Beiträge von Trillian

    Du kannst die Entfernung einfach in Minischritten Steigern.

    Steh habe ich geübt, indem ich den Hund aus dem Sitzt mit dem Lecker nach vorne, oben gelockt habe. Man muß ein wenig austesten, worauf der eigene Hund reagiert. Aus dem Fuß habe ich unseren Hunden das Lecker direkt vor die Nase gehalten, und das Kommando gegeben.

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    Ist es denn dumm, das beim Spazierengehen und im Garten mit der Flexileine zu üben? :ops: So hab ich das nämlich bisher gemacht... Es klappt aber nur zu 20 % bisher...


    Hm, 20 % ist wenig. Im Idealfall sollte man nur rufen, wenn man sich sicher ist, dass der Hund auch kommt... Sonst vorher quietschen und sich zum Clown machen, bis der Hund auch kommen möchte. Dann langsam steigern...

    Zu den kosten wollte ich auch nochmal schnell was schreiben. Es ist bei einem Trainer für spezielle Probleme meist nicht so, dass er ein halbes Jahr lang einmal die Woche vorbeikommt. Meist gibt es ein, zwei Termine um den Trainingsplan zu erstellen und zu besprechen. Dann müßt ihr ran und mit Eurem Hund nach diesem Plan arbeiten.
    Manchmal gibt es noch zwischendurch Stunden um den Fortschritt zu überprüfen und eventuell auftretende Schwierigkeiten zu besprechen.

    Die Kosten halten sich also schon in bezahlbaren Grenzen

    Um ehrlich zu sein, glaube ich eher, dass Ihr ihr, aus lauter Mitleid mit dem armen kranken Hund, ausgerechnet in der Pubertätsphase zu viel habt durchgehen lassen.

    Damit will ich jetzt nicht für krasses durchgreifen plädieren. Und schon gar nicht will ich Euch Vorwürfe machen. Ich hätte es vermutlich ähnlich gemacht.

    Allerdings sollten Bett, Couch und Schoß ab sofort Tabu sein. Unabhängig davon, ob das einfluß auf eine Rangfolge haben kann oder nicht, stellt es doch ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Denn aus einer erhöhten Position kann ein Hund Euch viel gefährlicher werden, als vom Boden aus.

    Huhu!

    Trudi steht vor. Das belohne ich und weil sie sich extrem gut über Leckerchen ablenken läßt ist schnell vergessen, was im Gebüsch ist.

    Lotte guckt nicht, die schießt einfach los. (Heute ist an einer völlig untypischen Stelle ein Karnickel vor uns losgeschossen.. Lotte natürlich ohne Leine, weil da ein freilaufender Junghund war. :headbash: Lotte ist eine Runde gerannt und hat sich dann abrufen lassen. :D Da haben wir natürlich ausgiebig mit dem Dummy gespielt.)

    Übrigens jagd Trudi auch Mäuse. Das ist kaum mit "klassischem" Jagen vergleichbar. Da gibt es keine Vorzeichen, sie scheint in dem Moment auch nicht zu suchen oder so. Sie hopst plötzlich mit einem einzigen Sprung auf die Maus und bevor ich reagieren kann, ist die Maus weg. Trudi schafft das sogar an der normalen Leine (1m oder 1,5) Ich habe noch nie erlebt, dass sie springt und die Maus nicht kriegt.

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    wenn sie schmerzen hätte würde sie sich draußen genauso verhalten, was sie ja nicht tut...

    ich würde auch dringend einen Hundetrainer aufsuchen. ich staune, bei so einem argen problem mit solch starken verletzungen, dass es notwendig war zum arzt zu gehen, dass du erst nach so langer zeit nach hilfe suchst...

    Eine - nicht sehr warscheinliche - Möglichkeit wäre, dass der Hund mit den Situationen im Haus, die postoperativen Schmerzen assoziiert.

