Beiträge von Trillian

    Also, es gibt im Prinzip zwei Varianten, die sich miteinander kombinieren lassen.

    1. Du benutzt den Clicker ganz normal wie ein normales Lob. Das hat immernoch den Vorteil, dass es auf weite Entfernungen funktioniert, sehr präziese und nicht leicht verwechselbar ist, auch wenn es der Philosophie des Clickertrainings ein wenig wiederspricht.

    2. Beim Training neuer Tricks (darunter zähle ich auch "Sitz", "Platz!"...) wartest Du ab bis Dein Hund ein erwünschtes Verhalten zeigt und clickst dann. Wenn Du Dir sicher bist, dass er sich hinsetzten wird, weil er verstanden hat, dass es das ist, was Du von ihm erwartest, dann Führst Du das Kommando ein.

    Die Theorie dahinter ist, dass der Hund durch ein zu früh gegebenes Kommando abgelenkt wird.
    Außerdem läuft das Shaping (freies Formen eines Verhaltens) oft in unerwartete Bahnen. Da kann es schon passieren, dass Männchen machen plötzlich "Pfote" heißt, weil der Hundehalter das Kommando zu früh eingeführt hat, der Hund aber plötzlich was anderes oder mehr anbot als erwartet. Da muß man sich dann entscheiden, ob man mit einem "Unlogischen" Signal leben will oder lieber eine tolle Chance auf ein tolles Shaping eines ungewöhnlichen Verhaltens verzichten will.
    Daher warte ich inzwischen lieber auf das "Endprodukt" und denke mir dann ein passendes Signal aus.

    Mit der Stimme lobe ich oft. Manchmal, besonders wenn ich mich sehr freue, zusätzlich zumclickern, aber auch oft, um dem Hund zu zeigen, dass er auf dem richtigen Weg ist. (Wenn sein Verhalten aber noch nicht reicht, um ein Click zu bekommen.)

    O.k., das wußte ich nicht.

    Nichtsdestotrotz hat er vor ein paar Tagen geschrieben, dass er die Methode nicht veröffentlichen wollte. Eben wegen der Gefahr der Fehlinterpretation und weil Anfänger sich zu Aktionen verleiten lassen, denen sie nicht gewachsen sind.

    Mich überzeugt die Methode auch nicht, aber das ist kein Grund, unhöflich zu werden. Es hat mich interessiert und ich bin froh, eine Antwort bekommen zu haben.

    Und zur Frage, "Was ist, wenn Anfänger mitlesen?"

    Wenn hier nur noch Themen disskutiert und Posts abgesendet werden, die auch der unbedarfteste nicht fehlinterpretieren kann und die unter garantie auch bei dümmster Auslegung keinen Schaden verursachen, dann lohnt sich ein Forum für mich nicht. Dann kann sich im Prinzip das ganze auf die Knowledgebase und Fotoalben beschränken.

    Soviel Eigenverantwortung traue ich auch Anfängern zu, dass sie mehrere Beiträge zu den verschiedenen Themen lesen und sich dann selbst ein Urteil bilden. Das hat nämlich nichts mit Hundeerfahrung zu tun.

    Ich finde nicht fair, was hier abgeht...

    In einem anderen Tread hat Massa sich ausdrücklich dagegen verwehrt, seine Methode hier öffentlich zu schildern, aus genau den Gründen, die Ihr jetzt aufführt.
    Da wurde gebettelt und provoziert was das Zeug hielt. Ich hatte den Eindruck, dass ihm auch unterschwellig Feigheit unterstellt wurde, weil er nicht konkret werden wollte.
    Und jetzt fallt ihr über ihn her, das finde ich nicht fair.

    Auch für mich las es sich so, als würde bei der beschriebenen Methode der Hund sanft ausgebremst, WENN man es richtig macht. Ich würde mir das nicht zutrauen, schon weil ich Angst hätte, dass grade ein schwerer Hund mich in dem Fall von den Füßen reißen kann. Aber das muß doch jeder für sich entscheiden.

    Ich würde mir für den Hund auch ein Geschirr wünschen, weil ich es für sicherer halte, falls der Hundeführer das Timing doch nicht hinbekommt. In dem Fall halte ich ein Halsband für gefährlich.

