Beiträge von Faesa

    Hmmmm... Dass du Fehler gemacht hast, siehst du ja ein.

    An Buchempfelungen kann ich dir geben dir solche zu kaufen, die dir den Hund erklären. Also keine allgemeinen Erziehungsbücher, sondern solche, die das Verhalten von Hunden auf unser Verhalten erklären.

    Das Schlagen nur Vertrauensverlust bewirkt, hast du selber schon gemerkt. Es hilft NULL. Der Hund lernt dadurch ja nicht, wie er sich zu verhalten hat, sondern bekommt nur noch mehr Angst vor diesen Situationen. Also lassen. Und zwar für immer, egal wie sauer du auf dein "Vieh", deine "Töle" oder "das Miststück" bist. Lena hat schon so manches Schimpfwort von mir an den Kopf geworfen bekommen, das dient meinem persönlichem Wutabbau, aber ich hab sie nie geschlagen.

    Dann solltest du dir eine Zeitung nehmen und sie zusammen rollen. Schön fest, so dass man sie gut händeln kann. Immer wenn du irgendwo ein Stück Fleisch oder etwas anderes aus Hundesicht interessantes hast rumliegen lassen und sie ist daran gegangen, haust du dir diese Zeitungsrolle 3 mal kräftig selber vor die Stirn. Denn DU hast es verpeilt es wegzuräumen. Leider ist es so. Dass der Hund an frische Steak geht ist klar und logisch. Dass Hunde gut riechende Mülleimer ausräumen ist auch nachvollziehbar. Dafür gibt es Tupperdosen, Handschuhfächer und Mülleimer mit Deckel.

    Fange in kleinen Schritten an. Große kannst du auf die schnelle nicht erwarten.

    Wenn sie Angst vor Knuddeln, in den Arm nehmen, Küssen hat, dann lass sie gewähren und lass es sein. Viele Hunde mögen z.B. über sie beugen nicht, empfinden zu viel Nähe von uns Menschen erdrückend und bedrohlich. Zu der Tatsache dass sie eh Angst vor deiner (für sie) unberechenbaren Reaktion hat, kommt dann noch die körperliche Bedrohung auf sie ein. Dass sie da weicht ist klar, manche Schnappen in so Situationen auch - wer will es ihnen verübeln.

    Lass ihr Zeit. Setz dich ruhig zu ihr auf den Boden, biete ihr eine Hand (offene Handfläche) an und zeig, dass von dir keine Bedrohung ausgeht.

    Fang an, ihr das Trockenfutter nicht mehr aus dem Napf, sondern aus der Hand zu geben. Wenn sie es zu Beginn nicht aus der Hand nimmt, wirf es ihr Stückchenweise zu, aus einer Distanz, aus der sie es nimmt. Du wirst sehen, mit der Zeit wirst du die Distanz verringern können.

    Ein Trainer ist sicher auch eine gute Idee, aber such dir wirklich einen guten, der dich nicht verurteilt. Sei von anfang an offen und ehrlich, die guten Trainer können aus dem Verhalten des Hundes sowieso die Fehler aus der Vergangenheit ablesen.

    Viel Erfolg! Wenn du wirklich willst und an DIR arbeitest, dann schafft ihr das!

    Zitat

    Hm...Ich persönlich halte die Gefahr, dass meinem Hund irgendwo im freien Feld ein Kaninchen oder Hase vor die Pfoten springt für weitaus größer als die Wahrscheinlichkeit von Wildbegegnungen im Wald (zumindest bei Hunden, die nicht auf Fährten anspringen).
    100%ige Sicherheit gibt es im Freilauf nicht - da müßte der Hund schon grundsätzlich überall angeleint bleiben.

    So ist es bei uns auch. Wenn ich nicht gerade in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden in den Wald gehe, ist da kein Wild sichtbar und solange kein Wildsichtbar ist, ist das meinem Sichtjäger völlig egal. Eichhörnchen haben wir erfolgreich gelernt zu ingorieren.

