Beiträge von Tucker

    @ JargoundJente
    Na, zum Glück ist mit der Pfote nix Schlimmes!
    Klingt ja ganz gut bei euch, ist sehr angenehm wenn der Hund nicht laufend kreuz und quer geht und überall hinzieht, oder? ;) .
    Weiter so :gut: .

    Ich würde mich erstmal irgendwo in der Nähe der Weide mit ihm niederlassen, ihn hinlegen oder setzen und einfach da rumlungern. Total desinteressiert. Wenns Wetter passt pflanz dich mit nem Buch dahin. Lauf auch mal bisschen um die Weide und dran vorbei, übe dabei ein bisschen.
    Das Vieh sollte vollkommen uninteressant für deinen Hund sein.
    Ausnahme, du hast nen BC, dann würde ich über ne fundierte Ausbildung an Schafen denken, grad wenn ihr eh welche habt. Aber wie gesagt, fundierte Ausbildung...!

    lichtblitz
    Ok, wenn du das auch mal gedacht hast, dann hat er das missverstanden und nutzt es aus. Da hilft es nur, das Training konsequent auf dem Weg zum ersten Pipi machen. Das Training dann genauso aber eben nur auf diesem Weg. Das kann schon drinnen anfangen falls er aufdreht wenn du dich fertigmachst und seine Ausrüstung in die Hand nimmst.
    Alles nur noch im ersten Gang.
    Mit Konsequenz sollte sich das schnell erledigen.

    Mit Tucker habe ich vor ungefähr drei Wochen mit dem Radfahren angefangen. Wenn wir laufen ist er super leinenführig, beherrscht auch bereits Kommandos wie "Stop", "langsam" usw. Rechts und links allerdings nur mit Handzeichen.
    Naja, unsere ersten zwei Versuche fanden erstmal mitten in der Nacht statt um das Risiko zu minimieren wenn irgendwas nicht so klappt. Ausrüstung war Halsband und Leine 1,5m, was wir eben auch zum spazierengehen haben.
    Es klappte eigentlich sofort sehr gut, Tucker lief vom ersten Moment an schön sauber neben dem Rad, kein ziehen, keine Seitenwechsel, keine unerwarteten Stops weils irgendwo sooo gut riecht...
    Im Freilauf bleibt er in der Nähe wie zu Fuß auch, er hat das Rad oder auch mehrere Räder von selber im Auge, provoziert also keine Unfälle indem er einem ins Rad hüpft.
    Und jetzt fahre ich auch öfter mit ihm und das klappt prima mit der normalen Leine in der Hand.

    Für einen meiner vorigen Hunde hatte ich einen Springer am Rad. Das war auch ganz ok. Ich finds aber schon auch praktisch, dass ich bei Tucker einfach so ohne schnickschnack losfahren kann.

    Ich war zu spät fürs editieren... da fehlt das letzte Stück von meinem Beitrag:

    Es gibt aber auch einfach "Schattenhunde", die sind meistens bei einem oder in der Nähe. die können auch alleine bleiben und alles, aber sie sind eben einfach wirklich sehr anhänglich und stark gebunden... das ist ein bestimmter Typ Hund (ich mag das), die sind einfach dabei, unauffällig, nie störend aber anwesend.
    Und das ist dann auch ganz normal.
    Die Frage bei so Begrüßungsaktionen u.ä. ist die, wieviele Hormone da ausgeschüttet werden und was sie mit dem Hund machen. Ich kenne Hunde wenn sie wirklich ungesunden Stress haben so einen Hund kriegt man über Stunden nicht wieder "echt" runter. Man kann es vielleicht ankommandieren aber wirklich entspannt wird der Hund erst wieder, wenn er die entsprechenden Hormone abgebaut hat.
    Das ist aber bei einer "normalen" fröhlichen Begrüßung nicht zwangsläufig gegeben, nichtmal unbedingt wahrscheinlich.

    Ich denke die Verschiedenheit der Erfahrungen beruht auch darauf, dass nunmal jeder Hund anders ist und jeder Mensch ein anderes Empfinden hat.
    Die Themenstarterin sollte vielleicht 2 einfache Überlegungen anstellen:

    1.) hat sie den Eindruck, dass ihr Hund dabei unangenehm gestresst ist?
    2.) stört es sie, ist es ihr unangenehm?

