Beiträge von Osiris

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    In Zeiten, wo allerdings Plätze frei sind, gibt es in einigen Ländern Tierschützer mit denen zusammen gearbeitet wird, wo dann Hunde aus Tötungsstationen zu ihnen kommen.
    Dies sind dann Hunde, die meist Jung sind, so dass sie in Deutschland gute Chancen haben, vermittelt zu werden und nicht lange im Tierschutz sitzen.
    Bis auf eine Hündin, die sich allerdings als sehr scheu herausgestellt hat, hat es bisher auch immer geklappt und so finde ich gut, dass auch solche Hunde eine Chance bekommen.
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    Da passt jetzt auch wieder mein obiges Post:

    Eines stört mich aber ungemein: Das die Auslandstiere gezielt angekauft werden.
    Muss oder will hier in D jemand sein Tier abgeben, dann muss er bis zu 300 Euro Abgabegebühr pro Hund bezahlen, egal ob der klein und süß und/oder gut vermittelbar ist. Mich wundert nicht, dass da viele Tiere einfach so über's Internet, Zeitung oder o.ä. an wen auch immer verschleudert oder ausgesetzt werden.
    Insofern könnte man da schon auf den Gedanken kommen, dass diese Praxis die Probleme nur verlagert. Aus den Augen aus dem Sinn gewissermaßen.

    Irgendwie hab ich immer mehr das Gefühl, es ginge mehr ums Geld als um Tierschutz.
    Wer daran "schuld" ist, darüber bin ich mir noch nicht im Klaren, aber Tierheime machen offenbar auch mit dem guten Gefühl der Menschen ein armes Tier aus der Tötung gerettet zu haben, Geld. Gefällt mir nicht.

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    Aber die sollte ich genauso vorsichtig testen, wie alles andere auch, oder? Möchte Chico Hagebuttenschalenpulver geben, aber wohl besser erst, wenn das Kratzen vom Rind komplett weg ist, richtig?

    Ich würde erst mal warten, bis er wieder komplett beschwerdefrei ist.
    Dann gibst Du ihm einfach mal welche in sein Pferdefleisch mit Kartoffeln. Du kannst zur Sicherheit ein paar Tage warten, bis Du die nächste Komponente zufütterst, dann bist Du auf der sicheren Seite.
    Ich war Anfangs auch vorsichtig, mittlerweile bin ich da eher sorglos. So lange es sich pflanzliche, unverarbeitete Zusätze handelt.
    Ich hab mal reine Kartoffelflocken probiert (hab ich gekauft, weil ich dachte, könnte ja sein, dass ich mal keine Kartoffeln mehr da habe), da fing sie wieder mit Kopfschütteln an.
    Karottenpeletts dagegen sind kein Problem.
    Gemüseflocken (Lunderland) hab ich noch nicht probiert, werde ich aber mit Vorsicht drangehen. So aus dem Bauch raus.

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    Naja, wenn dein Hund allein 1kg Fleisch am Tag verputzt, dann läppert sich das schon, finde ich. Daher hatte ich auch recht schnell Rind getestet in der Hoffnung etwas von den Futterkosten runterzukommen und abwechslungreicher füttern zu können.

    Dann probier doch einfach mal, mit den Lieferanten einen Preis auszuhandeln. Wenn Du viel abnimmst und das regelmäßig kommen die Dir bestimmt mit dem Preis entgegen.
    Eine andere Möglichkeit wäre, im "Gemeindeblättchen" oder so zu insererieren und Leute finden, die mitbestellen möchten. Hätte ich noch große Hunde, würde ich mit Freuden mitmachen. Ich treffe auch hier immer wieder viele Leute, die würden gern, wissen aber nicht wo, möchten nicht so viel, dann lohnt sich das nicht etc. Ein Versuch wäre es wert.
    Ein entsprechender Aushang auf dem Hundeplatz könnte auch zielführend sein.
    Wild verkaufen häufig die Jäger während der Jagdsaison für kleines Geld. Auch ganzjährig Wildkaninchen und die auch schön komplett. Eine Anfrage lohnt sich!
    Kaninchen gibt es auch von Kleintierzüchtern, da lohnt es sich evtl. mal in lokalen Vereinen nachzufragen.
    In muslimischen Läden kann man, wenn man Schaf getestet hat, auch mal nach günstigen größeren Posten Schaf evtl. direkt ab Schlachthaus fragen.

