Beiträge von Floydie+Duran

    Hmmm.
    Vielleicht liegt's daran, dass er bis jetzt noch nicht gelernt hat,
    was eine Hündin, ob nun läufig oder nicht, ist.

    Wenn Du Menschenjungens fast ohne Kontakt zu Mädchen
    und älteren Frauen (in Erziehungsfunktion) aufwachsen lässt,
    dann entwickeln die auch ab und zu obsessives sexualverhalten.

    Ich würde ihm als allererstes mal das Stofftier wegnehmen.
    Und gleichzeitig so viel Kontakt wie möglich zu älteren Hündinnen suchen,
    die natürlich sozialverträglich sein sollen.

    Er muss lernen, mit seiner Sexualität umzugehen,
    das konnte er bisher noch nicht.

    Ich frag mich nur, wie er denn so durch die Pupertät gekommen ist...
    :???:

    Kannst Du uns da noch irgendwie was zu schreiben ?

    LG
    Chrissi

    Das mit der Distanz meinte ich so, dass ich Duran ableine und er erstmal
    weeeeeeeit weg rennt.
    Er kommt dann sofort zurück, weil er weiss, dass wir tolle Sachen arbeiten.
    Aber es hat gedauert, bis ich ihn soweit hatte.

    Der perfekte Spaziergang für ihn sähe so aus:
    Ich gehe eine Distanz von 5 - 10 km spazieren und er rennt derweil
    jagend durch's Unterholz, so im Umkreis von 200m um mich rum,
    weiss aber immer ganz genau, wo ich bin.
    Haben wir alles schon hinter uns :D
    Inklusive Kaninchen hetzen, töten und mir vor die Füsse schmeissen.

    Ich würde mit dem Welpen schon immer körpernahe Spiele auf dem Spaziergang machen,
    niemals Bälle werfen oder Rennspiele machen.
    Suchspiele MIT Dir zusammen (nicht Hund einfach so lossuchen lassen),
    Hühnerhälse ins Unterholz werfen und dann anzeigen,
    als ob Du die gerade gefunden hättest.

    Ich würde mir ein gutes Buch zum Antijagdtraining kaufen, jetzt schon,
    damit Du von Anfang an ein gewünschtes Verhalten aufbauen kannst.
    Und ich würde mir gute Ersatzaufgaben ausdenken, die einen Vollblutjäger zufriedenstellen.

    LG
    Chrissi

    Ich bin zwar nicht Tamee,
    aber Duran's Jagdtrieb haben wir relativ gut mit
    Canicross und Mantrailen im Griff.
    Dummytraining will ich jetzt anfangen, mit dem Preydummy.

    Was mir aber immer wieder bei Podencos auffällt ist,
    dass sie gerne in sehr kurzer Zeit viel Distanz zwischen sich und Mensch bringen,
    auf den Spaziergängen.
    Da würde ich also bewusst schon im Welpenalter dran arbeiten.

    Aber ich denke, wenn Du ein bisschen Ahnung hast und gerne mit dem Hund arbeiten willst,
    kann ein Podenco ein ganz toller Hund sein.
    Vor allem im Haus oder in der Wohnung sind es faszinierende und sehr ruhige Hunde.

    LG
    Chrissi

    Ich hatte hier vor ca. einem halben Jahr einen fast identischen Fall.
    (Es waren weniger Kinder im Haus. Handelte sich nur um Mutter und zwei Töchter).

    Die Prognose ist oft schlecht in solchen Fällen,
    weil der Teil der Familie, der gegen den HT ist, meist nicht oder nur
    halbherzig mitarbeitet, und das auch nur, solange der HT nach hause kommt.
    Danach fällt alles wieder in's alte Schema.

    Wichtig wäre hier zu wissen, WARUM Deine Mutter gegen den HT ist.
    Wenn sie befürchtet, dass dadurch ihre eigenen Fehler aufgezeigt werden,
    und klar wird, dass sie sich ändern muss, damit der Hund sich ändern kann,
    dann ist die Prognose relativ schlecht.

