Dann liegt es an deiner Anspannung vor der Prüfung. Da kann der Hund nix für, du überträgst es auf ihn. Reiß dich zusammen und behalte die Nerven, dann macht dein Hund das auch.
Außerdem, du maßregelst, da ruckts auch mal... ich bin mir gerade nicht sicher ob ich gerne mit dir arbeiten würde wenn ich dein Hund wäre
. Motivation und Freude an der Arbeit sieht anders aus, wenn du das rüberbringst überträgt sich das auch auf den Hund.
Beiträge von Tucker
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Ich würde als erstes die Trainingsintervalle erstmal verkürzen.
Oft wird versucht gleich ganze Prüfungsteile oder die komplette Prüfung abzulaufen, kein Wunder, dass manchem Hund das zuviel ist und er irgendwann streikt oder nur noch Blödsinn macht.
Wiederhole die einzelnen Übungen der Freifolge getrennt voneinander einzeln und kurz. Also z.B. "Fuß", zwischendurch beim spazieren usw. rufst du ihn zu dir ran, motivierst ein bißchen per Ball und verlangst 5 oder 6 Schritt sauberes Fuß, dann Belohnung/Balli. Das erweiterst du dann langsam auf mehr Strecke und unterschiedliche Schrittgeschwindigkeiten und baust dann langsam die Grundstellung, Sitz aus Bewegung usw. Aber immer kurz dafür öfter.
Ich persönlich baue Prüfungen erst so 2-3 Wochen vor der Prüfung dann tatsächlich zusammen, dann laufe ich die entsprechende Prüfung mit dem Hund 4-5x komplett durch. Bis dahin und auch zwischendurch immer nur einzelne Teile, die dafür dann richtig gut und ordentlich. -
Zu den "neuen" Bundesländern kann ich dir gar nix sagen. In Westdeutschland sowie in Österreich und auch der Schweiz was es so, dass man auch mit Mischlingen auf die "Rassehundeplätze" (mir fällt der verflixte Begriff nicht ein) gehen konnte und es auch Plätze gab die nicht im Zeichen einer bestimmten Rasse standen... jetzt mal nur auf Plätze bezogen die den jeweiligen FCI angeschlossenen Gebrauchshundeverbänden angehören.
Wir waren damals im Hundesport unterwegs und durch einige Umzüge auf verschiedenen Plätzen auch 2-3x pro Woche aktiv. Auch damals gab es solche und solche und natürlich hat es auch immer etwas mit Vorwissen zu tun.
Wer als Laie einen anfängerkurs mitmachte konnte natürlich auf die Nase fallen, je nach Erwartungshaltung. Wer sich vorstellt hier einen alltagstauglichen Hund zu erziehen wird auch heute auf einem Hundesportplatz meist auf die Nase fallen. Und auch Mittel und Methoden sind auf manchen Plätzen immer noch veraltet...gerade in Vereinen drehen die Uhren etwas langsamer
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Ach ja, Erziehung ist für mich immer etwas individuelles, es gibt da kein Schema F das zum Ziel führt. Manches bringt der Hund einfach mit, anderes lernt er, mal leichter mal schwerer, aber es ist bei jedem Hund anders.
Und natürlich habe ich mich auch weiterentwickelt. Tucker ist mein fünfter ganz eigener Hund und mit nicht wenigen anderen Hunden habe ich gearbeitet oder war maßgeblich an ihrer Erziehung/Ausbildung beteiligt. Dabei lernt man natürlich Einiges, ebenso wie ich mir über diesen Zeitraum hinweg einige theoretische Hintergründe verschafft und andere auch inzwischen wieder verworfen habe...
"Erziehungstrends" mache ich nicht unbedingt mit, es kommt eher darauf an, wie schlüssig mir etwas scheint, wenn ich es verstehe und eine Logik dahinter sehe probiere ich es halt einfach mal aus wenn es sich ergibt. -
Mit Ausnahme von knapp 5 Jahren zwischen Tucker und seinem letzten Vorgänger, hatten wir immer schon Hunde in der Familie, meine Mutter hat auch schon immer in diesem Bereich gearbeitet.
Verändert hat sich vor allem das Wissen, da ist in den letzten 15 Jahren sehr viel passiert woraus auch eine zunehmend andere Sicht auf den Hund resultiert. Das hat Vor- und Nachteile, wie alles im Leben.
Der Hundesport ist ziemlich flächendeckend vielfältiger geworden. Gerade Agility und Obedience sind heute auf den meisten Hundesportplätzen Standard, das sah vor 15/20 Jahren auch noch ganz anders aus. Da haben sich Interessierte noch selber Geräte zusammengeschustert und probiert und Obedience nach PO, Videos und Büchern geübt weil meist niemand da war der damit Erfahrung hatte.
Trockenfutter gabs damals schon, so vor 15/20 Jahren lag Eukanuba ziemlich im Trend, Trockenfutter überhaupt war der Renner, ich kenne niemanden der zu dieser Zeit was anderes gefüttert hat.
Erziehungsmäßig hat auch ein gewisses Umdenken eingesetzt, wobei ich auch damals nicht wenige Leute kannte die ihre Hunde gewaltfrei und gut ausgebildet haben und damit auch viel erreicht haben. Es hatte damals einfach nicht die Reichweite die es heute hat.
