Beiträge von Momo und Lotte

    Das ist alles very ot:

    Nicht immer ist alles so bierernst, aber wenigstens zu einem hohen Prozentsatz kann man schon einiges den Geschlechtern zuordnen, natürlich nicht allen die zu diesem oder anderen Geschlecht zuzuordnen sind. Da ändert auch nichts daran, dass es individuelle Menschen gibt.

    Geht mir auch gar nicht um Bierernst. Ich hab ja selbst auch mein Scherzchen gemacht mit dem Geruchsmix zwischen den Umkleidekabinen. Der ist wirklich beachtlich.

    Aber nichtsdestotrotz werden ja genau solche Klischees (wie Frauen sein sollen, wie Männer sein sollen) auch durch solche Witze transportiert und reproduziert und zeigen sich in solchen Situationen wie zwischen den Umkleidekabinen. Nur, weil man etwas als Witz formuliert, macht es das nicht weniger der Realität verhaftet, denn erstens bezieht man sich da ja auch ein bestimmtes Klischee der Realität (sonst würde niemand den Witz verstehen) und zweitens verbreitet man es damit ja auch bzw lässt eine Bestätigung zu oder fragt diese ab.

    Das passiert in so vielen Nischen - und ich finde das auch nicht durchweg problematisch, das menschliche Gehirn ist nicht ausgerichtet auf die Komplexität der Welt oder aller Individualunterschiede. Aber ich finde, man muss das trotzdem auf dem Schirm haben.

    Wenn ich in einer Klasse witzelnd sagen würde "ja, wissen wir ja, Mädchen pflegen sich gerne weil die ja hübsch sein wollen für die Jungs und Jungs ist das nicht so wichtig, die wollen lieber durch ihre Fähigkeiten überzeugen" hab ich immer welche dabei, die unreflektiert mitnehmen, dass ich - die Gesellschaft repräsentierend - davon ausgehe, dass Mädchen nicht stinken dürfen und ihr vornehmliches Ziel es sein sollte, attraktiv und sexuell anziehend zu sein. Und da sie das Bild nicht zum ersten Mal vor Augen gestellt bekommen haben, könnten sie versucht sein, das zu glauben.

    Und deshalb finde ich es wichtig zu reflektieren, durch welche Bilder dieses Klischee reproduziert wird und wie man den Kindern eine kritische Haltung diesem gegenüber beibringen kann.

    Tatsächlich macht die Serie Sex Education da einen ganz guten Job, finde ich.

    Und treffen sich in der Mitte

    Whoa, kenn ich, McFit zwischen den genderbinär getrennten Umkleidebereichen!

    Ne? Ne? Ne?


    also, eigentlich muss ich sagen, dass ich das ein bisschen feiere, wenn Kinder ihren Körpergeruch gut abkönnen. Mich persönlich würd's jetzt eher grinsen lassen, wenn ein Kind mit Freude vor sich hin stinkt und damit alle nervt und sagt "mein Körper, meine Regeln, dann komm ich halt nicht mehr zur SchwiMu ins Zimmer" wie bei Aoleon, als wenn es versucht möglichst wohlriechend/unauffällig/hübsch/adrett/manierlich zu sein. Natürlich ist wie immer die Mitte ideal - sich unangepasst selbst okay finden ist ja vermutlich das heimliche Ziel.

    Aber wenn ich hier lese "Mädchen sind so" und "Jungs sind so" dann scheint sich da irgendwie gesellschaftlich ein Klischee zu reproduzieren, in dem Mädchen einem stärkeren Drang nach Anpassung unterworfen sind/unterworfen werden, als Jungs. Reinlichkeit hängt ja nicht am X-Chromosomen, sondern an der Sozialisation.

    Aber Farbe und Felltyp kann man bei denen evtl. wirklich vorhersagen, oder? Bin jetzt nicht so im Farbthema drin, könnte mir aber vorstellen, dass da beim Wolfhund genug dominant homozygot ist, dass das klappen könnte.


    Wobei mich die Gewichtsvorhersage dann doch daran zweifeln lässt, dass da wirklich fundiertes genetisches Wissen zugrunde liegt |)

    Ich kenn mich selbst damit gar nicht aus, aber ich hab trotzdem das Gefühl, dass die gelbocker und schwarz aus dem Tuschkasten gemischt haben, um zunächst die Durchschnittfarbe der Wolfshündin zu ermitteln und dann prozentual (Dreisatz, ausgehend vom Gewicht der Wolfshündin und dem des Spitzes) Deckweiß beigemengt haben und nun davon ausgehen, dass sich genau so auch die Farbe der Nachkommen vorhersagen ließe: GREIGE Goldschakalfarben.