    Ich habe aber schon oft erlebt (im o.G. Fall war es so), dass die Mutter einfach
    Angst vor einem HT hat, weil man sich diese Menschen oft noch mit
    Stachelhalsband und e-Halsband vorstellt.
    Diese Menschen wollen ihren Hund einfach nicht leiden sehen,
    und sind davon überzeugt, dass Hundi unter Schmerzen lernen muss.

    In diesem Falle ist die Prognose sehr gut.

    Im ersten Falle fange ich gar nicht erst mit irgendwelchen sinnlosen Stunden an,
    sondern verweise direkt an den TA mit Fachgebiet Verhaltenstherapie.
    Das ist meistens eine Autorität, die auch zu den resistenten Mitbürgern durchdringt. :D

    Im zweiten Falle fange ich mit einem langen Gespräch mit allen Familienmitgliedern an,
    in dem ich klarstelle, dass die Mitarbeit aller wichtig ist,
    um dem Hund das Leben zu retten.
    Dann mache ich eine gaaaaanz einfache Übung mit dem Hund,
    wie z.B. 'komm', oder 'sitz'.
    Alles mit leiser Stimme und Leckerli.
    Dadurch überzeuge auch die Zweifler davon,
    dass ich dem Hund nicht an den Kragen will,
    und hab somit den Fuss in der Tür.
    Der Rest ist einfach. Und klappt auch meistens ganz gut,
    solange alle mitarbeiten und allen bewusst ist, dass sie den Rest des
    Hundelebens weiterarbeiten müssen.

    Diese beiden Beispiele sind Idealfälle.
    Die gibt's aber nicht so oft, leider.

    Ich würde Deine Mutter nicht überrumpeln mit einem HT,
    der auch noch 'versteckt' in's Haus kommt.
    Sowas würde ich als HT nicht mitmachen.
    Sie würde dann eventuell abblocken, denke ich.

    Ich würde sie überzeugen, indem Ihr die Kosten übernehmt,
    somit entscheidet, dass der HT in's Haus kommt,
    und Eure Mutter erst mal nur zusehen lasst.
    Sie soll selber entscheiden, wann und wie weit sie sich einbringt.

    Wenn der HT gut ist (lass Dich hier im Forum beraten !!),
    dann überzeugt er sie. Ganz sicher.

    LG
    Chrissi

    Sicher gibt's Podencos und deren Mixe,
    die durchaus frei laufen können und keinen Jagdtrieb haben.

    Ich würde mich aber eben nicht darauf verlassen,
    dass genau dieser Hund so wird.

    Erst recht nicht, wenn 'ein Leinenhund nicht in Frage kommt'.

    Ich würde unter diesen Umständen eher einen erwachsenen Hund suchen,
    der in einer Pflegestelle ist, und bei dem man schon in etwa sagen kann,
    wie er ist und welchen Jagdtrieb er hat.

    Duran hab ich mit 2 Jahren übernommen, und ich wusste vom ersten Tag an,
    auf was ich mich einlasse und wieviel Arbeit da drin steckt.
    Heute muss ich allerdings sagen, ich war damals ein bisschen grössenwahnsinnig
    und würde heute sicherlich einen einfacheren Hund wählen.

    LG
    Chrissi

    Zitat


    und sind podencos wirklich so viel schwieriger zu erziehen als galgos?

    Das kommt auf Dein Engagement an :D

    Generell finde ich persönlich es ziemlich schwierig,
    einem Podenco in Deutschland mit all den Einschränkungen,
    die bei Euch die Hundehaltung mit sich bringt, gerecht zu werden.

    Ich hab einen halben Podenco und in Deutschland wäre für ihn
    Freilauf auf nicht umzäunten Wiesen ziemlich unmöglich.

    Grüssle
    Chrissi