Eine gravierende Veränderung in der hiesigen Hundewelt sind auch die Auslandshunde, früher hat man aus dem Ausland allenfalls Rassehunde für Sport und/oder Zucht geholt.
Das fällt mir jetzt so spontan ein. -
Es ist ja Ostern...
gestern gab es allerfeinstes Lammmuskelfleisch und abends noch Joghurt mit rote Beeren Mix, Honig und Weizenkeimölheute gab es einen Rest Spaghetti Bolognese
, nachher gibts noch ein Lammkotelett. -
Die Situationen die du beschreibst, klingen füre mich weder nach Angst noch nach schlechter Beziehung. Das sind so ganz typische Sachen die viele Hunde einfach nicht mögen. Sprühdosen, bürsten und baden sind so ziemlich die Classics an Dingen, die die meisten Hunde nicht so prickelnd finden.
Da hilft nur üben und ggf. gewisse Notwendigkeiten über Gehorsam zu verlangen.Und nein, mit einem Jahr ist deine Hündin noch lange nicht ausgereift. Weder körperlich noch geistig, lediglich das Höhenwachstum dürfte annähernd abgeschlossen sein.
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Ein Welpenkurs muss einerseits sehr flexibles theoretisches Wissen vermitteln, hierbei kommt es auf die bisherigen Kenntnisse des Hundehalters an, der Welpenkurs sollte alle aktuellen wichtigen Themen für Hund und Mensch beinhalten z.B. Sauberkeitserziehung, Entwurmungen und Impfungen, Ernährung, Schlafplatz, Sofa und Bett ja oder nein...all diese Dinge die sich automatisch bei Welpen ergeben eben.
Und dann kommen die Welpen selber. Und ich halte diesbezüglich sogenannte Welpenspielstunden in denen 6-16 Welpen mehr oder weniger kontrolliert rumtoben für vollkommen verfehlend. Sicher sollte Hunde lernen mit Artgenossen vernünftig zurechtzukommen und alles, aber sie müssen auch mit ihrer gesamten Lebensumwelt sozialisiert werden. Die meisten Hunde werden ihr Leben nicht in Tunnelschläuchen und Bällchenbädern verbringen, sondern uns zwischen Autos, Joggern, Fahrradfahrern, Wildtieren usw. begleiten. Und dafür müssen sie diese Dinge kennenlernen, sehen, hören, riechen und dann auch Zeit bekommen das zu verarbeiten.
Das Wichtigste ist die Orientierung am Hundehalter, von Anfang an, im Team arbeiten setzt voraus, dass man sich aneinander orientiert! Sowohl mit als auch ohne Leine, entsprechende Übungen sind Pflicht.
Auch dürfen Anfass/Untersuchungsübungen nicht fehlen. Maul, Zähne, Augen, Pfoten, Ohren usw. der Welpe sollte lernen sich überall unproblematisch anfassen zu lassen.
Je nach Rasse und Fellpflegebedarf sollte auch über Übungen zum "auf dem Tisch stehen" und frisieren lassen, evtl. an die Geräusche einer Schermaschine gewöhnen usw. Das ist teilnehmerspezifisch, was für ein Fell hat der Hund, hatte der Kursteilnehmer bereits einen Hund mit diesem Pflegebedarf etc.Man sollte nicht vergessen, dass eine Welpenschule die Basis für den Rest des Zusammenlebens von Mensch und Hund bildet.
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Der allererste Hund den wir hatten hat sich sogar sehr positiv auf meine Gesundheit ausgewirkt...sonst wär ich nämlich nicht mehr
. Damals konnte ich grade eben halbwegs laufen und schwankte auf die Küchenzeile zu, plötzlich kam Teddy angeschossen und schubste/stieß mich von der Küche weg. Meine Mutter wollte ihn schon anmeckern, steht auf, packt auf die Küche und kriegt volles Rohr eine geputzt. Da stand durch irgendeinen Defekt die Küchenzeile dick unter Strom. Selbst meine Mutter ist kurz eingesackt.Ansonsten, ja klar, ich bewege mich täglich mind. 3 Stunden draußen, bei jedem Wetter und erfreue mich einer wirklichen guten, sehr robusten Gesundheit. Ich habe keinerlei Allergien außer gegen Nickel/Cadmium und bin ziemlich unverwüstlich.
In gewissem Maße führe ich das nicht nur auf die aktuelle Hundehaltung zurück sondern auch auf das aufwachsen mit Hunden. Es ist ja nachgewisen, dass Kinder die mit tieren, insbesondere Hunden groß werden gesünder und robuster sind.Ich würde behaupten, dass Tucker vor allem meiner "seelischen"/psychischen Gesundheit sehr gut tut. Er steckt mich an mit seiner Lebensfreude, er fordert mich, hängenlassen ist nicht (wie mit den Kids auch) aber ich kann auch mal einfach die Seele baumeln lassen ohne dass er sofort Mist baut oder rumnervt.
Und: er redet nicht, manchmal glaube ich, dass Hunde nicht sprechen können ist das heilsamste an ihnen
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Bei uns gabs nen dicken Hühnerschenkel, nachher gleich, nach unserer Runde gibts noch Joghurt mit Spinat/Brennessel/Apfel Mix und Sonnenblumenkernen.