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ABER...mein Hund ist keine Maschine und ich bin es auch nicht! Vielleicht bin ich auch einfach nicht so ein Super-Duper-Hundehalter, der seinen Hund den ganzen Spaziergang über bespaßt und ja mir passiert es auch immer mal wieder, dass ich es nicht schaffe eineinhalb oder zwei Stunden lang die Aufmerksamkeit komplett auf meine Hunde zu richten...ich bin manchmal, und wenn es nur Sekunden sind, auch abgelenkt. So...und wenn gerade in diesem Moment ein Hase aufspringt und ich den Moment verpasse läuft Janosch los und wenn er losgelaufen ist...ja was hilft mir denn dann die ganze Impulskontrolle? Dann brauche ich ein Kommando um ihn zu stoppen und das ist mir gestern das erste Mal geglückt und da war (bin) ich stolz drauf!
Kannst du auch sein!!!
Bei uns gibts aber in dem Moment kein SIgnal, wo der Hund weiß, er soll seine Handlung abbrechen.
Bei uns gibts durch den Pfiff das Aufzeigen einer Alternative, die mit dem momentanen Hetzen NICHTS zu tun hat, da der Pfiff auch in anderen Situationen mal kommen kann. Dadurch, dass dieser Pfiff eben nicht in ihr "suggeriert" die Handlung abzubrechen, sondern einfach einen gelernten MEGA- SPASS verheißt, dreht sie eher automatisch um, als dass sie "gehorchen" müsste. Ich verlange da keinen Gehorsam, ich sage "heyyyyyyyy zufällig passiert hier gerade das genialste, was du bisher kennengelernt hast!!!"
Und das wirkt, denk ich mal, unterstützend dahingehend, dass sie ja so wie so gelernt hat, dass es jetzt eh keinen Jagderfolg zur Folge hat, ohne mein Komamndo zu jagen.
Ein Sitz wäre eine Form von Gehorsam, ebenso ein Hier oder oder oder.
Mit dem Pfiff kündige ich einen Reiz an, der zwar schwach mit dem Reiz des Jagens zu vergleichen ist, aber von dem sie weiß, dass sie ihn hundert pro erlebt... konnte ich das irgendwie verständlich machen? 
Ich sage quasi nicht, "du sollst aufhören zu hetzen".
ich sage "guck mal, hier hast du die Chance, dass deine Triebe befriedigt werden und du weißt das ganz genau".
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Ich hab fast das Gefühl ich müsste mich für irgendwas rechtfertigen
Wollt ich nicht bezwecken!
Du meintest nur, dass es für euch wichtig war, herauszufinden, ob man Janosch auch aus dem Hetzen von Wild ins Sitz bekommt.
Und ich wollte nur sagen, für "meine Erziehung" ist das gar nicht notwendig, da ich real nie oder nicht bei Hasen etc einen Hetzabbruch fordere, da ich denke, dass ich sie damit überfordere und die Wahrscheinlichkeit, dass sie hört zu gering ist. Und als Grundvoraussetzung dafür liegt eben bei uns das Hauptaugenmerk auf 1) der Abhängigkeit von mir bei ihrem Jagdschema, 2) der Impulskontrolle und 3) dem vermeiden von Situationen, in denen Missy einfällt, sich dahingehend zu verselbstständigen.
Ich halte unsere Situation nicht für perfekt, ich wollte lediglich aufzeigen, dass durchaus die Möglichkeit besteht, einem Hund BEWUSST beizubringen, dass er jagen darf, ein Hetzabbruchsignal nicht zu benötigen und dennoch einen Hund zu haben, der nicht (mehr) selbstständig jagen geht.