Beiträge von Faesa

    Und wieviel ist ihr verbales Lob wert? Wie übst du denn sonst mit ihr? Doch sicher nicht nur über Strafen von unerwünschtem Verhalten. Ist davon irgendwas übernehmbar auf die Autosituation?

    Seit dem sie sich das vom Hund meiner Eltern abgeguckt hat, hab ich im Ort auch so einen Terrorhund im Auto. Box geht leider Platztechnisch auch nicht, also muss ich durch. Ich ignoriere ihr Gebelle, solange ich nichts machen kann, bin ich Beifahrer, habe ich Leckerlies und jedes Ruhigbleiben wird belohnt. Wir haben es vorgestern schon mit nur noch 3 mal kurz Anschlagen durch den Ort geschafft, weil sie dann doch kapiert hatte, es gibt was, wenn ich ruhig bin. Nur leider bin ich zu selten als Beifahrer unterwegs, so dass die Tage, an denen sie bellt, leider häufiger sind als umgekehrt. Aber ich hoffe, dass es mit jedem Üben besser wird, und damit die Bellattacken wenn ich selber Fahrer bin, weniger werden.

    Hoffe also schlicht auf den langfristigen Erfolg *hoff*

    Würde das bei deiner nicht auch evt. funktionieren? Loben von richtigem (also Ruhigen) Verhalten? Ich finds relativ erschreckend, dass direkt mit Rappeldose angefangen wird, ohne dass vorher der positiv besetzte Weg ausprobiert worden ist.

    Nunja, alleine bleiben übt man im Sekundentakt (bei einem Hund wie diesem würde ich das zumindest so anfangen).

    Das heisst also: Schlüssel von aussen in die Türe stecken, aber nicht gehen. Kurz darauf gehen, Türe zu, aufschließen, wieder rein. Das ganze mehrfach wiederholen.

    ==> Hund lernt, es ist nicht schlimm, wenn die Haustüre hinter Frauchen zugeht.

    Zweiter Schritt: Schlüssel nehmen, Türe hinter sich zu machen, Schlüssel ins Schloss, aufschließen, reingehen. Wieder mehrfach wiederholen.

    ==> Hund lernt, es ist auch nicht schlimm, wenn Frauchen noch mal 3 Sekunden länger weg ist.

    Dritter Schritt: Schlüssel nehmen, Türe zu machen, 2 mal durchatmen, aufschließen, reingehen. Wieder mehrfach wiederholen.

    ==> Hund lernt, dass Frauchen zwar weg ist, aber auch gleich wiederkommt.

    Vierter Schritt: Schlüssel nehmen, Türe zu machen, bis 20 zählen, reingehen. Dann das ganze ausdehnen, bis 40 zählen, zum Briefkasten gehen, 5 Minuten warten, 10 Minuten im Treppenhaus oder am Bordstein stehen und lesen usw.

    Wichtig ist, nie reingehen, wenn der Hund heult oder fiepst, sonst lernt der Hund, er muss nur Terror machen und Frauchen kommt wieder.

    Parallel dazu, müsste man sich den Tagesablauf ansehen. Ist der Hund total aufgeputscht, und er braucht das Kauen/Zerstören zum Abreagieren oder ist er total unterfordert. Bei beidem müsste die Auslastung entsprechend angepasst werden (ruhigere Beschäftigung wie Nasenarbeit also Kopfarbeit oder vielleicht auch die Gassirunde um 30 Minuten ausdehnen).

    Selten ist so ein Problem mit nur einer Aktion gelöst, meist muss man an mehreren Baustellen arbeiten und dann klappt das auch.

    Wie gesagt, wie kriegst du von dem Hals deines Hundes was in die Augen? Diese Teile sprühen von unten gegen die Schnauze. Weh tut das nicht, riecht vielleicht unangenehm, bzw. es gibt sie auch nur mit Druckluft, aber schadet eigentlich nur der Psyche des Hundes, nicht körperlich.

    Also dass es in die Augen sprüht, ist anatomisch fast unmöglich vom Hals aus. Aber ja, es gibt diese Teile und leider sind sie auch legal. Da sie noch "verhältnismäßig" günstig sind, und schnelle Hilfe bei so ziemlich allen Problemen versprechen, sind sie bei Leuten, die keine Lust haben, sich intensiv mit ihrem Hund zu beschäftigen, äußerst beliebt.