    Warscheinlicher ist, dass die Gute sich für die Königin der Welt hält. Das ist ein Problem, an dem man gut arbeiten kann. Allerdings - schon wegen der Verletzungsgefahr - ist ein Trainer dringend notwendig. Fangt da jetzt nicht an, selbst dran rumzudoktern. Meidet Situationen, in denen sie knurrt. Wenn sie im Weg liegt, versucht sie weg zurufen. Im "Notfall" könnt ihr sie mit einem großen Pappkarton vorsichtig wegschieben.

    Es gibt zwei Fragen die Ihr Euch stellen müßt.

    1. Wie groß ist das Risiko und seid ihr bereit, das einzugehen. Ich würde mich in solch einem Fall für eine Trennung entscheiden, wenn Kinder im Haushalt leben. Das wäre mir zum Beispiel zu riskant.
    2. Schafft Ihr es, trotz Eurer verständlichen Ängste, mit Ihr zu arbeiten?

    Bei beiden Fragen sollte ein Trainer Euch helfen können, eine Antwort zu finden.

    Ich würde Euch eine gemeinsame Lösung wünschen. Doch solltet Ihr zu dem Schluß kommen, dass eine Trennung das beste für Euch ist, dann habt kein schlechtes Gewissen. Behaltet sie nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl. Wenn Ihr Euch die Aufgabe nicht zutrauen solltet, versucht frühzeitig und ehrlich ein gutes Zuhause für sie zu finden, statt Eure Energie mit Schuldgefühlen zu verschwenden.

    Ich wünsche Euch eine gute Lösung, gaaanz viel Glück und Erfolg.

    Wenn Ihr es Euch zutraut, könntet Ihr ihr (mit rein positiver Bestärkung) beibringen, sich auf Kommando auf einen festen Platz zu legen. Das könnte in vielen Situationen deeskalierend wirken. Denkt dabei aber immer zuerst an Eure eigene Sicherheit!

    Schreib mal, wie es weiter geht.

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    Hab ma noch ne Frage zum "Komm" oder "hier" (wie auch immer ihr es nennen möchtet =) ).

    Wie lange dauert es, bis der Hund da wirklich wirklich wirklich immer drauf hört? oder zu 99 %? :???: Ich muss das Emmi echt dringend beibringen, bevor sie anfängt abzuhauen...

    Das ist schwer zu sagen. Immer halte ich auch für Utopisch. Fast immer wird davon abhängen, wie intensiv Du übst.

    Zuerst kommt ja die "Grundübung" in der der Hund lernt, was das Kommando überhaupt bedeutet, und dass es toll ist, zu Dir zu kommen.

    Dann steigerst Du LANGSAM die Ablenkung. Immer in so kleinen Schritten, dass der Hund es schafft, der Ablenkung zu wiederstehen.

    Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob der Hund es schafft, sicher ihn lieber über eine Schleppleine. Grade Junghunde können irgendwann zwischen dem 6. und dem 12. Monat den Versuchungen der großen weiten Welt nicht mehr wiederstehen.

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    Aber links Fuß gehen ist doch nicht dem Verkehr abgewandt.
    Oder verstehe ich schon wieder was nicht?

    Also wir haben Fuß gehen noch nicht gelernt, aber ich will auch, dass er irgendwann auf beiden Seiten gehen kann.

    Aber wenn mir jemand entgegen kommt, dann geh ich ja auf der rechten Seite von mir aus gesehen und mein Gegenüber läuft dann ja auf meiner linken Seite an mir vorbei.
    Also wäre der Hund dann ja näher an dem andern Menschen, Hund, etc.

    Oder? :???:

    Das liegt daran, dass niemand mehr im Straßenverkehr zu fuß geht. Das tut man nämlich auf der linken Seite, damit einem die Autos (auf der eigenen "Fahrbahn") entgegenkommen und einen nicht heimlich von hinten umnieten.
    Unsere können auf beiden Seiten laufen, weil es halt drauf ankommt, wer einem entgegen kommt und wo der Fußweg ist. (Den gibt es ja oft nur auf einer Seite)

    EDIT: Wenn man nicht vor hat, organisierten Hundesport zu betreiben, kann man seinen Hund "Fuß" gehen lassen, wo immer man möchte :gut: