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Beiträge von Chippendale

    Hallo,


    ich finde es wichtig folgendes zu differenzieren:
    Vorsicht und Panik
    Gefühle und Verhalten


    Wenn man nicht weiß, ob ein Mensch oder Hund, dem man begegnet, ein potenzieller Killer ist (und das weiß man ja nie), dann ist Vorsicht sinnvoll. Panik hingegen nicht, denn Panik schützt einen nicht vor kontraproduktivem Verhalten.


    Vorsichtig wäre es, langsam den Heimweg anzutreten. Panisch ist es, den Hund auf den Arm zu nehmen und schnell wegzulaufen, denn diese Verhaltensweisen bringen einen u.U. in noch größere Gefahr.



    Ebenso kann ich es nachvollziehen, wenn man mulmige Gefühle hat, dennoch sollte man in der Lage sein sein daraus entstehendes Verhalten nochmal einem "Realitätscheck" zu unterwerfen und gegebenenfalls nicht 100% nach dem Gefühl zu handeln.


    Beispiel:
    auf meine Hündin ist mal ein Auto zugerast, woraufhin mein GEFÜHL mir sagte ich muss auf die Straße stürzen, meinen Hund greifen und das Auto attackieren. Fragt mich nicht warum ich dieses Gefühl hatte, es war eine Art "Vaterinstinkt" oder so. Völlig irrational.


    Ich hatte aber zwei andere Hunde an der Leine bei mir, die nicht straßensicher waren. Diese beiden Hunde mit mir zu zerren oder die Leinen loszulassen, hätte ihren Tod bedeutet.


    Diesen Impuls zu unterdrücken hat Kraft bedeutet und ich entschied mich dafür nur laut zu schreien, woraufhin meine Hündin tatsächlich aus dem Weg sprang. Diese Entscheidung geschah innerhalb von Bruchteilen von Sekunden, man kann also sein Verhalten auch in einer Paniksituation durchaus noch zugunsten eines sichereren Verhaltens kontrollieren oder umbiegen.


    Das kann man üben.
    Und genau das kannst du in einer Therapie erlernen.


    Man soll dir dort nicht deine Vorsicht abtrainieren, sondern nur die Panik. Vorsicht ist etwas Sinnvolles, Panik (fast) nie.

    *lach*


    Ja das müssen wir uns auch ständig anhören, kinderloses Paar, unverheiratet, beide berufstätig... und dann DREI Hunde!


    Da muss doch was schieflaufen, was ist nur los mit diesen Menschen? :irre: :D


    Dabei haben wir das Thema Kind gar nicht kategorisch ausgeschlossen, manchmal macht es aber einfach Spaß die Leute in ihrem Entsetzen und Mitleid vor den Kopf zu stoßen und sie in dem Glauben zu lassen, dass wir niemals Kinder wollen.

    Hallo,


    beim Lesen der Überschrift und der ersten paar Zeilen deines Textes hatte ich erwartet dein Hund sei überfahren oder totgebissen worden. Ein bellender Hund ist dein größter Alptraum?


    Bitte sei mir nicht böse, meine Partnerin ist Therapeutin und hat schon mit vielen Phobikern gearbeitet, wir arbeiten auch oft zusammen, wenn ein Patient vor Hunden Angst hat. Daher weiß ich, dass das Problem ernst ist und sicherlich nicht durch ein paar Forumsratschläge getan ist.


    Was ich möchte: dir bewusst machen, dass du ein großes Problem hast, dem du dich stellen musst. Du musst gegen deine Angst etwas unternehmen, denn sie ist irrational und schadet dir und deinem Hund!


    Dein Hund spürt deine Angst und wird durch dein falsches Verhalten in der Situation (auf den Arm nehmen, wegrennen) sowie deine Panikreaktion (schwitzen, hektisch atmen - das spürt er!) auf diese Situationen geprägt und wird sich zukünftig vielleicht gefährlich verhalten. Er wird z.B. vielleicht zum Angstbeller und bellt andere Hunde vom Arm aus an.


    Ebenfalls schädlich ist es, wenn du deinen Hund in der Wohnung (!) sein Geschäft machen lässt, weil du dich nicht raustraust. Das geht nicht! Du hast eine Verantwortung, wenn du dir einen Hund anschaffst. Du wusstest, bevor du dir deinen Hund angeschafft hast, dass du abends mit ihm raus musst, daran kannst du dich nicht vorbeischummeln.


    Eine meiner Klientinnen (Hundeschule) wurde von einem Mann mit kleinem Hund attackiert und krankenhausreif geprügelt (sie war im 6. Monat schwanger!), weil er Angst vor ihrem Hund hatte, der nur friedlich an seinem Hund geschnüffelt hat (gut erzogener Langhaarcollie).


