Beiträge von Faesa

    Von einem Futter für Leistungshunde kann ich nur aus meiner Erfahrung sagen, dass ich es nie wieder machen würde. Ich habe Lena (Labrador-Dalmatiner Mischling) mit 21 Kilo aus dem Tierheim übernommen, wo sie angeblich 3 Kilo abgenommen hat. Bei mir ist durch den Stress der ersten Tage etc. noch mal fast 1 Kilo runtergegangen. Ich habe sie von Anfang an gut gefüttert, normale Futterempfelung in den Napf + bestimmt noch mal 1/3 dieser Menge an Leckerlies über den Tag. Nichts, kein Gramm hab ich auf den Hund drauf bekommen.

    Von dem 15 Kilo Sack Keine-Ahnung-Habe-Futter (Happy Dog Verschnitt den das Tierheim am meisten verfüttert) habe ich auf BF umgestellt gehabt und nach einem Sack Magic dann das Futter für Sporthunde bestellt. 2 x 15 Kilo habe ich verfüttert mit Mengen, die weit über der Futterempfelung lagen. Dazu noch die Leckerlies, insgesammt hat sie in der Zeit locker die 1,5 Fache Menge an Fressen bekommen.

    Ausser, dass mein Hund total durchgeknallt und aufgedreht ist, habe ich in den 2 Säcken (etwa 12 Wochen) genau 1,5 Kilo auf den Hund bekommen.

    Jeder guckt meinen Hund an und meint, die ist ja halb verhungert. Ich kanns nicht ändern, der Hund ist wohl so. Milchprodukte verträgt sie nur in der Menge "ausgekratzten Joghurtbecher auslecken", also fällt der Hüttenkäse/Schmandt Trick weg. Ab und zu gibts mal nen Zusatzöl übers Futter aber im Prinzip habe ich beschlossen ,dass der Hund halt so ist, man immer die Rippen gut sehen wird, und man auch immer was vom Hüftknochen sehen wird. Sie ist halt so, und aufzwingen werde ich ihr nix mehr.

    Und Futter für Leistungshunde oder anders mit hohem Proteingehalt macht aus ihr nur einen Hibbel - darum bleibe ich bei meinen 20-22% Protein und Getreidefrei im Moment. Damit habe ich das Gefühl, dass es ihr am Besten geht.

    Mir stößt hier neben dem Ungeduldigsein ein ganz anderer Satz auf:

    Zitat

    Sunny ist ein Schäferhund und von daher weiß man ja schon das sie nicht klein bleiben wird. Kann es sein das wir mit Ihr zu einem Wesenstest im entsprechenden Alter gehen müssen???

    Wielange habt ihr euch damit beschäftigt, einen Hund zuzulegen? Wieviel Überlegung steckte dahinter?

    Ich lege euch dringend ans Herz euch eine gute Hundeschule zu suchen. Belegt dort die Welpenkurse, dann habt ihr auch lauter Leidensgenossen und merkt, dass vieles völlig normal ist in dem Alter. Ausserdem ist eine Hundeschule weniger für den Hund als für Herrchen und Frauchen. Und bei euch sehe ich da noch einiges an Aufholbedarf, wenn ihr nicht mal wisst, wie die Regelungen für die Haltung eures Hundes sind.

    Na wenn sie erst nach 2 Min kommt, kam sie ja nicht auf den Pfiff.

    Wenn Lena nicht direkt umdreht (was halt einmal vorkam) gibts auch nix, da kann sie noch so betteln. Dann kommt sie an die Leine (genau wie bei einem "hier" was nicht befolgt wird) und ich gehe kommentarlos weiter. Ein Stück weiter kann man dann ja - je nach Gefahrenlage - wieder loslassen.

    Zitat

    Leider kenne ich persönlich eigentlich nur durchgeknallte Exemplare des JRT

    In diese Erfahungsriege muss ich mich leider auch einreihen. Der einzige Hund, der mich jemals gebissen hat, dass ich blutete, war ein Jackie, der an mir hochgesprungen ist um mich im Handgelenk zu erwischen und wenn ich nicht die Winterjacke angehabt hätte, wo er mit dem Oberkiefer hängen geblieben ist, hätte ich wohl rundum diese blutigen 5cm Schramme gehabt.

    Ansonsten habe ich hier 3 Jacks oder was weis ich Russel Terrier, alle an der Flexi, fangen das Kläffen schon an, da sind sie noch nicht mal in Sichtweite. Ich höre die praktisch schon bevor ich sie sehe. Die Halter sind auch allesamt selten dämlich, bleiben mit ihrer kläffendem "Töle" (schuldigung, aber für diese verzogenen Viecher fällt mir nix anderes mehr ein) stehen grinsen, gucken, wie brav mein Hund sitzen bleibt, loben meinen Hund, während ihrer sich an der kurzen Flexi stranguliert und von allen 3en habe ich schon den Spruch gehört: Passen sie bitte auf, der beisst auch gerne mal. Beim dritten konnte ich mir den Spruch "dann gehört ein Maulkorb drauf" nicht verkneifen, leider wurde das nur müde belächelt und begründet, wieso, der ist doch klein. Auf eine Diskussion habe ich mich nicht eingelassen.

