Anrufen, fragen und anschauen kostet ja nichts. Mehr als das es evtl nicht passen kann, kann ja nicht passieren im ersten Moment.
Man sollte dran denken dass der Zweithund nach dem einleben auch noch auspacken kann, wie man so schön sagt. Es können Sachen in Verhalten kommen oder Probleme auftreten die man vorher nicht gemerkt hat, weil der Hund noch nicht angekommen ist. Oder nach dem sich der Zweithund eingelebt hat könnte es theoretisch passieren das sie sich nicht mehr mit deiner ersten Hündin versteht. Da sollte man vorher einen Plan B haben bzw. absprechen was man dann macht.
Es könnte auch passieren das sich der Zweithund die Baustellen von dem Ersthund abschaut, wenn du damit kein Problem hast steht dem doch nichts im wege.
Unser Rüde war auch aus dem Tierschutz. Wir haben ihn erst mal nur als Pflegehund übernommen, weil wir nicht wussten was unsere Hündin dazu sagt und ob sie das so toll findet. Somit hätten wir ihn wieder abgeben können bei einer Vermittlung in ein Endzuhause, wenn es nicht gepasst hätte. Es hat bei den beiden von anfang an wie Topf und Deckel oder auch Ar... auf Eimer gepasst. Ich bin mit beiden, ich hatte unsere Hündin beim abholen dabei, nach Hause gekommen und die beiden haben nach dem er sich umgeschaut hat angefangen zu spielen.
Zwei Wochen lang war er der liebste und bravste Hund. Kurz nachdem wir uns entschieden haben ihn zu behalten, fing er an auszupacken. Mit unserer Hündin und unserem Rüden lief es immer super und die beiden war ein Dreamteam.
Er hatte einige andere Baustellen und Probleme die vorher nicht aufgefallen sind. Bei uns war das aber kein Problem, weil unsere Hündin keine Baustellen hat und man sich bei Spaziergängen z.B. so mehr auf den Rüden konzentrieren konnte. Hätte unsere Hündin noch Baustellen gehabt ( da kommt es natürlich auf die Baustellen an) wäre das draußen nicht so einfach gewesen und für mich sehr sehr stressig.
Ich bin von anfang an nie mit einem der Hunde alleine gegangen. Das ging aber nur, weil unsere Hündin 1A gehört hat und keine Baustellen hatte. Hätte sie Baustellen gehabt, je nachdem welche, hätte ich auch mit jedem Hund alleine gehen müssen.
Unsere Hündin war zwar schon gerade 2 Jahre alt als wir den Rüden dazu geholt haben aber bei ihr hätten wir auch schon einen Hund dazu holen können als sie 6 Monate oder 1 Jahr alt war.
Es kommt auf den Hund drauf an und ob oder welche Baustellen er hat ob man schon mit 1 Jahr oder erst nach 2, 3 usw. Jahren einen zweiten Hund dazu holen muss. Das muss man für sich selber einschätzen und entscheiden.
Wenn man sagt die Baustellen sind soweit im Griff das ich es mir zutraue einen zweiten Hund dazu zuholen der auch einige Baustellen an denen man vielleicht lange und hart arbeiten muss haben kann, dann kann man es wagen.
Man muss sich nur bewusst sein das sich die Hunde gegeseitig negatives und auch positives Verhalten abschauen können.
Wir waren mega froh die beiden gehabt zu haben und sind über die Erfahrungen, Momente und die Zeit mit den beiden glücklich und dankbar. Wir möchten keinen Tag ´mit den beiden missen.
Die beiden haben so toll miteinander gespielt, getobt und sind gerannt, sie haben zusammen aufgepasst und lagen sehr viel zusammen. Es kam auch vor das sie zusammen Blödsinn gemacht haben. Das war einfach perfekt mit den beiden.
Leider ist unser Rüde letztes Jahr nach etwas mehr als 10 gemeinsamen Jahren gestorben. Wir haben auch überlegt wieder einen zweiten Hund zu holen aber das passt bei unserer Hündin nicht. Jetzt ist sie in einem alter in dem sie lieber ihre Ruhe haben möchte und das würde auch nie wieder mit einem anderen Hund so werden wie mit unserem Rüden.
Hund zu besuch ist für sie in Ordnung oder draußen andere Hunde treffen aber mehr braucht und möchte sie auch nicht mehr.
Irgendwann werden hier wieder zwei Hunde wohnen. Aber das dauert hoffentlich noch viele Jahre.
LG
Sacco