Eine Frage zum Thema Pferdehaltung:
Ich habe (aus einer sehr begrenzten Perspektive heraus) den Eindruck, dass es in der Pferdeszene sehr viel üblicher ist, eigene Pferde bei „Nichtpassen“ zu verkaufen. Dies wird z. B. mit Turnierambitionen oder auch schlicht Charakter begründet.
Stimmt mein Eindruck, dass Pferde schneller mal weiterverkauft werden (oder es zumindest weniger verpönt ist) als das in der Hundehaltung üblich wäre? Binden sich Pferde weniger eng an ihren Menschen als das Hunde tun? Oder leiden sie unter einem Besitzerwechsel?
Pferde binden sich auch sehr eng an ihren Menschen, wenn sie gut zu ihnen sind.
Unser Oldi, den wir damals mit übernommen haben, hat sich z.B. als der Vorbesitzer kam mit dem Hintern zu uns in die aller letzte Ecke gestellt und ihn überhaupt nicht beachtet. Obwohl er immer zu uns kommt sobald wir auf dem Hof/Auslauf/die Weide sind.
Er hat ihn auch vorher, aus verständlichen Gründen wenn man sie kennt, fast immer abgeworfen.
Sie können unter Umständen, genauso wie Hunde, unter einem Besitzerwechsel leiden.
Wir haben es bei unseren Pferden noch nicht erlebt.
Ja, Pferde werden gerne weiterverkauft, wenn sie den Ansprüchen oder den geglaubten Ansprüchen nicht genügen. Das geht, so wie ich das mitbekomme/mitbekommen habe, wirklich wesentlich schneller.
Bei uns war es Glück das es so war. Sonst hätten wir jetzt nicht dieses wundervolle und tolle Pferd.
Bei vielen denke ich mir das es das Glück für das Pferd war das es verkauft wurde. Aber leider kommt es dann nicht immer in so tolle Hände die ihm gerecht werden, sondern denken "Super mit dem kann ich das und dieses machen/erreichen" ( auch wenn die Besitzer es noch nicht mal reiterlich können) und es einen Grund hat warum das Pferd verkauft wurde. Aber hauptsache evtl. ein Schnäppchen...sonst in den "Beritt" und der wird dem schon zeigen wo der Hammer hängt.
Einfach nur traurig und es tut mir um jedes Pferd so sehr leid, ich würde jedes einzelne gerne retten, das zu so einem Besitzer/Familie kommt.
LG
Sacco