    Gibt es in den Varianten Sprühen durch Auslösen auf der Fernbedienung oder in der "Anti-Bell-Version" als Sprühen durch Auslösen durch Bellen (oder sonstige ähnliche Geräusche).

    Diese Teile sind absolut gefährlich, können zu bösen Fehlverknüpfungen führen (z.b. Hund sieht Grashalm, Mensch denkt aber, Hund sieht Hase, was er nicht soll, drückt auf Fernbedienung, Hund wird gestraft für Blick auf Grashalm und meidet in Zukunft im schlimmsten Fall jedes Gras aus Angst, dass es wieder sprühen könnte).

    Ach ja, es gibt diese Teile auch noch mit Strom, deren Vertrieb ist in Deutschland erlaubt, aber der Einsatz zum Glück nicht gestattet. Da es sie aber leider ja gibt, werden sie auch genutzt :sad2:

    Also anzeigen kannst du sie nicht, da es legale Trainingsmittel sind, ob sie sinnvoll sind, sei mal komplett dahingestellt.....

    Von Anti-Bell-Halsbänder halte ich gar nix. Stell dir mal vor, die zweite Hündin schlägt an, und Hund 1 liegt auf seinem Kissen, aber das Halsband löst aus. Dann hast du nur die neue Baustelle, dass er sein Kissen mit was negativem verbindet.

    Mal abgesehen davon, dass ich sowieso die positive Bestärkung in der Erziehung als Weg sehe und Strafen in der Regel (ist ja immer Auslegungssache und absolut Situationsbedingt, darum mal kein "nie") ablehne, würde ich nie etwas nutzen, was du nicht kontrollieren kannst, also sicher sein kannst, dass die Strafe punktgenau ist und der Hund das auch mit der unerwünschten Handlung verbindet.

    Ich hab nach 2 Billigvarianten mir letzten Herbst das Leuchtie gekauft - und keine Sekunde bereut. Mein Hund ist immer der einzige, den man auf der Mitte des Feldes noch sieht, die anderen mit den einfachen Fahrradbändern oder ähnlichem leuchten einfach nicht weit genug und die Halter suchen trotz Halsband in der Dunkelheit ständig nach ihren Hunden. Wurden auch schon zig mal beneidet und jeder will es sich kaufen, weil es so toll ist, guckt dann nach dem Preis und lässts doch...

    Da man das Leuchtie ja übern Kopf zieht und Lena es durch ihren schmalen Kopf einmal verloren hat, hab ich einfach eine Schlaufe genäht, die am Leuchtie dran ist, durch die ich ihr Halsband durchziehe beim Gassigehen und schon ist dieses Risiko des Verlierens ausgeschaltet.

    Die Batterie wurde zum Ende des Frühjahrs etwas schwach, jetzt hatten wir es letztens mal wieder rausgekramt und sie geht wieder wie ne Eins. Vermutlich allerdings nich allzulange, aber dann tausch ich halt die Batterie aus und es ist wie neu.

    Ich würde keinen Cent mehr für die billigen (und am besten noch blinkenden *grusel*) Dinger ausgeben.

    Wenn er das Prinzip begriffen hat, hast du es mal mit einem Clicker probiert? Dass eben der Click immer weiter rausgezögert wird, bis du aufgeschlossen hast? Oder wegen mir auch ohne Clicker, aber das Leckerli gibts erst, wenn du bei ihm bist und nicht bei dir abzuholen?

    Das schnelle Stop kann man sicher üben, in dem man nur noch die Stops belohnt, die schnell (also zuverlässig) erfolgen.

    Vielleicht hilft es auch, es immer an ganz bestimmten Ecken zu sagen, damit sich dort allmählich ein Erfolgserlebnis einstellt, was man dann praktisch generalisiert (bei mir z.B. am Treppenabsatz, vor der Haustüre, am Durchgang vom Weg wo der Garagenhof anfängt (anderer Bodenbelag), oder da wo der Feldweg den wir gehen die Zufahrt zum Kleinmüllplatz kreuzt).