    Werde nicht zu so einem Menschen!


    Verzeih mir bitte, wenn ich so hart mit dir bin, aber es ist wirklich wichtig, dass dir das bewusst wird!


    Hundeängste kann man sehr gut behandeln, bitte lass dir von einem Psychologen helfen, wie meine Partnerin immer sagt "it's not rocket science", es ist keine Raketenwissenschaft. Man kann dein Problem mit recht einfachen Mitteln angehen und innerhalb weniger Wochen wirst du dich schon besser fühlen.


    Du hast es nicht nötig dein Leben in Angst zu leben und dich ewig zu verstecken! Lass dir helfen, deinem Hund und dir selbst zuliebe.

    Hallo,


    ich würde auch den Besuch in einer Tierklinik empfehlen, allerdings davon abraten dem Hund Antibiotika zu geben ohne Diagnose. Antibiotika haben ja auch Nebenwirkungen und da fährt man pflanzlich (z.B. Propolis, Spitzwegerich, Kapuzinerkresse) am besten, wenn man den Verdacht hat es handele sich um eine Infektion.


    Findest du denn Schleim, hört es sich an als sei die Lunge/Bronchien verschleimt o.ä.? Das müsste der Tierarzt aber hören beim Abhorchen.


    Es kann z.B. auch sein, dass euer Hund einfach angeborene Verwachsungen im Rachen o.ä. hat, einer unserer BC hatte solche Hautfalten, die nur zufällig bei einer Bronchoskopie entdeckt wurden, die endlich sein jahrelanges "Husten" erklärten, weil sie ihn ab und zu beim Atmen reizten.


    Ich würde außerdem auch unbedingt mal eine Herzdiagnostik machen lassen (Herz-US), Husten kann auch auf einen Herzfehler hindeuten.

    Hallo,


    ich glaube mit "Internetshops" ist gemeint, dass du dort online bestellst und das Fleisch in Gefrierboxen geliefert bekommst. Das machen einige Bekannte von mir so und sind damit recht zufrieden.


    Auf der Webseite von gesunde Hunde ist eine Liste nach PLZ und auch Onlineshops die gefrorenes Fleisch versenden.


    Also wir haben einen Kühl- und Gefrierschrank von IKEA, die genauen Maße wüsste ich nicht auswendig, aber auch zwei kleinere und ein größeres Fach und da passen rein: ca 20-25kg Muskelfleisch, 5kg Lammfett, 6kg Hühnerhälse/-flügel und 1-2kg Lachsöl.


    Wenn ich die Sachen gefroren geliefert bekomme und sie nicht reinpassen, lasse ich sie antauen und "quetsche" dann ein wenig.

    Hallo,


    ich habe drei Border Collies und kenne das Problem generell, sehr leicht reizbare Hunde zu haben, die sich schwer beruhigen lassen. Ich schließe mich meinem/-r Vorredner/-in an und gebe dir den Rat mal möglichst viel Ruhe und Gelassenheit in die Situation zu bringen.


    Unterwürfigkeitsgesten werden mitunter auch bei der Begrüßung wie bei einem Maschinengewehr abgefeuert, deshalb würde ich persönlich erstmal nicht vermuten, dass sie aus Angst uriniert.


    Aber der Tipp ist dennoch IMO gut, dass ihr lernt sie zu ignorieren, etwas ruhiger generell zu bleiben, nicht allzu übertrieben auf die Hündin einzugehen und selber ruhig und gelassen zu bleiben.


    Klar dürft ihr sie ansprechen usw, sie soll ja nicht bestraft werden, eben nur soviel wie es ausreicht um sie nicht gleich zum Anschlag hochzufahren.

    Hallo,


    freunde dich mit dem Gedanken an, dass es manche Hunde gibt, bei denen das zeitlebens ein Problem bleibt und es nie eine 100%ige Garantie geben wird.


    Jagderziehung ist sehr aufwändig und zeitintensiv, du musst also wissen wieviel Aufwand dir das Problem wert ist. Wieviel Zeit hast du denn für das Training zur Verfügung?


    Ideale Rezepte gibt es hier nicht, wenn du nicht zur Hundeschule gehen kannst (was IMO ohnehin so ganz allgemein hierbei nicht viel bewirkt), dann such dir doch statt dessen einen Hundetrainer, der mit dir vor Ort trainiert. Das ist IMO viel effektiver, da Hunde situationsbezogen lernen und sich auf deine Arbeitszeiten und deinen individuellen Hund einstellen können.


    Ist natürlich auch ein bisschen eine Geldfrage.

