Beiträge von Floydie+Duran

    Ich würde erstmal gar nicht mehr ohne Schleppleine in den Garten gehen.

    Dann kannst Du, sobald (besser noch: bevor) sie losstarten will,
    sofort einwirken und darauf bestehen, dass sie zu Dir kommt, wo es ja dann
    Leckerli für sie gibt.
    Mit der Zeit konditionierst Du sie dadurch um.
    Wichtig ist Zeit und kein EINZIGES mal mehr zulassen, dass sie bellend
    bis zum Zaun kommt.

    Im Haus musst Du üben, mit einer Person, die nur draussen steht und klingelt,
    ohne dass Du zur Tür gehst.
    Jeden Tag mehrere male.

    Wenn`s dann "richtig" klingelt, Hund an der Tür festhalten und während Du
    aufmachst, ablenken und Leckerli geben.

    Ich würde sie nicht wegsperren. Das würde ihre Reaktion und das Gebelle
    nur verschlimmern, weil sie frustriert wäre.

    LG
    Chrissi

    Zitat

    Sieht sie besonders einen größeren Hund (meine ist knapp Kniehoch) pirscht sie sich richtig an. Sie geht nur noch ganz langsam, und ist der andere nichtmehr weit weg, stürmt sie aggresiv auf ihn zu. Sie schnappt dann und kläfft ihn an. Es kommt einem so vor, als hätte sie einfach angst. Aber geht dann der Hund weiter, schnuppert sie hinterher.


    Das hört sich für mich so an, als ob Deine Hündin ihr angsteinflössende
    Situationen alleine meistern müsste.
    Sie würde sich mit Sicherheit viel entspannter fühlen, wenn Du sie
    rechtzeitig aus der Situation nehmen würdest, damit sie den anderen
    Hund gar nicht erst "vertreiben" muss.
    Zudem hat sie ja mit ihrem aggressiven Verhalten schon Erfolg gehabt,
    wodurch sich das in Zukunft noch verschlimmern sollte.

    Zitat


    Klopft oder klingelt es an der Tür, stürmt sie mit einem rießen Tempo dorthin.


    Soweit sollte es gar nicht kommen.
    Du solltest mit ihr trainieren, dass die Klingel oder Klopfen für sie
    bedeutet, dass sie schnellstens zu Dir kommen muss.
    Meine Freundin mit Tibbi-Hündin hat das so konditioniert, indem sie
    draussen jemanden bat, öfter zu klingeln, und sie währenddessen
    auf dem Fussboden sass und Leckerli um sich verstreut hat.

    Mittlerweile klingelt's bei denen und die Hündin kommt sofort zu ihr
    und wartet auf ihr kleines Leckerli-Spiel.
    Dadurch ist sie viel lenkbarer geworden, kommt gar nicht erst in die
    "Bell-Wut" rein und die Besucher können sie nicht als erste begrüssen,
    weil sie nicht mehr als erste zur Tür kommt.

    So kontrollierst DU die Situation, nicht der Hund. Finde ich wichtig.

    Zitat

    Wittert Cindy einen, stürmt sie wie eine Rakete zum Zaun und bekläfft den Hund, bis dieser außer Reichweite ist. Den Garten selbst "beschützt" sie auch wie unsere Wohnung.


    Das ist für mich ein absolutes No Go.
    Ich würde meinem Hund niemals erlauben, meinen Garten oder mein
    Haus zu beschützen. Wo kommen wir denn da hin ? :^^:

    Auch hier würde ich mit Hund und langer Leine in den Garten gehen
    und bei "Feind-Sicht" ranrufen und Leckerli geben, solange sie bei Dir
    und schön ruhig ist.

    LG
    Chrissi

    Nee, les ich ja jetzt erst....

    ANAA ist in Madrid.
    Die haben zwar auch Kontakte nach Valencia, wird aber wohl schwierig.

    Hunde in Spanien werden durchaus auch mit Halsband ausgesetzt.
    Wenn er ihr nachläuft, geh ich mal davon aus, dass er ausgesetzt wurde.

    Auf jeden Fall muss er von der Strasse weg, sonst wird er entweder
    überfahren, oder die Polizei sammelt ihn ein, was nicht gut wäre.

