Beiträge von AuraI

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    Haut mich, aber mittlerweile habe ich nicht mehr alles im Auge und es ist auch kein Fulltime-Job mehr. Wir laufen entspannt durch die Gegend, machen ab und an unsere Arbeit und gut war's :???: Allerdings ist sie auch schon 2 Jahre alt und wir haben mit 8 Wochen angefangen..

    And that's the point.

    Wenn ich bedenke, welche Fortschritte wir in nem dreiviertel Jahr gemacht haben, hab ich gute Hoffnungen, dass wir in ein paar Jahren auch wesentlich entspannter unterwegs sein können, dass einfach alles routiniert läuft.

    Aber das letzte dreiviertel Jahr war bei uns Arbeit, Schweiß und Blut.

    Und darum gehts doch. Ist man bereit, ein relativ hohes Maß an Arbeit zu akzeptieren, welche mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einfach unumgänglich sein wird, will man ein frustfreies Leben mit Hundi, dann trägt das im besten Fall auch Früchte.

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    Da ist der permanente Rundumblick nötig, um zu sehen, ob nicht doch irgendwo ein Hase, ein Reh, ein Fasan oder was weiß ich auftaucht. Da muss auf den Hund geachtet werden, ob er grad eine Spur aufnimmt. Die Schlepp sollte man auch im Auge (oder in der Hand) behalten, denn das eigene Verheddern in der Schlepp zieht oft unnötige Stürze nach sich ;-) Oder die Schlepp bleibt, weil sie in der Hand gehalten wird, an einer Wurzel hängen und bremst Hund und Halter aus.

    ...

    Wenn man sich darüber im Klaren ist, was es bedeutet, sich einen Jagdhund ins Haus zu holen, kann auch ein Anfänger das packen!

    schlaubi

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    Es ist schon ein Fulltime Job, man kann es nicht anders sagen, denn du wirst es dem Hund nicht abgewöhnen können, sondern es nur in die richtigen Bahnen lenken. Das erfordet viel Zeit, Geduld und Konsequenz. Wenn du all das auf dich nehmen willst gibt es keinen Grund für mich vom Jagdhund abzuraten.

    :2thumbs:

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    Meinst Du wirklich, schlecht gekaute Pflanzennahrung könne kein Mensch verdauen?

    Jap. Abgesehen davon, dass selbst bei noch so gutem Kauen eben zb Cellulose unverdaulich bleibt, werden immer Bestandteile einer Pflanze NICHT verdaut.

    Wenn du ein Stück Karotte so herunterschluckst, wirds auch so wieder heraus kommen. Die Enzyme haben durch das fehlende Kauen auch zu wenig Oberfläche, die sie angreifen können, was die anderen Bestandteile der Karotte anbelangt.

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    ob ich z.B. eine 200g Packung auftauen, und in 4x 50g Portionen wieder einfrieren kann und dann eben zu jeder Mahlzeit jeweils eine 50g Portion wieder auftauen kann?

    Jo, das kannste machen. Antauen am Besten. Im Kühlschrank über Nacht antauen lassen, portionieren, einfrieren.

    In der heruntergeladenen Excelltabelle gibt es zwei Seiten.

    Unten links auf dem Bildschirm sind karteikartenähnliche Felder, wo "muster" und "Daten" drauf steht.

    Die "Muster"- Seite ist die, auf der du die Werte deines Hundes verändern musst.

    In Feld D 111 (b) wird der Energiebedarf, abhängig von Gewicht, eingetragen.

    (Quelle: Meyer/Zentek, Ernährung des Hundes, 5. Aufl., S. 52)

    Du fügst also in das Feld D 111 (b) eine dieser Zahlen ein (zb 0,17)

    In Feld F 111 (c) wird der Proteinbedarf eingegeben


    (Quelle: Meyer/Zentek, Ernährung des Hundes, 5. Aufl., S. 62)

    In Feld F 111 (c) also zb 2,2 eintragen.

    In Feld B107 wird nur noch das Gewicht des Hundes eingetragen.

    Hast du das alles eingetragen und auf enter gedrückt, siehst du in Zeile 109 das Tegas- SOLL des Hundes.

    Gibst du nun auf dieser Seite ganz oben zb in Feld B 6 (fettes Rindfleisch) eine ausgedachte Menge ein (zb 300g) und in Feld B 24 (Summe Fleisch) die selbe Menge, siehst du ganz unten in Zeile 108 die IST- Werte.

    In den Feldern F 108, F 109, F 110 kann man dann sehen, wie viel Fleisch den Bedarf an vrp abdeckt.

    Ich finde das ziemlich wichtig zur Orientierung.

    Ab jetzt heißt es dann individuell a npassen, das kommt mit der Zeit.

    Lustigerweise deckt sich diese Tabelle mit den Werten, die man erhält, wenn man nach Swanie Simon rechnet, also 2%-3% des Körpergewichts, davon 70% Fleisch...

    Interessant ist, dass man dort auch einen Überblick darüber hat, ob man ausreichend Vitamine, Mineralstoffe, etc füttert.


    Puh... und das am frühen Morgen^^

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    Mit dieser Formel müsste ich erst Kalorienwerte für alle möglichen verschiedenen Futterbestandteilen zusammensuchen, nur um am Ende genauso die Mengen dem einzelnen Hund nach Augenmaß anpassen zu müssen. Wo ist da der Gewinn? :???:

    :winken: Kay!

    Erwähnte ich mal in dem einen oder anderen Thread meine Selbstversuche bezüglich Durchschnittswerte, Kilojuleangaben, Grundumsatz, Leistungsumsatz, Freizeitumsatz BLABLA?

    Meine Erfahrungen an mir selber dürften sich da mit deinen Vermutungen decken.

    Im Endeffekt ists individuell. Im Endeffekt sind es immer die gleichen Richtlinien, aber anpassen muss man immer speziell an den Hund.

    Wir sind neulich bei Rushhour mit dem Bus gefahren.

    Missy: Schulterhöhe, je nach Zappelgrad, 27-29cm, knappe 5 Kilo

    Gerüstet mit einem quietschegelben Sattelgeschirr von Equest Dox bin ich einfach mit Missy hinten rein.

    Die Menschen standen im Bus so dicht, dass immer ein paar Leute aussteigen mussten, um die Leute rauszulassen, die wirklich aussteigen wollten^^.

    Ich auch zwei mal mit Missy.

    Raus aus dem Bus. Rein in den Bus.

    Missy war die ganze Zeit auf dem Boden an der Leine. Ich habe peinlich genau darauf geachtet, dass ihr kein Fuß zu nahe kommt.

    Missy neigt dazu, überzureagieren, wenn ich sie zb im Bus oder im Zug auf den Arm nehme.
    Dann fängt sie an zu zittern und Panik zu schieben.
    Lass ich sie selber einsteigen etc, ist sie entspannt.

    Also es geht durchaus, man muss nur gute Beinarbeit leisten, um eben einen gewissen Freiraum um den Hund zu schaffen.