    Ich stelle es mir auch so vor, dass der Hund einfach überfordert war...aber wenn das keine Aggression war, sondern ein übersteigertes Übersprungsverhalten, wieso wurde der Dackel denn dann eingeschläfert? Oder kann man dann sagen, dass der Hund einfach so wenig kontrollierbar ist, dass daran kein Weg vorbei führt?

    Wenn ich tot umfallen würde, ich glaube, irgendwann würden mich meine Hunde wohl schon essen. Aber dieses herumzerren an mir würde aus blindem Aktionismus heraus wohl am ehesten Elsa machen. Ich glaub aber nicht, dass sie das machen würde, wenn ich nur ohnmächtig wäre, die kennt mich ja auch schlafend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie da besonders in Panik geraten würde. Die würde erst mit den Manipulationen beginnen, wenn ihre Blase drückt oder sie Hunger bekommt... glaube ich. Who knows.

    Hier gibt's derzeit Ups und Downs. Ich hab letzte Woche zum ersten Mal seit Monaten die 20m Schlepp nahezu durchgehend schleppen lassen. Wir (nur Alma und ich) waren im Wald, in dem eigentlich relativ viel los ist. Und Alma war ein Träumchen, hört auf jedes "raus da" oder "weiter" wie eine Musterschülerin. Läuft mal 50 Meter vor, guckt immer wieder nach mir, pendelt wunderschön hin und her und auch jedes "warte" wurde auf jede Distanz supergut ausgeführt. Ich war so richtig stolz und hab richtig riechen können, dass wir doch irgendwann den Schritt in den Freilauf packen.

    Heute, andere Strecke, Freund, Elsa und Bolle auch dabei. Auch da konnte ich stressfrei ab und an die Leine schleppen lassen aber die Stimmung war schon ganz schön anders. Rückruf war zwar super, warten hat geklappt, auch Abbruch und "raus da" gingen ganz gut - pendeln war aber nicht so mega, der Kopf war auf jeden Fall nicht so schön bei mir (also über Kommando kam ich ran, aber von ihr aus war viel weniger das Bedürfnis nach Interaktion).

    Und dann kam ein Streckenabschnitt, da ist der Weg so eine Senke, ca 1,40 bis 1,80 in den Wald gefräst. Und da war wasauchimmerfürgetier, Alma ging ziemlich ab und sprintete in Rage den steilen Hang hoch, auf mein "raus da" sprang sie wieder auf den eingesunkenen Weg um dann - wie ein Skateboarder - auf der anderen Seite der Pipeline wieder hochzuwetzen. Das passierte so vielleicht 3, 4 mal binnen kürzester Zeit, ich blieb im Schlamm stecken und strauchelte, musste mich erst mal sortieren und da nimmt sie wieder Anlauf, springt die Wand hoch, rutscht ab und knallt volles Mett auf dem Rücken.

    Scheiße war das. Hat auch ein wenig gedauert, bis sie wieder aus ihrem Tunnel rauskam.

    Nun frag ich mich natürlich, ob da das Wild näher war oder anderes Wild war oder ob sie einfach enthemmter war, weil wir nicht alleine unterwegs waren... ich weiß es nicht.

    Allen in allem gewinne ich trotzdem langsam mein Vertrauen in Alma und sie wird auch wirklich viel zuverlässiger.

    Wegen der Dackelgeschichte:

    Könnt ihr euch das erklären?

    Ich kann mir das gar nicht vorstellen, dass einer von meinen Hunden während einer Ohnmacht mein Gesicht zerbeißt. Mich anstubsen, auch mit Pfoten, vielleicht aus an den Klamotten ziehen, das würde Elsa vielleicht tun. Aber das Verhalten kommt mir so ganz und gar abwegig vor.

    Wie stellt ihr euch vor, dass es dazu gekommen ist? Was für ein Verhalten könnte dahinterstecken?

    Zitat

    Wir erwarten Welpen in wolfsfarben die um die 45 cm groß werden und um die 12 bis 15 kg bekommen. Sie werden alle die Farbe der Mutter bekommen und wie kleine Wölfe bzw Goldschakale aussehen.

    Krass, die können die Zukunft vorhersagen. Mein Vertrauen in deren genetische Kompetenzen ist gren-zen-los. Es wird sicher alles ganz genau so kommen. Ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass eine kleine Zeichnung angefertigt worden wäre. Kann die mal jemand anschreiben und darum bitten, dass die nachgereicht wird? Wenn sie schon sagen können, wie viele Rüden und wie viele Hündinnen es werden - ich gehe davon aus, dass die das können, wegen meines grenzenlosen Vertrauens in die Planungskompetenz dieser Zucht - wäre eine Zeichnung von jedem Individuum besonders reizvoll, an der man auch die zukünftigen Hobbys der kleinen Goldschakalracker ablesen kann.