Hallo Leute!
Wer das Forum aufmerksamer durchsucht, ist vieleicht schon auf meinen letztes (und erstes
) Thema gestossen: Und zwar geht es darum, dass wir 2 Labrador-Hündinnen (5 Monate; gleicher Wurf, ergo Schwestern) von Ungarn hierher geholt haben und versuchen sie weiter zu vermitteln. Wir haben sie jetzt seit etwa 3 Wochen. Den Tag durch bin ich meistens mit ihnen alleine, ab 16 Uhr ist dann auch meine Mutter da.
Ich werde mein Problem in 3 Erklärungen unterteilen.
Der Hund:
Die Hündin ist eher die aktivere der beiden und auch ein bisschen stärker auf mich ausgerichtet als die Zweite. Seit kurzem kriegen sich die beiden öfters in die Haare, vermutlich weil sie ("Problemhund") eifersüchtig auf die zweite ist, wenn diese mal gestreichelt wird oder wiederrum zu nahe kommt, wenn man Hund 1 streichelt.
-Man streichelt "Problemhund" und die zweite kommt dabei zu nahe: "Problemhund" geht auf sie los.
-Man streichelt Hund 2 und den "Problemhund" nicht, "Problemhund" geht auf sie los.
Der Erzieher (de facto Ich):
Da es 2 Hunde sind, ist es verdamtm schwer, mit ihnen wirklich zu arbeiten. ( Sie lenken sich gegenseitig ab, haben zu kurze aufmerksamkeitsspanne, etc.) Das, und die Tatsache dass sie erst 5 Monate alst sind und jetzt nichts lernen müssten, was sie in nem Monat (Wenn sie dann vermittelt werden) nicht auch lernen könnten, haben mich zur folgenden Erziehungslinie gebracht: Ich versuche sie Stubenrein zu kriegen. Gehe im Tag 1-2 mal mit ihnen Gassi und wenn sie sonst raus müssen, muss der Garten ran. Aktuell ist es so heiss, dass sies draussen garnicht lange vertragen. Sie dürfen nicht in die Küche und müssen die Katzen (wir haben 2 ) in ruhe lassen. Ich streichle sie oft, sie dürfen manchmal sogar auf meinem Schoss pennen, aber weise sie auch zurecht, wenn sie meiner Meinung was falsch machen.
Das Ereignis:
Sie hatten sich gerade wieder in die Haare gekriegt, als wir (ich & meine Mutter) darüber diskutierten, welcher wohl zuerst vermittelt wird. Dann streichelte meine Mutter den "braven Hund" (Nummer 2
)worauf die andere natürlich versuchte zurück zu gehen. dann gings ca. 1 minute und die beiden lagen friedlich zu unseren Füssen. Ich sagte noch "Sie (der Problemhund) ist vieleicht die aufgewcktere und folgt noch nicht so gut, dafür klappts bei ihr besser mit der Stubenreinheit" und streichelte sie an beiden Ohren mit beiden Händen. Da hat sie ihr Maul aufgerissen und ist auf meinen Kopf (!) zugeschnellt.
-Nun, das war für mich natürlich total unerwartet. Sie war bis dato so auf mich fixiert, dass ich nie gedacht hätte, sie würde mich beissen wollen.
-Da sie garnicht zugebissen hat, sondern eher "mit aufgerissenem Maul an meinen Kopf geknallt ist" glaube ich nicht, dass es wirklich ein Bissangriff war, sondern eher eine unglückliche "lass mich in Ruhe" Warnung, etc.
- Labrador sind meines Wissens keine Kampfhunde und 5 Monate alte erst recht nicht. Ich glaube nicht, dass sie mich wirklich beissen wollte!
-Ergo suche ich den Fehler bei mir.
Ich nehm den Vorfall nicht ganz so tragisch, weil sie mich ja nicht ernsthaft verletzt hat (solang nix passiert, kann mans ja meistens mit Humor nehmen) aber mir machts Sorgen, dass meine Mutter es gesehen hat und ziemlich erschrocken war: "Beissen ist das Todesurteil für nen Hund" hat sie noch gesagt. Ausserdem bin ich nun stark unsicher: Was hab ich falsch gemacht und wie soll ich mit dem Hund nun umgehen? Die bisherige Vorgehensweise muss offensichtlich falsch gewesen sein.
Ich wäre echt dankbar für ne eventuelle Analyse und Verbesserungsvorschläge in meinem Verhalten zu den Hunden.
mfg,
Teri