    Daraus ergibt sich dann auch ob überhaupt was verändert werden "muss".
    Einen dringenden Handlungsbedarf sehe ich so nicht gegeben, es scheint ansonsten ganz gut zu klappen, ich finde in den Texten der TS keinerlei weiteren Probleme die irgendwelche Schlüsse auf das Geschehen geben. Damit gibt es keinen Indikator für Kontrollverhalten/Verlassensängste oder sowas.

    Mit Trainern ist das so eine Sache, gerade so ein Verhalten. Ernsthaft, willst du fünf Meinungen dann lass drei Trainer das Video analysieren :D . Sicher ist fachlich kompentente Unterstützung empfehlenswert, aber bei diesem Thema würde ich mir meinen Hund auch VOR der Trainerwahl mal genau beobachten und mir überlegen was da los sein könnte und was ich meinem Hund zutraue, in ihn reininterpretiere und was ich ihm möglicherweise alles "andichten" lasse von irgend nem Trainer.
    Ich mein das nicht böse, aber ein bißchen Info und Diskussion im Voraus kann auch helfen da den Richtigen zu finden und sich nicht irgendwelchen vermeintlich kompetenten Unsinn auftischen lassen.

    Zu Kontrollverhalten allgemein:
    Wenn wirklich ein massives Kontrollverhalten vorliegt, gibt es meist noch zusätzliche Indikatoren, Orientierungs- und Aufmerksamkeitsmängel, beizeiten auch scheinbarer Wach- und Schutztrieb, kein alleinsein möglich u.v.m.
    Dann ist allerdings in erster Linie die Frage zu stellen, WARUM der Hund dieses Kontrollverhalten zeigt.
    Häufig wird sich dann zu irgendwelchen Rangordnungs- und Dominanztheorien verstiegen...der Hund will mich kontrollieren! ahhh Hilfe...der Pinky und der Brain :hust: .
    Tatsächlich entspringt ein Kontrollverhalten exakt dem Gegenteil: die Strukturen sind für den Hund zu schwammig, er kann nicht klar erkennen wer ihn leitet bzw. er wird schlecht oder gar nicht angeleitet (erzogen). Dadurch entstehen Unsicherheiten, der Hund übernimmt - aus seiner Sicht gezwungener Maßen - Aufgaben die er gar nicht übernehmen soll. Der Mensch ist also zu unklar, zu unzuverlässig, gibt zuwenig Struktur.
    Das heißt, ein guter Trainer wird am Menschen ansetzen um klare Strukturen für den Hund zu schaffen. Der Hund dient dann eigentlich nur als Spiegelbild der Fortschritte des Menschen ;) . Am Hundeverhalten wird man klar ablesen können inwieweit der HH bereits neue, klare Strukturen schaffen kann. Und wie das geht, wie man mit sinnvollen Regeln und Grenzen und klaren Abläufen feste Strukturen schaffen kann, das sollte ein Trainer dann zeigen können.

    Das denke ich auch, sowas lässt sich ja trainieren und ich sehe die Notwenigkeit. Ich denke der HH muss entscheiden wie er sich den Hund in dieser Hinsicht erzieht.
    Nur wenn es, wie z.B. bei mir, vollkommen unproblematisch ist und für mich ok, dann ist das auch i.O.
    Bei meinen Kids darf er das nicht... das klappt auch, die begrüßt er eben "bodenständiger" :D .

    Ich sehe zwar auch nicht wo hier plötzlich die Fremdführung, Besucher etc. ins Spiel kommen.
    Aber seis drum, Tucker ist kein Hund den man mal eben jemandem in die Hand drückt, auch nicht für mal kurz... Es gibt aber einige Personen außer mir die es können und ich weiß aus Erfahrung, dass er sich auch an andere Menschen relativ schnell gewöhnen.
    Allerdings sehe ich da auch keinerlei Änderungsbedarf. Mein Hund ist Typ Einmannhund, das wußte ich, ich bin ehrlich, ich mag das an einem Hund. Sicher muss man den Hund an einge "Notpersonen" gewöhnen, aber ein "hier nimm mal eben" wäre kein Hund für mich :ops: .
    Besuch findet er schwierig, da hat er nen hohen Erregungslevel und zuviel Stress, braucht 1-2 min. bis man ihn gefahrlos freigeben kann. Dann geht es aber soweit gut. Wir arbeiten da dran, ich möchte dass er da weniger Stress hat.

    Es ist doch eine Frage dessen, was ich für einen Hund habe. So Pauschalaussagen wie "einem guten Hund ist es egal wer kommt und geht"- ehrlich wenn ein Hund so drauf ist vergewissere ich mich erstmal ob der wirklich mit allen Sinnen fit ist...
    Ich finds auch ganz klasse wenn mein Hund sich für mich und auch insgesamt um das Geschehen um ihn herum interessiert. Es zeigt mir einen wachen, interessierten Hund an. Sehr schön, eine Eigenschaft die ich sehr wünschenswert finde ;) .
    Die Frage ist, wieviel Erregung/Stress, das einzelne Individuum Hund aushalten kann. In einem gewissen Rahmen ist das natürlich auch trainierbar. Man muss hier einfach beobachten, welche Erwartungshaltung der Hund hat und wie hoch ist sein Stresslevel. Und dann muss man überlegen ob es sinnvoll und nötig ist darna zu arbeiten, dass der Hund weniger aufdreht.
    Ich finde hier auch die gern genannte "konditionierte Entspannung" per "Entspannungssignal". Ich halte das für Unfug! Der Hund schüttet bei der ganzen Aktion diverse Hormone aus die dann durch den Hund schwirren, die lassen sich nicht per Kommando kontrollieren.
    Konditonierte Entspannung ist nichts weiter als Impulskontrolle für Fortgeschrittene, der Hund lernt sich zu beherrschen... aber richtig runterkommen kann er nicht. Es kann aber ein Hilfsmittel, eine Station sein wenn der Hund extrem aufdreht.
    Die Zielsetzung sollte aber immer sein, dass der Hund gar nicht so hochdreht.

    Ansonsten ist mein Hund beispielsweise sehr anhänglich. Er ist einfach so, ich unterstelle im keinen Kontrollzwang. Er kann auch mal ganz easy liegenbleiben. Oft tappt er mir eben hinterher. Er ist dabei nie aufdringlich, steht nicht im Weg... das ist ok, er stört mich in keinster Weise. Für MICH ist das ok. Wenn ich was mit ihm machen will ist er sofort dabei- manchmal dann durchaus etwas übermotiviert :lol: .
    Er bleibt auch ganz super alleine, macht nichts kaputt gibt keine Geräusche von sich, stiehlt nicht...er liegt in meinem Bett und pennt. Er weiß sogar ob ich ihn mitnehme oder nicht. Der merkt das genau, dann legt er sich gleich aufs Bett, guckt wie ich mich fertigmache und gehe.
    Wenn ich komme freut er sich trotzdem nen Keks, begrüßt mich sehr überschwänglich. Und ich begrüße ihn genauso. Da nehm ich mir 2 Minuten Zeit und dann ist es auch ok und er packt sich wieder irgendwo ab oder verschwindet zumindest im Hintergrund und wartet das weitere Geschehen ab.
    Solange das keine Problweme gibt und er das ganz alleine hinkriegt trotzdem abzuschalten, solange ist das für mich total ok.
    Wenn mein Hund sich ne halbe Stunde kaum beruhigen kann, unter sich macht und rumheult, dann arbeite ich aber schon daran, dass der Hund nicht so hoch fährt.

    Zitat

    Wirklich gebissen worden bin ich noch nie.. Also nicht so wie ich beissen definiere ;D

    Wieso ist abgeben eine Strafe? Das ist mir wieder zu menschlich gedacht! Juri und Pepper sind absolute Mama-Hunde. Die wuerden aber auch wo anders gut leben. Ok Pepper stellt erstmal das fressen ein, aber auch das geht vorbei.. Was bilden sich Menschen eigentlich ein? Nur weil sie Hund xyz ausgesucht haben, kann besagter Hund nicht ohne sie leben!? Aehm ja..
    Und wenn jemand Angst hat, ist das keine Basis. Ja man kann daran arbeiten, aber man muss es nicht. Und wenn jemand sagt 'ich habe Angst und kann/will nicht daran arbeiten und gebe den Hund ab', dann ist das zu akzeptieren! Manchmal habe ich das Gefuehl eine Abgabe darf man nicht mal in Betracht ziehen, wenn man nicht sofort als Unmensch da stehen will! Bis eine wirkliche Angst behoben ist, dauert es und kann wirklich jeder Hund so lange warten?
    Ich finde es deutlich besser, sich einzugestehen das es nicht mehr geht, als einen Hund zu behalten und mit der Angst, fehlendem Vertrauen, etc. zu leben!

