Das ist schon richtig, ich weiss, wie Du das meinst, Tanja.
Ich arbeite aber auch mit solchen HH, benutze aber die Terminologie
'Dominanz' und 'Unterordnung' nicht, da sie selbst von diesen Menschen
oft falsch verstanden wird.
Man muss aber - denke ich - auch die Umstände sehen, unter denen Hunde
in den U.S.A. und hier in Europa leben.
Bei Euch ist es sehr wichtig, den Hund unter Kontrolle zu haben.
Die meisten Hundetrainer arbeiten daher auch nach dem - für mich extremen - Kontroll-Prinzip.
Es gibt wenig Freiheiten für Hunde und ihre Halter. Leinenpflicht ist überall.
Daher ist es für die meisten Halter schwierig, ihren Hunden ein artgerechtes Leben zu bieten.
Ich finde César's Ansatz gut. Er möchte den Menschen wieder ein Stück
Hundenatur näher bringen. Und das schafft er oft auch.
Ich finde es erschreckend, wenn Leute auf die Frage nach der Häufigkeit
der Spaziergänge ihrer Hunde mit 'so zweimal pro Woche' antworten.
Millan schafft es, in diese Hundeleben wieder Bewegung und Struktur zu bringen.
Dadurch klappt das Miteinander wieder besser und viele Hundeleben können so gerettet werden.
Ich sehe es ja hier auch täglich wieder auf's neue.
Man muss immer Kompromisse eingehen, da man nicht von den Menschen
verlangen kann, für ihre Hunde super-optimale Bedingungen zu schaffen.
Die Hunde der meisten meiner Kunden sind tagsüber bis zu 10 Stunden alleine zuhause.
Ich muss da eben das beste draus machen.
Und das schafft Millan auch sehr gut, denke ich.
LG
Chrissi