Beiträge von Faesa

    Aber das macht man doch eh schon die ganze Zeit und der Hund sucht sich das Zeichen raus, was er am besten kennt. Also den Fingerzeig. Er ignoriert das Wort komplett, braucht er ja auch nicht. Er hat ja gelernt, dass alles gut ist, solang er sich direkt setzt, wenn der Fingerzeig kommt.

    Von daher bringt es nichts, es genauso weiter zu machen. Entweder versucht man den Fingerzeig immer weniger deutlich zu machen und damit auszuschleichen, oder man baut es halt eben grad neu auf. Und dann nur noch mit dem Wort.

    Zitat

    Zum Sitz: gebe erst das Handzeichen und sage danach das Wort "Sitz". Und ganz wichtig: bitte die Belohnung ausschleichen bzw. verzufallen, wenn dein Hund das Sitz kann. Sonst macht er es nur noch zum Abbuchen, nicht aber in wichtigen Situationen.

    Das ist klar mit dem Ausschleichen, ändert aber nix daran, dass der Hund lernt, nur auf das Handzeichen zu reagieren. Das Wort Sitz, wird er weiterhin ignorieren.

    Ich würde schlicht mich mal ins Wohnzimmer setzen und anfangen, Sitz sagen und loben wenn sie es macht. Dann draußen etc. Also wie ein neuaufbau, nur ohne Zeichen. Kannst ja mal ausprobieren, wie schnell das zuverlässig funktioniert.

    Bei Lena hatte ich das Problem auch bei Platz. Mit dem Fingerzeig auf den Boden liegt mein Hund wie ne 1 - bei nur dem Wort überlegt sie 10 mal hin und her. Ich habe dann angefangen, die Hand immer weniger weit nach unten zu halten, dann den Arm nicht mehr auszustrecken, bis ich den Arm gar nicht mehr bewegt habe beim Befehl. Also statt der Leckerlies erst mal die Handbewegung ausgeschlichen.

    Geübt hab ich das Sitz ohne Handzeichen ganz oft einfach am PC. Hände an der Tastatur und Befehl gegeben. Dann kommt man nicht mal in Versuchung, etwas anzudeuten. Immer und immer wieder, dann wird das irgendwann!

    Das ist genau das Grundproblem vieler Problemhunde: Das Hund-Halter Gespannt passt nicht. Meist ist dafür einfach der Grund, dass man sich, wie du sagst, gar nicht mit den Bedüfnissen der Rasse auseinander setzt und sie daher nicht erfüllt.

    Dazu kommen dann natürlich noch die Bedürfnisse, die jeder Hund mehr oder weniger ausgeprägt haben kann (jagen, hüten, schützen, was weiss ich).

    Wenn man sich aber im VORHINEIN gut damit beschäftigt, was man möchte, was man für Ansprüche an den Hund stellt, was man selber dem Hund bieten kann und wieviel man bereit ist, dafür zu opfern, dann sollte das überhaupt kein Problem werden.

    Zur Erklärung Ansprüche: Hund der wenig haart, Hund der viel/wenig Fellpflege benötigt, Hund der hell/dunkel/groß/klein ist

    Bieten/opfern: Hab ich nen Garten oder ne 1 Zimmer Wohnung (macht zwar nur in Teilen was aus, aber immerhin ein wenig), Fahre ich viel Fahrrad, bin ich viel draußen, gehe ich eher spazieren, Größe des Autos etc. Will ich eher 40 Minuten Gassi gehen (Kleinhund) oder will ich 3 Stunden gehen (Husky). Will ich weiterhin lange Fahrradtouren machen, dann vielleicht eher nen Kleinhund, der nach 40km in den Korb kann, statt nem Labbi, der nach 30 schlapp macht.

    Ich habe mich sehr, sehr lange mit den Rassen beschäftigt, habe viel im Internet gelesen, viele Züchterseiten und wusste am Ende sehr genau als wir mit Lena im Tierheim Gassi waren, auf was ich mich Rassentechnisch bei einem Labrador-Dalmatiner Mix einlasse, und wusste aus den Erzählungen vom Tierheim einiges - und es war vollkommen ok. Ich wusste, die passt zu uns, das können wir machen.

    Und so werdet ihr auch euren Hund finden.

    Meine Eltern hatten sich damals auf der Suche nach ihrer Rasse dieses Buch gekauft, was ich dann 3 Jahre später hundertfach durchgearbeitet habe.

    Anhand der Namen und Rassen habe ich dann im Internet weitere Infos zu Rassen gelesen, die interessant klangen. Und man fängt mit der Zeit an, Dinge auszuschließen. Dinge, wo man selber ehrlich zu sich ist und sagt: Das möchte ich einfach nicht. Da bin ich nicht bereit so viel für zu opfern. Oder findet Dinge, wo man sagt: OK, damit könnte ich leben (z.b. war klar, dass ich einen super hyperaktiven Hund habe, der viel Auslastung braucht).