    Hier die Adresse von einigen wo sie mal anrufen kann:

    SVPAP
    Sociedad Valenciana Protectora de Animales y Plantas
    Sede y Clínica. C/ Palleter, 63 – 46008 Valencia
    Tels.: 96 384 41 82 – 96 384 11 54 – Fax: 96 384 32 90
    Centro Adopción Animales (CAA). Tel.: 96 340 02 40 – Fax 96 349 07 15

    SPAG Godella:
    Teléfonos:
    Entre semana:
    646 678 386 (Horario de llamadas de 9.00 a 14.30 horas)
    619 88 34 77 (Horario de llamadas de 17.00 a 22.00 horas)
    619 88 13 70 (Todo el día según disponibilidad laboral)
    Los fines de semana y festivos los tres teléfonos están operativos de 9:30 a 22:00 horas
    Email: [email='godella@protectora.org'][/email]

    Refugiocan:
    651 486 606

    Fauna y Flora SOS:
    por telefono:
    Maria Julia: 610 574 195
    Paqui: 635 728 386
    Virginia: 639 481 951 (SOLO POR LAS TARDES)

    APAD'AL.(Asoc.Prot.Anim.de Alzira):
    Contacto: 654.07.34.94 y [email='apadal@alzira.net'][/email]
    WEB: http://alzira.net/apadal

    ARCADYS Valencia
    Contacto: 96 373 91 05
    WEB: http://www.arcadys.org

    ASOC. PROTECTORA DE ANIMALES DE CARCAIXENT
    Carcagente - Valencia
    Contacto: 666 931 978
    WEB: http://www.protectoradecarcaixent.com

    Aber es wird schwierig werden für den Kleinen was zu finden.
    Leider sind die privaten Tierheime chronisch überfüllt und gehen meist
    gar nicht erst an's Telefon.

    Ganz viel Glück wünsche ich Euch,
    lasst den kleinen nicht alleine !

    Gruss
    Chrissi

    Hallo !

    Ich hab auch einen Podenco-Mischling.

    Ganz wichtig finde ich Laufarbeit.
    Ich mache Zugsport, aber man kann auch ohne Ziehen Fahrradfahren
    und Joggen gehen.

    Ausserdem eine Alternative zum (alleine) jagen.
    Solange ich mit Duran 'jagen' gehe (Such- und Schnüffelarbeit),
    geht er alleine nicht los.

    Jegliche Art von Hetzen (Rennbahn) würde ich lassen,
    da der Hund dadurch nur dafür belohnt wird,
    sich von Dir zu entfernen und selbständig jagen zu gehen.

    Für uns klappt hervorragend eine Mischung aus Lauf- und Nasenarbeit.

    In Wildreichem Gebiet allerdings nur mit Leine :-)

    LG
    Chrissi

    Das hier macht mich doch sehr nachdenklich.

    Menschen wie 'santi' oder der Doggenhalter, der Chandro trat, laufen mir
    ab und zu über den Weg. Merkwürdigerweise gehäuft in Deutschland.
    In Spanien sind die Leute lockerer drauf und grinsen sich oft einfach einen,
    wenn zwei Rüpel mal aneinander geraten.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kombination 'unsicherer Hund'
    und 'aggressiver Halter' oft eine explosive Mischung ist.
    Normale 'grummel'-Situationen werden dann plötzlich zu Beissereien
    und Hund-Hund sowie Halter-Halter gehen aufeinander los.

    Was soll denn ein unsicherer Hund lernen, wenn er sein Vorbild so
    aggressiv abgehen sieht ?
    Als ich Duran übernommen habe, war er sehr unsicher und aus diesem
    Grunde oft provokativ und auch aggressiv. Ein richtiger Stänkerer und Pöbler.

    Ein bisschen ist er das immer noch, aber er hat erkannt, dass ich immer
    ruhig bleibe und wenn möglich versuche, ihn aus blöden Situationen rauszuhalten.
    Da er fast immer der Aggressor ist, muss ich vorausschauend sein und
    ihn rechtzeitig bremsen, bevor er andere Hunde anpöbelt.
    Sollte das mal nicht klappen, ignoriere ich das Gehample des anderen Halters
    und nehme Duran ruhig weg.

    Gerade vor kurzem war so eine Situation, im Nachhinein muss ich lächeln.
    Einer von Duran's 'Feinden' kam uns entgegen. Ich hatte die Leine nur über
    einem Finger liegen und er raste los, direkt auf den anderen Hund zu.

    Der Halter des anderen Hundes stellte sich vor seinen Hund und brüllte
    Duran so richtig laut 'A****loch' entgegen. Mehrmals.
    Duran wurde unsicher, versuchte aber nach wie vor um den Mann rumzukommen.
    Nuja, als ich da ankam, musste ich an dem Mann vorbei, um an meinen Hund
    ranzukommen. Er war so in seine Schimpftiraden vertieft, dass er mich
    nicht hörte. Also nahm ich ihn fest an den Armen und sagte laut 'tschuldigung, darf ich mal ?'.
    Danach blieb er dann stehen und ich konnte Duran festhalten.

    Wir mussten dann beide grinsen, weil die Situation so absurd war.
    Er kennt Duran und weiss, dass er nur pöbelt, aber nicht beisst.
    Er hatte sich nur so sehr erschrocken und versucht Duran mit Gebrüll
    in Schach zu halten.

    Normalerweise habe ich Duran (fest) an der Leine und bei Sicht dieses
    Hundes muss er sich hinsetzen und ruhig verhalten, bis dieser vorbei ist.

    Anderer Fall:
    Ein Kunde von mir mit Westy, 1 Jahr alt, Pöbelt rum.
    Kunde meinte, sein Hund sei voll aggressiv und beisst andere Hunde.

    Nach Analyse und einigen Spaziergängen stellte sich raus, dass der Hund
    auch nur unsicher ist und Kunde bei Hundebegegnungen grundfalsch reagierte
    und so die Attacken auslöste.
    Meist kamen sich dabei dann auch noch die HH in die Wolle und gingen
    aufeinander los. Sch**** Situation.

    Wir haben also Hundi an die 10-m Leine genommen und sind in den Park.
    Beide HH waren komplett gestresst, weil sie das Schlimmste befürchteten.

    Hier in den Parks laufen fast alle Hunde frei, so dass wir schon am ersten
    Tag mit der Schleppleine so ca. 10 Hundebegegnungen hatten.

    Keine einzige lief aus dem Ruder, da die Besitzer der anderen Hunde oft
    weit weg waren, wir auch weit weg, am anderen Ende der SL blieben,
    und Hundis ganz alleine klar kommen mussten.
    Solange ich sehen konnte, dass beide Hunde der Situation gewachsen
    waren und keiner Angst zeigte, liess ich sie gewähren.
    Nix passierte. Westy war nur glücklich endlich wieder andere Hunde normal
    begrüssen zu dürfen.

    Ein oder zweimal trafen wir auf ängstlichere Hunde oder genervte Hündinnen,
    wo wir dann Westy klar anzeigten, dass er weiterlaufen soll und den anderen
    Hund in Ruhe lassen, was er auch ganz ok fand.

    Der einzige Auslöser für die temporäre Aggression dieses Hundes waren
    seine verkrampften Besitzer gewesen.

    Mittlerweile brauchen die Leute meine Hilfe nicht mehr und lassen ihren
    Hund mit bestimmten Hunden im Park auch rennen.

    Ich bin immer der Meinung dass unsere Hunde so reagieren, wie wir es
    ihnen vormachen.
    Wenn ich schreie und trete, zeige ich meinem Hund doch nur, dass ich der
    Situation nicht gewachsen bin und unsicher-aggressiv reagiere.

    Entweder er bekommt dadurch noch mehr Angst und wird noch unsicherer,
    wodurch sich die Wahrscheinlickeit erhöht, dass er noch öfter von anderen
    Hunden angegriffen wird.
    Oder er wird selber aggressiv, da ich nicht fähig bin, solche Situationen
    ruhig zu regeln.

    Hunde pöbeln und grummeln nun mal. Das ist ein Teil ihrer Kommunikation,
    zumindest, solange sie noch jung sind kommt das öfter mal vor.

    Da sollte ich als souveräner erwachsener Mensch eigentlich drüber stehen.
    Auch wenn an meiner Leine der angepöbelte Hund hängt, nicht nur wenn
    ich den Pöbler habe.

    LG
    Chrissi