Ich hatte für meine DSH früher auch einen Zwinger in dem ich sie zeitweise (nur tagsüber und dann mit Unterbrechungen) untergebracht habe. Wenn das keine Dauerlösung ist, finde ich das nicht schlecht.
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Nagut, jetzt meine Fragen:
1. Welches Material würdet ihr am ehesten empfehlen? (nicht zu teuer - bin ja dann eine arme Studentin *gg*)
2.Wenn man den Zwinger direkt ans Haus anbaut, sollte man alle vier Wände aufbauen und dort wo die Tür ist ein Loch in die Wand machen oder ist es besser, nur drei Wände zu machen und die, wo die Tür ist, freizulassen?
Am besten ist natürlich mauern, drei Seiten zu (dann zieht es im Zwinger nicht so, es bleibt schön trocken und auch wg. dem Sonnenschutz), bzw. als Zwinger bsp eine bestehende Garage zu nutzen, die man vorne mit einem Gitter- und einem Türelement zumacht.
Ich hab unseren (freistehenden) Zwinger damals nicht gebaut, das war der GG, zum Material der 3 Wände kann ich also nicht viel sagen. Das Dach war nach hinten abgeschrägt.
Du solltest darauf achten, dass die Wetterseite nicht die vergitterte Seite ist, sonst regnets und schneits permanent rein. Nach Süden sollte es auch nicht vergittert sein, sonst hat der Zwinger im Sommer ständig Sonne und der Hund verschmachtet da drin. Du solltest auch ein Holz o.ä. Element haben, mit dem Du einen Teil des Gitters bei Bedarf zumachen kannst, damit der Hund bei Sonne/Wind/Regen/Schnee geschützter ist. Das Element solltest Du bei Bedarf einfach von außen befestigen können.
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3. Wie tief sollte ich den Zaun/Wand/wasauchimmer in den Boden eingraben, damit bei eventuellen Grabattacken der Wauzi nicht entwischen kann?
Unser Zwinger war mit den Eckpfeilern in großen Eimern mit Beton einbetoniert und die Pfeiler dann entsprechend Eimertiefe im Boden versenkt. Die Wände und das Gitter gingen bis zum Boden und darunter war ein etwa 20 cm tiefer Graben betoniert. Darunter waren senkrecht alte Dachziegel in die Erde versenkt, damit die Hunde sich nicht durchgraben konnten. (haben sie aber nie auch nur versucht)
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4. Ist ein überdachter oder ein nicht überdachter Zwinger besser bzw. wie hoch sollte er dann sein?
Überdacht. Und so hoch, dass man darin bequem stehen kann.
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5. Welches Material verwenden ich am besten für den Boden? Habe an Waschbetonplatten und Wiese gedacht..
Da unsere Hunde nie längere Zeit im Zwinger waren, war der Boden sowas wie ganz grober Sand, bzw. Rheinkiesel. Da bleibt der Boden ja offen und es läuft alles nach unten schön ab (man kann den Boden auch normal beregnen) und der Boden trocknet gut ab und Kacke kann mit einer Schaufel bequem entfernt werden. Allerdings haben unsere Hunde den Zwinger fast nie beschmutzt, weil ich sie immer wieder rausgelassen habe und sie eigentlich nie länger als 4-6 Stunden am Stück drinnen waren.
Wiese ist nichts, bei Feuchtigkeit verwandelt sich die in eine einzige Matschkuhle, vor allem weil Hunde da dann auch buddeln und speziell am Gitter (da die Hunde da ja häufig stehen und rausgucken) schon nach kurzer Zeit kein Gras mehr wächst.
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6. Wie groß sollte der Zwinger insgesamt in etwa sein?
So groß wie möglich, imho mindestens 20 qm pro Hund.
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7. Was sollte in dem Zwinger ausstattungsmäßig alles drinnen sein, damit es meinem Herder an nichts fehlt?
Eine wetterfeste, isolierte Hütte auf einem BetonSockel mit Holzboden (Ein Betonsockel deswegen, weil das Holz sonst Feuchtigkeit von unten zieht, aufquillt und nass und schimmelig wird). Der Betonsockel mit Holzboden sollte deutlich größer als die Hütte sein und vor der Hütte genug Platz bieten, dass sich der Hund ausgestreckt vor die Hütte legen kann.
Die Hütte sollte einen Vorraum haben und innen so groß sein, dass der Hund sich bequem ausstrecken kann, aber auch klein genug, damit der Hund die Hütte mit seiner Körperwärme warm halten kann. Am besten ist ein Flachdach, viele Hunde liegen gern erhöht auf dem Hüttendach.
Am Gitter verschraubte Futter- und Wasserschüsseln. Verschraubt deswegen, damit er besonders die Wasserschüssel nicht im Zwinger herumschmeißen kann und so evtl. ohne Wasser aushalten muss.
Bauzaunelemente kann ich gar nicht empfehlen. Damit haben wir mal einen Teil des Zwingers für Welpen abgetrennt und prompt blieb einer (kein kleiner, schon 5 Monate alt!) mit dem Kopf drin stecken. Ich sag Dir, danach waren wir echt bedient.
ZUm Material der Wände frage ich den GG heute abend mal, wenn er nach Hause kommt.
Edit: Da fällt mir noch was ganz wichtiges ein:
Schau zu, dass der Zwinger nicht von außerhalb des Grundstücks mit der Gitterseite zu sehen ist. Es gibt eine Menge Armleuchter aber vor allem auch Kinder, die sich einen Spaß draus machen, den Hund, der sich vermeintlich ja nicht wehren kann, immer wieder zu ärgern, mit Stöcken und Steinen zu bewerfen.
Das kann bei einem Hund zu solchen Hassgefühlen führen, dass er sich die Übeltäter (oder was danach aussieht bsp. alle Kinder) irgendwann mal greift (oder es versucht) wenn er dazu Gelegenheit hat. Und was dann passiert, kannst Du Dir ja ausmalen.
Schuld ist dann nämlich immer nur der Hund.