    Ich habe hier mehrere kleine, super toll erzogene Zwergschnauzer (denen sich Lena immer unterwirft, voll peinlich), 2 super tolle Westies, von denen einer sogar mit Schleppleine erzogen wurde. Aber die meisten der kleinen Hunde werden leider schlicht an der Leine geführt, machen entsprechenden Terror und die Besitzer geben sich nicht mal mehr Mühe, den Hund über Befehle zu dirigieren, sondern da wird einfach an der Leine gezogen. Sprich, Knöpfchen ohne Vorwarnung gedrückt, oder Hund an die Seite gezerrt, wenn man vorbei möchte, da kommts auch mal vor, dass der Hund mehr in der Luft hängt, als am Boden steht.

    Das ist glaube ich das Problem mit vielen Kleinhunden - und die Jackies sind dann halt noch die laute und quirlige Variante dieser leider nicht erzogenen Kleinhunde.

    Großhundebesitzer hätten mit Hunden die so wenig erzogen sind, die weglaufen, nicht hören, andere Leute anspringen und an der Leine zerren halt ein Problem - darum wird da meist mehr Erziehung investiert. Bei den kleinen kann man ja mal eben ziehen - oder stoppen - locker gegenhalten den Zug des Hundes und wenn der mal mit den Füssen oben steht ist das ja auch nicht tragisch, geht mir ja nur bis zum Knie.

    Wenn der Hund so sehr aufdreht, würde ich auch eher ruhige Spiele, wie schon das vorgeschlagene Leckerli suchen, bevorzugen.

    Hast du dich mal mit Clickern beschäftigt? Damit lernt der Hund, dass es immer, wenn es das Click-Geräusch macht (mit einem Knackfrosch oder einem Clicker aus dem Zoohandel für ein paar Euro), ein Leckerli gibt. Damit kann man dem Hund dann lauter tolle Sachen beibringen, z.b. Unter einem Stuhl durchkriechen, Männchen machen, "Peng" (Hund fällt auf Seite oder ganz um) oder ähnliches - das ist natürlich auch für die Grunderziehung einsetzbar - weil du damit natürlich auch Sitz, Platz, Herkommen oder andere im Alltag notwendigen RICHTIGEN Verhaltensweisen punktgenau positiv bestätigen kannst.

    Als ich mich durch die Clicker Seiten gelesen habe vor etwa einem Jahr habe ich von vielen gelesen, wo die Mütter im Prinzip dem Hund einen Trick begebracht haben, aber die Kinder diese dann immer wieder geübt haben und damit hatten alle ihren Spass. Vielleicht wäre das ja was für euch.

    Zu Ballspielen: Ja, ich würde generell nicht zu viele Jagt- und Hetztspiele machen, bei meiner (da jagttrieb) gibt es die auch nur wohldosiert und NIE einfach nur werfen, sondern immer nur in Verbindung mit Befehlen (um Baum rumlaufen vorher, ruhig liegen bleiben oder erst zu mir, dann zum Ball).

    Ich habe zwar keinen King-Size Hund, aber meine 23 Kilo verfressen den 15 Kilo Futtersack zu 40 Euronen (da ich getreidefreu füttere, sonst würde er 32 Euronen kosten) in ca. 6 Wochen, sowie einen kleinen Sack für 8 Euro den ich als Leckerlies verfüttere im gleichen Zeitraum. Dazu kommen etwa monatlich 15 Euro für Knabbersachen.

    In der Versicherung wird sich das alles nicht viel geben denke ich, wichtig wären für dich die Fragen zu klären:

    - wer hilft aus, wenn eine größere Sache ansteht (Bein gebrochen oder ähnliches) was schnell mal 500 Euro aufwärts kostet
    - wer nimmt den Hund, wenn du krank bist?
    - wer nimmt den Hund, wenn du ins Krankenhaus musst?
    - wer nimmt den Hund, wenn du weggehen willst (und damit meine ich nicht die Discogänge alle 3 Tage, sondern alle 1x die Woche Freunde besuchen mit weissem Wohnzimmerteppich, die keine dunklen Hundehaare mögen, wenn du mit deiner Freundin in die Sauna willst 1x im Monat oder wenn du Arzttermine hast, wenn du Behördengänge erledigen willst, mit dem Herzbuben ins Kino willst). Alles kein Problem wenn der Hund alleine bleiben kennt, aber nicht, wenn er den Tag schon 8 Stunden alleine war. Das wird dann halt zu viel.
    - wie regelst du einkaufen? Nach 8 Stunden Uni noch ne Stunde zusätzlich unterwegs sein ist nicht drin.... da ist heimkommen und bei Wind und Wetter vor die Türe angesagt.
    - was, wenn einer deiner Mitbewohner vielleicht Hunde mag, aber sich eine Allergie rausstellt?
    - wie nimmst du den Hund mit zu deinen Eltern? Hast du ein eigenes Auto wenn nein - ist die bewusst, dass ein Hund ein Kinderticket im Zug kostet - also wieder ein Kostenmehraufwand
    - was machst du mit dem Hund, wenn du einen SemesterferienJob hast? Viele Studenten die ich kenne, schuften in den Semesterferien mehrere Wochen hindurch bis zu 10 Stunden am Tag, um ihr Studium bzw. einen Urlaub zu finanzieren.

    und last but not least: Was machst du in 3 Jahren, wenn du fertig bist und einen Vollzeitjob hast?