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    (Osiris)Dann habe ich verschiedene Öle ausprobiert.

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    Ich hab Lachsöl da, dass ich als erstes testen möchte. Tut seiner Abwehr bestimmt ganz gut bei der relativ einseitigen Ernährung momentan.

    Verträgt er denn Fisch? Da wäre Nachtkerzenöl (Apotheke) oder ein gutes kaltgepresstes Rapsöl erst mal mein Mittel der Wahl.

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    ... aber mit den "exotischen" (Hirsch, Strauß, etc.) Sachen, steigen die Futterkosten nochmals an, daher wollte ich die etwas günstigeren Sachen zuerst testen. Na klar, wenns sein muss, dann kriegt er die teueren Sachen, keine Frage, aber wenn es sich vermeiden lässt...
    Die Milchprodukte wollte ich auch ganz zuletzt testen.

    Hirsch bzw. Wild ist selbst in kleinen Gebinden im lokalen Fachhandel oder Internetshops nicht teurer als Pferdefleisch. Strauß dagegen kostet das dreifache. ;) Und ist nicht so leicht aufzutreiben. Zudem ist das Geflügel und ich weiß nicht, ob das so toll ist. Ich füttere es nicht.
    Mit "exotisch" (und deshalb in Gänsefüßchen) hab ich keineswegs ausgefallene Fleischsorten gemeint. Es geht nur darum die "normalen" Sorten, mit denen Hunde gemeinhin gefüttert werden, zu vermeiden um den Hund allergische Reaktionen zu ersparen. Da muss man halt einfach umdenken und sich nach Quellen umtun, die solche Sorten zu akzeptablen Preisen führen, das ist nicht so einfach, aber auch kein Hexenwerk.
    Es ist, als ob man wieder Barf-Anfänger ist. Man muss einfach neu nach Quellen suchen, das ist mühsam. Mit der Zeit läuft das aber immer besser.

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    Mein Rüde wiegt 8kg und er bekommt 1/2- 1 TL,eingeweicht in lauwarmem Wasser.

    Meine wiegt 5,5 kg und ich gebe in etwa einen 3/4 Teelöffel einfach übers Futter, ohne Einweichen.

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    Ich kenn diese Methode von so einigen THs und sehe auch die (hohe) Vermittlungsquote. Die Tierheime, die sich das leisten können und wissen, wen sie schnell und gut vermitteln kriegen, find ich toll. Jedem Tier aus dem Ausland wird so eine Chance eingeräumt.

    LG

    Eines stört mich aber ungemein: Das die Auslandstiere gezielt angekauft werden.
    Muss oder will hier in D jemand sein Tier abgeben, dann muss er bis zu 300 Euro Abgabegebühr pro Hund bezahlen, egal ob der klein und süß und/oder gut vermittelbar ist. Mich wundert nicht, dass da viele Tiere einfach so über's Internet, Zeitung oder o.ä. an wen auch immer verschleudert oder ausgesetzt werden.
    Insofern könnte man da schon auf den Gedanken kommen, dass diese Praxis die Probleme nur verlagert. Aus den Augen aus dem Sinn gewissermaßen.

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    Meinst du das, weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist? Oder warum?

    Die Wahrscheinlichkeit auf allergische Reaktionen ist bei Huhn sehr hoch, genauso wie bei Rind. Das hast Du ja bereits gemerkt.
    Ich selbst hab Rind und Huhn noch gar nicht verfüttert. Das wird so ziemlich das letzte sein, was ich ausprobiere.
    Ich habe die Ausschlussdiät mit meinem Barf-erfahrenen Tierarzt abgesprochen. Meine Hündin hatte ständig Ohrenentzündungen.
    Die sind jetzt vollkommen weg.
    Da ich mit Frau Schmitt trickdogging mache und dafür Leckerchen brauche, habe ich mich zuerst mal nach einem guten Trockenfutter umgeguckt. Das auch aus dem Grund, dass ich auf jeden Fall darauf ausweichen kann, wenn ich mal wegfahre, krank bin (letztes Jahr war ich drei Wochen im Krankenhaus und sie wurde von verschiedenen Leuten betreut, die keine Ahnung vom Barfen haben) oder sonstwie das Roh-Futter nicht verfügbar ist. Fündig wurde ich bei Lupovet IBDerma. Das verträgt sie super.
    Damit habe ich angefangen, das erst mal eine Weile ausschließlich gefüttert.

