Zitat
wenn sie schmerzen hätte würde sie sich draußen genauso verhalten, was sie ja nicht tut...
ich würde auch dringend einen Hundetrainer aufsuchen. ich staune, bei so einem argen problem mit solch starken verletzungen, dass es notwendig war zum arzt zu gehen, dass du erst nach so langer zeit nach hilfe suchst...
Eine - nicht sehr warscheinliche - Möglichkeit wäre, dass der Hund mit den Situationen im Haus, die postoperativen Schmerzen assoziiert.
Warscheinlicher ist, dass die Gute sich für die Königin der Welt hält. Das ist ein Problem, an dem man gut arbeiten kann. Allerdings - schon wegen der Verletzungsgefahr - ist ein Trainer dringend notwendig. Fangt da jetzt nicht an, selbst dran rumzudoktern. Meidet Situationen, in denen sie knurrt. Wenn sie im Weg liegt, versucht sie weg zurufen. Im "Notfall" könnt ihr sie mit einem großen Pappkarton vorsichtig wegschieben.
Es gibt zwei Fragen die Ihr Euch stellen müßt.
1. Wie groß ist das Risiko und seid ihr bereit, das einzugehen. Ich würde mich in solch einem Fall für eine Trennung entscheiden, wenn Kinder im Haushalt leben. Das wäre mir zum Beispiel zu riskant.
2. Schafft Ihr es, trotz Eurer verständlichen Ängste, mit Ihr zu arbeiten?
Bei beiden Fragen sollte ein Trainer Euch helfen können, eine Antwort zu finden.
Ich würde Euch eine gemeinsame Lösung wünschen. Doch solltet Ihr zu dem Schluß kommen, dass eine Trennung das beste für Euch ist, dann habt kein schlechtes Gewissen. Behaltet sie nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl. Wenn Ihr Euch die Aufgabe nicht zutrauen solltet, versucht frühzeitig und ehrlich ein gutes Zuhause für sie zu finden, statt Eure Energie mit Schuldgefühlen zu verschwenden.
Ich wünsche Euch eine gute Lösung, gaaanz viel Glück und Erfolg.
Wenn Ihr es Euch zutraut, könntet Ihr ihr (mit rein positiver Bestärkung) beibringen, sich auf Kommando auf einen festen Platz zu legen. Das könnte in vielen Situationen deeskalierend wirken. Denkt dabei aber immer zuerst an Eure eigene Sicherheit!
Schreib mal, wie es weiter geht.