Beiträge von Faesa

    Interessante Überlegung Santi, bei einem alten, kranken Hund, der nicht "normal" lange aushalten kann, sogar einen Gedanken wert.

    Allerdings lege ich meine normalen Gassirunden so, dass eine Verschiebung um auch mal 2-3h nicht zu einer Katastrophe führt. Nachst hält Lena ja locker 10h durch, wenn ich also morgens um 8 mit ihr gehe und mein Plan wäre, um 13 Uhr wieder zu gehen, ist es nicht tragisch, wenn ich MAL erst um 16 uhr gehe.

    Also für den normalen Hausgebraucht, finde ich die Idee immer noch völlig abstrus.

    Edit: Warum lief das Teil in den neuen Beiträgen auf??? Der ist ja schon älter......

    Platinum hat kleine Kroketten, von Bestes Futter gibt es extra ein Futter mit kleinen Kroketten für kleine Hunde. Dort kannst du auch mal schauen.

    Die Kaltgepressten sind alle sehr groß von der Krokettengröße (oder irre ich mich da? Aber MM und CdVet erinnern ja eher an Pferdefutter *lach* )

    Ich würde es mal probieren. Es gibt Hunde, die kommen mit Pedigree super klar, und wenn die ersten Tierarztgänge mit 7 oder 8 Jahren kommen, schiebt man es aufs Alter aber nicht aufs Futter.

    Du kannst ja eine Mahlzeit Bosch für den Moment beibehalten, damit er nicht zu viel abnimmt und eine versuchen zu ersetzen. Wenn du da was gefunden hast, was ihm mundet, dann auch die zweite ersetzen.

    Nassfutter ist in der Regel nicht unbedingt gehaltvoller, aber für viele Hunde dermaßen "geil", dass sie davon einfach mehr fressen. Also zum päppeln oder zwischendurch als Abwechslung sehr gut geeignet. Bei mir gibts ab und an mal ne Dose, das Hauptfutter ist aber auch trocken.

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    Ich mache jetzt Abends auch für die letzte Runde die Flexi dran, so ist es wohl momentan für alle etwas entspannter!

    Irgendwann war ich an dem Punkt an dem ich eingesehen habe, dass es weder mir noch meinem Hund einen Abbruch tut, wenn er nicht immer und überall frei laufen kann.

    Ich kannte es halt nur von der "Schlaftablette" (ganz lieb gemeint) meiner Eltern, der ist so treudoof und latscht meinem Papa hinterher, wartet unangeleint vorm Metzger bis er wiederkommt etc, dass ich da Anfangs echt Probleme mit hatte, einen Hund zu haben, der nicht so frei laufen kann. Als ich angefangen hatte, umzudenken, meinem Hund Freilauf zu geben wo es möglich ist (und das ist echt genug) und im Rest halt an der Leine zu gehen, ist das ganze eben, wie du auch sagst, entspannter. Warum soll ich da etwas erzwingen? Mir ist es wichtiger, dass unsere Konzentration auf den Hauptrunden liegt, wenn es Abends halt nicht geht, gehts nicht, und mittlerweile ignoriere ich die anderen Hundehalter hier sowieso fast alle - das mit dem Jagen und Üben rafft hier sowieso kaum einer. Die, die mit ihren Hunden wirklich was machen, kann man an einer Hand abzählen und was der Rest zu meckern/mosern/sagen hat, wenn ich mit Flexi gehe, geht links rein und rechts raus.

    Ich habe die für mich richtige Mischung aus Freilauf, kurzer Leine, Schlepp und Flexi gefunden, mit der ich in den diversen Situationen am besten hinkomme, und das ist das wichtigste.

    Das Problem mit Abends kenne ich auch, ich bin daher mittlerweile im Besitz einer Flexileine :roll: *

    Es hat dafür meiner Beobachtung nach 2 Hauptgründe: Bei den Temperaturen kommen die Hunde abends erst auf Touren - tagsüber verpennen sie vieles, meine Madam wandert auf den Gassirunden nur von einer Schattenecke zur nächsten. Abends will sie dann Action. Kommt die nicht von mir, sucht sie sich halt welche.

    Das zweite ist, dass Abends natürlich auch die Hauptzeit der Wildviecher ist. Das heisst, die Spuren sind alle noch schön frisch und duften so gut in Hundies Nase.

