@ redbumper: Ich habe es in meinem ersten Beitrag ja schon angedeutet. Ich glaube, dass wir Menschen nur sehr selten ein "echtes" schlechtes Gewissen haben. In den meisten Fällen handelt es sich - wie beim Hund - um Angst vor Strafe/Ärger.
@ all: Am wichtigsten finde ich in diesem Zusammenhang, dass der Hund keine Rückschlüsse ziehen kann. Also selbst wenn er wüßte, dass er beim Heimkommen den Ärger bekommt, weil er den Müll ausgeräumt hat, könnte er nicht beim nächsten Mal überlegen: "Ach, beim letzten Mal hat Frauchen so geschimpft, deshalb lasse ich heute den Müll lieber in Ruhe."
Er wird immer denken:"Au prima, keiner da, da kann ich mir was Leckeres aus dem Müll holen." Gefolgt von dem Erfolgserlebnis "Oh, war das heute wieder lecker, es lohnt sich immer, in den Mülleimer mal reinzuschauen" Und dann - viel Später und für den Hund nicht mehr zu verknüpfen: "Oh verdammt... immer wenn Frauchen heim kommt und der Müll liegt auf dem Boden, dann gibt es Ärger. Ich versuch mal lieber Frauchen zu beschwichtigen"
Und nochmal: Wenn Ihr selbst bevor ihr das Haus verlaßt einen See auf den Wohnzimmerteppich macht (und Hundi dabei zusieht) und dann mit dem Hund ordentlich schimpft, wenn ihr heim kommt, dann wird er irgendwann ein "schlechtes Gewissen" zeigen.
Ich glaube übrigens, dass Hunde auch ein "schlechtes Gewissen" haben, wenn redbumpers Frau heim kommt und sieht, dass er statt die Spülmaschiene auszuräumen vorm Fernseher sitzt. Weil er gelernt hat: Herrchen vorm Fernseher + Frauchen kommt heim = Ärger. Nur fällt das niemandem auf, weil Frauchen sich auf das faule Herrchen konzentriert und Herrchen sich darauf konzentriert, das wütende Frauchen zu beschwichtigen. (@ redbumper: nicht bös sein, ist ja nur ein Beispiel
)