Beiträge von flying-paws

    Ja, das kommt natürlich mit dazu. Schaut man sich diese Hunde an den Schafen an, zeigen sie dort beim Eingrenzen, Beißen etc. auch keine mimischen Veränderungen. Was ja auch passt. Es geht um Beute. Aber: Ich vermute, dass es beim Schäferhund bei der Arbeit in einem Grenzbereich läuft. Schafe sind für sie nicht rein Beute, sondern auch so ein Bisschen Sozialpartner, den sie kontrollieren. Vielleicht zeigt sich dieses "Durcheinander der Motivationen" im Alltag dann eben derart, dass sie bei anderen Hunden schneller ins Jagen gehen.

    Ich meine, dass ich damals in "Hundepsychologie" von Frau Dorit Feddersen-Petersen gelesen hätte, dass Schäferhunden die feine Muskulatur fehlt und sie daher feine Mimik nicht können. Aber es könnte auch woanders gewesen sein. Ich weiß nur noch, dass mir das hängen geblieben ist, weil Schäferhunde ja anatomisch so nah an Wölfen sind und mich das daher so erstaunt hat.

    Ich bin auch maximal irritiert von der Hundefriseurin. Ich würde schon aufgrund eigener Sicherheit bei einem derartigen Fellzustand inkl. Kot Handschuhe und eine Schürze oder so etwas tragen um den Kram danach ausziehen und wegwerfen oder (heiß!) waschen zu können. Außerdem finde ich es bizarr eine Hund ohne Leine, Halsband oder sonstiges die ganze Zeit davon abzuhalten vom Tisch oder aus der Wanne zu springen. Naja, immerhin war der Hund danach entfilzt, gekämmt und gewaschen. Und wie lieb war der denn bitte? Und wunderhübsch ist der. So einen Mist, dass ich keinen Herdenschützer aufnehmen kann.

    Hier mal ein Beispiel von meinem Spitz beim Bewachen. Man sieht schön wie er die Situation bewertet - der Mensch geht mit seinem Hund brav auf dem Weg weiter - und zu mir zurückschaut, ob ich das gesehen habe.

    Aufgebaut habe ich das über Anzeigeverhalten mit Futter belohnen. Also, wenn er etwas sieht, markern (Wort, was Futter ankündigt) und belohnen. Beim Gassi, daheim, auf der Weide, immer. Und vor allem den Reiz zusammen betrachten und "bewerten". Und vermitteln, dass es okay ist. Über bergeweise Belohnung.

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    Spitze ticken komplett anders als zum Beispiel Hütehunde. Erziehung über Eingrenzung, "Gängeln" etc. quittieren sie mit Verweigerung und sind davon sehr gestresst. Sie misstrauen dann nicht nur der Außenwelt, sondern auch ihren Besitzern. Trainiert man sie fair und belohnungsbasiert, sind sie sehr einfach durchs Leben zu führen. Aber mit "Du musst, weil ich das so will" kommst Du da nicht weiter.

    Um nicht nur Alltag zu machen, kann man mit denen übrigens auch super Beschäftigung machen, was die Beziehung sehr stärkt. Dummytraining zum Beispiel:

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    Oder Mantrailing (da ist er schon ein Opi, jetzt steht er kurz vor seinem 17. Geburtstag)

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    Vlt frag ich parallel in Hofheim. Wenn ich schon ne Zweitmeinung einhole dann vielleicht einfach direkt da, wenn die so gut sind. An der TiHo gibts irgendwie wohl dan eher Chirurgen, ich weiß nicht, ob das so sinnvoll ist?

    Die gibt es in Hofheim auch, sogar Neurochirurgen.

    (Ich habe in Unikliniken die Erfahrung gemacht, dass es sehr stark davon abhängt bei wem man landet. Auch die Kommunikation der Bereiche untereinander war manchmal richtig gut, manchmal eher mäßig. Aber klar, das kann einem auch in einer privaten Klinik passieren. Ich würde in Hofheim Dr. Rupp als ersten Ansprechpartner empfehlen. Er ist Neurologe und Orthopäde. Und hat unheimlich viel Erfahrung.)

    Ich drücke ganz fest die Daumen!