Beiträge von Momo und Lotte

    Ich hätte Lust, die Besucher der Installation ein bisschen zu quälen. Und deswegen die "Escape-Variante" wählen und eine Verarsche eines corona-themed Escape-Rooms bauen

    Erzähl mir mehr, ganz uneigennützig. Was müssten die Menschen tun, um zu entkommen? oder müssen sie einfach so lange eingesperrt werden, bis Herdenimmunität hergestellt ist?

    Nicht doch! Du hast bestimmt grandiose Ideen!

    Und abschließend muss noch Beuys zitiert werden:

    "Jeder Mensch ist ein Künstler!" - da könnt ihr euch gar nicht vor drücken, egal, was ihr arbeitet oder gelernt oder studiert habt.

    Kannst du das für dumme Nichtkünstler (also mich) noch mal Übersetzen?

    Was ist ungegenständlich |) und was ist eine Raumgestalltung? und was ist Cocooning? Was ist eine Öffnungsperspektive ?

    Gar nicht dumm!

    Das sind berechtigte Fragen!

    gegenständliche Kunst ist Kunst, die etwas darstellt. Egal ob hyperrealistisch oder abstrahiert, sofern noch ein Gegenstand oder eine Figur oder eine Landschaft zu identifizieren ist, ist es gegenständlich. Ungegenständliche Kunst ist Kunst, die nichts Physisches abbildet oder zum Vorbild hat. Zum Beispiel kann man eine Plastik zum Wort "fragil" machen ohne dabei etwas abzubilden, was fragil ist (z.B. ein Glas). Man könnte einfach mit sehr leichten, dünnen, zerbrechlichen Materialien arbeiten, vielleicht ein Ungleichgewicht reinbringen, sodass man denkt "oha, das fällt gleich um, dann wird es zerbrechen". Es ist dann sozusagen nur die Wirkung, die durch formale Entscheidungen (Form, Material, Komposition, Oberflächen, Farben...) erzeugt wird.

    Eine Rauminstallation ist eine plastische Arbeit, die für einen bestimmten Raum gemacht wurde und auf diesen Bezug nimmt. Eine kleine plastische Arbeit kann man verkaufen, auf verschiedene Sockel stellen, in verschiedene Wohnzimmer. Eine Installation dagegen sagt: aha, der Raum ist 5 Meter breit aber 10 Meter lang, ich werde mit dieser länglichen Form arbeiten. Oder: aha, die Tür ist da, als ist das die erste Ansicht und die Hauptansicht, wenn man reinkommt. In einer Rauminstallation kann man sich ggf. bewegen. Sie kann auch interaktiv sein, z.B. wie das, was Runa-S vorgeschlagen hat.

    Weitere Beispiele sind Katharina Grosse oder Olaffur Eliasson (falls du netflix hast, der kommt da in einer Folge von Abstrakt vor, sehr spannend).

    Cocooning ist ein Wort aus dem Corona-Glossar. Wenn man sich zuhause sozial isoliert, sich einen Kokon baut, es sich gemütlich macht und abkapselt.

    Öffnungsperspektive kommt auch aus dem Corona-Glossar und meint z.B. "Einschränkungen lockern, wenn Faktor X eintritt".

    Würde man die beiden letzten Worte installativ umsetzen wollen, könnte man bei cocooning z.B. wirklich kleine Kapseln bauen, in die jeweils ein Mensch passen würde. Wie Bienenwaben. Oder nur einen großen Kokon, in den aber immer nur eine Person darf, um die soziale Isolation stärker zu verdeutlichen.

    Bei Öffnungsperpektive würde ich eher mit der Tür arbeiten, durch die man den Raum betritt und den Raum zu einem Trichter umarbeiten, sodass man erst durch einen engen Schlauch geht oder ein enges Geflecht, dass sich in der Raumlänge immer weiter öffnet, immer heller wird, die hintere Wand dann vielleicht komplett leuchten lassen. Man könnte auch mit Geräuschen und Gerüchen arbeiten.

    Beide Installationsvorschläge machen das, was eine Installation soll: die Betrachter*innen körperlich einbeziehen, eine Erfahrung aus der Kunstbetrachtung machen.

    Momo und Lotte

    Ich würde es Rauminstallation nennen |)

    Ich weiß schon warum ich Mathe und nicht Kunst studiert habe ...

    Du kannst es auch nach irgendwelchen konvexen oder konkaven Hauptformen benennen, das geht bestimmt mit Zahlen und Pi.

    Ist doch eh voll künstlerisch. Man macht einfach gar nix physisches und nennt den Raum einfach nach irgendwelchen Berechnungsmöglichkeiten für Wellen und deren Brechung. Du stehst dann mit Taschenrechner und Stoppuhr im Raum und schreist einfach immer nur "JETZT!" (die 70er wären da auf deiner Seite!)

    Hier liegt gerade was vor mir auf dem Tisch und ich bin ein wenig überfragt.

    Stellt euch vor, ihr dürftet eine künstlerische Rauminstallation bauen. Zum Beispiel für einen großen Raum in einer Stadthalle oder ein einem Museum. Ihr dürft den ganzen Raum vollbauen.

    Also, ihr müsst die nicht wirklich bauen, sondern nur planen und ein Modell anfertigen (und lasst die dann bauen, von Leuten, die das können :) ).

    Ihr müsstet nicht gegenständlich (abbildhaft) arbeiten, sondern seid da total frei, also komplett ungegenständlich ist auch okay.

    Welchen dieser Begriffe würdet ihr als Ausgangspunkt für eure Arbeit am fruchtbarsten finden?

    "Antikörper"

    "Bewegungsprofil"

    "cocooning"

    "Escape-Variante"

    "Immunantwort"

    "Öffnungsperspektive"

    "Wellenbrecher"

    Ich hab mir mal die Nasescheidewand richten lassen und in dem Zuge gleich auch die Nase verkleinern (hat der Arzt mir angeboten und wo se eh schon mal dran waren... Meine Nase ist immer noch groß, aber nicht mehr so sehr, wurde früher oft mit Steffi Graf oder Barbara Streisand vergliechen).

    Jedenfalls hatte ich nach der OP blaue Augen Also nicht die Iris, sondern wie verprügelt. War ja aber eh krank geschrieben wegen der notwendigen OP.

    wie lang hat sich das denn gehalten, bis du nicht mehr verprügelt aussahst?

    Nase ist aber glaube ich auch echt richtig heftig, oder?

    Sieht man danach lange auffällig zerstört aus?

    Ich kenne mich damit absolut nicht aus, aber rein logisch fände ich zumindest das echt seltsam.

    Weißte? Halt so "Ich lass mich schön machen, sehe dafür halt x Monate aus wie Nosferatu" ergibt in meinem Kopf so garkeinen Sinn.

    Sehe ich auch so. Aber die machen da richtig schlimme Dinge mit der Haut, soweit ich das weiß. Da muss man eigentlich anschließend aussehen wie ein verprügeltes Monster. Aber andererseits: nehmen sich die Leute dann einen Jahresurlaub um nach solchen Eingriffen erst mal heile werden zu können? Wäre ja auch krass. Aber vorstellen kann ich mir das.