Beiträge von AuraI

    Du hast doch nen Hund, Tucker, was mir in dem letzten Jahr aufgefallen ist: Wie komplex die Beziehung zwischen mir und dem Hund ist.
    Bei uns kann man das gar nicht isolieren. Missy handelt nicht nur durch Leckerlis aber auch nicht nur durch die Bindung zu mir, welche meiner Meinung nach auch eine Form der Bestätigung ist.

    Sicherheit, ein soziales Gefüge, Fressen, Spiel, Jagd, das sind doch nicht voneinander zu trennende Bereiche. Zumindest nicht, wenns um das Zusammenleben geht.

    Ich halte es für nicht erstrebenswert, den Gehorsam oder besser gesagt das funktionierende Zusammenleben AUSSCHLIESSLICH auf Leckerlis oder Spiel aufzubauen, andersherum sind Bestätigungen, die eben solche leicht beim Hund erreichbaren Triebe ansprechen, oft auch die einzige oder die effektivste Möglichkeit, "artübergreifend" zu vermitteln, was von Hund verlangt wird.

    Ausschließlich negativ zu bestärken und zu bestrafen, wie du beschrieben hast, find ich äußerst fragwürdig.

    Bei uns wurde der Gehorsam immer besser, da viele Dinge parallel geschehen... man lernt sich besser kennen, die Regeln werden deutlich, man versteht einander besser/ schneller, man vertraut einander besser, aber natürlich auch durch gemeinsame Erfolgserlebnisse, Bestätigung und Spiel...

    Ich würde nicht auf die Idee kommen, da zu trennen oder zu sagen "ich bestätige nichts, ich weise lediglich darauf hin, w enn etwas falsch ist"

    Andersherum würde ich nie sagen "ich bestätige ausschließlich positiv".

    :ka:

    Zitat

    Der Hund muss Kompromisse eingehen, wieso sollte der Mensch es nicht auch?

    :2thumbs:

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    Je besser erzogen, je gehorsamer mein Hund ist, desto mehr Freiheiten hat er und desto ausgeglichener kann er leben. Ich möchte keinen Hund haben, der ALLES fragt, aber anstehende Entscheidungen werden abgewartet und meine Entscheidung respektiert.

    Ein guter Chef kann es sich aber leisten großzügig zu sein

    :2thumbs:

    Mehr hätte ich nicht dazu zu sagen^^

    Gestern gabs Entenrücken und Pferdeherz.

    Da mir der Kot gestern zu fest war, gabs heute nur Putenleber und Lammfleisch mit Fett

    Zum Frühstück gabs nen geforenen Gemüsemix.

    Morgen wirds zum Frühstück nen Mix aus Frischem geben: Viel Salat, Apfel, etwas Kiwi, geraspelte Karotte und Braunhirse.

    Dazu Kräuter, Knofi, Joghurt und Öl.

    Nachmittags gibts Seelachsfilet und ein Rehbeinchen... oder die Hälfte davon^^

    Medikament für Menschen gegen den Brechreiz: MCP- Tropfen.

    Mal den TA fragen, ob das auch für Hunde genommen werden kann, aber ich meine das mal gelesen zu haben.

    Allerdings würd ich medikamentös erst nach einem ganzen Tag Gebreche was machen, immerhin hat das ja auch nen guten Grund.

    Einfach in Ruhe lassen und ihn viel trinken lassen.

    Hält das mehr als einen oder zwei Tage an, stimmt was nicht. Ich würd mich da auch um Infusionen bemühen und den TA wegen Medikamenten aufsuchen.

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    Doch steht ein guter Grundgehorsam im Vordergrund.

    So gesehen ist das natürlich auch bei uns die Basis.

    Durch guten Grundgehorsam halte ich sie auf den Wegen, lege sie ab, hole sie ins Fuß und rufe sie zu mir heran. Ohne nen gut sitzenden Grundgehorsam kann ich Impulskontrolle gar nicht verlangen.

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    Man sollte mit Fell eigentlich nur arbeiten, wenn der Hund jagdlich gearbeitet wird.

