Beiträge von Trillian

    Naja, die meisten der aufgezählten Hilfsmittel fallen ja in den Bereich der aversiven Mittel, um ein Verhalten zu unterdrücken.

    Ich selbst stehe dazu, dass ich meine Hunde auch (in seltenen Fällen) mit Strafe erziehe. Allerdings benötige ich dazu keine Hilfsmittel, meine Stimme und mein Körper reichen dazu aus.

    Der Rest sind klare, für den Hund nachvollziehbare Regeln, die hauptsächlich durch positive Verstärkung durchgesetzt werden.

    Die Rüttledose kann in ganz seltenen Fällen ein angebrachtes Hilfsmittel sein, ähnlich wie Sprühflaschen, immer dann, wenn der Hund sich sehr schnell sehr stark in ein Verhalten steigert und ich aus den unterschiedlichsten Gründen keine Möglichkeit habe, das durch entsprechend geplante Trainingssituationen zu umgehen.

    Was den Trieb und die Spiele angeht...

    Ich kenne das so, dass Zerrspiele das Selbstbewußtsein eines Hundes stärken. Unkontrollierte Wurfspiele steigern das schnelle Reagieren auf einen Sichtreiz.

    Wenn Du Schwierigkeiten mit dem Jagdtrieb Deines Hundes hast, er aber gerne apportiert, könntest Du gut Übungen zur Steadiness mit ihm machen.

    Dazu legst Du - ganz vereinfacht - das Spielzeug aus, während Lucky sitzen und warten muß.

    Dann gibst Du ihm das Signal zum apportieren.

    Fernziel ist, dass Du neben ihm stehen kannst und den Dummy/das Spielzeug wirfst und Lucky erst losläuft, wenn Du es ihm erlaubst.

    (Wenn Du magst, suche ich später eine Anleitung raus, jetzt muß ich mit den Wauzen laufen)

    Ach so, ich bin da total konsequent. Aber es tut mir trotzdem soo leid... Und das weiß sie eben.

    Sie humpelt auch nach einer Verletztung bei mir und wenn sie bei meiner Frau ist, nicht. (Bei meiner Mama schon, bei meinem Papa nicht.) Da verhätschel ich sie auch nicht, aber es tut mir eben sooo leid.

    Ich habe grad nochmal mit meinem TA telefoniert. Der macht sich jetzt bei den Kliniken und Labors schlau und ruft mich dann zurück, um mit mir zu besprechen, welches Vorgehen das Geschickteste ist.

    Versteht mich nicht falsch, selbstverständlich tun wir, was getan werden muß, aber da unsere Wauzen nicht die Mutigsten beim TA sind, möchten wir das ganze ein wenig durchdacht angehen, um unnötige Besuche zu vermeiden.

    Ich weiß nicht, ob es Dir hilft...

    Lotte frißt bei mir häufig nicht. Sie verweigert alles, was nicht total lecker ist.

    Zuerst dachte ich, sie verträgt vielleicht das BARF nicht, weil sie TroFu nimmt.

    Aber dann ist uns aufgefallen, dass sie frißt, was meine Frau ihr gibt und daraus haben wir folgenden Schluß gezogen:

    Sie weiß, dass ich Mitleid habe, wenn sie ihr Futter nicht mag. Sie weiß, dass meiner Frau das egal ist. Und sie weiß, dass TroFu das Zeichen für: Wenn Du das nicht frißt, dann gibt es eben gar nix...

    Naja, Du mußt ja nicht zwingend getrennt mit ihnen Spazieren gehen. Es reicht ja, wenn Du der kleinen in einem anderen Raum das Apportieren näher bringst. Ich würde alles in Richtung Dummy bestätigen.

    Hast Du Dich mal mit dem Clickern befaßt? So ähnlich würde ich es machen, nur dass ich noch mehr eingreife und mit dem Dummy spiele um den Hund richtig heiß drauf zu machen. Wenn der Hund drauf anspringt, dolle loben. Auch wenn es noch kein richtiges aufnehmen ist.

    (Dazu gibt es aber schon unzählige Threads, guck mal in dieser Rubrik und in der Clicker-Rubrik. Da wird es von Leuten erklärt, die das viel besser können als ich)

    Ich bin davon überzeugt, dass jeder Hund apportieren lernen kann.

    Aber Du solltest mit der Kleinen allein trainieren. (Ich weiß, das ist nicht immer leicht einzurichten, wenn man zwei Hunde hält)

    Huhu Krümel!

    Hach, ich könnte Dir Geschichten über garstige Nachbarn erzählen..... Das nähme gar kein Ende...

    Und was andere Hundehalter angeht: Es gibt so viele unterschiedliche Auffassungen vom "richtigen" Umgang mit dem Hund. In einem Auslaufgebiet werden da nie alle übereinstimmen.

    Aber ich kann Dir mal erzählen, was ich an fremden Hundehaltern schätze:

    * Reflektiertes umgehen mit dem Hund und die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu überdenken.

    * Respekt vor der - anderen - Meinung anderer Hundehalter

    * Liebe und Respekt im Umgang mit dem eigenen Hund

    * Höflichkeit

    * Engagement.

    * die Bereitschaft dazuzulernen

    Ich kenne Dich natürlich nicht persönlich, aber nach allem was ich hier von Dir gelesen habe, hast Du diese Eigenschaften.

    Da mußt Du Dir wirklich keinen Streß machen, was die anderen Hundehalter angeht. Zumal jeder von uns mit jedem neuen Hund irgendwie auch wieder Anfänger ist und neue Fehler macht.