Also, es gibt im Prinzip zwei Varianten, die sich miteinander kombinieren lassen.
1. Du benutzt den Clicker ganz normal wie ein normales Lob. Das hat immernoch den Vorteil, dass es auf weite Entfernungen funktioniert, sehr präziese und nicht leicht verwechselbar ist, auch wenn es der Philosophie des Clickertrainings ein wenig wiederspricht.
2. Beim Training neuer Tricks (darunter zähle ich auch "Sitz", "Platz!"...) wartest Du ab bis Dein Hund ein erwünschtes Verhalten zeigt und clickst dann. Wenn Du Dir sicher bist, dass er sich hinsetzten wird, weil er verstanden hat, dass es das ist, was Du von ihm erwartest, dann Führst Du das Kommando ein.
Die Theorie dahinter ist, dass der Hund durch ein zu früh gegebenes Kommando abgelenkt wird.
Außerdem läuft das Shaping (freies Formen eines Verhaltens) oft in unerwartete Bahnen. Da kann es schon passieren, dass Männchen machen plötzlich "Pfote" heißt, weil der Hundehalter das Kommando zu früh eingeführt hat, der Hund aber plötzlich was anderes oder mehr anbot als erwartet. Da muß man sich dann entscheiden, ob man mit einem "Unlogischen" Signal leben will oder lieber eine tolle Chance auf ein tolles Shaping eines ungewöhnlichen Verhaltens verzichten will.
Daher warte ich inzwischen lieber auf das "Endprodukt" und denke mir dann ein passendes Signal aus.
Mit der Stimme lobe ich oft. Manchmal, besonders wenn ich mich sehr freue, zusätzlich zumclickern, aber auch oft, um dem Hund zu zeigen, dass er auf dem richtigen Weg ist. (Wenn sein Verhalten aber noch nicht reicht, um ein Click zu bekommen.)