Beiträge von lenniewish

    Meine Jungs fahren seit gestern, bzw vorgestern :roll: , auch endlich in einer Box. Sicherer für die Hunde, mehr Platz für menschliche Passagiere und außerdem nicht immer ne versandete, haarige und wahlweise nasse Rückbank. Keine verheddern mehr mit dem Gurtsystem, sehr beliebt auf der Autobahn, wo die Herren plötzlich Plätze tauschen müssen und dann unglücklich verknäuelt dahängen, so dass man schnellstmöglich irgendwo rausfahren muss.

    Und das ist unsere Box beim "anprobieren" im F*haus. (haben dann online bestellt und noch etwas gespart :gut: )

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    Hey Tanja, das mit dem Punkt auf dem Bild ist superschwer zu sagen. Klar kann es eine Verkalkung sein, aber auch eine Metastase, oder einfach nur ne Bronchie die verdickt ist.
    Und anhand der Blutwerte kann man nicht wirklich genau sagen ob einTumor gut- oder bösartig ist. Dafür muss man entweder den Tumor oder eine Biopsie davon pathologisch untersuchen lassen. Und für diese Untersuchungen muss der Hund auch in Narkose.

    Klar hätte man das abklären können, aber wo fängt an an und wo hört man auf? Jede OP birgt ein hohes Risiko und selbst völlig gesunde Hunde oder auch Menschen können dabei sterben, ohne das wirklich eine Ursache ausmachbar ist.

    Ich würde mir wünschen, dass Fipsi dir bald Sternenstaub schickt und du deine Trauer überwinden kannst. Du sollst ihn nicht vergessen, aber gib dem Leben da draußen eine Chance!

    Hi Tanja.

    Ich habe Fipsi's Thread verfolgt und was passiert ist, ist schrecklich.

    Dennoch will ich als Tierarzthelferin versuchen dir ein paar Fragen zu beantworten, auch wenn es dir Fipsi nicht zurück bringt und dir vielleicht auch nicht weiterhilft.

    Also kein Tierarzt macht einen kompletten Herzcheck bei einem unauffälligen Hund bevor operiert wird. Denn das ist Kostenintensiv und liegt eben nicht nur bei 40,- , ich denke da hast du dich verhört. Bei uns kostet es um die 130,- ohne Röntgenbild und Extra-EKG. Diese Kosten zahlt in der Regel kein Halter wenn es nicht nötig ist. Darum gehört es nicht routinemäßig dazu, auch wenn's viel schöner für alle Beteiligten ist.

    Was bei einem Hund der wegen Tumoren operiert wird schon gemacht werden sollte ist ein Bild der Lunge. Da kann man logischerweise das Herz mit beurteilen. Würde da etwas auffallen, der Hund schlapp sein, husten, schwachen Puls und ähnliches haben, würde man einen Herzcheck machen.

    Blutuntersuchung wurde ja gemacht.

    Um genau zu wissen was letztlich passiert ist hättest du Fipsi obduzieren lassen müssen. Nur so wäre wirklich rauszukriegen was geschehen ist.

    Der plötzliche Tod ist soo furchtbar, aber genauso nicht mehr zu ändern. Ich kann dich verstehen, dass du keinen Abschluss findest.

    Dennoch ein Beispiel aus der Praxis, wie es jeden Tag in jeder Praxis oder Klinik passieren kann. Eine Hund, Mischling mittelgroß, 6 Jahre alt, völlig unauffällig in Allgemeinbefinden, der klinischen Untersuchung und Blutbild wird in Narkose gelegt um Zahnstein zu entfernen. Alles prima, OP verläuft gut, Hund wird wach, ist zwar noch geplättet von der Narkose, wird stabil nach Hause entlassen. Am nächsten Tag steht Besitzer vor der Tür, Hund hängt furchtbar durch. Intensivtherapie, dennoch verstirbt Hund während der Behandlung. TA und Besitzer sind entsetzt, da wiegesagt der Hund völlig fit war und "nur" Zahnstein entfernt wurde. Einstimmig wird Obduktion beschlossen.

    Der Pathologe findet heraus, dass der Hund einen Tumor im Herz hatte, der weder röntgenologisch noch auskultatorisch(abhören) feststellbar gewesen wäre und wundert sich, dass es dem Hund so gut ging bis dahin. Daraufhin macht sich der Besitzer furchtbare Vorwürfe, ob sein Hund nicht eigentlich schon lange gelitten hat.

    Und ehrlich gesagt kann ich den TA auch verstehen, dass er dich an die Trauerbegleitung verwiesen hat. Ganz offensichtlich hat dich Fipsi's Tod stark aus der Bahn geworfen. Was soll dein TA denn machen? Er kann dir nicht helfen es zu überwinden und ist da auch nicht der richtige für. Ihn wird es auch getroffen haben, dass sein Patient in der Aufwachphase verstorben ist und er hat sich mit Sicherheit auch Vorwürfe gemacht. Aber er muss sich weiter um die Patienten kümmern die leben und kann nicht deine Trauer mindern. Versteh das bitte nicht falsch, aber er ist "nur" dein Tierarzt. Kein Freund oder Verwandter, der in dieser schweren Zeit für dich da sein sollte.

    Oh ja das kenn ich auch. Egal wo ich mit Lennie unterwegs bin, hör ich immer so ein unterschwelliges flüstern: "hast du den süßen schwarzen gesehen" usw.

    Eine Freundin mit zwei großen, nicht immer unkomplizierten Hunden sagte letztens wie froh sie wäre, würden fremde Menschen so positiv auf ihre beiden reagieren. Das versteh ich ja auch. Dennoch gehts mir inzwischen teilweise echt extrem auf den Nerv, das niedliche und nette Hunde von vielen als selbstverständlich zum antatschen angesehen werden....

    Nein ruf nicht um acht an! Da machste dich nur noch verrückter, denn da sind die Ergebnisse sicher noch nicht da.

    Ich kann dich aber voll und ganz verstehen. Die Ungewissheit macht einen echt fertig.

    Schnapp dir deine Maus und kuschelt euch in den Schlaf :streichel: