Beiträge von AuraI

    So, nach langer Abstinenz mal ein Zwischenbericht.

    Ich habe festgestellt, dass meine wirklich nach zwei Tagen "Unterforderung" (zb wenn man Grillen geht und das Training ausfällt) anfängt, sich ihre Reize selber zu suchen, von daher war es gut, den letzten Monat sowas mal beobachten zu können.

    Für den nächsten Umzug weiß ich also, dass man in stressreichen Situationen um so dringender an Routine festhalten muss.

    Nachdem mein Pfiff den Bach runter gegangen ist, hab ich erstmal keine Lust mehr, großartig nen neuen aufzubauen, ich finde Auslastung und Prophylaxe immer wichtiger.

    Komischerweise gibt es hier im Wald wenig Tierchen, im Park waren wir antijagdtechnisch im ALltag mehr gefordert. Schlimm und ein echtes Problem sind eher die Menschen- Kot- Haufen im Dickicht.
    Missy geht eigentlich nicht großartig Fährten hi9nterher, zum Glück!, aber wenn da irgendwo Menschenkacke liegt, riecht sie das mehrere zig Meter weit.

    Ich hatte gehofft, hier gibt es vielleicht den einen oder anderen gut erzogenen und jagdlich ausgelasteten Hund, aber auch hier ernte ich für Selbstverständliches, wie "bei fuß" erstauntes Lob von Hundehaltern und Verständnis beim Training hier gleich null.

    Missy liegt abseits des Weges, weil ich sie dort abgelegt hatte und sie soll warten, bis sie den Ball suchen darf. Ich stehe noch demonstrativ neben Missy, tu so, als würde ich mit nem Handsignal Missy auf dem Boden halten, aber Hundehalter lassen ihre Hunde dennoch an Missy ran. Missy liegt dann noch ein paar Sekunden, trotz an ihr herumschnüffelnden Hunden, aber dann kann sie nicht mehr, und muss natürlich auch mal schnuppern... Grrrrrrrrr.

    Naja.
    Ansonsten kann ich mich nicht beklagen. Ich merke jedesmal, wenn Missy mal unaufmerksam ist oder so, dass es an mir liegt und korrigier mich dann selber.

    Ich bin sehr stolz auf meine Maus und auf mich.

    Wurm"frei" seit Rohfütterung.

    Ich füttere Karotten, Kürbiskerne, Kokosflocken, Knoblauch, ich denke aber auch, dass es eine Frage des Immunsystems, speziell den Darm betreffend, ist, ob ein Hund gut mit Würmern zurechtkommt und sich der Befall in Grenzen hält oder ob Würmer den Wirt "übermannen", von daher würd ichs nicht nur auf (vermeintliche) antiparasitäre Eigenschaften bestimmter Nahrungsmittel zurückführen, sondern auf eine abwechslungsreiche, ausgewogene und gesunde Ernährung.

    Bei der Impulskontrolle am bewegten Objekt korrigiert sie sich oft selbst.

    Also an der Reizangel "läuft" etwas weg, sie zittert, liegt aber noch, zittert stärker, dann macht sie nen halben Satz nach vorn und legt sich wieder hin, robbt ein paar cm zurück und schaut mich an ;)

    Süße Maus.

    Nö, ansonsten eher nicht.

    Wie bereits geschrieben wurde, ist es da wohl eine Frage, wie es anerzogen wurde.

    Zitat


    Super so ein Rinderherz!

    Wirklich interessant ist der Unterschied zwischen nem Rinder- und nem Pferdeherz!

    Insbesondere die Gefäße sind vom Pferd richtig fest, stabil und weiß, grenzen sich extrem scharf vom umliegenden Gewebe ab, beim Rind ist das alles immer etwas schleimiger, schlaffer...

    Ja, also das Physikum werd ich gut hinkriegen^^

    So, bei uns gabs heut zum Frühstück fürs Hundi nen frischen Mix aus Feldsalat, Paprika und Banane mit Braunhirse, fürs Frauchen Müsli.

    In den Dummy kommt auf jeden Fall irgendwas von der Fleischtheke. Entweder Lammrücken-wirbel oder Brustbein vom Rind... dazu dann Entenfett und Rindfleisch

    Vielleicht habe ich eine andere Vorstellung, als viele andere, aber mein Superpfiif ist HANDLUNGSUNABHÄNGIG, aber immer mit dem selben Effekt...

    Daher kommt dieses Signal auch beim Hetzrausch durch (wobei ich in alleralleraller erster Linie so arbeite, dass es nicht dazu kommt).

    Weil das Signal konditioniert wurde. Nicht NICHT als Abbruch von etwas, sondern als Reaktion auf Reiz.

    Dazu darf es aber auch nicht ständig angewandt werden.

    Antijagd heißt bei uns nicht, gegen die Jagd arbeiten, sondern mit dem Hund so viel und so effizient jagen, dass er das nur noch mit mir macht, da es ohne mich NIEMALS nicht zu einem Erfolg kommt.

    Das ist die Basis bei uns.

    Das gemeinsame Jagen. Die Abhängigkeit von mir für den Jagderfolg.

    Vollblut Leistungszuchtjäger wird man so sicherlich nicht AM WILD führen können, aber meine soll auch nicht AM WILD arbeiten.

    Ich denke, da gibts seeehr viele Missverständnisse.

    Zumindest hab ich den Eindruck. Fängt ja schon bei der Super- Rückversicherung an. Viele festigen sie als Abbruchsignal. Das kann nach hinten losgehen.

    Denn meine würde das Hetzen nicht abbrechen, wenn sie "weiß" dass ich einen Abbruch fordere.

    Wie bereits gesagt, sie reagiert da eher "machanisch", stand schon völlig verwirrt mit totem Vogel im Maul vor mir, weil sie einfach auf diesen konditionierten Reiz reagiert hat. Hätte ich einen Abbruch verlangt, hätte sie mir "den Vogel gezeigt" ;)

    Aber ein Abrufen ist bei uns gar nicht die Basis...

    Ich rufe meinen Hund sehr selten. Extrem selten. Sie ist bei mir. Neben mir, vor mir, hinter mir, aber bei mir. Wir gehen zusammen in die Büsche, sie zeigt mir Krähen an, die sie dann entweder hetzen darf, oder nicht, manchmal erst nach gutem Anschleichen, manchmal sofort, wir suchen zusammen Käse oder Spielzeug und egal, um was es geht, ich belohne in 90% der Fälle mit dem, was Missy am Meisten liebt und WILL: Beute hetzen, fangen, suchen.

    Leckerli- Einwerfen als Belohnung gibts eher beim Fuß über die Straße usw.

    Zitat

    Worauf ich hinaus wollte ist, ähnlich wie Corinna es geschrieben hat, daß der Hund für ein "Supersignal" ansprechbar sein muß !

    Geht er hinter Wild her, egal ob Sicht oder Fährte, und reagiert er auf das SS, dann frage ich mich doch, warum kommt er nicht auf ein "banales" Hier ?

    Eben ... das wird oftmissverstanden und man muss bei jagdlich stärker ambitionierten Hunden davon ausgehen, dass sie bei Wildkontakt (zb) eben NICHT ansprechbar in dem Sinne sind.

    Meine zumindest nicht.

    Konditioniere ich aber "Klassisch" (geht nie isoliert hundertpro, aber die Variante würde man eher in die Richtung schieben), also festige ich einen Reiz unabhängig von einer bestimmten Handlungmit immer der gleichen Reaktion darauf, habe ich einen ähnlichen Effekt wie das mit dem Speichelfluss.

    Beim normalen Hier weiß meine, dass sie zu mir kommen, eine Handlungabbrechen soll.

    Mit dem Pfiff reagierte sie irgendwann schneller, selbstverständlicher, sogar mit nem toten Vogel im Maul!!!!!!!, einfach weils sorgfältig konditioniert wurde.

    Der Effekt istdahin, wenn ich ständig (interessante) Handlungen damit versuche abzubrechen.