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Hallo Leute!
Der Jack Russel ist ja unheimlich sportlich und extrem aktiv. (vielleicht einen Tick zu aktiv)
Wie verhält sich das beim Zwerpinscher? Wie könnt Ihr aus der Erfahrung heraus die Wesensmerkmale dieses Hundes beschreiben?
Ich habe einen roten Zwergpinscher-Mix. Die Hündin ist ebenfalls sehr sportlich, unglaublich verspielt und aktiv, aber wesentlich führiger als ein Jackie, der als Terrier doch den typischen Dickkopf hat und für Anfänger imho nur bedingt geeignet ist. Im Haus ist sie ruhig, ganz verschmust und sie bellt nicht, nicht mal wenns klingelt. Meine Nachbarn sind ganz angetan und sie ist sehr beliebt, auch weil sie sich den Nachbarskatzen gegenüber neutral verhält.
Sie lernt schnell und leicht und hat einen großen "will-to-please".
Von anderen Zwergpinscher-Haltern weiß ich, dass diese Hunde robust, ausdauernd und wenig krankheitsanfällig sind (von guten Züchtern gezogene Tiere), sie sind verträglich und sehr anhänglich. Man muss sie nur behandeln wie einen ganz normalen Hund und nicht wie ein kleines Püppchen, dann hat man sehr viel Freude an den quirligen kleinen Kerlchen.
Meine Mitmenschen sind immer wieder erstaunt, wie gut meine kleine Dame hört, wie gut sie mit anderen Hunden kann und wie sportlich sie mich am Fahrrad begleitet. Natürlich muss man langsam fahren, sie ist ein kleiner Hund mit kleiner Schrittlänge, aber bis jetzt hat sie sich innerhalb von 2 Monaten auf etwa 6 km traben (ohne Leine) am Rad gesteigert, ohne dass sie Ermüdungserscheinungen zeigt. 10 km schaffen wir bis Ende der Schönwettersaison sicherlich noch. Frau Schmitt spielt anschliessend noch ausgiebig und ausgelassen mit ihren Freundinnen, da sind also noch jede Menge Reserven vorhanden. Joggen könnte man also ohne Probeme auch längere Strecken.
Wir spielen Ball, Frisbee und machen ein bisschen Dummyarbeit, im Herbst will ich mit Flyball anfangen (sie ist im November 2 Jahre alt)
Ich mache mit ihr Trickdogging, sie lernt leicht und sehr gern.
Außerdem ist sie furchtbar verfressen, stopft alles rein, was es gibt. Anfänglich hat sie das barfen mit rohem Gemüse nicht so ganz gut vertragen (ich habe das Gemüse dann einfach erst mal gedünstet), aber mittlerweile ist dünner Kot oder gar Dünnschiss gar kein Thema mehr. Das Weib hat einen Magen wie ein Schweinchen.
Ein bisschen Jagdtrieb hat sie, der erschöpft sich aber - wenn überhaupt - im höchstens 30 Meter lang Hasen verfolgen, dann wird es ihr zu blöd.
Bisher habe ich sie noch nie gebadet, obwohl sie sich mit Genuss in Stinkekram wälzt, vor allem steht sie auf Vogelkacke. Ich geh dann mit ihr heim und putze sie gründlich mit in einem Eimer Wasser mit Hundeshampoo nassgemachten Mikrofasertuch, trockne nach und fertig ist die Laube. Normalerweise rubble ich sie einmal am Tag (ausser bei Matschwetter, da dann nach jedem Rausgehen) mit einem feuchten großen Mikrofasertuch 3 Minuten lang gut ab. Sie riecht überhaupt nicht, mir ist wichtig, dass sie sauber ist, weil sie im Bett unter meiner Decke an meinen Bauch gekuschelt schläft, da kann ich keinen Stinker gebrauchen.
Meine Mitmenschen reagieren außerordentlich positiv auf sie, vor allem Kinder, die sie gern streicheln, was sie sich auch gern gefallen lässt.
Ich habe seit etwa 30 Jahren alle möglichen Hunde, große und kleinere, Frau Schmitt ist bisher der kleinste, aber der netteste, pflegeleichteste. Der nächste Hund, bzw. wenn es mal ein Zweithund sein sollte, wird ein reinrassiger Zwergpinscher sein. Eine Hündin. In rot. 