Beiträge von Floydie+Duran

    Ein Hund gehört zur Familie und sollte auch mit ihr wohnen dürfen.
    Das wurde hier schon soooo oft betont, und das wirst Du wohl jetzt auch noch 20 mal hören, in diesem Thread.

    Abgesehen davon habt Ihr Euch zum Ausquartieren ja nicht gerade eine wetterfeste Rasse ausgesucht.
    BX haben für meinen Geschmack zu wenig Fell, um sich bei diesen Temperaturen draussen wohl zu fühlen.

    LG

    Ich finde diesen Thread toll, äusserst lehrreich und sehr konstruktiv.

    Ich philosophiere mal ein bisschen, obwohl ich das ja eigentlich nicht so tue :-)

    Zeit.
    Ich denke, das ist der Hauptgrund für die Unzufriedenheit vieler Hundehalter.
    Fast alle Menschen denken, dass der Hund in jungen Jahren erzogen und ausgebildet wird, und dann muss er für den Rest seines Lebens 'funktionieren'.
    Das ist die Illusion, die ich ALLEN meinen Kunden im ersten Kontaktgespräch nehme.

    Für mich ist das Training meines Hundes gleichzeitig mein Training an mir. Ich lerne, mein Hund lernt.
    Wir entwickeln uns weiter, gemeinsam.
    Jeden Tag gibt es etwas neues zu entdecken und neue Dinge zu lernen.
    Und nebenbei lerne ich, mit den Pöbeleien meiner Mitmenschen umzugehen. Die sind mir mittlerweile sowas von egal. 'Malfollados' nennen wir die hier. Ich übersetz das jetzt nicht :D

    Niemand kann mir so viel beibringen, auch über mich, wie mein Hund und die Hunde, die ich aus beruflichen Gründen kennenlernen darf.

    Und wenn ein Hundeleben vorbei ist, dann denkt man: 'Mensch, wir haben doch gerade erst angefangen Spass zu haben......'

    LG
    Chrissi

    Silvia
    DAS Bild ist ja mal geil ! Vor allem Face im Hintergrund :lachtot:

    Terry
    Danke, Du sprichst mir aus der Seele. Du drückst es so schön diplomatisch aus.
    Wenn einer meinen Hund erzieht, dann bin das ich. Und sicher nicht mit schmerzhaften Methoden.

    Ich gehöre auch eher zu der Halsbandfesthalte-und frag-wem der gehört-Liga. Völlig egal, welche Rasse und Grösse.

    Und ja - Zeit. Das Zauberwort. Geduld und Zeit und sich über Fortschritte freuen, statt sich die Rückschritte sehr zu Herzen zu nehmen.
    ;)

    LG
    Chrissi

    Ich seh schon, was für mich kein Problem ist, ist für Euch der Horror.

    Vllt. hat das auch mit der Wohnsituation und der Mentalität zu tun.

    Ich lese jedenfalls weiterhin mit, mal sehen, was noch so an guten Tipps kommt.

    Huschkiesch - sind das die, die für die Huschpuppysch Schuhe Werbung gemacht haben ??????
    ;)

    Chrissi

    Hmmmmmm, vielleicht sehe ich das ganze aus der falschen Perspektive.
    Mag schon sein.

    Kann man sich denn nicht einfach zwischen Hund und Eiteitei stellen, mit
    dem Rücken zum Eiteitei und dem den Ar*** zuwenden ?
    So kontrolliert man auch gleichzeitig den Hund und es kommt kein Streichel-
    kontakt zustande.
    So übe ich es mit den Kunden, die ich mit Freu-Hunden hab.
    Es klappt eigentlich ganz gut, wenn man sich Zeit lässt und gleichzeitig den
    Grundgehorsam auch in Ablenkung festigt.

    Und, Angela, das mit dem Knie bereits hochgezogen, als Abwehr, sehe ich
    auch als ok an.
    Aber 'beherzt das Knie hochziehen' ist bei mir was anderes :/

    LG Chrissi,
    die froh ist einen arrogant-ignoranten Begleiter an ihrer Seite zu haben.

    Zitat

    oder wie ich es bei fremden hunden mache einfach mal beherzt das Knie hochzieht.

    :schockiert:
    Das würdest Du bei meinem Hund ein einziges Mal machen, dann hättest Du den Rest Deines Lebens keine Lust mehr, Deine Knie zu bewegen.

    Ich persönlich finde das ganze Getue um Nichtkenner und Nichthundebesitzer und Eiteitei-Leute reichlich - ähem - arrogant, oder wie war das Wort, das hier schon fiel ?

    Manche Menschen haben halt eben eine andere Einstellung oder eben keine Ahnung auf diesem Gebiet. Deshalb muss man sie aber nicht als dumm bezeichnen oder sie anraunzen.

    Ich würde das ganze als Herausforderung sehen, mit meinem Hund dahingehend zu trainieren, dass er eben genau solche Leute ignoriert.
    Das tu ich auch. Hier in Madrid werden alle Hunde ständig von vielen Leuten betatscht, gerufen, im Vorbeilaufen angegrabscht, angeschnalzt, usw.
    Floydie hat mal ein Besoffener an die Ei*** gefasst.

    Nuja, so ist unsere Welt eben. Leben und leben lassen. Wir müssen miteinander auskommen. Und als HH haben wir eben die Aufgabe, uns diesen 'Liebhabern' zu stellen und unsere Hunde zu erziehen.