    Ach, und fast vergessen: hast du einen Plan B wenn der Hund nicht alleine bleiben kann?

    Nein, ich denke nicht, dass Arbeitende Bevölkerung keinen Hund haben kann. Aber es muss im vorhinein klar sein, dass es passieren kann, dass man genau den Hund erwischt, der das Alleine Bleiben nicht lernen wird oder nicht über den nötigen Zeitrahmen und man braucht einfach wesentlich mehr Back-Ups als jemand, der zuhause ist den ganzen Tag (wie ich durch meine Heimarbeit). Bei mir ist es egal, wenn ich abends 4 Stunden weggehe, weil Lena ist dann nur eben diese 4 Stunden alleine und nicht noch zusätzlich meine Arbeitszeit.

    Der Superschlachtruf ist mein Notfallsignal, dass ich jetzt ganz langsam und sorgfälitig wieder aufbaue, nachdem es 2 mal funktioniert hatte und ich vor dem dritten Hetzversuch von Madam es nicht sorgfältig genug wieder "aufgeladen" hatte. Habe ich etwas schludern lassen.

    Es ist wirklich nur für absolute Notfälle (hetzen, weil ich das Vieh übersehe habe, rennen richtung Autobahn oder sonst was).

    Du darfst es vor allem nicht einsetzen, wenn du vorher dein normales Hier Signal genutzt hast. Denn dann lernt der Hund, hier ist so lala, nur wenn der Superpfiff kommt, muss ich wirklich kommen.

    Der normale Rückruf muss natürlich auch gut sitzen, ich werde jetzt auch noch mal an der Perfektion feilen, habe das ein wenig schleifen lassen weil vieles eigentlich gut lief in den letzten 4 Wochen. Habe mich zu sehr auf Impuls-Dummi-Kontrolle konzentriert, das rächt sich jetzt etwas habe ich auf den letzten Gassirunden festgestellt. Das muss einfach gerade in kritschen Situationen besser sitzen noch (Hund kommt aus Gebüsch geschossen oder ähnliches).

    Der Superschlachtruf/pfiff ersetzt also kein Hier Kommando!

    Wo Lena geboren ist, weiss ich nicht. Aber für mich ist sie kein Vermehrerhund, denn ich habe sie aus dem Tierheim. Als ich die Überschrift las, hatte ich etwas anderes erwartet. Für mich ist ein Vermehrerhund ein Hund, der aus Unwissenheit oder der Nicht-Bereitschaft, sich mit Zucht und Krankheiten auseinander zu setzen gekauft wird. Ein Hund, wo Herrchen oder Frauchen es nicht einsehen, 1000 Euro auf den Tisch zu blättern, sondern er nach einem süssen Foto in der Zeitung gekauft wird. Wo Züchter als Geldmacher beschimpft werden und wo teilweise wissentlich schlimmste Umstände für die Hunde unterstützt werden um hinterher zu sagen "ich bin aber froh, meine Hündin da rausgeholt zu haben". Wo eine Nachfrage ist, wird ein Angebot gemacht, und solange Welpen aus Kofferräumen, aus Pferdeboxen (im negativen Sinne jetzt, kann ja auch anders sein), sonstigen Zwingern oder von Leuten, die schon den 4. Unfallwurf haben gekauft werden, wird es immer wieder Vermehrer geben.

    Genauso wie ich dieses alberne "meine Hündin soll auch mal Welpen haben" nicht unterstützen wollen würde. Ich finde die Grundhaltung einfach falsch, solange ich nichts von den Verwandten der Elterntiere weiss.

    Kurz: Ich weiss nicht woher Lena ist, wo und unter welchen Umständen sie geboren und aufgewachsen ist, aber sie ist für mich KEIN Vermehrerhund.

    Für den Superschlachtruf, den man ja nur selten anwendet, habe ich mir schlicht und ergreifend 5 so kleine Plastikbecherchen gekauft, die eigentlich zum einfrieren von Kräutern sind. So 5x5 cm groß mit Deckel für nen Euro oder so. Befülle ich diese 5 Stück mit einer 400g Dose Nassfutter, bleibt etwa die Menge von einem Becherchen über - das gibts dann in der Wohnung mal auf nen Pfiff oder Häppchenweise zum üben. Bisher hat es mich nicht gestört, 2 oder 3 dieser "Würfel" in die Jackentasche zu stecken. Aber war bisher ja auch die Winterjacke. Jetzt wo es wärmer ist, hab ich meist nur noch 1-2 dabei, heute im Garten hatte ich gar keines mit. Im Zweifel kriegt sie auf den Pfiff halt alles Trockenleckerli was ich einstecken habe und dann nehme ich beim nächsten mal wieder mehr mit. Im Kühlschrank halten die Becherchen ja locker nen Tag oder länger.