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Meinst du das, weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist? Oder warum?
Die Wahrscheinlichkeit auf allergische Reaktionen ist bei Huhn sehr hoch, genauso wie bei Rind. Das hast Du ja bereits gemerkt.
Ich selbst hab Rind und Huhn noch gar nicht verfüttert. Das wird so ziemlich das letzte sein, was ich ausprobiere.
Ich habe die Ausschlussdiät mit meinem Barf-erfahrenen Tierarzt abgesprochen. Meine Hündin hatte ständig Ohrenentzündungen.
Die sind jetzt vollkommen weg.
Da ich mit Frau Schmitt trickdogging mache und dafür Leckerchen brauche, habe ich mich zuerst mal nach einem guten Trockenfutter umgeguckt. Das auch aus dem Grund, dass ich auf jeden Fall darauf ausweichen kann, wenn ich mal wegfahre, krank bin (letztes Jahr war ich drei Wochen im Krankenhaus und sie wurde von verschiedenen Leuten betreut, die keine Ahnung vom Barfen haben) oder sonstwie das Roh-Futter nicht verfügbar ist. Fündig wurde ich bei Lupovet IBDerma. Das verträgt sie super.
Damit habe ich angefangen, das erst mal eine Weile ausschließlich gefüttert.
Dann gabs Pferdefleisch dazu. Super.
Als nächstes gab es Elchfleisch von Petmann dazu. Das bekomme ich relativ einfach aus der Truhe eines Tiermarktes in Heidelberg. Teuer ist das auch nicht, da kostet das kg um 4,50. Das hat sie prima vertragen, keine Probleme.
Also habe ich Pferd und Elch mit Kartoffeln abwechselnd mit dem Trockenfutter gefüttert.
Die nächste Komponente waren Karottenpeletts. Auch prima.
Dann habe ich verschiedene Öle ausprobiert. Auch damit keine Probleme.
Das nächste war Grünlippmuschelpulver (wg leichter Patella). Prima.
Dann wurde ich mutiger: Ich hab Bierhefepulver, Algenkalk (Calciumversorgung) und Spirulina reingemacht. Prima.
Das nächste waren Rote Betepeletts. Auch prima.
Dann Lebertran (wg. Vitamin A Versorgung). Prima.
Dann hab ich ihr Lachs gefüttert (das Lupovet IB Derma enthält als Proteinquelle Fisch und als Kohlehydratquelle Tapiokamehl). Prima.
Als dann gab's Rentierfleisch. Auch aus der Truhe, Preis auch etwa 4,50. Prima.
Dann Hirsch, dann Kaninchen (alles so um 4,50). Prima
Derzeit bin ich bei Schaf (Mix, also mit Innereien), das bekomme ich vom "Hundemetzger", auch das prima. Dazu Hirseflocken mit Kartoffeln gemischt. Prima.
Auch mein TA hat gemeint, dass eigentlich jedes Nahrungsmittel Allergien auslösen kann. In der Regel sind aber die meisten Hunde gegen Getreide und/oder die häufigsten Fleischsorten (und seltener evtl. Fisch/Ei) allergisch. Das sind Huhn, Rind und nicht so häufig Schaf.
Deshalb sollte man mit "exotischen" Sorten anfangen. Kohlehydrate in Form von Kartoffeln zufüttern. Nahrungsergänzungen machen nur selten Probleme, Gemüse fast gar nicht. Da kann man also davon ausgehen, dass es damit nur wenig Probleme gibt.
Milchprodukte lasse ich ganz weg, die sind häufig auch problematisch. Die sind eh nicht notwendig.
Ich würde Dir also raten, Rind und Huhn gar nicht zu füttern. Schaf evtl. später, wenn Du bereits andere Sorten getestet hast. Dann hast Du nämlich noch reichlich Auswahl und kannst abwechselnd füttern. Durch Nahrungsergänzungen und gelegentliche Trockenfuttermahlzeiten sowie Trockenfutterleckerchen kannst Du absichern, dass Dein Hund alles bekommt, was er benötigt.
Ganz wichtig ist, darauf zu achten, dass NICHTS außerhalb des Diätplans dazu gefüttert wird. Kein Leckerchen von Fremden/Freunden/Kindern. Nichts unterwegs gefundenes oder runtergefallene Leckerchen vom Hundeplatz.
Wenn Dein Hund zu weichem Kot neigt, würde ich häufig Karottenpeletts zufüttern. Da wird der Kot schön fest.