    Im Feld ist es blöder. Der Hund darf rechts und links an den Feldrändern im Graben laufen. Und genau da hocken die blöden Feldhasen. Madam sucht die nicht, sie stolpert praktisch drüber. Und dann hüpfen die Viecher weg und Madam natürlich hinterher. Darum geht sie in den Feldern auch fast ausschließlich an der Schlepp (ausser es sind kurzgemähte Wiesen, wo ich es sehe).

    Und selbst an der Hundewiese gehen die ganzen Spanischen Tierschutzhunde (sind da einige) die in irgendeiner Form Pondego oder sonstige Hunde in sich vereinen, kräftig die Kaninchen in den Böschungen um den Park jagen. Und dort ist Kein-Leinenzwang. Also du darfst/sollst da nur hin, wenn der Hund frei läuft. Und jetzt gehtste schon extra auf eine Hundewiese, wo Zaun irgendwo drum rum ist, aber davor halt ne Buschreihe ist mit Karnickeln. Und schon ist der Hund wieder jagen (meine dort zum Glück nicht, aber ich sehe es bald jedes Mal wenn ich dort bin). Bleibt dann nur noch der eigne Garten? Den nicht jeder hat? Oder die Hundeschule 1 mal die Woche für Freilauf? Das kann es ja auch nicht sein. Ausserdem trainiere z.B. ich im Moment Situationen geziehlt ohne Leine. Ein gewisses Restrisiko bleibt, aber an der Schlepp reagiert Madam anders als ohne, und ich MUSS es einfach auch irgendwann mal ohne Schlepp testen, wenn es mit jetzt 100 mal geklappt hat.

    Das ist für mich definitiv die falsche Einstellung zum Partner Hund.

    Aber wenn man ein gut erzogenes Statusobjekt vorweisen will, dann wird er Zweck wohl die Mittel heiligen........

    Zitat

    Für mich kommt hinzu das ich sie einfach nicht schön finde udn Hunde mit weitaus besseren Eigenschaften kenne

    Für dich besser passende Eigenschaften. Nicht besser an sich und vielleicht auch nicht besser für Person X oder Y.

    Labbies sind tolle Hunde, ich mag meinen Mix und war mir klar über jede Konsequenz die diese Rasse mit sich bringt. Und die Arbeit die mein kleiner Workaholic mit sich bringt.

    Schlimm finde ich nur Hunde, die eben nicht Rassengerecht gehalten werden. Pudel, die nur albern geschorene Schoßhündchen sein dürfen, Labbies und Goldies, die total überfüttert und seelisch abgestumpft sind, Borders und Aussies die total verblöded mit Ball im Maul mit eingekniffenem Schwanz einen Bogen um jeden Mensch und Hund machen, Jackies, die kläffend in der Leine hängen, Chis, die nur rumgetragen werden.

    Solange ein Hund so behandelt wird, wie es der Rasse entspricht, ist jede Rasse toll und es gibt für jeden Topp das Deckelchen, für jeden Typ Mensch den richtigen Typ Hund. Das hat nix mit "es gibt Hunde mit besseren Eigenschaften" zu tun.

    Zitat

    (1) Außerhalb des eingefriedeten Besitztums oder der Wohnung der Halterin oder des Halters sind gefährliche Hunde an der Leine zu führen. Hiervon ausgenommen sind Hunde mit positiver Wesensprüfung. Leine, Halsband und Halskette müssen so beschaffen sein, dass der Hund sicher gehalten werden kann. Die Leine darf nur so lang sein, dass keine Gefahr von dem Hund ausgehen kann, höchstens jedoch zwei Meter.

    Das ist Paragraph 9 z.B. der Hessischen Hundeverordnung.

    Zitat

    (2) An der Leine zu führen sind ferner alle Hunde, die mitgeführt werden

    1. bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten, Märkten, Messen und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen sowie in Gaststätten und in öffentlichen Verkehrsmitteln,

    2. auf von den Gemeinden zu bestimmenden, der Allgemeinheit zugänglichen konkret bezeichneten Grundstücken, insbesondere Park-, Garten- und Grünanlagen sowie Fußgängerzonen oder Teilen davon.

