Beiträge von Trillian

    ok, das klingt wirklich seltsam...

    Wie gesagt, aus Hundesicht kann ich das schon verstehen. Sie weiß ja, dass Du nicht selbst aufpassen kannst, wenn Du schläfst.

    Aber eine richtig gute Idee, wie man dagegen angehen kann, habe ich nicht.

    Vermutlich habt ihr schon versucht, sie gar nicht mehr mit ins Schlafzimmer zu lassen, wenn Du Dich nach der Nachtwache hinlegst?!

    Sonst habe ich auch keine Idee...

    Das mit dem "Feindhund" finde ich nicht so schlimm, das haben unsere auch... (Die in der Wohnung auch nur bellen, wenn sie alleine sind oder wenn wir tags über schlafen.)

    Ich muß noch mal fragen, ich bin heut ein wenig langsam...

    Warum genau stört Dich das Bellen?

    Ist Dein Mann immer Zuhause, wenn sie so viel bellt? (o.k. Ist jetzt vielleicht doof zu beantworten, weil Du ja schläfst und er nicht da ist, dann wisst ihr vielleicht gar nicht, ob sie bellt...)

    Wie verhält sie sich, wenn Du ins Schlafzimmer gehst und sie nicht mit darf? (Also, wenn Du das mal im normalen Tagesablauf einfach testest)

    Wie schon geschrieben, ich würde meinen so jungen Hund nicht so lange alleine lassen. Unsere sind drei mal die Woche drei Stunden alleine. Und wir arbeiten beide Vollzeit.

    Sollte das so mal nicht mehr machbar sein, werden unsere Hunde fremdbetreut oder sie kommen mit auf die Arbeit. (Das ist jetzt schon so, wenn ich früher anfangen muß, weil ich sechs Stunden auch für unsere Hunde sehr viel fände)

    Und wenn das alles nicht ginge, hätte ich keinen Hund. Dann würde ich nach der Arbeit mit Tierheimhunden gassi gehen.

    Und natürlich hat die Frage des Alleinebleibens im weitesten Sinne mit Deinem Anfangstread zu tun. Wäre der Hund nicht so viel alleine, hätte er nicht so viel kaputt gemacht.

    Um ehrlich zu sein, viele hier haben sich so sehr an Deinem Ausraster aufgehängt. Aber den finde ich weniger bedenklich als den Umstand, dass Dein Hund an drei Tagen in der Woche insgesamt 8 Stunden allein bleiben muß. Das ist schon für einen Hund der das Alleinsein vernünftig gelernt hat nicht schön, für einen Junghund, der es nicht gut kann, muß das die Hölle sein, verlassen vom Rudel...

    Im Übrigen, so kritisch ich die (teils unsachlichen) Angriffe gegen Dich gesehen habe, Dein Tonfall war nicht weniger beleidigend. Im Gegenteil.

    Zitat

    Der Versuch, Kira dauerhaft aus dem Bett zu haben, ist kläglich daran gescheitert, das ich echt eine komatösen Schlaf habe und sie so leise und ja auch leicht ist, das ich es gar nicht merke, wenn sie ins Bett kommt!

    :lol: :lol: Fynn hat es geschafft, sich nachts nicht nur auf's Bett, sondern unter die Decke in meinen Arm zu schleichen. Für gewöhnlich habe ich nichts gemerkt und er ist morgens wieder runter bevor ich wach wurde.

    Ich weiß es nur von den Malen, in denen ich "unplanmäßig" wach wurde.

    Ich habe gelesen, dass man mit Hunden ein Entspannungssignal üben kann. Entweder akustisch oder geruchlich.

    Du wartest, bis Dein Hund - zu Hause - völlig entspannt. Dann sagst Du immer wieder "Gaaanz ruuuhhig!". Das sagst Du dann irgendwann auch, wenn Dein Hund sich aufregt.

    Ich weiß aber nicht, ob es funktioniert.

    Ach ja, statt ein Kommando zu sagen ("ganz ruhig") könntest Du auch ein Halstuch z.B. mit Lavendel bestäuben und dem Hund umbinden, wenn Der Hund entspannt ist. So würde dann ein geruchliches Signal aufgebaut, welches den Vorteil hat, dass es unverändert bleibt, auch wenn DU aufgeregt bist. (Deine Stimme hingegen dürfte sich deutlich anders anhören.)

    Habe ich richtig verstanden, dass das Problem nur auftritt, wenn Du tagsüber schläfst?

    Denn das finde ich - relativ - normal. Oder zumindest aus hundesicht erklärlich. Fynn war auch so. Er hat so wie so stark dazu geneigt, mich und unsere Wohnung zu beschützen. Meine Frau mußte hart an sich und der Beziehung zu ihm arbeiten um akzeptiert zu werden. Am schwersten waren tatsächlich Situationen, in denen sie das Schlafzimmer betreten wollte, wenn ich geschlafen habe.

    Und auch Lotte neigt zum kläffen, wenn ich schlafe.

    Ich hatte mal einen Rotti-Mix, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe. Wenn ich krank war (Migräne) und geschlafen habe, konnten selbst meine Eltern (zu denen er ein sehr gutes Verhältnis hatte) mein Zimmer nicht mehr betreten.

    Hunde können schon klar unterscheiden, wann wir selbst für Sicherheit sorgen können und wann nicht.

    Ich kann verstehen, dass das Verhalten Euch zu denken gibt, aber wenn Dich ihr bellen nicht stört, dann laß sie doch.

    Wenn es Dich stört, würde ich das "alleinbleiben" gezielt im Schalfzimmer mit ihr üben. Da wollen unsere nämlich auch immer mit rein. Wenn ich ins Arbeitszimmer gehe, ist ihnen das egal.

    Ein anderer "Trainingsansatz" wäre, dass Dein Mann über seinen Schatten springt und ihr zeigt, dass er in der Lage ist, das Rudel zu bewachen, wenn Du schläfst. Dazu müßte er aber bereit sein, mit ihr zu arbeiten.

    Ich bin mir nicht sicher, ob der TS noch mitliest, ich würde es an seiner Stelle wohl nicht mehr tun.

    Trotzdem muß auch ich klare Worte finden.

    Ein Hund ist mit sechs Monaten zu jung, um so lange alleine zu sein. Zumal er ja als Welpe angeschafft wurde und vermutlich schon viel früher so lange alleine sein mußte.

    Wir (meine Frau und ich) haben uns nur Hunde angeschafft, weil wir durch die sich überschneidenden Arbeitszeiten nie lange außer Haus sind. Zudem kann ich einen Teil der Zeit von zuhause aus arbeiten. Trotzdem haben wir uns für erwachsene Hunde entschieden, weil ich die drei Stunden zu lange fände für einen Welpen oder auch Junghund.

    Sollte sich an dieser Arbeitssituation irgendwann etwas ändern und die Hunde müßten länger alleine sein, würde ich sie fremdbetreuen lassen. 8 Stunden finde ich - auch mit Unterbrechung - schon sehr lange und es sollte meiner Meinung nach nur im Außnahmefall vorkommen.

    Und noch was ist mir aufgefallen:

    Zitat

    das mit dem kaputt machen das weiss er ganz genau ein blick auf das zerstöre reicht und er guggt in den boden... aber ist natürlich keinerwegs eine entschuldigung für meine tat, ich kanns mir ja selber nicht mal erklären... ich habe so einen braven hund, er hört aufs wort mit 6 monaten kann sogar schon laut und halt wirklich schon fast alles was ein hund können muss.

    darum kann ich mir es selber nicht erklären

    Zitat


    vorallem das interessantste dran ist wenn ich heimkomme und er etwas gemacht hat weiss er es, er ist nicht so aufgestelt sonst wenn ich heim komme u er nichts gemacht hat - wenn er was kaputt gemacht hat weiss er es u es reicht wenn ich drauf zeige dann kommt er mit gesenktem kopf...

    Hunde haben kein schlechtes Gewissen und sie wissen auch hinterher nicht, warum mit ihnen geschimpft wird oder warum sie ignoriert werden.

    Das ist jetzt mal ein hypothetisches Experiment, dass sich nicht zur Nachahmung empfiehlt:

    Wenn Du an manchen Tagen, bevor Du das Haus verläßt, in Gegenwart Deines Hundes eine Rote Flagge im Wohnzimmer aufstellst und nach Deiner Rückkehr auf die Flagge zeigst und dolle mit dem Hund schimpfst, wird Dein Hund irgendwann beginnen, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn die rote Flagge aufgestellt ist.

    Die Erklärung ist einfach: Der Hund verknüpft den Anblick der Flagge (oder der Pfütze auf dem Teppich oder dem zerkauten Sofa) und Deine Rückkehr mit dem Ärger, den er bekommt. Nun versucht er durch extrem unterwürfiges Verhalten, Dich zu besänftigen, damit der Ärger weniger schlimm ausfällt.

    Zudem wird er in einem realen Fall Deinen ärger spüren, auch wenn Du ihn nicht offen zeigst.

    Ich hoffe, dass ihr eine gute Lösung für alle Beteiligten findet und würde mir wünschen, dass Du Dich bemühst, noch viel mehr über Hunde und ihr Verhalten / ihre Bedürfnisse zu lernen.

    mit den besten Wünschen