Beiträge von Trillian

    Naja, das ganze ist ja noch nicht so lange her, da kann ich schon verstehen, dass der Schock noch frisch ist und Deine Tochter sauer auf alles und jeden ist. (Vielleicht ist ihr auch schon ein wenig klar, dass sie einen Fehler gemacht hat. Es braucht manchmal eine weile, sich selbst das eingestehen zu können.)


    Ich wünsche Euch allen ein wenig Zeit und Ruhe, bis die Gemüter sich wieder beruhigt haben. Ich kenne Deine Tochter nicht, denke und hoffe aber mal, dass sie, wenn ein wenig Gras über die Sache gewachsen ist, auch bereit sein wird, nochmal vernünftig über alles zu sprechen.

    Eine Bitte habe ich noch. Hab bitte ein Auge auf die beiden kleinen. Die können für die ganze Situation nichts und auch wenn ich Deine Reaktion verstehen kann, fänd ich schlimm, wenn sie am Ende ausbaden müßten, was Menschen "verzapft" haben.

    Ihr müßt ganz bestimmt noch viel üben, aber ihr schafft das!!!!

    Und wir müssen da alle durch. Mit jedem neuen Hund, jedes mal wieder. Mit dem einen geht es leichter, mit dem anderen (oder in der anderen Situation) nicht so leicht.

    Mit meinem Fynn hätte ich niemals Probleme gehabt, wenn wir allein auf einer einsamen Berghütte waren. Er hat kein Essen geklaut, konnte alleinbleiben,...

    Andere Hunde und fremde Menschen gingen halt nicht.

    Unsere beiden jetzigen Wauzen haben mit Menschen und Hunden (fast) kein Problem. Aber sie klauen beide wie die Raben und alleinbleiben war auch lange ein sehr schwieriges Thema.

    Hm, unsere Hunde wissen, dass sie nicht ins Bett dürfen, wenn wir drin sind und wenn wir wach sind. Mir reicht das, aber es zeigt schön, wie differenziert Hunde unterschiedliche Situationen beurteilen.

    Die Frage ist eben, ob er tatsächlich versucht hat, sich über ein bestehendes Verbot hinweg zu setzen oder ob ihm nicht klar war, dass das Verbot auch in dieser Situation gilt.

    Und eben das ist aus der Ferne schwer zu beurteilen. (Aus der Nähe manchmal auch, wie ich finde)

    Zitat

    Wenn er oben liegt, und nicht reagiert, wenn man in den Raum kommt, weiß er es aus meiner Sicht nicht ;)


    Wenn nein! wirklich nein ist, passiert das auch nicht. Dann kann ich dem Hund sagen: "nein"

    Ich bin auch nicht grundsätzlich gegen das runterschubsen, ich sag nur, es muß der Situation angepasst sein. Und das kann man von hier aus nicht beurteilen :smile:

    sehe ich auch so

    Ich denke, es ist schon ok, dem Hund deutlich zu zeigen, dass man verärgert ist, aber er sollte "vorgewarnt" werden und somit die Chance haben, sein Verhalten zu ändern.

    Ich finde das klingt schon ganz gut. Anscheinend hat Lucas etwas aus dem Erlebnis gelernt.

    Ich selbst wurde mal von unserem Hund gebissen als ich so ungefähr fünf war. Ich hatte - wissentlich - gegen die Regeln verstoßen und der Hund hat zugeschnappt. Ich habe es tunlichst vermieden, das meinen Eltern zu erzählen, weil ich genau wußte, dann gäbe es zu der schmerzenden Hand noch ordentlich Ärger dazu. Und ich habe gelernt, wie ein Hund aussieht, der die Schnauze voll hat. Es ist mir nie wieder passiert, dass ich diese Grenze überschritten habe.