    Hallo,


    zu allererst einmal würde ich trotzdem zum Arzt gehen und das Körperliche abchecken lassen. Eine plötzliche Verhaltensänderung kommt nie ohne Grund und auch, wenn die Veränderung nur gelegentlich oder situationsbedingt auftritt, würde ich sie auf jeden Fall durchchecken lassen.


    Dann kenne ich die Situation ganz gut. Gerade BCs haben diesen bohrenden Blick, mit dem sie einem von hinten den Schädel aufbohren können, wenn man am PC sitzt und die Hunde raus wollen. :D


    Hat sie aber bereits alles wie Auslastung, Futter, etc - dann hört es sich für mich so an als sei deine Hündin in Bezug auf dich sehr verunsichert. Oft merken es Hunde, wenn man Stress oder Wut unterdrückt und selbst wenn man selbst denkt man sei gut drauf - der Hund weiß es besser.
    Neigst du zu Wutausbrüchen oder umgekehrt zu unterdrückter Aggression? Ärgerst du dich viel am PC leise vor dich hin? Hast du selbst im Moment psychischen Stress, Trauer, Ärger, Angst, Leistungsdruck, irgendwas?


    Wenn ein sensibler Hund einen nicht aus den Augen lässt, dann meist weil er unsicher ist wie sich "Chef" verhalten wird. Der Hund kann sich nicht entspannen, weil er ständig auf etwas vorbereitet ist und auf etwas wartet.


    Reagierst du dann noch gereizt oder genervt auf das unsichere Verhalten, bist du in einem Teufelskreis.


    Ich mache das dann so, dass ich meinem Hund in Menschenworten offen und ehrlich erklären was mich gerade so aufwühlt oder nervt. Ich halte ihm einen regelrechten Vortrag und erkläre auch, dass es nichts mit ihm zu tun hat.
    Klingt albern, aber es funktioniert oft, vermutlich weil mich das Drüberreden selber so beruhigt, dass sich meine Körperhaltung entspannt.

    Hallo,


    die meisten scheinbaren "Dominanz"probleme sind Vertrauensprobleme. Ist es eventuell möglich, dass sie scheinträchtig ist und ihre "Jungen" verteidigt?


    Wie dem auch sei, ich würde langsam das Vertrauen wieder aufbauen, indem du z.B. Ressourcen kontrollierst und zuteilst und sie dann z.B. den Knochen nur in deiner Hand knabbern kann (meine Hunde stehen sogar drauf, wenn ich ihnen den festhalte, quasi als Serviceleistung), sie Futter nur aus deiner Hand bekommt etc.


    So verbindet sie deine Hand nicht mit "wegnehmen" sondern mit "geben".


    Wie reagiert sie denn in anderen Beutesituationen, am Futternapf etc?


    Generell solltest du ihr nichts einfach wegnehmen, sondern immer entweder mit eingeübtem Signal oder mit Austauschobjekt. Sorge dafür, dass sie sich in deiner Nähe wieder sicher fühlt.

    Hallo,


    zu den Sprayhalsbändern wurde hier ja schon ausreichend was gesagt, da kann ich mich Steffi nur vollumfänglich anschließen, lass die Dinger bloß weg - und die haben mit Sicherheit zur allgemeinen Komplikation der Situation mehr als beigetragen.


    Zu der Frage warum die Hunde nur etwas zerstören wenn sie zu zweit sind:


    Hunde sind ein wenig wie Kinder, sie bringen sich gegenseitig auf Ideen, kommen beim Toben auf dumme Gedanken, halten sich gegenseitig wach, wo ein gelangweilter Einzelhund evtl nur schlafen würde.
    Oft gibt es auch einen "harmlosen" Hund und einen Aufrührer, seit wir den bei unseren dreien identifiziert und diesen Hund ganz speziell trainiert (also ganz normal mit Geduld und Konsequenz ans Alleinsein gewöhnt) haben, haben wir das Problem nicht mehr.


    ...und wenn sie kein Leckerli bekommen:
    Wenn sie gar nichts knabbern, kommen sie oft gar nicht auf die Idee zu knabbern. Deshalb: wenn du ihnen was dalässt, dann etwas, was sie die ganze Zeit über auf Trab hält, z.B. so Holzspiele wo sie sich das Leckerli erarbeiten müssen oder einen Kong gefüllt mit Leckerli oder richtige Knochen, wo sie lange mit zu tun haben.


    Auch möglich: einer rafft alle Leckerchen zusammen und der andere muss zugucken und vergeht sich dann vor Gier an anderen Sachen.


    So einen "Fall" hatten wir auch mal, wo ein (ziemlich kleiner!) Pflegehund sich ALLE Kauknochen gehamstert hatte und die anderen dann lange Gesichter gemacht haben.

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