc. nicht ausstehen und verweigere mich dem strikt. Meine beste Freundin hingegen ist ganz anders, die kennt 100000 Leute und alle immer schon mit groß Hallo und Bussi hier und da...
    Da gibt es einfach persönliche Unterschiede. Und ich denke, es ist bei Hunden nicht anders.

    Naja, im Freilauf stelle ich mir eigentlich nur vor, dass der Hund auf dem Weg bzw. am Wegrand bleibt und nicht irgendwo in Feld/Wald rumstöbert.
    Bei der Freifolge wie an der Leine läuft der Hund da, wo ich ihn gerade in dem Moment am besten brauchen kann bzw. wo er am sichersten ist. Dafür habe ich auch Zeichen bzw. den Begriff "innen" und Fingerzeig welches innen ich meine :D .

    Ich denke, man muss da auch mal unterscheiden zwischen allgemeinen Regeln und Signalen und kuscheln mit dem eigenen Hund.
    Ich greife z.B. nie von oben, auch wenn Tucker sich das im Zweifel von mir gefallen lässt, ich beuge mich nie beim Abruf dem Hund entgegen usw. Genauso verbiete ich den Kindern Tucker zu umarmen und Nase an Nase mit ihm zu "knuddeln" usw. Ich achte da schon drauf. Ich verlange aber auch eine gewisse Toleranz, die Kinder machen sowas halt mal, ich muss ihn gelegentlich untersuchen und da muss es klappen und es ist sicher leichter wenn der Hund das kennt und sich nicht bedroht sondern allenfalls genervt fühlt.

    Beim kuscheln ist es wieder anders, Tucker ist z.B. eine riesige Knutschbacke für den es nur wenig schöneres gibt als ausgiebig zu kuscheln. Dabei drückt er sich fast in mich rein, drückt mir seine Schnauze unter die Hand, dreht sich in alle Richtungen usw. Oft blödeln/raufen wir noch so ein wenig dabei und da kommen haufenweise Sachen vor die eigentlich bedrohlich oder unangenehm auf ihn wirken müssten... aber so nimmt er das nicht auf.
    Er kann schon klar unterscheiden, dass es hier um Blödelei geht und in keiner Weise bedrohlich ist.
    Ich denke, über die reine Gestik hinaus, hat das auch viel mit Körperspannung und Stimmung zu tun. Wer ernstlich schimpft und auf den hund zugeht bringt was ganz anderes rüber, als jemand der seinen Hund bekuschelt oder mit ihm rumrauft.

    Du sollst das nicht ewig machen sondern den Anspruch steigern bis ihr da seid, wo du hinwillst.
    Ablenken und spielen besser nicht bzw. nur kurz als Belohnung. Dein Hund sollte schon gut mitkriegen, dass die anderen da sind und aktiv sind.
    Ideal ist ein Abstand, wo dein Hund alles sehen kann aber in der Lage ist entspannt bei dir zu sitzen/liegen und zu gucken.
    Und von da weg verringerst du den Abstand kontinuierlich in kleinen Schritten.

    Wir haben einen alten Ford Sierra Kombi und sind sehr zufrieden. Wir sind zu viert plus Tucker, da kann man mit dem Sierra gut auskommen.
    Wenn ich grade ein wenig Kleingeld über hätte, würde ich gern zu einem gebrauchten Audi A6 oder A8 wechseln, denn so groß und praktisch der Sierra auch ist...Fahrspass ist anders ;) .

    Niemand hat DIR vorgeworfen zu schwindeln oder dir was aus dem Ärmel zu schütteln.
    Aber der Weg von der Person die den Deckakt gesehen und einen Wolf erkannt haben will bis zu dir war lang und es funktioniert wie stille Post. Und jeder kennt das, jeder ist so ner Nummer schon mal auf den Leim gegangen...

    Ich persönlich glaube das einfach nicht. Sicher, es gibt Wölfe die sehr stadtnah leben und gelegentlich mag es vorkommen, dass sich Wolf und Hund frei verpaaren, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering.
    Das hat aber rein gar nichts mit DIR als Person zu tun, oder damit, dass ich dir irgenwas unterstelle.

    Ich hatte viele Jahre lang Edelstahlnäpfe, aus irgendeinem Gefühl raus habe ich zu Keramiknäpfen gewechselt als Tucker einzog. Ich bin sehr zufrieden, die Keramiknäpfe sehen auch einfach schöner aus und sind ebenso pflegeleicht wie Edelstahlnäpfe.
    Allerdings ist es bei mir häufig so wie bei Fanta, ich füttere ganze Fleisch und Knochenteile und mein Hund nimmts mit und frisst dann irgendwo. Das darf er in der Küche machen wie er will.
    Von erhöhten Futterständern halte ich nichts. Es entspricht dem Hund vollkommen Nahrung vom Boden aufzunehmen. Bei langwierigen, größeren Stücken legen viele Hunde sich dann auch hin, meiner macht das z.B. gern.