    Und ich habe auch die Befürchtung, dass die Methode einen sehr jagdambitionierten Hund nicht vom Jagen abhalten würde. (Bei unserer Trudi würde es sicher klappen, aber die Jagd hauptsächlich aus Langeweile und zeigt auch vorher deutlcih an, dass sie Wild gesehen/gerochen hat. Lotte schießt von einem auf den anderen Moment los. Und sie beruhigt sich auch nicht wieder. Bei ihr kann ich mir nicht vorstellen, dass die Methode helfen würde. Glücklicher Weise jagd sie derart situationsbezogen, dass es für uns nur ein geringes Problem darstellt.)

    Ja, auch ich habe Kritik an der Methode und auch Fragen dazu (Sascha hat sie bereits - vergeblich - gestellt) aber der Ton, der hier herrscht schokiert mich.

    Danke Massa, dass Du Deinen Weg hier erklärt hast, es hat mich nämlich sehr interessiert. Auch wenn ich die Methode für mich nicht anwenden will - schon weil ich mir das Reaktionsvermögen nicht zutraue - würde micht interessieren, wie Du es erreichst, dass der Hund nach der Wildsichtung wieder runterfährt und ansprechbar wird. Das ist Lotte nämlich für lange Zeit nicht und das trotz sehr guter Bindung.

    Zitat

    Und das mit dem Matsch erst gar. Dass ich noch gar nicht auf die Idee gekommen bin, meine voll versifften Hunde in die Box zu sperren, wenn sie dreckig sind :roll: Mein Haus wäre wesentlich sauberer :-)

    Ok, genug der Ironie![/i]

    Doris

    :lol: Das hast Du falsch verstanden. :klugscheisser:>> Du mußt den Hund in die Box sperren bevor er sich schmutzig machen kann. Dann ist nicht nur das Haus sondern auch der Hund sauber :D

    Mein Fynn hatte große Schwierigkeiten mit Besuch. Ich konnt ihn zwar im Prinzip auf seine Decke schicken, aber es war immer extrem stressig für mich, für den Besuch und auch für den armen Hund, dem es sichtlich schwer fiel, sich zu beherrschen.

    Abgesehen davon, dass ich irgendwann an einem Punkt war, an dem ich auch mal wieder entspannt Zeit mit meinem Besuch verbringen wollte und es auch für meine Freunde eine Zumutung fand, sich immer der "Gefahr" bewußt zu sein, war es auch für Fynn keine gute Lösung.

    Also habe ich eine Box angeschafft. Anfangs fand er sie fürchterlich. Alleine dass sie im Raum stand machte ihn mißtrauisch. (Bei anderen neuen Möbeln war das aber nicht anders, alles, was größer war, als ein normaler Rucksack hielt er führ potentiell gefährlich.)

    Aber nachdem er sich dran gewöhnt hatte, ging er sogar gerne rein. Und Besuch war auch für Fynn viel weniger schlimm. Er hat sich sichtlich schneller und mehr entspannt.

    Zur Stubenreinheit im Sinne von "halt gefälligst durch bis morgen früh und laß mich schlafen" würde ich sie auch nicht nutzen. Aber um dem Hund beizubringen sich zu melden wenn er muß, finde ich sie nicht so schlimm.

    Unsere werden (wenn wir denn Boxen besorgt haben) in ihren Boxen gefüttert werden, das halte ich bei Trudis Futterneid einfach für sicherer. Die Ereignisse der letzten Woche haben uns gezeigt, dass wir da nicht auf eine Verbesserung hoffen dürfen.

    Ich habe die genau gegenteilige Erfahrung gemacht. Das Tierheim aus dem ich Lotte habe hätte sie mir sofort mitgegeben. Ohne großes Gespräch o.ä. Die wußten, dass wir noch einen anderen Hund hatten.

    Am Telefon hatte man mir gesagt, ich sollte sie mitbringen, denn man müßte ja sehen, ob die beiden sich verstehen. In der Realität war es so, dass die Tierheimumgebung Trudi so in Panik versetzt hat, dass ein Kennenlernen nicht möglich war.

    Das hat da niemanden interessiert. Und eine Vor- oder Nachkontrolle gab es auch nicht. Um ehrlich zu sein, ich finde Tierschutz sieht anders aus.