    Und im Prinzip ist es auch für Kinder eine wichtige Lernerfahrung, dass andere Wesen sich wehren, wenn man ihnen weh tut. Natürlich wäre es besser gewesen, wenn es anders gelaufen wäre, aber alles in allem scheinen (fast) alle beteiligten das Erlebnis gut überstanden zu haben. Ich hoffe, Deine Tochter wird das mit der Zeit auch so sehen. Schön wäre natürlich, wenn ihr einen Familienrat einberufen würdet, in dem ihr ruhig und sachlich die neuen Regeln besprecht. Dann können alle an einem Strang ziehen.

    Bei uns ist die Form der Belohnung sehr von der Situation abhängig.

    Wenn ich mir beiden Hunden arbeite, dann kann ich hervorragend mit Aufmerksamkeit belohnen und mir (zum Beispiel beim Herankommen) die Konkurrenz zwischen den Beiden zunutze machen.

    Wenn ich mit Lotte alleine arbeite, kann drinnen auch Streicheln oder Kuscheln eine Belohnung sein. Auf dem Hundeplatz, kann Lotte es nicht leiden gestreichelt zu werden.

    Trudi könnte ich immer mit Leckerchen belohnen, Lotte interessiert sich wenn sie sehr aufgeregt ist nicht für Leckerchen, aber ein Spielzeug funktioniert fast immer. Allerdings fährt sie dabei sehr hoch, für Übungen, die Geduld und Ruhe erfordern eignet sich ein Spielzeug also weniger.

    Grade beim Herankommen arbeite ich aber auch mit Strafe, denn (grade im Aufbau des Kommandos) habe ich mich nach dem Rufen umgedreht und bin gegangen. Auch heute verstecke ich mich manchmal nach dem Rufen. Dann ist die Freude, wenn Hundi mich findet natürlich besonders groß.

    Och, sooo traurig bin ich deswegen nicht, hätte es nur lustig gefunden.

    Mir ist aber noch etwas wichtiges eingefallen:

    Dieses Bellen (also, weil der Hund etwas haben will) ist extrem abverlangendes Verhalten. Bevor Du das trainierst, solltest Du Dir sehr sicher sein, dass Euer Verhältnis super in Ordnung ist. Sonst könntest Du Dir mehr Probleme schaffen als lösen.

    (Ich kann mich an einen Thread von Dir erinnern, in dem Du von einige Baustellen berichtet hattest. Die würde ich vielleicht zuerst beheben, und erst dann das Bellen trainieren)

    Zitat


    :question: Wie denn.


    Ups, das sollte natürlich wegscheuchen/weghalten oder so heißen.... :ops:

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    Ich würde nen kleinen Hund auch auf den Arm nehmen, wenn ihn die anderen zu arg bedrängen. Da können sie meinethalben so viel Beutetrieb bekommen, wie sie wollen. Schließlich schützt man den Hund dann mit dem ganzen Körper.

    Hat aber höchstens einen Arm frei. Ich könnte so nicht gleichzeitig mehrere andere Hunde abwehren. Aber vielleicht geht es genau darum, dass jeder für sich rausfinden muß, was ihm am besten gelingt.

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    Hmm .. Auge in Auge mit der aufgeheizten Mobbing-Meute? Na viel Spaß.

    Wie gesagt, bei mir klappt das gut, zumal es die anderen Hundehalter meist zum Eingreifen bewegt. Könnte aber auch daran liegen, dass mir fremde Hunde für gewöhnlich ziemlich respektvoll begegnen (s.o.)

    Zitat

    Schau doch einfach mal aufm Hundespielplatz vorbei. So schlimm ist das nicht. Edit :ops: : Gibt es in Hamburg so etwas?
    Du solltest dort
    - ständig in Bewegung bleiben, also herumlaufen
    - nicht bemutternd auf deinen Hund einreden, oder ihn die ganze Zeit sorgend anstarren
    - deinen Hund, wenn grad kein anderer in der Nähe ist, und er sich entspannt, streicheln und dich mit ihm beschäftigen
    - ihn ermuntern, zu anderen Hunden hinzulaufen.

    Das finde ich eine gute Idee.

    Und gräm Dich nicht, vor diesen Problemen stehen viele andere Hundehalter genauso. Das wird schon...