    EDIT: Wenn wir schon bei 'Strafe' sind.. Ist es nicht eine Strafe, wenn man den Hund in Situationen kommen laesst, in denen er seine Zaehne zur Verteidigung einsetzen muss?

    Danke Kathrin, DAS mein ich.

    Hundetrainer sind keine Angstherapeuten!

    Aber warum das bei Hunden hier jeder nachvollziehen kann, dass man Probleme (auch Angstprobleme) nicht mal eben so beheben kann und beim Menschen nicht, das kann mir hier auch keiner erklären...
    Hunde dürfen ihre Zeit brauchen, Menschen offenbar nicht.

    Und egal wie gut ein Hund geplant wird, auch evtl. Risiken etc. wenn was passiert und man in der Sitation steckt sehen manche Dinge eben anders aus als geplant.

    Ich befürworte es auch nicht immer gleich abzugeben, aber das ist immer eine Einzelfallentscheidung und wenn der Mensch es sich nicht mehr zutraut ist es das Beste für alle. Was soll ein Mensch noch erreichen wenn er einfach nicht mehr kann, nicht mehr vertraut?
    Und ich kann es auch nicht als verantwortungslos ansehen sofern sich um eine anständige Vermittlung in fähige Hände handelt.

    Übrigens, ich habe hier nen Hund sitzen, den nimmt man nicht mal eben mit, der ist sehr an mich gebunden, lässt sich nicht mal eben streicheln von jedermann und ist durchaus schwierig. So war er aber auch als ich ihn gekriegt habe und er hat sich so schnell angeschlossen, dass ich ihn nach ner Woche freilaufen lassen konnte. Und so wäre es auch anderswo, nur das die meisten Hundehalter das nicht wahrhaben wollen, dass ihr Hundischatzi sich woanders auch wunderbar zurechtfindet wenn er dort gut behandelt wird.
    Von Strafe kann da kaum die Rede sein. Da ist eher ne Strafe mit jemandem leben zu müssen der das eigentlich nicht mehr will und überfordert ist.

    Zweifellos ist das ein sehr unglücklicher Unfall.
    Und ganz sicher haben wir hier alle auch schon Dinge gelesen, wo ganz klar auf der Hand liegt warum der Hund beisst und gelegentlich wundert man sich auch, dass ein Hund nicht schon viel früher gebissen hat.

    Nur wenn der Halter damit absolut nicht klarkommt, ständig auf der Lauer liegt, in seiner Verunsicherung auch den Hund noch verunsichert und die Situation damit nur weiter zuspitzt ist eine Abgabe unvermeidlich (einschläfern ist noch ein anderes Thema, auch das kann durchaus angebracht sein je nachdem was genau mit dem Hund los ist).

    Die Krux mit der Angst ist, dass sie mit Vernunft nicht zu steuern ist. Ich habe bspw. Angst vor Spinnen und das ohne das ich jemals schlechte Erfahrungen mit diesen Tieren gemacht hätte. Mein Verstand weiß ganz genau, dass so eine kleine Spinne ungefährlich ist und vor mir wahrscheinlich auch Angst hat. Diese Angst ist vollkommen unangebracht und unnötig...und trotzdem ist es eben Angst.
    Und wenn eine Angst die eigentlich überhaupt keine Grundlage hat schon so schwer zu steuern ist, wie soll es dann erst gelingen einer Angst die aus einem reelem Erlebnis entsteht zu steuern?

    Wielange arbeitet mancher mit einem Angsthund um kleine Verbesserungen zu erzielen? Und wielange kann man mit einem Hund arbeiten wenn man Angst vor dem Tier hat? Wie gefährlich ist diese Arbeit dann, wenn man berücksichtigt, dass der Hund diese Angst wahrnimmt und selbst unsicher wird weil er es auch gar nicht zuordnen kann?