Beiträge von flying-paws

    Gestern war ich auf Achse. Es gab Fenchelsalat mit Forelle und etwas mehlfreiem Brot. Heute noch mal Fenchelsalat mit Reis und ein wenig Putengeschnetzeltem. (Die Verhältnisse sind bei mir immer umgekehrt zu den meisten Bildern hier. Ganz wenig Fleisch oder Fisch, ein großer Berg Salat oder Gemüse, die Kohlenhydratbeilage liegt von der Menge dazwischen bis auch recht viel, weil ich manchmal echt Energie brauche.)

    Ich bin überrascht, dass es bei Euch erlaubt ist, mit ner läufigen Hündin auf den Platz zu dürfen. Hier sind alle Hundeorte für läufige Hündinnen verboten. Ich laufe irgendwie mit dem schwammigen Gefühl rum, dass quasi 'mit uns was nicht stimmt', auch weil Rüdenbesitzer oft total genervt sind, wenn ich sage, dass Lumi läufig ist.

    ja, leider verbieten viele Vereine/Hundeschulen läufige Hündinnen - was totaler Schwachsinn ist, denn in Prüfungen sind läufige Hündinnen erlaubt.

    Übrigens sage ich grundsätzlich fremden HH nicht, wenn ich eine läufige Hündin dabei habe.

    Bei mir sind sie erwünscht.

    Und ich sage den anderen auch nichts über meine Hunde. Weder übers Geschlecht, noch über den Zyklus. Ich möchte in Ruhe gelassen werden, fertig.

    Mich würde diese kognitive Dissonanz meines Partners in so einem Fall wahnsinnig machen

    Ich finde nicht, dass es da Widersprüche gibt. Er beschäftigt sich bei allem mit der Befriedigung seiner Bedürfnisse. Er füttert einen Welpen mit Flasche und fühlt sich gut dabei. (Kann auch der Züchter oder eine andere Person machen, ist für den Welpen das selbe in Grün.) Er hängt Meisenknödel auf und fühlt sich gut dabei. (Denn die sind ja sogar gefährlich für Vögel.) Er "tröstet" den Hund und fühlt sich gut dabei. (Wenn die Kacke an Silvester richtig am Dampfen ist, dann sieht er das Elend des Hundes ja nicht mehr.) Er versetzt je nach Umgebung hunderte von Tieren in Angst und schrecken und fühlt sich gut dabei.

    Passt alles schon. Er denkt halt in erster Linie an sich. Das ist die neue Generation. Freizeitgesellschaft.

    Gestern ist Fleek zum zweiten Mal bei einem Trial in der Anfängerklasse gestartet. Da so ein Lauf den Hund ja nicht an seine körperlichen und mentalen Grenzen bringt, habe ich für andere Teams die Schafe zum Pfosten gebracht. Ich liebe solche Aufgaben - zum einen hat man etwas zu tun und friert weniger, aber vor allem bietet es eine tolle Gelegenheit mit dem Hund einen Routinejob immer wieder zu wiederholen. Man hat jedes Mal eine andere Schafgruppe, heißt, man bekommt sonst nie in so einer "Schlagzahl" die Gelegenheit, dass der Hund sich auf eine neue Gruppe Schafe einstellen muss. Ich hatte im Sommer so etwas schon mal mit Fleek gemacht und das hat einen richtigen Schub im Umgang mit Schafen gegeben.

    Weil es trotz Sonnenschein klirrend kalt war und der Hund zwischendurch immer wieder warten muss, mit Brille und Mantel. Ich habe zum ersten Mal die Brille beim Hüten eingesetzt und festgestellt: Es macht überhaupt keinen Unterschied zum Arbeiten ohne Brille. Sehr spannend.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Du teilst es deinem Hund gar nicht mit, wenn du ein Verhalten nicht in Ordnung findest draußen?

    Ich spreche vom Umgang mit Außenreizen wie Menschen, Hunden, Wild und so weiter. Das baue ich ausschließlich über Belohnung auf. Ich möchte langfristig haben, dass die Hunde eine (andere) Verhaltenskette zeigen, wenn sie den Reiz sehen. Egal, ob ich das mitbekomme oder nicht. Das dauert im Aufbau vielleicht einen Tick länger, verschafft mir aber über viele Jahre ein entspanntes Zusammenleben. Ich muss nicht dauernd beobachten wo was auftauchen könnte. So kann ich auch meine z.B. großen Runden im Dunkeln drehen und die Hunde frei laufen lassen.

    Ich benutze dafür keinen Rückruf und baue das Verhalten über Belohnung auf. Zur Absicherung benötige ich dafür dann eben die Schleppleine. Die ist aber tatsächlich nur Absicherung, sonst nichts.