    AnnaM: Wenn du dich mal mit Fehlverknüpfungen bei Hunden beschäftigt hast, egal ob das im Bezug auf Spraykästen, Teletakts oder sonstige Strafmethoden (und was anderes ist die Spritze nicht, auch wenn sie nicht schmerzhaft ist), dann wirst du merken, warum ICH es als Blödsinn abtue.

    Und der Hund meiner Nachbarn ist Beweis genug, wieviel man bei einem Hund damit kaputt machen kann.

    Bei meinem Sensibelchen würdest du das genau 1 mal machen - beim 2. mal würdest du sie nur noch im flüchten treffen und beim dritten mal würde sie schon flüchten, wenn du nur in die Hosentasche nach der Spritze greift. Und in Zukunft würde sie jedesmal erschrecken, wenn jemand in die Hosentasche greift, weil sie Angst hätte, dass jemand eine Spritze rauszieht.

    Darum in meinen Augen BLÖDSINN. Das ist mit Erziehung super machbar, warum dann strafen.

    Ich bringe Lena eigentlich auch bei, dass ich viel toller bin, als das Wild. Warum sollte ich also das fixieren fördern?

    Jetzt fang ich ab und zu mal an und lass sie Wild angucken, ganz bewusst, aber nur, um dann die Blickkontakte zu mir wieder zu klickern. Wild ist nie so toll wie ich. Es lohnt sich immer, mich anzusehen.

    Am Anfang (und auch heute ausserhalb der Felder hier um meine Wohnung die unser Haupt-Trainingsreich sind) bin ich immer weitergerannt, wenn sie was gesehen hat. Hab gejubel, gehüpft, Hampelmann gemacht, mit dem Dummi gewedelt etc.

    Klar ist Fixieren und Vorstehen besser als jagen, aber Frauchen ist noch mal besser.

    Zu, zu dem Konzentrationsproblem: 1/2 Stunde am Stück ist verdammt viel. Überforder den Hund nicht. Lass sie zwischendurch immer wieder schnuffeln, mach kurze, intensive Intervalle, immer nur 5 Minuten oder so.

    Mit dem Sitz und Platz und dem Handzeichen: das ist schlicht wieder ein "Problem" der Kommunikation zwischen Hund und Halter. Hunde sind Meister der Körpersprache, denn das ist ja wie sie selber am meisten kommunizieren. Sie können an unserer Körperhaltung und Geruch unsere Stimmung erkennen, da brauchen wir noch nicht einmal etwas gesagt haben.

    Dein Hund hat also im Wohnzimmer gelernt, dass Platz immer dann ist, wenn du mit der Hand eine bestimmte Bewegung machst. Dass du dabei noch immer Platz gesagt hat, hat ihn nicht interessiert, denn ihm hat das Handzeichen ausgereicht.

    Du musst jetzt langsam anfangen, als wenn du es neu aufbauen würdest, das Handzeichen auszuschleichen und nur noch den Wortbefehl geben, damit der Hund lernt, Platz ist zwar, wenn das Handzeichen kommt, aber Platz ist auch dann Platz, wenn das Wort Platz kommt.

    Als Meister ihres Faches hat sie halt ihre Sprache genommen beim lernen und nicht die Fremdsprache "menschliche Sprache". Die musst du ihr erst beibringen.

    Ich habe ein Buch, da steht ein schöner Test drinnen. Gehe aus dem Raum raus, so dass der Hund dich nicht sieht und sage "Sitz". Die wenigsten Hunde setzen sich dann hin, weil sie eben mit dem Wort "Sitz" eine bestimmte Hand- oder Körperhaltung verbinden.

    Gehe dann in den gleichen Raum, und sage in relativ strengem Ton "Teller" oder "Nudelsalat". Die meisten Hunde werden sich dann hinsetzten, denn sie haben mit der Zeit eines gelernt: Sitz ist fast immer richtig, mit Sitz kann man am besten was erbetteln, mit Sitz kann man fast jede Situation im Umgang mit dem Menschen entschärfen. Das hat aber nix damit zu tun, dass er den Befehl kennt. Er reagiert einfach nur, was aus seiner Erfahrung am meisten bringt. Viele Hunde gehen übrigens nach Sitz auf den zweiten sinnlosen Befehl ins Platz - einfach weil man diese Befehlskette ganz oft nutzt und sie daher im Hundehirn verankert ist.

