Beiträge von Momo und Lotte

    Wow, wie einfühlsam formuliert Hundebär

    ganz ehrlich, ist ja lieb gemeint, ich weiß, aber die Form ist nicht unbedingt das, was jemand braucht, der gerade darum bangt, seinen Hund zu verlieren. Ich weiß, dass du damit nur das beste wolltest. Aber die Wortwahl ist für Menschen in akuten Stressituationen wirklich schlimm. Ich komm damit jetzt klar, aber vielleicht, wenn du da noch mal jemandem helfen willst, versuch es doch bitte mit etwas mitfühlenderer Wortwahl, das wäre super.


    Ich will ja eh die Narkose vorher, auch bei Pentobarbital. Mich hat es gewundert, dass die Kardiologin nur das verwendet ohne vorherige Narkose. Und ich habe mich bereits dagegen entschieden, es bei ihr machen zu lassen, nachdem ich diese, vermeintlich seriöse Quelle dazu gelesen habe.

    https://www.bundestieraerztekammer.de/btk/dtbl/archiv/2016/artikel/DTBl_9_2016_Pharmakovigilanz.pdf

    Und auch, dass sie das unbedingt in der Praxis machen will, die von hier auch noch 45 Minuten entfernt ist, spricht dagegen.

    Ich habe mit der Tierklinik, die damals Lotte eingeschläfert hat, telefoniert. Die verwenden nach Narkose (i.v.) sowohl Pentobarbital als auch T61. Ich weiß nicht, was Lotte damals bekommen hat. Ich weiß nur, dass es sehr friedlich war und sie bis zur letzten Sekunde, bis die Narkose wirkte, gefressen hat und sich über die vielen Leckerchen gefreut hat. Und auch wenn Elsa weniger verfressen ist, ich wünsche es mir für sie genau so sanft.

    Es ist heut nicht der Tag der Tage, glaube ich.

    Ich konnte ihr Banane-Dextrose-Pistanzien-Sahnejoghurt (Zucker, Kalium, Magnesium) unterjubeln, ca 3, 4 Esslöffel hat sie davon gegessen. Danach hat sie noch ein Mal ganz kurz gekrampft, nicht fest, nur 2 Sekunden, man hätte es für ein kurzes Strecken halten können, wenn man jetzt nicht mit Argusaugen hier neben ihr sitzen würde.

    Der Herzschlag hat sich dann noch mal verändert, ihre normale Frequenz sind normalerweise unabänderlich ein einfacher Schlag pro 3 Sekunden. In diesen Episoden des Vorhofflimmerns, das es ziemlich sicher ist, haben wir drei "Schläge" pro Sekunde. Das dauert dann so eine bis drei Minuten und dann wird es wieder gewohnt langsam. Das hat bei mir einfach gerade die größte Panik ausgelöst weil ich mit einem plötzlichen Herztod gerechnet habe.

    Aber das scheint sich gerade auch wieder beruhigt zu haben, wir haben dann hier auf dem Sofa 40 Minuten ruhig geschlafen.


    Seit dem ist, ich klopfe auf Holz, wieder Ruhe.

    Sie hat gerade eine normal große Portion Hühnersuppe gegessen und einen Esslöffel vom o.g. Süßkram und sie hat sich im Garten gelöst.

    Jetzt liegt sie in der Flocke und wirkt ganz normal. Der Blick ist nicht mehr leer und hilflos, sondern viel wacher und aufmerksamer. Ich hatte gerade sogar kurz das Gefühl, als würde sie überlegen, mich wie gewohnt anzuspringen und zu nerven.

    Heute ist es noch nicht vorbei. Und zur Not melde ich mich die ganze nächste Woche krank und überwache ihren Zustand.

    wie lange braucht Kalium, das über normale Nahrungsmittel zugeführt wird, bis es da ist, wo es sein soll (um einen akuten Kaliummangel mit Herzrhytmusstörungen auszugleichen)?

    Ich hab da zwar eine Formulierung gefunden, kann die aber aktuell nicht verstehen.


    Im distalen Tubulus der Niere erfolgt schließlich die bedeutsame Regulation der Kaliumausscheidung. Bei ausgeglichener Kaliumbilanz werden etwa 90 % des oral zugeführten Kaliums innerhalb von 8 Stunden und mehr als 98 % innerhalb von 24 Stunden über die Nieren eliminiert.

    Und dann hab ich noch die gleiche Frage für Magnesium.


    Und macht es Sinn, beides relativ häufig in kleineren Mengen aufzunehmen oder lieber "ein Mal viel"?

    Bei uns waren Krampfanfälle zusätzlich zur HI der Beginn einer Niereninsuffizienz mit späterem Nierenversagen. Wurde vielleicht mal der SDMA-Wert getestest / od. Ultraschall der Nieren gemacht? Es war einige Zeit mit entsprechender Ernährung und Medikation noch lebenswert für sie.

    Wir hatten - als es nicht mehr ging - eine mobile TÄ angerufen die zum einschläfern nach Hause kam und uns von unserem TA empfohlen wurde (da es für den Hund ein völlig neuer Kontext und in der gewohnten Umgebung zuhause war). Vielleicht gibt es ja auch so eine Möglichkeit bei euch (ob jetzt zur Untersuchung oder einschläfern) . Alles alles Gute!

    Danke. Erstaunlicherweise sind die Nieren relativ in Ordnung, SDMA wurde aber nicht ausgewertet. Nur Kreatinin und Harnstoff. Kreatinin ziemlich niedrig, Harnstoff minimal zu hoch.

