Luna,
Willst du damit sagen, dass sämtliche Speed-Musher ihre Hunde vor dem Rennen eigentlich gar nicht wässern müßten?
Ich denke, es hängt doch immer vom Trainingszustand der Hunde ab, von deren Wasserbedarf bei Belastung, damit hart arbeitende Hund schlicht nicht dehydrieren.
Wenn ich einen Hund hab, der mich im Zotteltrab drei km zieht, dann brauch ich vorher nicht zu wässern.
zum Thema Fettverbrennung:
Ich kenn die Laktatwerte bei Speedhunden nicht genau, aber da die im Grenzbereich aeorb/anaerob arbeiten, sicherlich - grade bei Rennen - irgendwann auch ne Sauerstoffschuld eingehen, die Glykogenspeicher schnell erschöpft sind (Beim Menschen ca. nach 1-2 Minuten), läuft auch da zu einem gewissen Maß schon Fettverbrennung... (Meines Wissens bei Hunden sogar mehr als beim Menschen, aber das nur unter Vorbehalt ... da bin ich nicht so firm...)
-> Bei Muskelarbeit wird chemische Energie (ATP) in mechanische Energie und Wärme umgewandelt.
-> Je höher die Energieflussrate (ATP-Bildung pro Zeit), desto höher die Leistung.
-> Intensität und Dauer der maximal möglichen Leistung verhalten sich gegenläufig.
-> Die Nährstoffe Kohlenhydrate und Fette sind unsere Energiespeicher, die je nach Intensität und Dauer der körperlichen Belastung auf unterschiedliche Art zur Energiegewinnung herangezogen werden.
-> Jede Sportart benötigt eine spezifische Energiebereitstellung, die mit dem Muskelfasertyp zusammenhängt.
-> Die Energiebereitstellung im Muskelstoffwechsel ist abhängig vom Trainingszustand und zum Teil auch von der Ernährung.
-> Je besser der Fettstoffwechsel trainiert ist, desto sparsamer kann die Muskulatur mit den wertvollen Glykogenreserven umgehen.
Deshalb macht natürlich auch das Wässern bei Speedhunden Sinn 
Die Kappillaren nehmen im übrigen über Osmose auf.... da kannste nix "trainieren": das diffundiert rüber...
Zitat
Man unterscheidet zwei Hauptmechanismen der Energiebereitstellung:
1) Die aerobe (=oxidative) Energiebereitstellung: Bildung von ATP unter Verbrauch von Sauerstoff
unterschieden nach:
Die aerobe Energiegewinnung erfolgt durch vollständige Verbrennung (=Oxidation) von
a) Kohlenhydraten (genauer: Glukose = Traubenzucker) und
b) Fetten (genauer: Fettsäuren) = Betaoxidation jeweils zu Kohlendioxid und Wasser, wobei die Glucose durch Glykogenabbau (Glykolyse) und die Fettsäuren durch Fettspaltung (Lipolyse) zur Verfügung gestellt werden.
2) Die anaerobe Energiebereitstellung: Bildung von ATP ohne Verbrauch von Sauerstoff.
unterschieden nach:
a) Anaerob - alaktazide Energiebereitstellung
b)1) Anaerob - laktazide Energiebereitstellung
Somit stehen dem Muskelstoffwechsel 4 Mechanismen der Energiegewinnung zur Verfügung, die je nach Intensität und Dauer der körperlichen Belastung beansprucht werden.
Die anaerobe Energiegewinnung erfolgt durch
a) Spaltung der gespeicherten energiereichen Phosphate ATP und Kreatinphosphat = anaerob - alaktazide Energiebereitstellung und
b) unvollständige Verbrennung von Glucose unter Bildung von Lactat ("Milchsäure"): anaerobe Glykolyse = anaerob - laktazide Energiebereitstellung.
Dauert die körperliche Belastung einer größeren Muskelgruppe länger als 90 Sekunden, beginnt die aerobe (=oxidative) Energiegewinnung die entscheidende Rolle zu spielen (Wie schon oben erwähnt, beginnt die Fettverbrennung nicht erst nach einer halben Stunde!). Es werden immer die beiden Nährstoffe Kohlenhydrate und Fette als Energielieferanten herangezogen ("Die Fette verbrennen im Feuer der Kohlenhydrate": damit die gemeinsame Bildung von Acetyl-CoenzymA gemeint, welches in den Citrazyklus eingeschleust wird), wobei je nach Belastungsintensität ein fließender Übergang in der anteilsmäßigen Energiebereitstellung besteht, der vor allem vom Trainingszustand abhängt.
-> Primär bestimmt das Ausmaß der Belastungsintensität, nicht die Belastungsdauer die entsprechende Energiebereitstellung.
Beispiel Joggen:
niedrige Belastungsintensität, das bedeutet aerobe Energiebereitstellung durch vornehmlich Fettverbrennung, egal, ob nur für 5 Minuten oder 2 Stunden. Dies vorweg für alle, die dem weitverbreiteten Irrglauben unterliegen, die Fettverbrennung würde erst nach einer halben Stunde einsetzen! Es besteht prinzipiell immer ein "Nebeneinander" der einzelnen Mechanismen der Energiebereitstellung mit fließenden Übergängen in Abhängigkeit von der Belastungsintensität und kein "Nacheinander", wie vielfach geglaubt wird.
Alles anzeigen
Quelle:
Dr. Kurt Moosburger, Innsbruck, 1994 (zuletzt überarbeitet im August 2004, veröffentlicht im "Sportmagazin" 01/1995)
.
ein bisschen wissenschaftlicher Hintergrund kann nicht schaden :)