    Da hilft letztlich nur eines: Konsequent weiterüben, Schleppleine und ich für meinen Teil gehe abends jetzt im Sommer mit den Millionen von Kaninchen nicht mehr ohne Leine. Es geht einfach nicht. Weil es bringt nichts, mir abends das mühsame Pensum von Tagsüber zu versauen. Da hab ich lieber tagsüber einen kontrollierbaren Hund; es tut ihr keinen Abbruch, wenn sie die Abendrunde 15-20 Minuten an der Leine geht.

    *Flexi deshalb, weil die Schlepp sich im dunklen öfters blöd verheddert hat, dümmer zu sehen ist, sie laufend durch Pfützen gezogen wurde und für die letzte Pipirunde einfach mir zu kompliziert war. Lena ist relativ Leinenführig (kommt auf den Ablenkungsgrad an) und ich nutze sie fast ausschließlich ohne diesen Druckknopf.

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    Aber speziell wenn mein Freund hier ist, kann ich doch nicht den ganzen Tag von ihm verlangen, dass er nur auf seinem Platz bleibt? .

    Soll er ja gar nicht. Er kann sich frei bewegen und auch kraulen lassen, aber er darf nicht bellen und das kraulen einfordern. Am Anfang wird das sicher so ziemlich der ganze Besuchszeitraum sein, aber das dürfte recht schnell besser werden, wenn er merkt, er hat mit seinem Gekläffe keinen Erfolg.

    Was machst du wenn er zu dir kommt und gekrault werden will? Gibst du dem nach? Wenn ja, versuch mal darauf zu achten, dass du solche Dinge anfängst und du sie beendest. Also wenn er kommt wegschicken und dann z.B. 1 Minute später hingehen und von dir aus kraulen.

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    Oft ist es so, dass bereits das Arbeiten an einer Baustelle Änderungen in anderen Bereichen nach sich zieht! (Auch deshalb macht eine "Rangfolge" der Probleme Sinn) - noch mal als Motivationsschub für dich zu sehen ;)

    Genau das denke ich hier auch. Denn viele dieser Baustellen sind einfach darauf begründet, dass er aufdreht. Wenn er lernt, etwas runterzufahren, werden vermutlich alle diese Situationen direkt etwas entspannter.

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    Ich habe aber den Fehler gemacht, dass wir fast nurnoch ohne Leine gelaufen sind. Jetzt haben wir Probleme mit der Leinenführigkeit.

    Leinenführigkeit kannst du auch versuchen mit normaler Leinenlänge (2 Meter oder sogar nur 1m) und Clicker zu üben. Immer wenn er schön neben dir läuft bestätigen.

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    Dazu kommt, dass er manchmal auch zur Leinenaggression neigt.

    Das Problem hatte/habe ich auch, seitdem Lena mehrfach an der Leine von freilaufenden Hunden massiv bedrängt wurde (teilweise zwei auf einmal, von denen ich einen schon am Schlawittchen hatte). Mit jeder dieser blöden Begegenungen hatte sie gelernt, früher Terror zu machen, weil sie immer Erfolg hatte. Ich habe es fast wieder im Griff, habe ihr allerdings jetzt über etwa 3 Monate auch NULL Erfolgserlebnisse gegönnt. Habe mich zum absoluten Idioten gemacht und bei dem einen oder anderen unverbesserlichen Nachbarn sicher nicht zum Freund, aber dafür macht mein Hund eben keinen Terror mehr an der Leine.

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    Ohne Leine laufen klappt auch überhauptnicht mehr. Sobald er einen Hund sieht, will er sofort hin. Ablenken klappt nicht.

    Da hilft auch nur aussitzen. Wenn Terror gemacht wird, geht es nicht weiter. Sitzt er brav, darf er hinlaufen. So würde ich es machen. Ich bin bei uns auf dem Hof schon so belächelt worden. Solange Madam bei jedem Schritt auf dem Hof bellend um mich rumhüpft und zu den Hunden auf der Wiese will, geht es keinen Schritt voran. Sieht albern aus, ist auf Dauer aber sehr wirkungsvoll. Ist sie ruhig, geht es weiter.

