Beiträge von Momo und Lotte

    Ist es denn so, dass sie draußen vor Stress dicht macht, einfach in völlig ignorantes Verhalten verfällt oder ist sie zu sehr mit Anderem beschäftigt?

    Ach, hier muss es gar nicht um mich gehen, ich dachte einfach, dass das allgemein interessant sein könnte.

    Elsa steht draußen eigentlich immer ziemlich unter Strom. Wo sind Eichhörnchen/was war das für ein Geräusch/welcher Idiot hat hier hingepinkelt/ist das da hinten ein Hackenporsche oder ein anderer Hund?

    Mit mir ist sie da relativ selbstsicher unterwegs - lässt sich aber extrem ungern Entscheidungen abnehmen. Fällt mir schwer zu beschreiben. Sie wirkt dabei meistens eher aufgebracht als ängstlich, ich glaube aber, dass es eine Mischung aus beidem ist.

    Mal ist sie dann total im Tunnel und beschäftigt (scharren, markieren, aufplustern, schnuppern, ziehen) und mal friert sie einfach ein. Ich weiß oft nicht, ob dann überhaupt noch was zu ihr durchdringt. Dazu kommt aber auch, dass der Freund und ich da nicht einheitlich operieren, das macht es ungleich schwerer.

    Und seit sie so eine Phase hat, in der ihr eh nichts mehr schmeckt, ist mir ein wichtiges Werkzeug abhanden gekommen.


    Ich hab noch eine (multifunktionale?) Frage!

    Glaubt ihr wirklich, dass es für den Hund Belohnung sein kann, sich vom Stressauslöser zu entfernen? Ich bin mir da unsicher. Also, dass das als Bestätigung funktionieren kann.

    Dazu weiß bestimmt auch Lagurus was, die weiß solche Sachen immer. (keine Angst, musst nicht alles lesen!)

    ab so lut.

    An der Uni Wuppertal kann man FRO (Farbtechnik Raumgestaltung Oberflächentechnik) studieren - die haben tolle Seminare mit klangvollen Namen wie "Beschichten und Lackieren auf mineralischen und nicht mineralischen Untergründen" - das würde ich zunächst mal besuchen und dann erst den Flur streichen.

    Zum Mahlen der Pigmente bieten Swiffer und ich dann eine kleine Aufbauveranstaltung als Blockseminar an und informieren eindringlich über die Unterschiede zwischen Titanweiß, Zinkweiß und Bleiweiß.

    Wir nennen es "aufeinander zugehen, von einander abgehen - Bindemittel und Lösungsmittel emotional betrachtet". Vertiefend gibt es "Im Dunkeln sah's besser aus! - Eine Einführung in die Gegenreflexion" und "additive und subtraktive Farbmischung - wir rechnen mit Blau!"

    Sorry für's Lachen, Murmelchen, ich kann das aber so gut nachvollziehen. Hier sind das aber zum Glück nur zarte 10kg, die man zur Not mal eben wegziehen oder wegtragen kann.

    Vielleicht ist ihr die Arbeit an sich schon genug?

    :lol:

    Also die "Arbeit" wäre so etwas wie

    - komm zu mir oder komm mit mir (an der Leine)

    oder

    - warte oder stopp! (an der Leine)

    oder

    - hey, lass uns nicht ausrasten nur weil da 300m entfernt ein anderer Hund ist

    (selbstbelohnend scheint allerdings Pfotegeben zu sein, wieso ausgerechnet dieser unnötige Kram?)

    Und ja, auch das können Aufgaben für Hunde sein - aber sie macht's ja nicht mal.

    Also, es ging ne Zeitlang ganz okay als ich das Verhalten noch bestätigen konnte. Aber seit ich's nicht mehr effektiv bestätigen kann wird die Luft ganz schön dünn.

    Hängt bei ihr übrigens nur z.T. mit dem Stresslevel zusammen, der von außen steuerbar ist, sondern auch viel damit, dass sie krank ist. Aber darum soll's gar nicht gehen.

    :smile:

    Unser Spezi ist draussen nicht zu belohnen (also mit nix, was ihm etwas bedeutet). Bei ihm wird halt verbal gelobt, aber das ist wohl eher was fuer den Menschen. Und kraulen gibtsb auch. Das findet er ok, mehr aber auch nicht.

    Dadurch das man ihn nicht belohnen kann, ist das Training echt....bescheiden.

    Wer is'n der Spezi? :)

    Und hast du ne konkrete Trainingssituation, die dadurch erschwert wurde, die du sonst mit Belohnung trainiert hättest?


    Hier läuft's auch bescheiden. Elsa ließ sich eine zeitlang belohnen, dann ging es nur noch situativ (nicht kalkulierbar) und jetzt geht's gar nicht mehr. Drinnen findet sie ein Lob ganz okay - aber ganz ehrlich, das ist jetzt nix, wofür die sich überwinden würde. Ist ein schlechter Tausch. Seh ich ein.

    Und draußen ist es ihr erst recht Latte. Übrigens auch auf Abbruch.

    Ich muss sagen, ich hab jetzt einfach aufgegeben und akzeptiere, wie's ist, was die Zeit ist, bringt die Zeit, was nicht, das nicht. Aber frage mich trotzdem, wie andere damit umgehen, wenn der Hund so völlig unwillig ist und/oder nicht belohnbar.

    Hahaha, auf der Seite des Tierheims ist die Bildunterschrift zu Back

    Zitat

    Back ist ein arbeitsfreudiger Rüde im besten Alter. Rassebedingt benötigt er erfahrene Menschen mit Spaß an der Ausbildung von Hunden. Dann wird er zum perfekten und loyalen Begleiter.

    Also, im kompletten Text steht noch mehr und das klingt nicht ganz so easy-shneasy, aber ich find's superlustig, erst den Pulitzer-Preis verdächtigen Artikel des Nordkuriers zu lesen und dann diese Kurzbeschreibung.

    "Belohnung ist das, was der Hund als Belohnung empfindest" sagt man ja fast schon sprichworthaft.

    Es muss sich also lohnen, sonst ist es eben keine Belohnung und kein Verstärker für gewünschtes Verhalten.

    Und damit fallen fast alle guten Tipps und was man sich so zurechtgelegt hat ins Wasser.

    Habt ihr (oder hattet ihr schon mal) einen Unbelohnbaren?

    Einen, der draußen nicht auf Futter steht, nicht auf Beute und auf verbales Lob nicht anspringt?

    Oder einen, bei dem einfach nicht kalkulierbar war, wann er sich belohnen lässt und wann nicht? Der es mal nimmt und mal nicht? Einen, der vielleicht Jahre lang oder ein Leben lang zu angespannt blieb, um sich belohnen zu lassen?

    Wie seid ihr vorgegangen?

    Trotzdem gelobt?

    Trotzdem Wurst hingehalten, auch wenn sie konsequent ignoriert wurde?...?

    Habt ihr dann nur "negativ" gearbeitet?

    Interessiert mich mal. :)

    Hexling - du bist unverzichtbar! Also bitte immer schön auf Zehenspitzen um die Munition herumtänzeln, das wär mir wichtig.


    FRAGE:

    Das Wort Deprivation(sschaden) ist ja den meisten Menschen bekannt. Es ist scheinbar auch (grob?) definiert. Aber gibt es da verschiedene Abstufungen? Kann ein Hund ein bisschen depriviert sein oder volles Mett depriviert? Oder depriviert in Bezug auf Reize von Art A, in Bezug auf Reize B aber nicht? Oder ist er entweder depriviert oder nicht?