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    Oh, das wußte ich nicht. Habe in der Hundeschule einen Antijagdkurs gemacht und die haben das empfohlen.... Habe mir allerdings dann auch weiter keine Gedanken gemacht - Pfiff klappt aber nun sehr gut.

    Bei näherem Überlegen erschließt sich mir das aber auch nicht wirklich...

    Bei der Reizangel sind auch Fellteile erlaubt, auch bei Pia Grönings "Antijadgtraining" und dort wird auch eine kontrollierte Jagd befürwortet. Warum also nicht mit einem Felldummy z.B. einen Superpfiff aufbauen?

    LG Astrid

    Meiner Meinung nach habt ihr beide Recht.

    Ich würde einem Hund, der noch am Anfang steht, was das AJT anbelangt, kein felliges Teil hinknallen, ich denke, das würde überfordern.

    In einem AJ- Seminar wurde meiner plötzlich ein toter Hase vor die Nase geworfen.
    Zu dem Zeitpunkt waren wir noch nicht so weit, außerdem baue ich die Geschichte ganz anders auf.
    Ich will meinen Hund nicht in erster Linie von Wild abrufen können oder erreichen, dass sie WIld langweilig findet, auch will ich nicht, dass mein Hund lernt, mich in Trainingssituation zu verarschen.
    Lieber soll sie lernen, dass sie ausschließlich Jagderfolg hat, wenn sie sich an mir orientiert. Sage ich nein, wird sie es alleine auch nicht schaffen.

    Ein Felldummy würde das Training nur unnötig erschweren, zumindest bei meiner.

    Inzwischen sind wir so weit, allerdings werde ich den Pfiff nicht handlungsabhängig aufbauen, daher wird er am Felldummy maximal einmal zum Einsatz kommen. Ein gezieltes Hetzabbruchsignal will ich meiner nämlich nicht antun, wenns um echtes WIld geht.

    Hab ich hier erklärt.

    Am Felldummy wäre eine gesteigerte Impulskontrolle aber interessant.

    Schaut doch mal im Antijagd- Thread vorbei, da sind eine ganze Menge Tipps für jedes "Stadium".

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    Für ihn gibt es einfach nichts befriedigenderes als echtes Wild aufzustöbern und zu hetzen. Ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich ihm irgendeinen Reiz, irgendeine Ersatzbefriedigung anbieten könnte, die ihn dazu veranlassen würde freiwillig(!!!) angesichts von flüchtendem Wild zu mir zu kommen.
    Im Moment seh ich da einfach keine andere Möglichkeit als über konsequenten Gehorsam vorzugehen...

    Das ist ja eine Frage der gezielten Konditionierung.

    Da wird der Hund nicht im Eifer des Gefechts vor die "Entscheidung" gestellt Superbelohnung oder WIld... ha... nein, das w ürd Missy so auch nicht machen.

    Das ist eine Frage des Aufbaus. Der Hund muss es verinnerlicht haben, die Reaktion auf diesen Pfiff muss immer die selbe sein...

    Dadurch, dass dieser Pfiff eben unabhängig von einer bestimmten Handlung ist, regelmäßig in unterschiedlichen Situationen angeboten wird, festigt sich da einfach ein Ablaufschema. Du konditionierst da fast klassisch.

    Aber ich sag ja nicht, das klappt bei jedem Hund, immerhin ist diese ganze Bindung, eben auch wenns um die Jagd geht, eine ganz komplexe Geschichte. Wenn ich eins gelernt hab im letzten Jahr, dann dass die Situation mit meinem Hund von so vielen Faktoren abhängt und man eben nie isoliert sagen kann "das klappt, das nicht".

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    Ich bin ein Ferkel :ops: , ich wisch meine Hände einfach an der Jacke oder der Hose ab. Das sind extra meine Hundeklamotten,

    Doris


    Ich auch ich auch ich auch.

    Ja, bei uns kommt eine Hundekottüte, gefüllt mit rohen Leckereien, in nen normalen Leinen- Futterdummy.