    Dafür tolerieren andere Leute eben das eine oder andere Häufchen, ohne gleich ein Spektakel draus zu machen.

    LG
    Chrissi

    Huhu Venus' Frauchen !

    Bisher hab ich immer nur still mitgelesen, ich finde dieses Thema sehr interessant, da es auch einige meiner Baustellen berührt.
    Daher mag ich auch zu Deinem eigentlichen Problem nicht viel sagen, ich lese lieber die guten Tipps der anderen.

    Aber eine Frage habe ich an Dich:
    Kannst Du mir mal den Unterschied zwischen 'kann-Kommando' und 'muss-Kommando' sagen, bzw. Deine Definition beider Dinge ?

    Ich meine, bei mir 'müssen' alle Kommandos ausgeführt werden, sonst wären es ja keine, sondern Vorschläge meinerseits.

    LG
    Chrissi

    Huhu !

    Ich finde das Verhalten auch relativ normal, würde es aber auch nicht einfach so durchgehen lassen.
    In einer gemischten Junghundegruppe würde sich das wahrscheinlich ohne Eingreifen unter den Hunden selber regeln.

    Bei Einzelbegegnungen bist Du als Leitfigur meiner Meinung nach für das Splitten verantwortlich.

    Ich würde ein Abbruchsignal einführen. Zuerst bei 'normalen' Begegnungen, bei denen er sich nicht aufplustert und somit auch leichter abrufbar ist. Lass die Begegnungen eben nicht auf 'natürliche' Art zuende gehen, sondern brich sie einen kleinen Moment vorher ab und belohne das befolgen Deines 'Vorschlages'.
    Hundi merkt sicher mit der Zeit, dass Du die Übersicht hast und es sich für ihn lohnt, auf Deine Vorschläge einzugehen, nämlich weitergehen.

    Und mit der Zeit würde ich dieses Abbruchkommando dann auch bei konfliktiven Begegnungen einsetzen, immer dann, wenn der andere Hund klares Unwohlsein und Beschwichtigung zeigt.
    Ich würde es nicht direkt als 'Kommando' geben, sondern mehr als Vorschlag. Versuchen, den Hund in diesen Situationen anzuleiten und ihm Alternativen anzubieten, die er später mit wachsender mentaler Reife übenehmen kann.

    Kastration finde ich in diesem Fall nicht gut und eher kontraproduktiv.

    LG
    Chrissi

    Ich find das Thema auch toll.
    Mal sehen, ob ich bei uns im Club mal sowas mit ein paar Leuten anfangen kann.

    Momentan mache ich mit Duran nur Spielzeugsuche, die ich aber auch versuche etwas kompliziert zu gestalten. Ich verstecke das Speilzeug unter dem Waldboden oder laufe nur bis zu einem gewissen Punkt und schmeisse es dann noch gegen den Wind weg.
    Es ist faszinierend, dem Hund beim suchen zuzusehen, und helfen musste ich ihm noch nie.
    Zielobjektsuche finde ich auch noch toll, für Leute, die kein 'Team' zusammenbekommen.
    Und Mantrailing würde ich ja auch gerne anfangen.

    Jetzt weiss ich auch, warum das Mantrailing heisst. Corinna hat's ja gut beschrieben:
    Da läuft ein Hund durch die Innenstadt und hat einen 'man trailing' hinter sich :D

    LG
    Chrissi

    Hallo Björn,

    ich hab hier ja auch so einen Unsicherheits-Stänkerer, von dem ich viel gelernt hab und immer noch viel lerne, da er mein erster Stänker-Hund ist :D

    Wenn ich keinen Bogen laufen kann und der andere Hund gross und 'bedrohlich' ist und in 'unser' Feindbild passt, gibt's bei mir ein klares Kommando zum hinsetzen oder abliegen, während der andere Hund vorbeigeht. Ich stehe dabei auch immer zwischen den beiden und blockiere. Duran darf den anderen ruhig anschauen.
    Futter würde er in diesem Moment nicht annehmen. Daher übe ich schon einen gewissen Druck aus (körperlich), der sofort nachlässt, wenn Duran sich etwas entspannt.
    Anders geht's nicht. Ich hab vieles probiert, aber die Kontrolle behalte ich nur so. Und es wird langsam etwas besser.

    Bei kleinen Hunden, die bis vor ca. einem halben Jahr auch noch Zündstoff waren, beutze ich jetzt unser 'weiter' Kommando, während wir beide zügig vorbeilaufen, ich in der Mitte zwischen beiden Hunden.
    Dieses Wort habe ich beim Canicross und Bikejören eingeführt, damit wir an Zäunen mit Bellenden Hunden, Eichhörnchen und Katzen einfach so vorbeirennen können, ohne dass ich mit dem Fahrrad im Matsch liege.
    Ich benutze das beim Spazierengehen auch an Ecken, wo Duran nicht das Bein heben soll.

    Und jetzt eben auch bei Hunden, die nicht ganz so gefährlich sind.
    Vielleicht sogar irgendwann bei grossen Hunden.

    K.A., ob Dir das als Idee weiterhilft. Aber ich finde dieses Kommando äusserst nützlich, sobald der Hund es richtig verstanden hat.

    LG
    Chrissi