    Dann gabs Pferdefleisch dazu. Super.
    Als nächstes gab es Elchfleisch von Petmann dazu. Das bekomme ich relativ einfach aus der Truhe eines Tiermarktes in Heidelberg. Teuer ist das auch nicht, da kostet das kg um 4,50. Das hat sie prima vertragen, keine Probleme.
    Also habe ich Pferd und Elch mit Kartoffeln abwechselnd mit dem Trockenfutter gefüttert.
    Die nächste Komponente waren Karottenpeletts. Auch prima.
    Dann habe ich verschiedene Öle ausprobiert. Auch damit keine Probleme.
    Das nächste war Grünlippmuschelpulver (wg leichter Patella). Prima.

    Dann wurde ich mutiger: Ich hab Bierhefepulver, Algenkalk (Calciumversorgung) und Spirulina reingemacht. Prima.
    Das nächste waren Rote Betepeletts. Auch prima.
    Dann Lebertran (wg. Vitamin A Versorgung). Prima.
    Dann hab ich ihr Lachs gefüttert (das Lupovet IB Derma enthält als Proteinquelle Fisch und als Kohlehydratquelle Tapiokamehl). Prima.
    Als dann gab's Rentierfleisch. Auch aus der Truhe, Preis auch etwa 4,50. Prima.
    Dann Hirsch, dann Kaninchen (alles so um 4,50). Prima
    Derzeit bin ich bei Schaf (Mix, also mit Innereien), das bekomme ich vom "Hundemetzger", auch das prima. Dazu Hirseflocken mit Kartoffeln gemischt. Prima.

    Auch mein TA hat gemeint, dass eigentlich jedes Nahrungsmittel Allergien auslösen kann. In der Regel sind aber die meisten Hunde gegen Getreide und/oder die häufigsten Fleischsorten (und seltener evtl. Fisch/Ei) allergisch. Das sind Huhn, Rind und nicht so häufig Schaf.
    Deshalb sollte man mit "exotischen" Sorten anfangen. Kohlehydrate in Form von Kartoffeln zufüttern. Nahrungsergänzungen machen nur selten Probleme, Gemüse fast gar nicht. Da kann man also davon ausgehen, dass es damit nur wenig Probleme gibt.
    Milchprodukte lasse ich ganz weg, die sind häufig auch problematisch. Die sind eh nicht notwendig.

    Ich würde Dir also raten, Rind und Huhn gar nicht zu füttern. Schaf evtl. später, wenn Du bereits andere Sorten getestet hast. Dann hast Du nämlich noch reichlich Auswahl und kannst abwechselnd füttern. Durch Nahrungsergänzungen und gelegentliche Trockenfuttermahlzeiten sowie Trockenfutterleckerchen kannst Du absichern, dass Dein Hund alles bekommt, was er benötigt.

    Ganz wichtig ist, darauf zu achten, dass NICHTS außerhalb des Diätplans dazu gefüttert wird. Kein Leckerchen von Fremden/Freunden/Kindern. Nichts unterwegs gefundenes oder runtergefallene Leckerchen vom Hundeplatz.

    Wenn Dein Hund zu weichem Kot neigt, würde ich häufig Karottenpeletts zufüttern. Da wird der Kot schön fest.

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    Irgendwelche städtischen Zuschüsse werden aber bestimmt im Geschäftsbericht des Vereins auftauchen: Letztes Jahr hat man uns im kasseler Tierheim erzählt, dass sie recht viele Fund- und Abgabetiere haben, da ein entsprechender Vertrag mit der Stadt existiert. Dafür gibt's sicherlich etwas Geld.