    Missy bekommt ihre gesamte Fleischration daraus, da sie ne kleine Jägerin ist und es sie so einfach am meisten befriedigt... Beute jagen, Beute heimschleppen, Beute teilen.

    Man gewöhnt sich dran und zuhause gibts Seife und bei Bedarf auch Desinfektionsmittel (auch für Wäsche).

    Da meine TOOOTAL auf ihr Fressen abfährt, hab ich draußen dadurch immer die genialste Belohnung. Da kommt fast nix gegen an^^

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    ABER...mein Hund ist keine Maschine und ich bin es auch nicht! Vielleicht bin ich auch einfach nicht so ein Super-Duper-Hundehalter, der seinen Hund den ganzen Spaziergang über bespaßt und ja mir passiert es auch immer mal wieder, dass ich es nicht schaffe eineinhalb oder zwei Stunden lang die Aufmerksamkeit komplett auf meine Hunde zu richten...ich bin manchmal, und wenn es nur Sekunden sind, auch abgelenkt. So...und wenn gerade in diesem Moment ein Hase aufspringt und ich den Moment verpasse läuft Janosch los und wenn er losgelaufen ist...ja was hilft mir denn dann die ganze Impulskontrolle? Dann brauche ich ein Kommando um ihn zu stoppen und das ist mir gestern das erste Mal geglückt und da war (bin) ich stolz drauf!

    Kannst du auch sein!!!

    Bei uns gibts aber in dem Moment kein SIgnal, wo der Hund weiß, er soll seine Handlung abbrechen.
    Bei uns gibts durch den Pfiff das Aufzeigen einer Alternative, die mit dem momentanen Hetzen NICHTS zu tun hat, da der Pfiff auch in anderen Situationen mal kommen kann. Dadurch, dass dieser Pfiff eben nicht in ihr "suggeriert" die Handlung abzubrechen, sondern einfach einen gelernten MEGA- SPASS verheißt, dreht sie eher automatisch um, als dass sie "gehorchen" müsste. Ich verlange da keinen Gehorsam, ich sage "heyyyyyyyy zufällig passiert hier gerade das genialste, was du bisher kennengelernt hast!!!"

    Und das wirkt, denk ich mal, unterstützend dahingehend, dass sie ja so wie so gelernt hat, dass es jetzt eh keinen Jagderfolg zur Folge hat, ohne mein Komamndo zu jagen.

    Ein Sitz wäre eine Form von Gehorsam, ebenso ein Hier oder oder oder.

    Mit dem Pfiff kündige ich einen Reiz an, der zwar schwach mit dem Reiz des Jagens zu vergleichen ist, aber von dem sie weiß, dass sie ihn hundert pro erlebt... konnte ich das irgendwie verständlich machen? :???:

    Ich sage quasi nicht, "du sollst aufhören zu hetzen".
    ich sage "guck mal, hier hast du die Chance, dass deine Triebe befriedigt werden und du weißt das ganz genau".


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    Ich hab fast das Gefühl ich müsste mich für irgendwas rechtfertigen

    Wollt ich nicht bezwecken!
    Du meintest nur, dass es für euch wichtig war, herauszufinden, ob man Janosch auch aus dem Hetzen von Wild ins Sitz bekommt.
    Und ich wollte nur sagen, für "meine Erziehung" ist das gar nicht notwendig, da ich real nie oder nicht bei Hasen etc einen Hetzabbruch fordere, da ich denke, dass ich sie damit überfordere und die Wahrscheinlichkeit, dass sie hört zu gering ist. Und als Grundvoraussetzung dafür liegt eben bei uns das Hauptaugenmerk auf 1) der Abhängigkeit von mir bei ihrem Jagdschema, 2) der Impulskontrolle und 3) dem vermeiden von Situationen, in denen Missy einfällt, sich dahingehend zu verselbstständigen.

    Ich halte unsere Situation nicht für perfekt, ich wollte lediglich aufzeigen, dass durchaus die Möglichkeit besteht, einem Hund BEWUSST beizubringen, dass er jagen darf, ein Hetzabbruchsignal nicht zu benötigen und dennoch einen Hund zu haben, der nicht (mehr) selbstständig jagen geht.