Beiträge von Trillian

    @ Bungee:

    Hm, da hast Du natürlich nicht ganz unrecht. Und ich stehe eigentlich auch eher auf dem Standpunkt, dass man es die Hunde (in entsprechendem Maße natürlich) unter sich ausmachen lassen sollte.

    Trotzdem haben wir hier so ein paar Strategen, die damit einfach nicht aufhören. Auch nicht, wenn die Abwehrreaktionen des anderen Hundes massiver werden. Und ab irgend einem Punkt würde ich das dem anderen Hund einfach nicht mehr zumuten wollen.

    Aber vielleicht haben wir hier auch einfach extrem viele schlecht sozialisierte Labbies. (Die übrigens alle mit ihren Haltern ähnlich umgehen)

    @ Krümel:

    Lotte macht übrigens auch "komische Geräusche" wenn sie etwas will, aber nicht bekommt. Das liegt irgendwo zwischen Winseln, Wolfsgeheul und Kläffen.

    LaGuapa:

    Ja, ich kenne den Unterschied, auch wenn ich Deine Definition nicht ganz teile.

    Ich meinte auch nicht Dich im speziellen, sondern mehr die Haltung einiger Hundeliebhaber im allgemeinen.

    Und der Rat vorsichtig zu sein, ist sicher richtig.

    Diese Stelle gab es schon an anderer Stelle. Vielleicht diskutiert ihr einfach dort:

    https://www.dogforum.de/ftopic81247.html

    weiter und postet hier weitere bemerkenswerte Sätze, ich fang mal an:

    Wir waren kürzlich mit unseren Hunden im Auslaufgebiet am Auesee.

    Dort war auch eine Gruppe Jugendlicher, anscheinend ohne Hund. Nun, wir wollen ja tolerant bleiben und auch Nicht-Hundehaltern gesatten, sich am Hundestrand aufzuhalten. Die Jungs hatten auch ein paar Taschen dabei, die sie auf dem Boden abgestellt hatten.

    Ich habe die dann auch ganz freundlich gefragt, ob sie keine Angst hätten, dass den Taschen was passiert bei den vielen freilaufenden Hunden. Nö, meinten die, hätten sie nicht.

    Gut, wir haben also unsere Hunde abgeleint. Nach und nach kamen mehr Hunde wir haben neue und alte Bekannte getroffen und nett geplaudert, alles war sehr entspannt, bis ich einen der Jungs kreischen hörte: "Unser Fleisch!"

    Tja, als ich mich umdrehte, sah ich, dass der ganze Lotte-Kopf in einer der Taschen verschwunden war und es raschelte verdächtig :lol: ...Was eben so ein ehemaliger Straßenhund ist...

    EDIT: Bolle Boxer ist mir zuvor gekommen.

    Ach so, ich finde übrigens nicht, dass es "moralisch falsch" von einer Nichthundehalterin ist, zu sagen, dass sie nicht mit einem Hund leben kann/will. Jeder Mensch hat natürlich das recht, das nicht zu wollen.

    Daher finde ich dieses "Wenn sie das verlangt, dann liebt sie Dich nicht" etwas einfach und unfair. Denn den Satz kann man sicher umdrehen und sagen, wenn man einen Menschen wirklich liebt, dann zwingt man ihn nicht mit etwas zu leben, wovor er Angst hat oder sich ekelt.

    Ein wenig kann ich es sogar verstehen. An manchen Tagen finde ich diese Haare überall echt ekelig. Und dann kann man nie spontan irgendwo hinfahren, weil man immer schauen muß, ob die Hunde versorgt sind.

    Worauf will ich hinaus? Es geht nicht um richtig oder falsch. Es geht um die Frage, ob es passt oder nicht. Ob jemand bereit ist, ein bestimmtes Opfer für eine Beziehung zu bringen, oder auch nicht.

    Ich wäre meiner Frau kein Stück böse gewesen, wenn sie damals gesagt hätte, sie will einfach mit Fynn nicht arbeiten. Aber wir wären eben auch kein Paar geworden.

    Zitat

    Trillian, wie soll der Hund lernen, was das Abwehrschnappen zu bedeuten hat, wenn du ihn aus der Situation rausnimmst? :???:

    Indem ich ihm sage, wie er sich in der Situation verhalten soll.

    Natürlich mag ich auch daneben liegen, aber ich habe schon eine Menge Hunde kennengelernt, die anscheinend keine..... wie schreibe ich das jetzt....

    Wenn Du Dir vorstellst, dass ein Hund in seinem Inneren für jede Situation eine Art "Handlungsplan" hat. Da steht zum Beispiel in der Rubrik "Etwas bewegt sich schnell von mir weg" -> "Los lauf hinterher!" Nach eingehendem Anti-Jagd-Training steht da dann "Los, schau zu Frauchen, mit der kann man viel toller jagen"

    Grade bei Labradoren, aber auch vielen anderen Hunden scheint es mir so zu sein, dass da für "Der Hund reagiert unfreundlich auf mich" kein Handlungsplan für "Laß den einfach in Ruhe, der mag jetzt nicht" vorliegt. Da steht nur "Lenk durch Spiel ab" und "Wenn das nicht hilft, versuch noch deutlicher durch Spiel abzulenken"

    Natürlich ist jetzt fraglich, ob das auch auf Lucky zutrifft. Aber wenn er anhaltend weiter "provoziert" würde ich ihn auf jeden Fall rausnehmen und ihm so "sagen" das ich in dem Fall nicht wünsche, dass er so weitermacht.