    Seibei: Schau mal auf die Anzahl deiner Beiträge und dann auf die von Nadine. Ich glaube nicht, dass sie mit dem Stachler arbeitet - sie hat ja die schlechte Erfahrung gemacht. Sie will sicher aus einem ganz anderen Grund (den sie nur nicht sagen möchte - vielleicht liest jemand den es betreffen könnte hier ja mit?) es einfach wissen.

    Manchmal sollte man Menschen, die man nicht "kennt" nicht vorschnell verurteilen!

    Edit: Ebenfalls überschnitten.....

    Jeder Hund ist letztlich ein Jäger, das ist seine Natur. Er stammt vom Wolf ab und jagen ist die einzige Nahrungsbeschaffungsquelle für Wölfe.

    Klar, gibt es jetzt Rassen, die mehr oder weniger jagen, aber davon kannst du es nicht abhängig machen, denn wie gesagt, selbst ein [setze eine bliebige Rasse ein] kann zum Jäger werden.

    Ich habe zum Beispiel einen Labrador-Dalmatiner Mix. Und die Madam jagt draußen so richtig - wenn ich sie lassen würde.

    Den Hasen ignoriert sie in der Wohnung, aber zusammen lassen würde ich sie nicht. Hasi ist auch zu scheu, um die zwei vernünftig aneinander zu gewöhnen. Wenn deine zutraulicher sind, ist das mit einem Welpen meist machbar, aber nie alleine zusammen lassen!

    Wenn ihr einen Welpen wollt, schaut euch sorgfältig nach einem guten Züchter um, denn die können euch gute Tips über die Rasse und die voraussichtlichen Charaktereigenschaften sagen. Der Züchter meiner Eltern konnte genau die Größe voraussagen (also ob oberes Maß oder unteres Maß des Rassestandarts), sagen ob er ruhig oder eher quirlig etc. ist.

    Bitte lasst von so Zeitungsanzeigen und Unfallwürfen aus Anzeigeblättchen die Finger. Da wisst ihr nie, was für Rassen mitgespielt haben und wie sich der Hund entwickeln wird.

    Letztens hatten wir hier einen Fall im Forum, da hat eine Dame einen angeblich Golden Retriver gekauft - und sich gewundert, dass das Fell nicht länger wird. Nach Fotos war man sich einig, dass wohl eher ein Labrador mitgemischt hat.....

    Oder ihr schaut euch mal in eurem Örtlichen Tierheim um. Manchmal sitzen da Hunde, die wegen Umzug oder so abgegeben wurden und die schon Kleintiere kennen. Mein Tierheim hat auch immer wieder mal Welpen aus beschlagnahmten Würfen.

    Oder natürlich hier - aber ACHTUNG, ich garantiere für nix, die Fellnasen sind alle zuuu süss! http://zergportal.de/baseportal?htx…hlecht~=Welpe(n)

    Vorsicht Giftköder!!!

    In Hanau an der Kinzig (Nähe des Schwimmbades) hat ein Hund Giftköder (Pflanzenschutzmittel) gefressen und konnte nicht mehr gerettet werden.

    Anzeichen:
    Speicheln
    Zittern
    Erbrechen

    Bitte bei den ersten Anzeichen sofort zum Tierarzt.

    Diese Nachricht hab ich gerade auf der Startseite des Tierheimes Hanau gefunden.

    Aufstehen
    Hund raus (ca. 15-20 Minuten)
    Arbeiten (Beginn ca. 8 Uhr)
    Hund raus (ca. 1 Stunde - Frauchen isst ihr Mittagessen dann am PC beim Arbeiten oder wenn mal wieder wie jetzt ein Report läuft)
    Arbeiten (Ende 17-18 Uhr)
    Hund raus (ca. 1 Stunde)
    Essen kochen
    Abendgestaltung
    Hund raus (5 Minuten Pipirunde)

    Lustig wird es dann, wenn die Abendgestaltung aus einer Verabredung besteht. Und noch lustiger, wenn man dafür noch irgendwas besorgen muss. Und am lustigsten, wenn der Hund dann noch alleine bleiben muss. Weil alleine bleiben heisst nicht nur 1 Stunde Gassi gehen, sondern 1 Stunde radfahren oder 1- 1,5 Stunden stramm gehen und Hund fordern, damit sie schlags-KO ist und pennt während wir weg sind. Dann erfordert es schon etwas Planung, wer was macht (sind zu zweit) damit man pünktlich bei Freunden ist.

    Bei schönem Wetter sieht ein Sonntag im Garten dann aber so aus:

    Aufstehen
    Frühstücken
    Pinkel-Runde (Lösen überahaupt)
    Garten
    Zwischendrin mal nen Kack-Gang
    Garten
    Heimkommen kurze Runde übers Feld hinterm Haus, falls der Hund noch nicht leer ist
    Abendgstaltung
    Letzte Pipirunde fällt aus weil Hund totmüde im Körbchen liegt und pennt