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    Dazu kommt dass er momentan irgendwie überhaupt keine Hundekontakte mehr bekommt. Entweder darf er nicht hin oder der andere Hund will einfach nicht(wollten diejenigen dann noch nie).Dazu muss ich sagen, dass er trotzdem hinkann aber eben nicht einfach mal ausgelassen spielen. Die einzigen Hunde mit denen er spielen kann treffen wir überhauptnicht mehr.

    Hast du die Möglichkeit eines Hundeauslaufes irgendwo in eurer Nähe wo du vielleicht 1 mal die Woche oder so hinfährst? Ansonsten finde ich es nicht schlimm, wenn man mal 1-2 Tage keinen anderen Hund trifft. Klar sind tobende Hunde schöner, aber es gibt schlimmeres.

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    Beim Alleinesein macht er ständig was kaputt (ist auch schon zurückgegangen).

    Hast du Alleinesein langsam aufgebaut? Oft ist das ein Zeichen von Frust über das alleine sein?

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    Zur Auslastung mach ich schon Dummytraining mit ihm...zumindest versuch ich es, aber manchmal kommt es mir so vor als wenn er es nicht nur kapieren kann sondern es garnicht wirklich will...

    Nicht jeder Hund muss ein Dummi Freak sein. Vielleicht macht ihm etwas anderes mehr Spass? Waldagility, Agility allgemein, Ziehen, Dogdancing? Wenn du das mit dem Dummi noch mal probieren willst ist auch hier der Clicker ein sehr hilfreiches Mittel und dann entweder von vorne oder von hinten schrittweise aufbauen.

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    Besuch wird als Streichelmaschine angesehen und bei Nichtbeachtung angesprungen, angebellt,...

    Wenn er Terror macht, würde ich ihn konsequent auf seinen Platz schicken. Kann ja ein Kissen im gleichen Raum sein, nur wenn er ruhig ist, darf er sich frei bewegen.

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    Vietnamesen scheint er auch nicht sonderlich zu mögen und eine alte Frau mit Krücke. Wenn er dann anfängt zu bellen etc. unterbinde ich es natürlich.

    Mit Krücken hat es meine auch nicht so, ich gebe zu, ich habe ihr einiges davon schön gefüttert. Mit Moslems und Kopftüchern habe ich bis heute Probleme, da hilft letztlich nur ein funktionierender Abruf, damit der Hund zu einem kommt und die Person nicht weiter belästigt.

    Das klingt im Moment nach vielen Baustellen, aber viele sind mit reiner Konsequenz und etwas Durchhaltevermögen finde ich gut schaffbar. Wenn er kapiert, dass er mit seinem aufgedrehten Verhalten keinen Erfolg mehr hat, dürfte es besser werden.

    Durchhalten, du schaffst das! Du wirst dich selber zwar dabei zum Affen degradieren, aber was tut man nicht alles für seine Hunde :D

    Immer nur so lange weggehen, wie er ohne Jaulen schafft. Dann wird es für ihn normal und du kannst die Zeitspanne ausdehnen.

    Solange er nicht jault, ist es für ihn in Ordnung und du musst keine Angst um sich aufbauende Ängste haben.

    Lieber 3 Tage länger dran arbeiten aber es sicher hinkriegen, als überstürzen, aber das wird schon!

    Womit du wieder beim vergleichen bist.

    Und gerade das PKW-LKW Beispiel ist doch ein sehr schönes für die Ungerechtigkeit. Meine Eltern haben seit ich 11 oder so bin immer Wohnmobile gehabt. Zwar immer die typischen Wohnmobile (also keinen Bus), aber immer kleine, wendige. Seit 5 Jahren haben sie den jetzigen, und es ist der erste, der absichtlich aufgelastet ist, auf 3.5 t Gewicht. Weil sie damit nur absoluten Bruchteil dessen zahlen, was sie sonst für ihre Wohnmobile, alle als PKW zugelassen wegen nur 2.8t Gewicht, zahlen. Und das ganze bei exact gleichen Rechten. Schon komisch oder? Da packt man ein paar Gewichte unter das Auto und schon spart man richtig Geld. Macht das Sinn? Ist das nicht tierisch ungerecht? Und die ganzen Wohnwagen die in den Sommermonaten rumstehen, die kosten überhaupt keine Steuer.