    Ich habe jetzt beim schnellen googeln Berichte gefunden, dass einige Tierheime, vor allem in größeren Städten eine Pauschale pro Einwohner der Kommune bekommen (in Gelnhausen 13 Cent). Wieviel das ist, schwankt wohl beträchtlich. Inwieweit da noch pauschale Personal- und Betriebskostenzuschüsse oder Übernahmen dazukommen, dazu habe ich nichts gefunden.

    Bußgelder können selbstverständlich an Tierheime gezahlt werden, imho dann nämlich, wenn das Tierheim von einem gemeinnützigen Verein betrieben wird.
    Das Spendenaufkommen ist zwar rückläufig, aber es werden immer noch Feste und Aktionen zugunsten der Tierheime veranstaltet, auch Futterspenden in Supermärkten sind letztendlich Einnahmen. Einiges an geldwerter Arbeit wird auch von Ehrenamtlichen geleistet, Geld kommt auch durch Übereignungen von Tieren (bei Hunden bis zu 300 Euro - Abgabegebühr) rein. Wird der Eigentümer eines Fundtieres ermittelt und er gbt das Eigentum an dem Tier auf, ist ebenfalls eine saftige Gebühr fällig (evtl. Einfangen, Tierarztkosten und Unterbringung sowie die o.g. Abgabegebühr). Nicht allzu oft, aber immer noch wird Geld an Tierheime vererbt.
    (Sach- und Geld-)Spenden von Firmen zur Senkung der Steuerlast sind ebenfalls nicht so selten. Außerdem gibt es noch die Patenschaften. Und auch Urlaubshunde werden gegen Entgeld angenommen. Nicht zu vergessen die Mitgliedsgebühren bei gemeinnützigen Vereinen, viele Mitglieder zahlen erheblich mehr, als die festgelegten normalen Mitgliedsgebühren.
    Die Tierarztkosten dürften sich auch relativ im Rahmen halten, da Tierärzte bei der Betreuung von größeren Tierbeständen bestimmte Rabatte einräumen dürfen und das auch machen. Evtl. arbeiten Tierärzte gelegentlich auch ehrenamtlich.
    Das zusamen mit den pauschalen "Schutzgebühren" beim Verkauf der Tiere dürfte schon einiges an Geld einbringen. Denn auch ein Tierheim wirtschaftet sich imho nicht fröhlich einfach in die Insolvenz.

    Also ich habe auf die Schnelle folgendes gefunden:
    z.B. Solinger Tagblatt zur Unterbringung griechischer Hunde im Solinger Tierheim:
    Zitat:
    ... Mittlerweile kommen 120 bis 130 Hunde pro Jahr aus Griechenland ins Solinger Tierheim - so wie Platz in Glüder ist. Die Kosten für den Transport werden über den griechischen Verein oder über Flugpaten beglichen. Das Tierheim zahlt eine Pauschale von 100 Euro pro Hund für Impfung, Mikrochip und Auslandsreisepass. Insgesamt sei das aber kein Subventionsgeschäft, versichert Kleimt.
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    Das Geld bekomme man natürlich wieder rein, weil bei der Vermittlung der Hunde an die neuen Besitzer 250 Euro Schutzgebühr gezahlt werden müssten. „Andererseits dürfen wir auch keine Gewinnerzielungsabsicht haben, sonst wäre es Hundehandel.“...
    Zitat Ende

    Verschiedene Quellen berichten, dass diese Praxis gängig ist und vor allem konkret kleinere, verträgliche und leicht vermittelbare Tiere aufgenommen werden, die erfahrungsgemäß nicht lange im Tierheim sitzen. Außerdem ziehen solche Hunde Besucher an, insgesamt spülen diese Hunde den Tierheimen gut Geld in die Kassen, dass - da kein Gewinn erzielt werden darf - nicht zuletzt den unvermittelbaren "Lebenslänglichen" und schwervermittelbaren zugute kommt.

    Es geht also durchaus um's Geld. Das ist per se nichts schlechtes, schließlich müssen sich die Tierheime ja finanzieren, aber imho ist es ein sehr zweischneidiges Schwert.