    Ebenfalls aus Paragraph 9. Hier ist leider nicht genau geregelt, wie lang die Leine sein darf, aber gerade in Punkt 1 macht eine 8 Meter Leine für mich keinen Sinn, denn da geht es ja darum, dass der Hund wirklich beim Halter ist. Bei Punkt 2 kann man jetzt wieder streiten, über die Parks, in denen die Leute Gassi gehen aber halt an der Leine.


    Dein Maulkorbproblem ist doch relativ einfach zu lösen: Meiner Meinung nach gibt es nur 2 Wege: Entweder Box oder der Hund ist zu groß für eine Box und er trägt halt Maulkorb. Zumindest bei der Deutschen Bahn ist es eindeutig so geregelt. Damit ergibt sich auch die Problematik nicht, ab welcher Größe Maulkorbpflicht.

    Unser ÖPNV ist leider sehr schwammig:

    Zitat

    (2) Hunde können nur unter Aufsicht einer hierzu geeigneten Person und angeleint befördert werden. Hunde, die Fahrgäste gefährden können, müssen einen Maulkorb tragen.

    Dazu kommt, dass du keine Garantie auf Beförderung hast (nehmen sie in Absatz 1 aus), dass dein Hund niemanden zu belästigen hat, und das Personal entscheiden darf, wo der Hund untergebracht wird (also können dir z.B. eine bestimmte Ecke im Bus oder einen Wagen in der U-Bahn zuweisen).

    Es ist halt mal wieder abhängig von anderer Leute gut dünken - wenn sich nur einer belästigt fühlt oder bedroht, bist du der gelackmeierte. Wenn sich keiner aufregt, ist alles gut.

    Ich bin mit Lena jetzt schon 2 mal U-Bahn gefahren, obwohl sie groß und schwarz ist, hat sie innerhalb von einer Station den ganzen U-Bahn Waggon um den Finger, äh Pfote gewickelt gehabt. Und das ohne Maulkorb. Aber hätte halt auch anders ausgehen können, nicht jeder mag einen 23kilo LabbiMix (allerdings an der kurzen Leine) in seiner Nähe haben.

    Edit: Schön überschnitten mit meinen 2 Vorpostern, weil ich zwischendurch telefoniert habe....

    Das habe ich gefunden. Ein Warnschild an sich schützt also grundsätzlich schon mal gar nicht vor Schadensersatzansprüchen des ungebetenen Gastes, eher kann die falsche Formulierung noch zu höheren Forderungen führen:

    Zitat

    Wenn ich ein Schild: Vorsicht, bissiger Hund aufstelle, zeige ich damit schriftlich und rechtlich vebindlich an, dass mein Hund bissig ist.

    Das erleichtert Schadensersatzforderungen von Gebissenen gegen Dich

    Es muss heissen:

    **Vorsicht vor dem Hunde**

    Quelle: http://www.gutefrage.net/frage/sinn-ein…age-siehe-unten

    Ich würd also daraus mal schließen, dass die lustigen Sprüche keinen Ärger machen, aber alles, was auf beißen schließen lässt, ich nicht hinhängen würde. Also nix "bissiger Hund" oder dieses "lauf so schnell du kannst" oder ähnliches. Halt alles, was impliziert, dass der Hund NICHT freundlich ist.

    Soweit ich die Verordnungen kenne, heisst Leinenpflicht 2 Meter Leine. Also sind die 8 Meter dann wirklich nicht erlaubt.

    Warum werden sie verkauft? Weil Leute wie ich sie kaufen, die ihren Hund in unübersichtlichem, wildreichem Gebiet anleinen müssen. Dass diese Leinen generell verboten werden ist meiner Meinung nach Schwachsinn. Könnte aber sein, dass diese Aussage eben auf die 2 Meter Leinenpflicht von Listenhunden/Leinenzwanghunden gemünzt ist.