    Krümel, Du siehst, das mit der Hundeerziehung ist nicht so einfach und selbst erfahrene Hundehalter sind sich über den "richtigen" Weg nicht einig.

    Als ich noch Single und auf der Suche war, hatte ich noch meinen Fynn, der recht aggressiv auf andere Menschen reagiert hat.

    Ich habe immer gesagt, dass es für mich eine Grundvoraussetzung ist, dass meine zukünftige Partnerin nicht nur Hunde mag, sondern auch bereit ist, solange mit Fynn zu arbeiten, bis er sie reagiert.

    Als ich dann meine Frau kennengelernt habe, war es anfänglich für uns alle hart. Fynn mußte einen Maulkorb und eine Hausleine tragen, wenn sie zu Besuch war, war ich mal nicht anwesend, habe ich Fynn weggesperrt. Es hat sicher vier Wochen gedauert, bis meine Freundin sich "gefahrlos" in jeder Situation in meiner Wohnung bewegen konnte.

    Sie ist die ganz richtig große Liebe für mich. Aber hätte sie Fynn nicht akzeptiert und das nicht "durchgestanden" wären wir heute kein Paar.

    Ich bin nun mal Hundehalterin. Das ist ein - bedeutender - Teil meiner Persönlichkeit. Und Hunde zu haben ist ja kein richtiges Hobby, es ist eher eine Lebenseinstellung oder eine Lebensform.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir alles Gute, es liegt sicher - so oder so - eine schwere Zeit vor Dir.

    liebe Grüße

    Hach, ich bin schon völlig verliebt.

    Dieses Ignorieren von Abwehrschnappen beobachte ich übrigens öfter, grade bei Labradoren, aber auch bei Dalmatinern.

    Besonders diese Hunde scheinen der Meinung sein, dass Spiel das beste Mittel ist, einen Konflikt zu entschärfen und verstehen nicht, dass es eben Hunde gibt, die das anders sehen. Daher war es warscheinlich gut, dass Du ihn aus der Situation genommen hast.

    Ansonsten: Daumen hoch! Und weiter so.

    Öhm, mir wäre neu, dass man nur mit einer kastrierten Hündin ins Ausland fahren kann....

    Nein, im Ernst, selbst wenn ihr sie irgendwann kastrieren laßt, muß sie vorher erst erwachsen werden. Vorher ist es sicher nicht sinnvoll

    Irgendwie sehe ich immernoch nicht klar...

    Würdest Du dann allein mit beiden Hunden gehen? Das wäre mit wiederum an der Leine zu heikel. Wenn eine andere Person mitgeht, so dass ihr am Anfang einen größeren Abstand einhalten könnt, dann kann ich mir das gut vorstellen.

    Ansonsten habe ich nur in ganz extremen Fällen erlebt, dass solche Zusammenführungen gar nicht möglich sind. Und dann waren es entweder zwei Hündinnen oder zwei gleichstarke (gleichalte) Rüden.

    (Habe jetzt Deinen anderen Thread gelesen und weiß ungefähr worum es geht.)

    Ich hatte ja Fynn, einen angstaggressiven Rüden. Auch der mußte lernen, sich mit den Hunden meiner Eltern zu arrangieren, weil wir gegenseitig unsere Hunde hüten.

    Also haben wir den Dicken von meinem Vater (Leonbergermix, etwas doppelt so schwer wie Fynn) und Fynn frei laufen lassen. Fynn ist auf den Dicken losgegangen und hat daraufhin erstmal Prügel bezogen. Ab dann war gut. Odin war der Chef, Fynn hat das akzeptiert. Dann sind wir mit beiden rein, die anderen zwei Hunde meiner Eltern waren frei im Garten (beide kleiner als Fynn) Fynn zur sicherheit an der Leine. Aber dem war sofort klar, dass er in Odins zuhause ist und ruhe zu geben hat. Es gab nie wieder Probleme.

    Mir wären das zu viele Leinen. Da ist das Risiko schon sehr groß, dass die Leinen sich verheddern. Und wenn die Hunde sich dann nicht mehr ausweichen können, kann es schon gefährlich werden.

    Allerdings habe ich es tatsächlich selten erlebt, dass sich Hunde auf neutralem Gebiet ernsthaft verletzten.

    Ich habe das irgendwie nicht so genau verstanden...Ihr seid doch schon zu zweit, wenn ihr das mit der Annäherung versucht. Dann würde ich einfach versuchen gemeinsam spazieren zu gehen.

    Falls Deine Hündin wirklich aus Angst knurrt, könnte es sein, dass sie den Abbruch der Aktion als Bestärkung ansieht, weil sich ja der Angstauslöser daraufhin entfernt.