    Ich weiß auch gerade einfach nicht, ob ich ihr - Stand jetzt - noch Diagnostik zumute. Denn ihr Herz ist einfach so drastisch schlecht, dass es ein Wunder ist, dass sie noch lebt.

    Erklärung

    Herzvorhof hatte bei der letzten Messung eine Größe von 8,3 cm. Bei einem 9kg Hund... diese Größe wäre für einen 30 kg Hund normal. Unsere Kardiologin war vor zwei Jahren schon ziemlich fassungslos und nannte das ganze bündig Endstadium. Und das ist tatsächlich nicht ihr einziges Problem mit dem Herzen, da ist einfach alles kaputt, was kaputtgehen kann.
    Vor knapp zwei Jahren, als sie herkam, ging es eigentlich schon nur noch um Wochen, vielleicht Monate. Die euphorischste Prognose waren 18 Monate, das hat eine Tierklinik im besten aller Fälle in Aussicht gestellt. An diese hoffnungsvollere Aussicht hat aber niemand sonst geglaubt. Maximal 12 seien noch realistisch.

    Wir sind jetzt schon in Monat 23 nach Diagnose. Und selbst wenn man etwas anderes finden würde, viel Zeit bleibt aufgrund der Hauptdiagnose nicht. Und dann gibt es da leider auch noch ungeklärte Umfangsvermehrungen im Bauch, die man aber nicht behandeln kann, da das Narkoserisiko zu groß ist.

    Leider können wir niemanden nach Hause kommen lassen. Wir kriegen nie Besuch, ich glaube, das würde einfach zu ungewohnt sein. Und dann ist da noch meine Alma, die damit deutlich Stress hätte. Wir haben einfach Wegsperren oder auf den Platz schicken nicht gut genug geübt und ich möchte nicht, dass Elsas Abschied von Almas Stresskompensation überbordet wird.

    Ich glaube, Auto wäre gut. Da fühlt sie sich eigentlich wohl. Alles außerhalb der Praxisräume wäre friedlicher, als im Praxisraum. Vermute ich zumindest... vielleicht schätze ich es falsch ein.

    Ich schick euch mal :streichel: .

    Unser verstorbener Rüde hatte auch immer Stress beim TA. Ich habe vorher angerufen, Situation geschildert und um ein Beruhigungsmittel, das ich vir Abfahrt zuhause geben darf, gebeten .

    Das war für unseren TA okay und unser Rüde konnte den letzten Weg ohne Aufregung gehen.

    danke.

    Ich bin diesbezüglich so zwigespalten. Es gibt ja auch so viele Sedativa, die paradox wirken können und dann natürlich auch gerade bei dem geschwächten Herz evtl. vorzeitig zum Herzstillstand führen könnten.

    Deshalb will ich das hier nicht unbedingt machen.

    Danke ihr Lieben.

    Das jüngste Blutbild ist noch nicht sehr alt, da gibt es keine Anzeichen für Anämie. Das könnte sich natürlich geändert haben.

    Unterzuckerung ist auch unwahrscheinlich, sie hat gestern echt ganz gut gegessen und dass sie etwas mit Xylit aufgenommen hat, kann ich völlig ausschließen.

    Kalium war in dem Blutbild aber zu niedrig und Natrium zu hoch. Ich konnte da nur marginal drauf einwirken, und habe natriumärmer gefüttert. Vielleicht sollte ich doch mal versuchen, ihr Bananenjoghurt unterzujubeln...

    Sie hat gerade etwas Hühnersuppe gegessen und ist die Treppe zum Garten hochgelaufen. Zwar langsam und wackelig, aber freiwillig und ohne, dass ich sie dazu aufgefordert hätte.

    Vielleicht ist es nicht der Tag der Tage. Ich hab das Gefühl, dass der Zustand ganz schön schwankt. Es gab heute Momente, da habe ich gesagt, dass wir sofort zum Tierarzt fahren, dass es vorbei ist. Und dann wieder Momente, in denen ich denke, sie berappelt sich doch wieder, wir haben noch ein wenig Zeit.

    Sie meinte, sie macht das immer so, eine Spritze Pentobarbital, also bei allen Tieren, sie behandelt ja nicht nur Herzpatienten.

    Und dass sie das nicht gern im Auto machen möchte.

    Und bei meinem Tierarzt, der würde es im Auto machen. Elsa ist extrem panisch beim Tierarzt, mit Atemnot und so.

    Deshalb wäre mir das wichtig.

    Aber ich will eigentlich erst eine Narkose und dann das Pentobarbital. Aber nicht T61 weil ich hier jetzt gerade so schlimme Erfahrungen gelesen habe.

    Gerade ist es immer noch ruhig hier, Elsa schläft. Gerade hab es nur ein kurzes, krampfartiges Zucken, das war aber sofort wieder vorbei.

    Ich bin völlig erstarrt gerade. Und ich wusste ja all das. Ich war vorbereitet. Und nun weiß ich doch wieder nichts und stelle alles in Frage.

    Es ist nun so eine Art Kammerflimmern oder so dazu gekommen... ihr Herz hat gerast, das kann es eigentlich physikalisch gar nicht mehr. Sie hat wieder gekrampft und gefiept. Ist jetzt sehr müde.

    Mit Kardiologin und Tierarzt telefoniert.

    Ich erzähle das chronologisch später, gerade kann ich nicht.

    Wir sollen abwarten, ob es in den nächsten Stunden besser wird und stabil bleibt, gerade ist wieder alles ganz ruhig. Treten die Anfälle nun weiter auf, werden wir sie heute gehen lassen müssen. Tun sie das nicht, sollen wir abwarten, dann ist es vielleicht nur eine Episode.