    Kleinen Hunde und Maulkorb ist sicher Blödsinn im ÖPNV, aber kann es sein, dass die Alternative die Box wäre? Zumindest bei der Deutschen Bahn gibt es entweder kostenfrei in Box (kleiner Hund der untern Sitz passt) oder großer Hund mit Kinderticket (Frechheit) und Maulkorb. Kann mir vorstellen, dass das im ÖPNV ähnlich gilt. Die Frage ist bei nem Mini im Bus oder U-Bahn halt "wo kein Kläger da kein Richter....".

    War das nicht so, dass wer ein Warnschild aufhängt, direkt zugibt einen gefährlichen Hund zu haben? Irgendwo stand doch mal was hier im Forum zu dem Thema....

    Ich hab einen PC Ausdruck an der Türe:

    "Hallo in bin Lena. Da ich noch nicht gelernt habe, Menschen einfach so, statt durch hochspringen zu begrüßen, ignoriert mich doch bitte, bis ich wieder mit allen vieren auf dem Boden stehe, dann werde ich gerne von euch begrüßt."

    Das habe ich hingehängt, da wir 2 Wochen nach Lena's Einzug hier 10 Mann zum Geburtstag hatten und das Hochspringen da noch absolut ohne Kontrolle war. Heute ist es zwar wesentlich besser, aber das Schild ist doch immer noch praktisch, dass der Briefträger nicht erschrickt, wenn ein Hund hinter der Türe losbellt. Ausserdem hat es wohl trotzdem eine gewisse abschreckende Wirkung, zumindest sind seit dem die Klinkenputzer-Bimmelein stark zurück gegangen :lol:

    Ganz wichtig ist einfach (und ich denke das ist das Problem was du am Anfang mit ihr hattest und jetzt daher noch in deinem Kopf existiert) dass ihr ein Spielbeginn und ein Spielende habt.

    DU fängst es an, und DU beendest es. Und danach ist Ruhe und kein Rumgeknabber mehr.

    Damit lösen sich vermutlich viele deiner Bedenken in Luft auf, weil das Kind fängt ja keine Rangelei an, folglich keine Gefahr (mal vom Alleine sein von Hund und Kind abgesehen), am Sofa fängst du vorm Fernseher keine Rangelei an, folglich hast du deine Ruhe. Dein Hund lernt, seinen Fang so einzusetzen, dass er niemanden verletzt, lernt eine gewisse Beisshemmung und ihr könnt, wie Lakasha schreibt, richtig Spass haben.

    Wenn man das fördert, fördert man eigentlich, dass der Hund lernt, wie fest er beissen darf und wann gespielt wird und wann ende ist. Meiner Meinung nach hat das Beißen des Kindes NICHTS, aber auch gar nichts damit zu tun, dass der Hund im Spiel den Besitzer ansabbern durfte. Er darf ja nicht fest beissen, sondern lernt dadurch eigentlich noch viel verstärkter die Beisshemmung. Ein Hund, der überhaupt nicht beissen darf, lernt nie, wie fest er darf, bevor es weh tut. Ein Hund, der es darf, lernt das wiederum. Also theoretisch wusste dieser Hund genau, wie fest er beissen darf, bis er dem Kind weh tut und hat trotzdem fester gebissen, aus welchen Gründen auch immer (Verteidigung? Wurde er geärgert? Kein Hund beisst einfach so zu, da geht immer irgendwas vorraus - und wenn er durch etwas ganz anderes erschreckt wurde, was er in dem Moment mit dem Kind in Verbindung gebracht hat).

    Ich sehe deine Schlussfolgerung als falsch an - vom Beisspiel (was ja eigentlich kein Beissen ist weil es ja nicht fest ist) zum Beissen eines Kindes Zitat "Ende vom Lied".

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, sondern hängt mit ganz anderen Faktoren zu tun, die wir jetzt nicht bewerten können (weiss nicht mal ob du das jetzt noch kannst).